Beiträge von Hope81

    Das kenne ich zu gut. Die Sucht ist immer noch da und war gar nicht abgeneigt wieder Alkohol zu bekommen. Das Suchtgedächtnis wurde wieder gefüttert und aus 1 Mal wurden wieder mehrere.

    So war es bei mir schon oft- leider. 1x getrunken und das Spiel ging wieder Jahre.

    Jetzt will ich NIE WIEDER, auch um das Saufhirn nicht zu wecken

    Ich mache es so: Irgendwo Alkohol- ich bin WEG, sofort. Sagen Nein danke und in eine andere Ecke des Schiffs


    Du sagst es. Das erste Glas muss abgelehnt und stehen gelassen werden. Am besten sich davor fern halten. Wie lange bist du denn nun wieder trocken ?

    Hallo Hope,

    von mir auch ein Willkommen zurück.
    Ich bin jeden Tag im Forum und 1x wöchentlich in der SHG. Ich denke, ohne dem wäre ich wieder fahrlässig geworden - geht ja auch ohne- aber die Erfahrung anderer zeigen mir, dass es halt nicht funktioniert, kontrolliert zu trinken.
    Erst gestern hatten wir jemanden in der Gruppe, die eine Weile nicht kam. Dann wurde sie rückfällig, weil sie sich einsam fühlte.

    Ja das stimmt. Ich werde das jetzt auch so machen. Heute bin ich wieder beim blauen Kreuz. Einsamkeit, Langweile kann auch echt gefährlich sein.

    Du verachtest Menschen, denen es psychisch so schlecht ging, dass sie sich das Leben genommen haben?

    Du siehst Dich wegen Deiner wiederholten Rückfälle als Versager?

    Denk da mal drüber nach.

    Stimmt. Da habe ich mich blöd ausgedrückt. Ich meinte ich betrachte Selbstmord. Es kommt für mich nicht in Frage.


    Und das andere. Ja irgendwo schon. Seit 2021 schon so viele Anläufe. So viele Versprechungen, die ich abgeben. Aber ich kriege es nicht hin. Anderthalb Jahre war das meiste und dann bin ich doch wieder reingefallen. Jetzt bin ich sogar bereit eine ambulante Therapie zu machen. Ich schaue was mir die Therapeutin empfiehlt und mache es dann.

    Ja. Das stimmt. Ich bin Alkoholiker. Ich habe das nur hier zum Verständnis geschrieben. Und habe mich entshieden Abstinent zu Leben um zu überleben.

    Danke. Habe mir alles durchgelesen. Teilweise ist es mir peinlich immer wieder neue Startversuche. Habe es aber ja schon anderthalb Jahre ohne geschafft. Ich werde ab jetzt hier aktiv sein, auch anderen versuchen zu helfen. Anscheinend muss ich mich regelmäßig mit diesem Thema befassen um nicht zu vergessen, dass ich Alkoholkrank bin.

    Und ja, Respekt auch von mir, dass Du Dich hier wieder meldest und die Abstinenz erneut angehen möchtest. Was möchtest Du denn diesmal anders machen

    Das ist eine wirklich starke Frage. Ich muss zugeben ich habe keine wirkliche Antwort darauf. Ich meide ja schon alle Trigger. Die beiden letzten Rückfälle sind ja passiert als etwas unerwartetes eingetroffen ist :

    In Budapest bieten die mir auf dem Schiff Sekt an. Geben es mir selbstverständlich in die Hand.

    Der letzte Rückfall : In der Post befindet sich ein kleiner Schluck.


    Alles andere hatte ich soweit im Griff. Es sind diese unerwarteten Situationen.


    Aber danke für die Frage. Sonst würde ich vielleicht gar nicht an diesen Ansatz denken.


    Ich werde mit der Psychotherapeutin darüber sprechen. Egal wann egal wie ich muss es ablehnen.


    Ich werde hier jetzt öfters aktiv sein und das als neues "Hobby" verankern. Hier aktiv zu sein und aktiv im Kampf gegen Alkohol. Ich muss mich anscheinend mein ganzes Leben mit dem Alkohol beschäftigen um nicht wieder an ihn zu fallen.

    Ich war eigentlich von Juli 24 bis Weihnachten 25 Trocken. Dann habe ich so gute Laune gehabt, war in Budapest auf Donaufahrt auf dem Schiff und habe dort leider den Begrüßungssekt angenommen. Das ist gehörig schiefgegangen. Ich bin durch Budapest nachts geirrt alleine, bin über die Schienen gestolpert und mir den Kopf brutal aufgeschlagen. Gott sei dank bin ich halbwegs gesund ins Hotel zurückgekommen.


    Nunja dachte das war ein einmaliger Ausrutscher. Habe mir dann irgendwann Anfang Februar Kassetten bestellt - so retro Style. Die Jungs wo ich die Kassetten bestellt haben, haben einen Kurzen in den Briefumschlag gesteckt. Den habe ich ausgetrunken, weil es zu schade war ihn wegzuschmeißen. Dachte 0,01 l Schaden nicht. So ein Mist. Naja dann ist es immer mehr geworden mit dem Trinken. Mal ein Bier, dann zwei im März im Urlaub und dann hatte ich 17.April und das Wochenende darauf 24.April 26 massive Abstürze und ich habe schlimme Sachen gemacht, gesagt, geschrieben. Konnte zwar Gott sei dank direkt aufhören am 25.April. Der Auslöser für diese Abstürze war das Silent Treatment meiner Fernbeziehung. Denke aber auch, dass diese Beziehung toxisch ist mittlerweile leider. Ich war frustriert und habe so versucht meine Gefühle zu betäuben und mich abzulenken. Aber wenn ich das so rekonstruiere, wäre es auch ohne irgendwann zum Exitus gekommen. Der kleine Drink war Schuld ich hätte ihn wegschmeißen sollen.

