Beiträge von Stern

    Herzlichen Glückwunsch zu 4 nüchternen Jahren.

    Hatte zuvor schon einmal über ca. 7 Jahre abstinent gelebt, die Nachsorge vernachlässigt und es kam wie es kommen musste.

    Und vielen Dank für diesen Satz.
    Ich finde es für mich immer sehr gut, solche Sätze hier zu lesen. Sie zeigen mir immer sehr deutlich, dass das ‚Kapitel Alkoholsucht‘ kein Kapitel im Buch des Lebens ist, sondern das gesamte Buch …. und nie abgeschlossen werden kann.

    Hallo m65,

    du bist jetzt für den offenen Bereich freigeschaltet und ich habe dein Thema in den Angehörigenbereich verschoben.
    Du kannst Dich jetzt überall austauschen, jedoch bitte nicht in den ersten vier Wochen im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern.

    Wenn du deinen Titel geändert haben möchtest, gib bitte Bescheid.

    Ich wünsche dir einen guten Austausch.

    Ich erhoffe mir Erste-Hand-Informationen, die mein Leben als Angehöriger etwas leichter machen, wobei ich den Terminus Co-Alkoholiker nicht besonders mag (Angehörige eines an Schizophrenie erkrankten Menschen sind ja auch keine Co-Schizophrenen), aber das nur nebenbei.

    Niemand hat behauptet, du seist co-abhängig. Es gibt durchaus Angehörige, die überhaupt kein co-abhängiges Verhalten haben.
    Für den Austausch ist das auch überhaupt nicht relevant.
    Deinen Vergleich finde ich da schon ziemlich daneben.

    ‚Erste-Hand-Informationen‘ kannst du im Angehörigenbereich finden. Hast du da schon mal reingeschaut?

    Ich warte mal mit konkreten Fragen, bis ich für das Angehörigen Forum freigeschaltet werde...


    Hier geht es auch erstmal um deine Vorstellung.

    Hallo m65,

    die Alkoholsucht ist immer eine Familienkrankheit.
    Auch wenn deine Frau ,beruflich funktioniert‘ ist ihr Alkoholkonsum, (oder ist es schon Sucht?) ja inzwischen zum Problem für dich geworden.

    Schreibe hier gern noch etwas mehr über dich. In dieser Selbsthilfegruppe soll es ja um dich gehen.
    Was erhoffst du dir hier für dich?

    Hallo sorrowful,

    wenn du hier ein wenig im Bereich ‚Angehörige von Alkoholikern’ liest, wirst du ganz viele Beiträge finden, in denen es darum geht, wie sich die Angehörigen fühlen im Leben mit einem Alkoholiker. Und was sie für sich unternehmen, damit es ihnen selbst besser gehen kann. Denn ihren Partnern können sie bei gar nix helfen, solange es der trinkende Partner nicht von sich selbst aus will.
    Und darum geht es hier im Forum. Wir sind ein Alkoholikerforum ….für Alkoholiker und auch für Angehörige von Alkoholikern.

    Du schreibst, dass dich der Alkoholkonsum deiner Partnerin nicht so wirklich stört ….wenn es nicht mehr werden sollte.
    Wobei können wir dir denn helfen? Es wird ja im Moment nicht mehr, betonst du.
    Hier können keine Prognosen erstellt werden, ob oder wie sich das Trinkverhalten deiner Partnerin ändern wird.
    Was ich dir aber aus eigener Erfahrung sagen kann, ist: Bei einem Alkoholiker wird der benötigte Alkohol immer mehr und wer sich erst einmal in der Suchtsprirale befindet, rauscht immer nur nach unten. Immer ….Ausnahmen gibt es nicht.

    Ob du diese Abwärtsfahrt dann mitfahren willst, liegt in deiner Entscheidung.
    Wenn deine Partnerin nicht abhängig trinkt, wobei dir ja auch das egal ist, solange es nicht mehr wird, sprech doch einfach mal gemütlich bei einem Glas Tee (oder Saft…)an, wie es dir mit ihrem Alkoholkonsum geht.

