Beiträge von Alex_aufdemweg

    kein Chinin bei Tinnitus

    Danke, für diese wertvolle Information. Habe da auch immer zwei Flaschen für die Woche im Schrank stehen. Nehme immer mal einen Schluck, wenn ich was Bitteres möchte. Letztens habe ich aber eine halbe Flasche leer getrunken, weil ich an dem Tag in den Supermarkt wollte, wo es die gibt und es die Tage davor vergessen hatte. Tatsächlich hatte ich später kurzzeitig ein Piepen im Ohr. Kann Zufall sein. Aber muss man ja nicht riskieren.

    Ich fand schon immer, dass Milchschnitte nach Schnaps schmeckt. Also, schon immer immer.

    durch solche Produkte von Klein auf an den Geschmack von Alkohol gewöhnt werden

    Das scheint mir jedenfalls auch so ein Fall zu sein.

    Als, ich dieses Likörei bei meiner Mutter im Mund hatte (und gleich ausgespuckt) habe ich mir auch eingebildet etwas zu spüren. Schon erstaunlich, was der Kopf macht. Habe ja nach nem Bier früher erst mal noch gar nix gespürt und das hat 1.000 mal mehr als die Tropfen auf der Zunge. Aber ich hätte es schwören können. Man wird halt viel sensibler und das ist auch gut so. :thumbup:

    Das mit den Eltern kann ich super nachvollziehen. Was wäre das für ein herrlicher Grund bei mir, um wieder zu saufen.

    Wenn ich da erst mal in mich gehe. Dann würde mir mein Suchthirn "Ausreden" runter rattern, noch und nöcher.

    Gerade gestern kam so schön alles zusammen, dass ich eine gute Rechtfertigung gehabt hätte.

    Aber wofür? Und was würde mir diese Rechtfertigung nützen?

    Weil es mir aus vielen Gründen gerade schlecht geht "musste" ich mir auch noch ein Zellgift reinschütten? Das entbehrt jeder nüchternen Logik.

    Ich persönlich finde, es ist absolut egal was gerade passiert, oder passiert ist. Meine Kindheit war schlecht und ständig passiert etwas, dass mir weh tut.

    Aber Alkohol würde absolut nichts davon besser machen. Nein, ich würde mir das größte Problem ever obendrauf packen.

    Der Blick auf die vielen guten Dinge im Leben ist wirklich nur ohne Alkohol möglich. Es ging so unglaublich viel verloren davor.

    Probleme angehen ist gut und wichtig. Und besonders Selbstliebe. Das geht nur nüchtern. Einen Grund zum Trinken gibt es nicht. Aber 1.000 Gründe, es nicht zu tun.

    Und wenn ich die dann alle durch habe, bin ich 200 Jahre alt. :)

    LG Alex

    dass jeder einen Klinikaufenthalt benötigt.

    Habe ich so gar nicht gelesen. Man kann sich auch ambulant überwachen lassen. Das kann man mit dem Arzt entscheiden. Wenn der nicht so doof wie meiner ist. Ich hatte mich damals hier noch nicht angemeldet und keine Ahnung wie gefährlich das eigentlich ist. Sonst hätte ich mir einen anderen gesucht.

    Danke fürs Anfeuern :)

    Hallo John,

    am Anfang kam das ein paar mal vor. Und jetzt sehr selten. Eigentlich hätte es mich wirklich sehr gewundert, wenn nicht. Dafür sind doch Träume da. Um zu verarbeiten, was einen beschäftigt und was man erlebt.

    Ein bisschen erschrocken bin ich schon. Habe es dann auch hier geteilt.

    Ist auf alle Fälle gut, wenn man dann feststellt, dass es nur ein Traum war.

    VG Alex

    Hallo Erna,

    wie ist es denn mit der neuen SHG gelaufen?

    Ich kann mich sehr gut erinnern, als ich das erste Mal gesagt habe "und ich bin Alkoholiker". Es war schwer und befreiend. Hatte gerade das Buch "Nüchtern bleiben - nüchtern leben" geschenkt bekommen. Nachdem ich diesen Satz gesagt hatte, habe ich große Papierfilter für Tee zugeschoben bekommen. Weil sie keine Taschentücher da hatten. Tränen sind aber nur gaaaanz wenig gelaufen. Jedenfalls habe ich tatsächlich noch immer einen dieser Filter als Lesezeichen in diesem Buch. Inzwischen halt zwischen letzter Seite und Buchdeckel. Hab ihn aber aufgehoben. Zur Erinnerung.

    Ich bin gespannt, was Du berichtest.

    LG Alex

    Hallo Borussia,

    damals habe ich mir Hilfe geholt, um genau damit fertig zu werden. Genau diese Geschichte mit dem Wert war auch ein großes Thema. Ich kann Dir auch nur dazu raten. Bei mir hat es sehr gut geklappt. Hatte aber den großen Vorteil, dass es sich in diesem Fall nur um meinen Stiefvater handelt. Da er aber ab meinem ersten Lebensjahr mein Vater war, macht das keinen so großen Unterschied. Jedenfalls konnte ich mich von diesem schlechten Gefühl befreien. Hat ein paar knackige Sitzungen gebraucht. Aber was muss, das muss.

    Meinen leiblichen Vater habe ich auch gerade nach Jahren zum ersten Mal in der geschlossenen Abteilung besucht. Der Vater spielt eben eine Rolle im Leben eines Mannes. Ob man will oder nicht.

    Negative Erlebnisse triggern mich nicht. Aber wenn das bei Dir so ist, dann ist das ganze noch dringender. Da Du das für Dich erkannt hast, leg los. :thumbup:

    VG Alex

    Ah, ok. Ich differenziere da für mich nicht.

    Als mir neulich ein Kollege anfing zu erklären "Falls Du denkst, der hat sich aber rausgeputzt. Ich habe das angezogen weil, blabla..." habe ich geantwortet "weißt du. Ich denke recht wenig." Er hat groß geschaut, dann gelacht und die Sache war erledigt.

    "Durchzug" mag eine sehr einfache Strategie sein. Bei mir klappts. Darum wollte ich gerne den Tipp da lassen.