Beiträge von achelias

    Es wäre ganz toll, wenn du jemanden mit in`s Boot holst, auch wenn du am Anfang sicher (?) Unglauben erntest.

    Ich glaube, du hast ebenfalls eine Privatsphäre, welche es zu schützen gilt.

    Wenn du nicht mehr funktionierst, was dann?

    Weil wir uns selbst schlechter machen als wir tatsächlich sind.

    Das frage ich mich auch immer: warum tut ihr das?

    Meist sind es die Frauen, Frauen die alles zusammenhalten, ohne die nichts läuft.

    Frauen sind stark und sollten öfter Mal auf den Tisch hauen, denn nur so ändert sich etwas.

    Haut ein Mann mal auf den Tisch, zucken alle zusammen, tut eine Frau es wird sie nicht ernst genommen – vom Mann.

    Bitte nehmt euch ernst! Macht es öffentlich, es gibt so viele denen es ähnlich geht, doch ein Großteil schweigt, das wiederum erweckt den Eindruck, man sei allein mit dem Problem und hilflos.

    Vielleicht irre ich mich oder bilde mir da was ein aber es wirkt halt auch so, dass wäre es umgekehrt und ich eine Frau mit einem alkoholkranken Mann würde man anders sprechen mit mir.

    Ja, da irrst du, bitte lies dir die div. Beiträge bei den weibl. Co`s durch.

    Es gibt nur einen Weg, der eine Veränderung bringt: aufhören mit der Trinkerei.

    Wenn es nicht gelingt, den Alkoholiker zum Handeln zu bewegen, bleibt nur ein Arrangement, eine Duldung oder man trennt sich vom Grund seiner Verzweiflung.

    Entweder handelt der Trinker oder der Nichttrunksüchtige oder es bleibt wie es ist.

    Niemand wagt zu behaupten, daß es einfach ist, im Gegenteil. Es ist schwer, sehr schwer. Doch das ändert nichts an der Situation.

    Hallo Alex,

    leider, leider bist du da absolut machtlos.

    Du kannst nur mit ihr reden und einen gemeinsamen Weg finden. Du kannst sie leider nicht zwingen, daß muß von ihr kommen, sie muß Vertrauen zu dir haben, ihre Scham ablegen.

    Mal ehrlich, auf Dauer kann so ein „Versteckspiel“ nicht ewig funktionieren, man kann es eine Weile verdrängen oder es schönreden.

    Ähnliches erlebte ich auch schon ein Mal, … die Vernunft sagt einem, die Beziehung zu beenden, weil sie keine Zukunft hat und zunehmend Ärger und Schmerz produziert. Dann, wiederum, ist man verliebt oder glaubt es zumindest und schwelgt in Hoffnung … und will an seinem Traum, um jeden Preis festhalten.

    Ist das nun Selbstbetrug? Realitätsverdrängung?

    Rede mit ihr.

    Doch, man kann sich am Abend völlig wegschießen und am nächsten Tag „ganz normal“ Auto fahren, das ist alles eine Frage des Trainings, der Gewohnheit.

    Ich hatte auch eine Zeit, in der ich heftig trank = am Abend besoffen, am nächsten Morgen, war ich zwar nicht völlig nüchtern, doch ich funktionierte.

    Ein Zeichen, daß man schon sehr gewöhnt ist, an dieses Gift.

    Die Angst wird hoffentlich weniger, wenn ich dieses Wochenende ohne Alkohol geschafft habe. Das ist schon wirklich alles sehr heimtückisch...so schleichend. Dieser Konflikt im Kopf....dieses "laß es!!" und es trotzdem tun ohne aufhören zu können...schlimm.

    Die Angst wird weniger, diese Erfahrung machte ich.

    Je mehr alkoholfreie Tage ich „sammelte“, desto sicherer wurde ich, wer einen Tag ohne Alk. schafft, schafft auch zwei, schafft auch ein ganzes Wochenende, einen komplette Woche …

    Natürlich muss die Wohnung 100% alkoholfrei sein und die eventuelle Neubeschaffung ausgeschlossen werden, mir halft auch viel Trinken, Tee war für mich in der ersten Zeit die Lösung, einfach herzustellen, keine Kohlensäure, wenn auch geschmacklich nicht der Oberknaller, konnte ich doch Unmengen in mich hineinschütten.

    Es galt für mich die erste Zeit, durch zu halten, mir zu beweisen, daß ich es kann.