    Letztendlich ist doch jeder Mensch selbst dafür verantwortlich, wie es ihm selbst geht.
    Und wenn es dir nicht gut geht mit dem Alkoholkonsum deiner Partnerin, gibt es nicht so viele Wege, damit es dir wieder gut geht.
    Ihr besprecht das und sie trinkt, wenn sie keine Alkoholikerin ist, einfach nicht mehr …..weil sie auch möchte, dass es dir in dieser Partnerschaft gut geht.
    Einem Nichtalkoholiker ist Alkohol nicht wichtiger als die Partnerschaft. Anders: Ein Alkoholiker stellt irgendwann den Alkohol über die Partnerschaft. Und das ist keine Ausnahme, das ist einfach so.
    Oder du überlegst dir für dich eine Lösung, damit es dir wieder gut gehen kann. Und, ja, das kann auch eine Trennung sein ….wenn für den Partner der Alkohol einen höheren Stellenwert hat als die Partnerschaft und sich irgendwann alles dem Alkohol unterordnen muss.

    Du hast dich in einem Alkoholiker-Forum angemeldet.
    Was erwartet du in einem Alkoholiker-Forum für Antworten?

    Hallo sorrowful,

    Meines Erachtens trinkt sie grenzwertig, in Wellen. Mal wochenlang nur 1-2 Standardgläser (pro Woche), das ist kein Problem, aber dann werden es auch mal wochen- bis monatelang lang 8-12, darunter wochenlang auch 10-14, wenn sie beispielsweise eine Freundin zu Besuch hat

    ‚Grenzwertig‘ ist ein merkwürdiges Wort für ein Trinkverhalten, welches wochen- bis monatelange 8 bis 12 oder 10 bis 14 Gläser Alkohol beinhaltet.

    Wenn deine Partnerin nicht mit dem Trinken aufhören will, kannst du da auch gar nichts beeinflussen.
    Alkohol ist ein Gift, schnell wird aus Missbrauch Sucht. Wo sich deine Partnerin sieht, kann nur sie selbst sagen.

    Unter Alkoholeinfluss aggressiv reagieren, spricht meiner Meinung schon für sich und gibt genug Anlass zum Sorgen machen. Aber solange deine Partnerin sich keine Sorgen macht, helfen deine Sorgen niemandem.

    Eine Hochzeit mit einem unsicheren Gefühl zu planen, kann auch nicht der richtige Weg sein.

    Du hast dich in einer Online-Selbsthilfegruppe angemeldet, in dem sich auch Angehörige von Alkoholikern austauschen.
    Was denkst du, wobei du Hilfe brauchst?

    Hallo Reike,

    herzlich willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.
    Hier schreiben sehr Viele, die gleiche Erfahrungen machen mussten, weil ihr Partner trinkt.

    Leider ist es so, dass es nicht möglich ist, einem Alkoholiker zu helfen, wenn dieser das nicht will (oder auch nicht kann).
    Alkoholismus ist eine Familienkrankheit, die die gesamte Familie belastet.
    Ihr habt ein Kind und damit noch mal eine besondere Verantwortung.

    Wenn du dich hier mit anderen Betroffenen austauschen möchtest, klicke bitte auf den Link und folge ihm.

    Die Priorität beim Austausch sollte dabei auf dich und euren Kind liegen. Denn nur da kannst wirklich was bewirken.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Dein Bericht ist wieder so schön. 🤩

    In jedem Satz ist so viel Lebensfreude zu lesen. Das finde ich so schön.

    Weil Sonntag 1.09. gehen wir alle zu Griechische Restaurant zu essen, und will ich nicht nur mit Salat am Tisch zu sitzen .....Hi....Hi....Hi...

    Lass es dir schmecken.
    Ich bin sicher, es wird auch beim übernächsten Restaurantbesuch mehr als nur Salat für dich geben können.
    Gutes Essen hat ja auch was mit Lebensfreude zu tun. 😀

    Herzlichen Glückwunsch zu 11 nüchternen Monaten 👍🏻

    Das liest sich nach viel Freiheit, die du empfindest.

    Und ich bin dankbar dafür, dass es eine Krankheit ist, die ich selber heilen kann - und auch mit Hilfe dieser Gruppe. Danke dafür!

    Die Alkoholsucht ist nicht heilbar. Sie wird mich mein Leben lang begleiten,
    Ich finde es gefährlich zu denken, ich sei geheilt.

    Ich habe meine Alkoholsucht durch meine Abstinenz zum Stillstand bringen können…..geheilt bin aber nicht. Auch nicht, wenn ich mich so gar nicht krank fühle.

