Beiträge von Alex_aufdemweg

    Herzlich willkommen Stefan,

    damit der Alkohol "keine Rolle" mehr spielt, muss man immer dran bleiben. Hast Du Dir die Grundbausteine schon angeschaut?

    Für mich war es erst mal eine gute Aufgabe diese, soweit möglich, umzusetzen.

    Mich würde sehr Dein Plan A und B interessieren. Also, auch für mich. Man kann nie genug Pläne in der Tasche haben.

    VG Alex

    Es kommt definitiv die Zeit, bei dem diese Gedanken weniger werden.

    Jetzt denke ich z. B. den ganzen Tag nicht daran. Und dann fahre ich bei uns im Ort am Biergarten vorbei. (Also daran vorbei) Dann kommt der Gedanke hoch.

    Ich will nichts trinken und der Gedanke ist sehr störend für mich. Wie viel Geld habe ich da rausgeschmissen? Mich geschädigt. Dummes Zeug geschwätzt (das kann ich auch so) und wertvolle Zeit verplempert. Ergo. Ein Biergarten ist nicht der richtige Ort für mich. Da möchte ich nicht hin, weil ich mich da nicht mehr wohlfühle. Das meine ich mit Veränderung der Gedanken. Ich muss mir das nicht einreden. Ich fühle so.

    Es gibt viel sinnvollere Dinge, als sich den Hintern platt zu sitzen und sich das Hirn zu schädigen.

    Ich verzichte nicht darauf. Ich will es nicht.

    Das kommt mit der Zeit ganz von selbst. Ich unternehme mit meinen Freunden, zum Teil auch andere Freunde als vorher, interessantere Dinge. Hier weiß ich, dass es Freunde sind und nicht Leute, die andere zum Mitsaufen brauchen, um sich damit zu rechtfertigen.

    Klingt jetzt wahrscheinlich krass. Ich habe das am Anfang genau wie Du gesehen. Das ist noch nicht lange her. Und ich versichere Dir. Mir geht es so gut wie nie. Außer, dass ich wegen Corona anscheinend zu viel Zeit zum Schreiben habe ;)

    noch damit abfinden

    Mein Leben hat sich tatsächlich total verändert. Ohne Alkohol habe ich endlich Zeit für mein Leben. Damit kann ich mich gut abfinden. :)

    Diese neue Freiheit und Klarheit. Auch die Gefühlswelt verändert sich.

    Sitze gerade mit Corona im Bett und bin einfach glücklich. Ich freue mich mindestens zwanzig mal am Tag, dass ich endlich frei davon bin.

    Ich denke, dieser Verzichtgedanke ist am Anfang normal. Und bald wirst Du froh sein, es nicht mehr zu brauchen.

    Du bist auf einem guten Weg. Es wird bald sehr viel einfacher werden.

    Ein willensstarker Mensch. Und was ist, wenn Du dann ein Bier trinken "willst"?

    Ich bin glücklich trocken. Würde aber nie im Leben mit Freunden wandern, die etwas trinken. Gerade in diesen "guten" Situationen wäre mir das Risiko viel zu hoch.

    Tatsächlich dachte ich am Anfang. Das ist mein Problem und es macht mir nichts aus, wenn andere in meinem Beisein etwas trinken. Wenn man dann einen besseren Zugang zu sich selbst hat. Das kommt mit der Zeit. Dann will man das gar nicht mehr. Für den Anfang ist es aber erst mal wichtig, auf die erfahrenen Menschen hier zu hören.

    Eine klare Aussage. Mach das auf keinen Fall.

    Hallo Erna,

    jetzt musste ich erst mal nachschauen in welchem Bereich wir uns befinden.

    Bei Dir lese ich besonders gerne. Ich finde es sehr gut, dass Du so offen schreibst.

    Die darauf folgenden Beiträge, sind für mich von großem Nutzen.

    Von mir bekommst du nur einen Wunsch. Ich wünsche Dir, dass es bald „klick“ macht. Und deine Gedankengänge von „ich darf und kann“ nicht zu „ich will und brauche“ es nicht umswitchen.

    Dann erübrigt sich das anstrengende Für und Wider. Diese vielen inneren Diskussionen die du für dich austragen musst.