    Ich weiß das meine Entscheidung für mich und meinen Sohn die richtige war. Aber das mit ansehen zu müssen und hart zu bleiben ist echt der Horror.

    Man hat diesen Menschen ja irgendwann mal geliebt.

    Hallo mollyfisch,

    ich kann nur ansatzweise nachvollziehen, wie es dir geht.

    Mir ging es ähnlich, als ich den Kontakt zu meinem Vater abbrach. Im Grunde meines Herzens wollte ich das nicht, doch immer wenn ich ihn sah, ihn besuchte, ging es mir schlecht, hundeelend.

    Über Jahre versuchte ich ihn vom Suff los zu bekommen, immer wieder flackerte in mir Hoffnung auf, immer wenn er (halbwegs) nüchtern war, wenn ich angemeldet zu ihm kam, war es/er erträglich, nicht schön aber … es ging, unangemeldete Besuche waren für mich unerträglich, schmerzlich, fast schon zerstörerisch (für mich). Ich musste den Kontakt abbrechen, damit meine Wunden heilen konnten, ich der nicht trank, musste mich schützen! Verkehrte Welt.

    Es dauerte Monate, bis ich mich emotional lösen konnte, wenn nicht gar Jahre. Jeder erneute Kontakt, auch ein Telefonat, riss meine Wunden wieder auf und ließ meine Gefühlswelt ordentlich durcheinander kommen.

    Tausche dich mit anderen aus, rede darüber, friss nicht alles in dich hinein. Laß´ deinen Schmerz `raus, es hilft ungemein sich mir anderen auszutauschen und meide jeglichen Kontakt. Begrabe endlich die Hoffnung, daß du etwas ändern, etwas bewirken könntest, du bist machtlos, absolut machtlos.

    Lenke dich ab, beschäftige dich, damit du den Kopf frei bekommst. Die Gedanken aus den Kopf zu bekommen, ist der schwierigste Teil und das dauert.

    Mir schossen die unmöglichsten (!!) Gedanken durch den Kopf … es braucht Zeit, viel Zeit, ich bin eigentlich kein Freund von Durchhalteparolen, doch an den Kontaktabbruch musste ich mich gewöhnen und es war alles andere als leicht.

    ... Ich weiß sogar das ich glücklich ohne ihn wäre. Und dann... und dann.... er geht unter wenn ich weg bin. Er kann das nicht. Würde sein Job verlieren. Was passiert mit ihn. ...

    Dein Mann wird untergehen, wenn er weiter säuft, er wird seine Job verlieren, es wird schlimmer werden, ...

    Ich komme von der Alkoholikerseite.

    Ihn „unterstützen“, damit erreichst du das genaue Gegenteil, damit förderst du seine Sauferei, machst es ihm angenehm.

    Auch wenn es weh tut, es gibt nur ein Dafür oder ein Dagegen.

    Wenn du ihn wirklich sehr gern hast, hilf ihm, in dem du es ihm eben nicht so angenehm wie möglich machst.

    Wenn für ihn alles läuft, alles funktioniert, wird er sich nie ändern.

    Es muss weh tun, richtig weh.

    Das ist meine Erfahrung.

    Also wenn man mich fragt, ist die bedingt durch ihren Freundeskreis einfach abgestumpft. Die saufen alle über den Durchschnitt.

    Typisches Landleben :/

    Das wird wohl das Hauptproblem sein, ihre anfängliche Euphorie dir helfen zu wollen ist dahin, nun bist du trocken und alles geht so weiter wie zuvor, nun hat sie auch noch ihren Walnussfusel entdeckt und wähnt sich sicher – sie hat ja kein Problem, sie kann ja trinken …

    Was das aber für dich, für eine Qual bedeutet, scheint ihr überhaupt nicht bewusst zu sein.

    Weiss sie denn, daß es dich immer wieder triggert, wenn du mit Alkohol konfrontiert wirst?

    Hat sie eine blasse Ahnung? Was da in dir vorgeht?

    Wir Trockenen, wissen das alles, doch ein „Unbedarfter“ ?

    Da liegt das Problem, sie denkt bestimmt, alles nicht so schlimm, es macht dir nichts aus, du sollst dich Mal nicht so haben …

    Du kannst deiner Frau einmal ... zwei Mal ... erklären, daß es eben nicht so ist.

    Sage ihr, daß du es nicht ertragen kannst täglich Alk. zu sehen, egal wie stark du bist.

    Frage sie, ob sie wieder einen Säufer zu Hause haben will, nur weil sie überall Alk. deponiert?

