Für Ärzte, Therapeuten, die sowas anbieten, fällt mir nur der Begriff fahrlässige Tötung ein.
Ich bin mir da nicht so sicher wie viel Resignation oder realistische Einschätzung da mit reinspielen. Wer sich totsaufen will, darf das ja tun und wie viele kommen mit einer echten Absicht da rein.
Ich denke Ärzte und Therapeuten haben nicht die Möglichkeit, wie hier im Forum, alle wegzuweisen, die nicht aus eigenem Antrieb herkommen. Das stelle ich mir unglaublich frustrierend vor. Kürzlich auch einen Artikel gelesen, dass die Akutambulanz hier nicht mehr hinterherkommt und auch immer weniger Personal bereit ist mit Suchtkranken dort zu arbeiten.
KT hat was von "wenns nicht hilft, schadet es auch nicht", da die Leute so oder so an der Alkoholkrankheit sterben.
Wenn Langzeittrockene dann denken "aha, die Forschung sagt, es geht, also probiere ich es" - dann war doch immer die Hintertür noch offen. Wieder die Frage: wozu? Meine Motivation ist doch eine ganz andere. Ich muss nie wieder saufen und dafür bin ich sehr dankbar.
Da gibt es doch die berühmte Frage: Wenn du eine Pille nehmen könntest, damit du wieder saufen kannst. Würdest du es tun? Solange die Antwort nicht "nein" lautet, ist man auf sehr dünnem Eis. Weil immer noch eine Hoffnung und ein Wunsch auf "Normalität" herrscht und nicht verstanden wurde, dass man unheilbar krank ist. Nur nicht unstoppbar. Zum Glück 😊