Beiträge von Stern

    ich bin heute 8 Wochen abstinent und freue mich, dass es mir fast durchgehend leicht fällt, mein Leben ohne Alkohol zu leben.

    Herzlichen Glückwunsch zu 8 nüchternen Wochen. 🌻

    Ich wünsche dir, dass dein Weg auch weiterhin so leicht ist.

    Mein nüchterner Weg war auch noch nie schwer. Anfangs war mir das richtig unheimlich…..heute auch noch manchmal.
    Ich habe hier gelernt, aufmerksam zu sein. Nicht nur, mir immer wieder Gutes zu tun, sondern auch, mich einfach mal hinzusetzen und gar nix zu tun …nur mich spüren…. Und dann stehe ich zufrieden auf und bin glücklich, dass ich nicht mehr saufen muss.

    Insgesamt schaffe ich es gut für mich zu sorgen, ich unternehme viel (Klettern, Skitouren), was mir guttut. Wenn ich mich körperlich betätige, bin ich sehr zufrieden und innerlich im Gleichgewicht. Die Gefahr von Saufdruck ist dann wesentlich geringer.

    Hast du dich schon immer so sportlich betätigt oder ist das etwas, was du jetzt nüchtern in dein Leben einbauen konntest?

    Ich empfinde die Kommunikation hier aber manchmal als nicht „gewaltfrei“, in dem Sinn, dass mein Verhalten bewertet und auch provoziert wird. I

    Ging mir anfangs auch so (wenn ich auch für nicht ‚gewaltfrei‘ ein anderes Wort gewählt hätte, kommt aber wohl auf das Gleiche raus).
    Geht mir heute noch so. Aber heute habe ich mir in meinem Kopf ein solides Fundament geschaffen, so dass ich das alles hier richtig und gut finde.

    Anfangs habe ich alles aufgesogen, was es hier zu lesen gab. Und besonders das, wo sich die Leute die Mühe gemacht haben, mir ihre Gedanken mitzuteilen.
    Vieles konnte ich gar nicht für mich einordnen, manches konnte ich noch nicht mal verstehen, einsehen schon mal gar nicht.
    Ich habe trotzdem immer wieder nachgefragt und über jeden einzelnen Satz nachgedacht. Auch, wenn etwas für mich nicht passte, hat mich doch jeder Beitrag weiter gebracht.

    Heute finde ich nicht mehr, dass manche Sätze ziemlich hart oder zu deutlich ausgesprochen werden.
    Wir haben nun mal eine ganz ganz schlimme Krankheit. Da gibt es nur einen Weg und der heißt: Nie wieder Alkohol. Egal, was passiert…es wird nie wieder Alkohol geben. Und dieses ‚nie wieder’ ist es doch, was diese Krankheit zu einer lebenslangen Krankheit macht. Wir können die Sucht nur stoppen, niemals heilen. Und das muss auch genau so klar beim Alkoholiker ankommen.

    Heute denke ich, wem das zu hart ist, der hat die Schwere seiner Krankheit (noch) nicht erkannt.

    Hier gibt es ja ganz viele, die schon sehr lange ihre Alkoholiksucht stoppen konnten. Das erweckt schnell den Eindruck: Oh prima, so viele schaffen das … das ist ja dann wohl doch nicht so schwer. Hier anmelden, weitermachen wie bisher, bissel lesen und schreiben und das nüchterne Leben ist da….


    Die vielen Alkoholikern, die dieses Forum gar nicht finden oder es nur auf 2 Beiträge im Vorstellungsbereich schaffen, teilen sich ja hier auch gar nicht mit. Sie haben es eben nicht geschafft.

    Lass dich nicht entmutigen, nimm mit, was dich weiterbringt, lasse liegen, was für dich nicht passt.
    Wir sind alle so verschieden. Und genau das in diesem Forum vereint, ist für mich genau das, was ich gesucht und gefunden habe.

    Ich bin sehr froh Euren Rat beherzigt zu haben und nicht raus zu gehen. Ich fühl mich jetzt ganz schön durchgerüttelt und kleinlaut. ;)

    Lektion gelernt, würde ich sagen. 👏

    Es ist gut, dass du nicht einfach nur stur deinen Weg gehst.
    Immer schön aufpassen, was links und rechts am Wegesrand ‚rumliegt‘ …. das hilft mir, meinen nüchternen Weg zufrieden und glücklich zu gehen.

    Ich wünsche dir weiterhin viel Achtsamkeit auf deinem Weg.

    - ich gehe nicht mehr zu kritischen Zeiten einkaufen

    …..

    - ich mache mir für die kritischen Zeiten in den Abendstunden immer einen Plan, damit ich nicht auf dumme Gedanken komme

    Was sind für dich ‚kritische Zeiten‘?
    Kann nicht jede Zeit kritisch werden? 🤔

    Das war jetzt sehr viel, wenn ich auf etwas nicht geantwortet habe, dann nicht, weil ich es nicht ernst nehme, sondern weil ich jetzt gerade einfach nicht mehr kann - ich muss es immer erst verdauen, wenn ich mich so angeschossen fühle…

    Für ‚sehr viel‘ bist doch hier. 😀
    Zufrieden nüchtern leben…das ist sogar sehr viel.

    Mir hilft dieses ,angeschossen werden‘ sehr, mich, mein Verhalten, meinen Weg immer mal wieder kritisch anzuschauen, ihn weiter zu gehen und ggf. auch mal die Richtung zu ändern.

    Es zeigt mir, dass wir hier eine Selbsthilfegruppe sind, in der ich gelesen werde, in der sich Menschen, die schon sehr viel weiter sind als ich, zu meinen Worten Gedanken machen und mir ihre Bedenken mitteilen.
    Ich nehme viel mit von diesen Gedanken, die von alleine vermutlich nicht oder nur sehr schwer Zugang zu meinem Kopf finden würden.

    Nicht alles muss für jeden passen, drüber nachdenken hilft mir jedoch sehr, meinen nüchternen Weg nun schon fast 2 Jahre und 7 Monate sehr zufrieden zu gehen.

    Dann schreibe ich hier etwas, wie ich bestimmte Dinge erlebe, wie ich mit bestimmten Dingen umgehe - zumeist aus einer inneren Stimmigkeit raus und rums wird alles in Frage gestellt: nehme ich meine Sucht ernst, verharmlose ich sie usw

    Nee, überhaupt nicht.

    Ich lese sehr viel bei den anderen, bei dir auch. Und das mache ich auch in erster Linie, weil ich aus vielen Beiträgen hier im Forum auch sehr viel für mich mitnehme und nicht, um anderen ihr Leben schwer zu machen.

    Wenn du von deinem Weg überzeugt bist, ist die Welt doch in Ordnung.
    Wenn aber niemand mehr seine Gedanken auch beim anderen lässt, ist das doch ein ziemlich stiller ‚Austausch‘.

    Ich entscheide dann für mich, dass ich nicht alles ausdiskutieren oder mich nicht mehrmals rechtfertigen muss.

    Du musst gar nix.
    Nix ausdiskutieren und dich rechtfertigen schon mal gar nicht.
    Es ist dein Weg, der dich in ein zufriedenes nüchternes Leben bringen soll, und diesen Weg bestimmst du.

    Ich nehme die Gedanken der Anderen in meinem Buch immer sehr ernst.
    Nicht alles passte am Anfang für mich, vieles konnte und wollte ich auch gar nicht verstehen…einsehen oder umsetzen, weil es nicht zu mir und zu meinem Weg passt. Manches passte später dann doch und manches lasse ich bis heute liegen.

    Die Menschen sind verschieden, die Alkoholiker sind dann natürlich auch verschieden.
    Die Sucht macht aber keinen Unterschied…ein Rückfall auch nicht.

    Und weil ich eben nicht dieser besondere Alkoholiker bin, dem Alkohol niemals wieder was ausmachen kann…der niemals rückfällig werden kann, bin ich dankbar für die oft auch kritischen, oder fragenden Worte in diesem Forum.

    Hier durfte ich schon so viele Gedankensnstöße bekommen, die mich auf meinem nüchternen Weg begleiten und weiter bringen.
    Auch wenn mein nüchternes Leben heute völlig normal ist, ich bleibe ja trotzdem Alkoholiker.

    Ich finde das Evelin hier gerade ziemlich in eine Ecke gedrängt wird und empfinde das nicht als ok. Ich finde manche Aussage sogar als ziemlich aggressiv und übergriffig.

    Falls ich gemeint bin…Nichts liegt mir ferner als jemanden in die Ecke zu drängen, aggressiv und übergriffig schon mal gar nicht.

    Ich bin auch nicht den Weg über die Grundbausteine gegangen….ich bin meinen eigenen Weg gegangen, aber ich lese immer noch aufmerksam, was die anderen hier zu erzählen haben.
    Da hin und wieder auch etwas genauer hinzuschauen, hat mir bisher auch nicht geschadet.

    Ich denke auch, dass Evelin schon ganz alleine für dich sprechen kann. :roll:

    Cadda

    Eben erst gelesen =O dein Schnitt in den Finger.
    Ich bin da ähnlich…. schön ausspülen, desinfizieren und Tütelband drumrum. (Muss nicht empfehlenswert sein. :roll:)


    Erst vor 2 Wochen habe ich beim Abwaschen so richtig schön ins große scharfe Küchenmesser gegriffen, hat geblutet als wäre der Finger durch und auch noch an einer so richtig dämlichen Stelle. Ist noch 2x aufgegangen und hat geblutet, ist dann aber wunderbar verheilt.

    Die Erfahrung hat mich gelehrt: richtig scharfes Messer … sauberer Schnitt…heilt gut.
    Stumpfes Messer …. ausgefranste Wunde…heilt beschi….🤪.

    Von daher wünsche ich dir, dass das Messer scharf war 8o … gute und schnelle Heilung.

    Hallo Iwona,

    wenn ich bei dir lese, geht mir immer das Herz auf.
    Du strahlst so viel Lebensfreude aus, dass es mir wirklich richtig Freude macht, bei dir zu lesen.
    Wenn ich deine Beiträge gelesen habe, kann ich mich lächelnd wieder dem ganz Alltäglichen zuwenden. Vieles ist dann auf einmal so einfach.

    Ich wünsche dir ganz schöne Weihnachtsfeiertage und ich danke dir, dass du hier deine Gedanken mit uns teilst.

    Ich glaube , ich habe noch nie in so kurzer Zeit so viele ‚Gefällt-mir-Herzchen‘ verteilt wie hier.
    Und auch noch nie so viele für die Antworten derer, die sich hier um das ‚Sorgenkind‘ bemühen.

    Zu allen deiner Beiträge wurde so viel gutes, wichtiges und hilfreiches geschrieben.
    Ich habe das Gefühl, es kommt nichts davon bei dir an. Du scheinst in deiner Angst so gefangen zu sein, dass keine anderen Gedanken mehr möglich sind.

    Ich habe mir bestimmt 10 Aussagen von dir markiert. Zu keiner kann ich was anderes sagen als hier schon geschrieben wurde.

    Ja das ist wahrscheinlich so. Ich bin völlig auf ihn fixiert.abhängig.

    Das ist vermutlich der einzige Satz von dir, der dich weiterbringen könnte.

    Aber eine langzeittherapie und die Folgen davon sind oft ähnlich.

    Genauso ähnlich wie sich Menschen ganz allgemein sind.

    Ein paar Worte möchte ich dir dann doch noch hier lassen.

    Ich bin Alkoholiker.
    Mich hätten dein Verhalten, deine Ängste, dein Druck, dein Drängen, deine Unselbstständigkeit, deine Unfähigkeit, meinen Wunsch nach Abstand und Heilung zu respektieren wahnsinnig gemacht. Es hätte schlicht und einfach meiner überlebenswichtigen Arbeit an mir selbst geschadet.

    Ich bin aber nicht nur Alkoholiker, sondern auch ein Mensch, der inzwischen über 2 einhalb Jahre nüchtern ist.
    Und auch da würden mich die gerade geschriebenen Sachen wahnsinnig machen und meiner noch immer überlebenswichtigen Arbeit an mir selbst schaden.

    Ich wünsche dir, dass du dir wichtiger werden kannst.
    Nur, wer auch alleine glücklich sein kann, wird auch eine glückliche Partnerschaft haben können.