    Aber es ist klar - es muss für immer Enden. Es kann nicht sein, dass ich immer nur so Trinkpausen mache. Ich schäme mich so und sehe mich als Versagter - ich weiß es doch besser aber ich handle nicht so, wie ich denke oder rede.


    Deswegen gehe ich in 8 Tagen zum sozialpsychiatrischen Dienst in edit, Ort entfernt . Rede dort Tacheles. Bin auch bereit für ambulante Therapie, egal was. Ich will es einfach nicht mehr. Dieses mal habe ich das erste mal wirklich an Suizid gedacht - auch wenn ich Selbstmörder verachte. Aber ich wollte mich einfach am liebsten vom Balkon schmeißen. Dass ich wieder versagt habe, trotz so viel Lektüre. Trotz besserem Wissen. Ich mache es immer gleich und nach ein paar Monaten fühle ich mich wieder so sicher und alle Anker, Sicherheitsschranken vergesse ich.

    Ja ich bin wieder hier. Hatte Trinkpause und nun soll es für immer vorbei sein, deswegen ziehe ich diesen Beitrag wieder hoch. Ich denke ich werde jetzt öfters hier schreiben, meine Gedanken teilen oder einfach nur mitlesen. Führe auch zuhause persönlich einfach Tagebuch.

    Hallo !


    Krass was du hier so schreibst. Ich habe echt Gänsehaut bekommen. So vieles kommt mir bekannt vor - inklusive dem Trinken wegen Kontaktabbruch bei einer Toxischen Beziehung in der ich eventuell auch noch stecke - ist gerade Beziehungspause.

    Auch deswegen hatte ich vor 17 Tagen einen Rückfall. Ich bin eigentlich seit Juli 2024 trocken gewesen - dann in Budapest Weihnachten 2025 ein einmaliger ausrutscher und nun leider im Februar ein Getränk, dann im März wieder zwei, drei und im April der völlige Absturz. Nun suche ich mir aber ebenso Hilfe - habe in 8 Tagen einen Termin beim sozialpsychiatrischen Dienst und gehe wieder zum blauen Kreuz. Ich bin mir bewusst alleine schaffe ich es sonst nicht.

    Ich bin bereit aufzuhören ohne wenn und aber. Aber leider gibt es halt manchmal trigger oder ich kann es nicht mehr greifen, dass ich dieser Teufel war der so trinkt bis er umkippt und zugepisst auf dem Boden einschläft. Es kommt mir vor als wäre das ein anderer Mensch und nicht ich - aber nein ich war das. Niemand hat mir das Gift in den Rachen gekippt oder mich gezwungen. Ich war es selber.

    LG Micha 44 Alkoholiker

    Bedeutet das, dass Du aufpassen musst, nicht zu viel zu trinken? Hört sich so an bei dem Satz.

    Es liest sich so, als würdest Du das beim Trinken denken.

    LG Cadda

    Ne. Vielleicht habe ich mich da falsch ausgedrückt. Ich trinke gar nichts. Kontrolliertes Trinken funktioniert bei mir überhaupt nicht. Und wird auch nie funktionieren. Ich würde immer wieder Rückfalle und Kontrollverlust erleben. Bei mir funktioniert nur der absolute Verzicht. Ja ich bin Alkoholiker. Aber trocken.

    Hey !

    Dankeschön die Nachfrage. Ich hatte noch einen Rückfall gehabt, aber seitdem läuft es wirklich gut. Ich muss halt aufpassen und es nach einiger Zeit nicht wieder auf die leichte Schulter nehmen und denken "ein Bier geht ja noch". Ich bin auch mittlerweile bei mir in der Heimatstadt in psychologischer Beratung und in einer Facebook Gruppe für Alkoholiker und das hilft mir auch ganz gut. Zum ersten mal bin ich wirklich davon überzeugt es zu schaffen und auch nicht anderen die Schuld für meinen Suff zu geben oder der Gesellschaft "weil der Alkohol ja überall verfügbar ist". Ich muss an mir selber arbeiten und nicht auf den Rest der Welt schauen.

    Ja das werde ich wohl dann auch sein lassen. Zu Saufkumpels habe ich schon lange den Kontakt abgebrochen. Wie du sagst, das einzige gemeinsame Bindeglied ist weggefallen. Hier wird auch eher gegessen als getrunken. Aber ich werde es lassen.

    Ein sehr guter Freund von mir hat mich am Wochenende zu seinem Geburtstag eingeladen. Ich hadere noch mit mir dorthin zu gehen. Denke mal aber, dass es das beste ist ihm abzusagen um nicht in Versuchung zu kommen. Denn dort wird es natürlich Alkohol geben. Und wozu sich in so eine Lage begeben oder was meint ihr ?

    Hallo Hope,

    ich habe bei dir nochmal quer gelesen. Im Moment bist du ja nüchtern. Du hattest geschrieben, dass es dir aber nicht gelingt, auf Dauer am Ball zu bleiben.

    Hast du dir Gedanken gemacht, was dich dazu bringt, wieder zur Flasche zu greifen und was du anders machen kannst, damit du entweder gar nicht erst in die Situation kommst oder "unfallfrei" herauskommst?

    Viele Grüße

    Seeblick

    Ja. Ich vergesse nach einiger Zeit halt, dass ich nun mal Alkoholiker bin und trinke dann ein Bier oder einen Glühwein und es klappt. Aber dann beginnt halt der ewige Kreislauf, den sicher nun viele von uns kennen. Das erste Bier lasse ich ab jetzt stehen. Ich bin mir dessen bewusst Alkoholiker zu sein.