    Es kann doch nicht so schwer, wenn schon Alkohol im Haus sein „muss“, Rücksicht auf dich zu nehmen und ihn nicht überall herumstehen zu lassen.

    Was hält sie davon, wenn du jeglichen Alk. entsorgst, egal wie teuer er war, wenn du ihn siehst?

    Es geht um dich, deine Gesundheit, dein Leben.

    Man kann doch Kompromisse schließen, bei allen anderen Dingen geht das doch auch … meistens.

    Hallo Veru,

    Du solltest mit einer Frau abermals sprechen und ihr klaren Wein einschenken, ihr auch von der Polyneuropathie berichten, ihr klipp und klar machen, daß Alkohol für dich nicht in Frage kommt.

    Es hat den Anschein, daß sie überhaupt nicht weiß, worum es geht, es ggf. auch nicht verstehen kann/ will (??).

    Es gibt viele Gründe warum Menschen nie Alhohol trinken, Medikamentenunverträglichkeit, drohende Polyneuropathie, einfach nur Bewusstsein für eine gesunde Lebensweise …

    Mir fiel auf, daß niemand Anstoß daran nahm, wenn ich in geselliger Runde auf Alkohol verzichtete

    und auch keinen interessierte es, warum ich mit Fanta oder Wasser anstieß.

    Vielleicht solltest du Mal deine Frau fragen, ob du dich bei der nächsten Feier, beim nächsten Anstoßen, als trockener Alkoholiker bekennen solltest- öffentlich.


    Eines noch zu Polyneuropathie: einem guten Bekannten, der auch immer gern trank und es bis heute tut, wurde vor einem Jahr ein Fuß amputiert (diabetische Polyneuropathie?), da war er Mitte 50.

    ... ich ihm täglich Bargeld mitgebe und er mir die Kassenzettel zeigt, die neueste Idee, sich selbst zu schützen. Ich habe ihn bestärkt und hoffe wirklich, dass das helfen kann...

    Das kann zwar eine Weile ganz gut funktionieren, doch macht dein Mann sich selbst etwas vor, er gibt die Verantwortung ab und „die Mutti“ darf kontrollieren, ist er brav, ist alles gut.

    So lange man unter Beobachtung steht, wird sich zusammengerissen. Doch was passiert in der übrigen Zeit? Wir kennen das alles selbst aus Kindertagen, es wird getrixt, geschummelt und alles getan, um Schein zu wahren.

    Ich fürchte da machst du dir etwas vor.

    Dein Mann muss für sich die Verantwortung übernehmen und sich nicht darauf verlassen, daß er kontrolliert wird.

    Es ist am Anfang der Abstinenz (Versuch-) nicht einfach, für mich war es sehr schwer, ich musste mich unheinlich zusammenreissen und gegen die Versuchung ankämfen, da konnte mir niemand helfen. Ich verbannte jeglichen Alkohol aus meinem Umfeld, mied im Supermarkt die Alkoholregale und hielt mich auch sonst fern von allem (!) was irgendwie mit Alk. zu tun hatte. Sogar Bierwerbung oder trinkende Menschen im TV stellten für mich eine Gefahr da. Klingt komisch, aber genau so war es.

    Dein Mann muss es entscheiden und durchziehen, von sich aus. Außer für eine alkoholfreie Wohnung sorgen, kannst du nicht viel tun und immer wieder das Gespräch suchen.

    Es gibt Erfolgsaussichten, wenn auch nicht sehr viele, alle haben das gleiche Fundament: Alkoholverzicht.

    ... wünsche Dir, dass Dein Mann bald stabil wird und ihm klar wird, was auf dem Spiel steht.

    Hallo Panama,

    das ist das Hauptproblem, daß ein Alkoholiker sich eben nicht bewusst macht, was auf dem Spiel steht.

    Er ist sich dessen gar nicht bewusst, er verharmlost, schliesslich ging es ja all die Jahre gut, mehr oder weniger, doch ernsthafte Probleme gab es nie.

    O.k., man trinkt ein bisschen viel, doch das ist alles nicht so schlimm, gleichzeitig belügt man sich selbst und verharmlost es. Erkennt nicht, daß man selbst ein Problem hat. Ein wirkliches Problem hat, ginge man in eine SHG, würde man ja genau dieses zugeben, Schwäche zeigen, das hat man nie gelernt.

    Besonders ein Mann muß stark sein, das habe ich schon als Kind gelernt, all meine Helden waren immer stark und nun, plötzlich, im Alter von 40 … 50 Jahren soll ich Versagen, Schwäche zeigen?

    Alkohol … dem kann man doch leicht wiederstehen … ich kann jederzeit aufhören. Nach Außen muss ich mein Gesicht wahren, Jammern wird nicht gern gesehen, man wird belächelt und als Weichei angesehen. Das ist das Schlimmste was einem (Mann) passieren kann.

    Courage, vorallen sich selbst gegenüber, daran fehlt es.

    Mir fehlte sie. Je mehr man versuchte mich unter Druck zu setzen, desto mehr versuchte ich meine Fassade aufrecht zu erhalten, purer Sebstschutz. Trinkt man nun Alkohol, werden alle Zweifel unterdrückt, man ist wieder stark.

    Sich es selbst einzugestehen ist schon recht schwer, anderen gegenüber fast unmöglich.

    Ich konnte/ wollte mir auch sehr lange nicht eingestehen, daß ich „schwach“ bin, theoretisch einfach so aufhören, auf Alk. verzichten, klingt recht leicht, aber den Arsch in der Hose zu haben, es zu tun, ist gar nicht so einfach, dazu muss man stark sein und bleiben.

    Vielleicht brauchen viele erst den „berühmten Tiefpunk“ und müssen ordentlich auf`s Gesicht fallen, bevor sie an sich glauben und bemerken, daß sie wirklich aufhören können, wenn sie es denn wollen.

    Mit wünschen und hoffen hat das sehr wenig zu tun.

    Es hat bei mir mehrere Wochen gedauert, bis ich halbwegs ein stabiles Selbstbewusstsein aufbaute. Es mangelte mir schlichtweg an Selbstbewusstsein, das kann ich heute behaupten.

    Hallo *los,

    im Grunde genommen bist du doch alleinerziehend.

    Auch ich habe keine Antwort auf deine Fragen, du kannst nur ausprobieren und versuchen dir ein Hilfswerk aufzubauen, durch andere Familienmitglieder, Eltern, Schwiegereltern, ggf. Familienhelfer (?) und sie „zwingen“ wieder selbst für sich Verantwortung zu übernehmen, es ihr eben nicht mehr angenehm zu machen.

    Auch ein Alkoholiker weiß, daß er etwas tun muss, damit es nicht äußerst unangenehm wird.

    Du hast Recht, dieses muss sie wieder Stück für Stück lernen und es muss dafür unangenehm werden.

    Sich ständig seinen „Frust“ betäuben ist der einfache Weg.

    Eine Vater-Kind-Kur wäre doch ein Versuch. ?

    ...

    Wenn er seine Arbeit verlieren sollte kommt das nächste Problem. Er wird sich kaum kümmern um neue Arbeit, hat dann kein Auto und kommt hier bei uns ohne Auto nicht weg. Weiß gar nicht was ich dann mache.

    Liebe mollyfisch,

    auweia, was du da berichtest klingt ja sehr düster. Besonders wenn man den Gedanken fortführt und in die Zukunft schaut, was da noch alles kommen könnte/ wird.

    Zwar hast du dich von deinem Mann getrennt, hast ihn aber immer noch an der Backe, zwangsläufig auf Grund des Wohneigentums.

    Demnächst arbeitslos, kein Auto, keine Einkaufsmöglichkeit (?), irgendwann ist das Arbeitslosengeld alle, bei Hartz IV wird das Einkommen des Ehepartners berücksichtigt u.s.w.u.s.f. .

    Ich weiß auch nicht, wie man da Schadensminimierung betreiben kann.

    Zitat

    Mein Mann tur mir leid, aber davon hat er nichts. Leider hängt so viel dran um konsequent zu handeln.

    Ich kann nur erahnen wie es momentan geht.

    Doch:

    Warum vollziehst du deine Trennung nicht einmal theoretisch, fiktiv und völlig emotionsfrei, völlig unverbindlich.

    ...

    Was würde auf dich zukommen? Informiere dich.

    Stelle es dir vor, angstfrei. Setzte dich nicht unter Druck.

    Hast du o.g. einmal getan? Ich lese bei dir viel Unsicherheit und (Selbst-)Zweifel.

    Du sollst ja nicht einfach alles hinschmeißen und dich kopflos trennen ... einfach so.

    Aber sich einen Plan machen, erst Mal theoretisch, unverbindlich, das gibt einem doch Sicherheit und führt aus dem Jammertal heraus.