    Psychische Überforderung (zum Beispiel extremer Zeitdruck auf der Arbeit und irgendwie das Gefühl, es ohne Unterstützung nicht zu schaffen und dann ist keine Unterstützung verfügbar) löst bei mir Schlaflosigkeit aus und Übermüdung wird dann von Tag zu Tag schlimmer. Ich bin einfach nicht mehr Stress resistent genug. Wenn ich dann auch noch alleine vor mich hin brüte, wird’s aus Erfahrung gefährlich.

    Überforderung im Job kann krank machen.
    Bei dir löst diese Überforderung schon Schlaflosigkeit aus und dann bist du natürlich irgendwann total übermüdet.
    Niemand kann gut arbeiten, wenn er so viel Stress im Nacken hat. Und noch viel schlimmer finde es ja, wenn die Arbeit gedanklich mit nach Hause genommen wird und für schlaflose Nächte sorgt.

    Da würde ich unbedingt das Gespräch mit dem Chef suchen.

    Meine Aufgabe für mich - und die wichtigste Grundlage für mein nüchternes Leben - sehe ich darin, dafür zu sorgen, dass es mir gut geht. Mir kann es aber nicht gut gehen, wenn ich mich mit belastenden Gedanken quälen muss, die mir Stress machen.
    Ich glaube auch nicht, dass es besonders zielführend ist, wenn ich einfach nur sage, dass ich einfach mehr stressresistent genug bin…..das ändert ja nix an der Tatsache, dass mich irgendwas dermaßen stresst, dass ich darüber nicht schlafen kann. :roll:


    Zum Thema ,Veranstaltungen besuchen‘ habe ich auch ein paar Gedanken.

    Ich besuche auch Veranstaltungen, schon immer nicht sehr oft und schon immer nicht zum besaufen.
    Aus meiner Saufzeit kenne ich es aber, dass es mir während einer Veranstaltung überhaupt gar nix ausgemacht hat, wenn andere neben mir Alkohol getrunken haben. Aber ich habe das mit nach Hause genommen und wenn ich dann alleine war, habe ich mehr gesoffen als an anderen Tagen.
    Dieser Zusammenhang ist mir auch erst bewusst geworden….als ich hier davon las, dass da gewaltig was nachwirken kann.

    Hallo NineMaus,

    ich habe dich für den Austausch im offenen Bereich dieses Forum freigeschaltet.

    Du kannst jetzt überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich.


    Ich wünsche dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    Hallo NineMaus,

    herzlich Willkommen hier bei uns in der Gruppe.
    Der Austausch mit den anderen Betroffenen kann dir helfen, mit deiner Situation besser umzugehen, und vor allem, der körperlich Gewalt dauerhaft zu entkommen.

    Ich finde es ganz schrecklich, dass du da so lange gefangen warst und ich finde es ganz stark von dir, dich lösen zu wollen und dazu auch schon erste Schritte unternommen hast.

    Damit wir dich freischalten können, klicke bitte diesen Link an und folge ihm. Dann einfach einen Satz ins leere Feld schreiben, danach wirst du freigeschaltet und der Austausch kann beginnen.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    In meinen Augen könne fast jeder mal eine gescheite Therapie gebrauchen. Und wenn es nur ist, um nicht die ganze Zeit so unreflektiert durch die Weltgeschichte zu rennen.

    Wie meinst du das?

    Nicht jeder Alkoholiker weist psychische Defizite auf, leidet an Persönlichkeitsstörungen oder an Depressionen. Nicht jeder Alkoholiker hat das selbständige Denken verloren oder ist durch das Trinken unfähig selbst zu handeln. Die meisten Alkoholiker, die ich kennenlernen durfte, bestätigten mir, einfach den Absprung nicht geschafft zu haben.

    Danke.

    Ich bin süchtig geworden, ich wusste das auch recht schnell und ich habe ‚einfach‘ den Absprung nicht geschafft.
    Ich hatte keinen Zweifel, dass ich Alkoholiker geworden bin, ich habe mir auch nix ‚schön‘ geredet, ich war zu mir selbst schon sehr ehrlich. Aber ich wusste einfach nicht, wie ich aus dieser Suchtspirale wieder rauskommen kann. Ich wusste noch nicht mal, dass ich da wieder rauskommen kann.
    Ob mir da eine Therapie geholfen hätte, bezweifle ich.

    Wenn man sich entscheidet aufzuhören und alles dafür tut, um es durchzuhalten, in Therapie geht, dann gehört Saufdruck dazu.