    Bis dahin, wünsche ich dir viel Kraft und Durchhaltevermögen.

    Setze weiterhin um, was dir hier geraten wird. Und es wird bald sehr viel einfacher werden.

    VG Alex

    Hallo Mona,

    wie war denn Dein Wochenende?

    Als ich eben Deinen ersten Beitrag gelesen habe, dachte ich, dass Du Dich hier als EKA anmelden möchtest.

    Na ja. Es kommt ja oft vor, dass Alkoholiker auch EKA sind.

    Bis zu meinem Auszug daheim hätte ich mich hier als EKA angemeldet.

    Wie ist denn Deine Beziehung zu Deinen Eltern heute? Wenn Du darüber sprechen möchtest, oder kannst.

    gefühlt stehe ich alle 30 Minuten am Wasserkocher.

    Kann Dir eine große Teekanne empfehlen. In meine passen zwei Liter. :)

    Ich emfinde es aber als vollkommen in Ordnung.

    Das ist auch normal. Zumindest war das bei mir genau so. Ich habe pausenlos etwas in mich reingeschüttet.

    Nach einer guten Weile hat mein Suchthirn kapiert, dass das aber nichts bringt. Dann hat es immer mehr nachgelassen.

    Aber so lange das Bedürfnis da ist, immer rein damit. :thumbup:

    Guten Abend Natze,

    wer einen gesunden Umgang mit Alkohol hat

    Ich würde sagen, wer gar keinen Umgang mit Alkohol hat :)

    Es ist sehr gut, dass Du morgen schon zu den AAs gehst. Da wirst Du viele Menschen treffen, die zufrieden trocken sind. Am Anfang war es mir sehr wichtig andere Menschen kennenzulernen, die auch nicht trinken. Und die verstehen, wie ich mich fühle. Ich kann Dich sehr gut verstehen. Muss auch nicht allzu weit zurückdenken. Bin jetzt auf dem Weg zum zehnten Monat.

    Jetzt ist es mir wichtig und macht mich glücklich sehr viele Menschen zu kennen, die das Gleiche haben und kennen. Ich habe sehr viel Anleitung bekommen. Vor allem hier.

    Zuerst möchte ich ebenfalls betonen, dass es mit der Zeit viel einfacher wird. Es bleibt nicht so wie jetzt. Es wird sich vieles verändern. Und zwar zum Guten hin. Das ist so.

    Nüchtern zu bleiben bedeutet natürlich auch für mich keinen Alkohol zu trinken. Auch wenn ich das nicht unbedingt als Verzicht sehe.

    Das hört sich seltsam an. Ich verzichte darauf, mir ein Zellgift reinzuschütten. ;)

    Ich möchte es nicht und muss es auch nicht mehr.

    Zum nüchtern denken. Es verändert sich vom ersten Tag an. Aus ich darf nicht, wird ich möchte nicht. Und ich brauche es nicht. So war das bei mir. Da muss ich grinsen. Denn wer kann das den gebrauchen?

    Das mit den negativen Eigenschaften. Hm. Ich sehe das so. Mal übertragen. Also, Ein Hammer ist nur ein Hammer. Wenn ich ihn mir auf den Kopf schlage. Ist er dann böse? Es ist nicht der Hammer, der böse ist. Es ist die Handlung. Also, wenn ich Alkohol trinken würde.

    An der Aussage, dass Alkohol nur Schlechtes für Dich bringt, gibt es auch nichts zu beanstanden. Das trifft vollkommen zu.

    Ich bin sehr gespannt, was Du morgen nach Deinem ersten Meeting erzählen wirst.

    VG Alex

    ab wann ist man denn wirklich nüchtern

    Hui, jetzt habe ich erst mal scrollen müssen.

    Leider habe ich es jetzt erst gelesen. Hartmut hat mir die Antwort zum Teil schon vorweggenommen.

    Im allgemeinen Sprachgebrauch ist man schon nüchtern, wenn man null Promille im Blut hat. Ich meinte in meinem Beitrag aber das nüchterne Denken. Das setzt nicht gleich am nächsten Tag ein. Es verändert sich anfangs mit jedem Tag, den man nicht trinkt. Mit "anfangs" meine ich, in meinem Fall mindestens sechs Monate. Auch jetzt noch fällt es mir öfters auf. Was haben wir heute? Ca. 9 1/2 Monate.

