Zweieinhalb nüchterne Monate sind super. 👍
Jetzt versuche ich aktuell ein bisschen die letzten Jahre aufzuarbeiten, Revue passieren zu lassen und das Leben ohne Alkohol zu akzeptieren. Oder besser gesagt überhaupt erst mal zu entdecken was das Leben überhaupt ist.
Ich hatte auch anfangs gedacht,mich müsse die letzen Jahre aufarbeiten. Bis ich ziemlich schnell festgestellt habe, dass das für mich gar nicht so wichtig ist. Vielmehr war mir wichtig zu ergründen, warum ich überhaupt zur Flasche gegriffen habe (obwohl ich mir das Zeug nie geschmeckt hat). Bei mir war es dieses Betäuben-Wollen, also dieses ganz bewusste ‚Abschießen‘, um zu vergessen, dem Alltag mit seinen Sorgen zu entfliehen.
Sehr schnell habe ich gesoffen (entschuldige bitte dieses häßliche Wort, aber damit wird mir immer wieder bewusst, wie schlimm die Zeit war) weil ich es musste. Und ich konnte nicht mehr damit aufhören, ich war alkoholabhängig geworden.
Versuchen, das Leben ohne Alkohol zu akzeptieren?
Darüber musste ich erstmal nachdenken.
Klingt für mich ein wenig so, als würdest du dem Leben mit Alkohol nachtrauern. 🤔
Kannst du sagen, was genau du damit meinst?