    Dann gehört Saufdruck dazu?
    Generell oder wenn man alles dafür tut ‚durchzuhalten‘?

    Aber jetzt mal aus reiner Mitmenschlichkeit - sollte einem Alkoholiker nicht eine Suchttherapie vorgeschlagen werden, weil man annimmt, der packt das eh nicht?

    Wer kann sich denn anmaßen anzunehmen, dass es Jemand eh nicht packt?

    Abschließend...Hier habe ich noch nicht den Überblick, wer Therapie gemacht hat und wer nicht. Ich kenne nur ein paar Alkoholiker, die ohne Reha/Therapie ein zufriedenes trockenes Leben führen.

    Ich bin ohne Therapie zufrieden nüchtern geworden.

    Ich habe ‚nur‘ dieses Forum als meine SHG. Anfangs habe ich noch sehr viele Videos im Internet zum Thema Alkoholsucht angeschaut. Ein Hörbuch hatte ich mir noch gekauft. Ansonsten lerne ich aus den Erfahrungsberichten hier, von den Alkoholiker, die nüchtern geworden sind, von den Alkoholikern, die mit sich und der Sucht kämpfen, von den Alkoholikern, die sich trauen, hier von ihrem Rückfall zu erzählen …..Aber auch von den hilfslosen Angehörigen, die davon erzählen, wie die traurige Realität ‚da draußen‘ ist.

    Die Herausforderung besteht darin, zunächst sich selbst nicht zu vertrauen und zwischen Suchtdenken und realistischem Denken zu unterscheiden.

    Das verstehe ich nicht. Noch nicht mal, wenn ich den Satz für mich auseinander nehme.

    Ich musste mir vertrauen. Ohne Vertrauen in mich hätte ich mich gar nicht auf den Weg machen können. Ich finde das Vertrauen in mich selbst eine ganz wichtige Voraussetzung für den nüchternen Weg. Also, ich für mich.

    Was genau Suchtdenken ist, habe ich bis heute nicht so richtig verstanden.

    Aber ja, es gibt nur den richtigen Weg für jeden selbst! So ist es und nicht anders.

    So sehe ich das auch.
    Was für den Einen der richtige Weg ist, muss nicht für den Anderen passen.

    Vielleicht spricht man deshalb von ‚Selbsthilfe‘ ….
    Mir war es hier beim Lesen sehr hilfreich, in den verschiedensten Tagebücher lesen zu dürfen. Das sind ja wirklich sehr private Gedanken festgehalten.

    Ich hätte mich in einer realen SHG vermutlich nicht so öffnen können wie hier in einer doch anonymen Umgebung.
    Über eine Therapie habe ich nie so wirklich nachgedacht. Liegt vermutlich auch daran, dass in meiner Vorstellung von Therapie irgendwas aufgearbeitet werden müsse. Über Aufarbeitung habe ich nachgedacht, weil ich dachte, das gehört zum Nüchternwerden dazu.
    Aber ich habe recht schnell erkannt, dass es in meiner Vergangenheit nix zum Aufarbeiten gibt. Warum ich angefangen hatte mit saufen, das wusste ich und warum weiter gesoffen habe, als meine Welt schon lange wieder in Ordnung war, war leicht zu beantworten: Weil ich Alkoholiker geworden bin und das Saufenmüssen genau dem geschuldet war. Letztendlich habe ich so viele Jahre gesoffen, weil ich süchtig bin.

    Hallo nellyflx,
    herzlich Willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.

    Und herzlichen Glückwunsch zu 4 nüchternen Wochen 💐

    Es ist gut, dass du dir Hilfe gesucht hast . Niemand muss den nüchternen Weg alleine gehen.

    Ich wünsche dir für deine stationäre Therapie ganz viele hilfreiche Erkenntnisse und hier einen guten Austausch.

    Alkohol empfinde ich als eklig. Es ist Gift. Tut mir nicht gut, macht mich und meine Nerven, mein Gehirn, meinen ganzen Körper kaputt.

    Das war bei mir alles auch schon so als ich noch gesoffen habe. Hat mich nicht davor geschützt, trotzdem Alkoholiker zu werden und hat mich dann trotzdem immer weiter saufen lassen. :roll:

    Aber du hast ja Recht. So ein bisschen eigener Zuspruch ist auch hilfreich.