    Ich kenne jetzt Deine Geschichte nicht. Meine Eltern sind jedenfalls nie "wach" geworden. Das ist oft so.

    leider hab ich die Kategorie erwischt die in diesem Leben nicht mehr wach wird

    Das tut mir sehr leid für Dich. Das ist zwar nicht meine Baustelle, aber ich denke, da kannst Du nur sehen, was Du für Dich machen kannst. Ihn wirst Du nicht ändern können. Ja, das ist schade.

    Schwierig finde ich jedoch, dass ich eben auch vieles von meinem Vater ablehne

    Hallo Peter-Paul.

    Für einen erwachsenen Menschen finde ich das absolut normal. Ich finde man sollte ihn auch nicht durch eine verschwommene "ich habe dich lieb Brille" sehen. Gut ist doch, dass Du vieles an ihm ablehnst, ihn aber nicht.

    Das soll es nämlich auch geben :saint:

    Den Wunsch, dass es besser wird, kannst Du gerne haben. Der wird erfüllt werden. :thumbup:

    Es wird immer auch negative Gefühle geben. Die bekommt man nicht "weg". Da kann man atmen, wie man möchte.

    Natürlich sollte ein Ausgleich stattfinden. Aber ich denke, es ist auch wichtig, diese Gefühle akzeptieren zu lernen und sie anzunehmen.

    Da passt wieder ein Teil des Gelassenheitsspruches sehr gut.

    ...Dinge anzunehmen, die ich nicht ändern kann...

    Hallo Erna,

    also, was bei mir. Auf alle Fälle so ist.

    ich bin einfach entspannter,

    Und wenn mal nicht, dauert der Zustand recht kurz an.

    Insgesamt fühle ich mich oft aufgeräumter. So im Allgemeinen. Vom Denken allgemein. Und der Art zu denken. Die Grundstimmung ist besser.

    Ich habe jetzt "nur" Alkohol konsumiert und ich denke, die Dopaminrezeptoren haben ein bisschen gebraucht. Aber vorher waren meine Gefühle einfach nur ein Einheitsbrei. Abends eher so den Zimmerpflanze-Modus erreicht. Die Probleme des Lebens und die Emotionen einfach mal in Watte gepackt. Den Vormittag dann mit meinem Kater beschäftigt gewesen.

    Jetzt brechen oft positive Gefühle aus mir heraus, von denen ich gar nicht wusste, dass ich dazu fähig bin. Aber jeder hier ist anders.

    VG Alex

    Hallo Erna,

    Deine letzten beiden Absätze gefallen mir sehr gut. Ich bin jetzt noch gar nicht auf die Idee gekommen, mich an meine negativen Gefühle von damals zu klammern. Es reicht, wenn sie ab und zu von selbst hochkommen.

    Jetzt, ist wichtig und gut. Und was nicht gut ist, kann jetzt nach und nach angegangen werden. Eben denke ich, oh ne, gleich muss ich los, mit meiner Mutter essen. Sie hat mich noch zum Geburtstag eingeladen. Schon ein bisschen her. Aber vorher hätte ich ganz andere Probleme gehabt. Nämlich, verdammt, ich muss jetzt was trinken und muss noch fahren. Ha, eines geht sicher dennoch, usw.

    Dieser negative Sch... ist Vergangenheit. Jetzt bin ich nur gerade zu faul um zum Essen eingeladen zu werden :) Was für ein Luxusproblem.

    Die anderen hundert positiven Dinge erspare ich Dir jetzt. ;)

    Genieße das Positive jetzt. Das bringt's.

    VG Alex

    Besonders das mit dem "unerwarteten Vergnügen" passt so gut.

    will es ein Leben lang schaffen, keinen Alkohol mehr zu trinken

    Bei mir hat sich sehr bald das unerwartete Vergnügen eingestellt. Dann wurde es viel einfacher, als ich es mir vorgestellt habe.

    Also, bisher. Ich lebe ja noch. :) Wenn ich das doch nur mit 33 gewusst hätte.

    Von mir erst mal ein Willkommen hier. :thumbup: