Beiträge von Alex_aufdemweg

    nur ich WOLLTE es nicht,

    Die Frage ist, willst Du es jetzt? Oder ist es, weil Du die Flasche Whisky nicht mehr wegstecken konntest? Würdest Du sonst weiter trinken?

    Das Frage ich, weil mir sofort Dein Zitat "Wer verzichtet, gewinnt." ins Auge gestochen ist.

    Solange es für Dich einen Verzicht bedeutet, nicht mehr zu trinken, wird es schwer bleiben.

    Also wünsche ich Dir, dass Du den Zustand erreichst, in dem Du nicht mehr trinken willst. Ab dann wird es einfach und wahrscheinlich nicht mehr bei einer Trinkpause bleiben. Denn das war Dein erstes halbes Jahr wohl.

    Wie wird es weiter gehen, wenn sich Dein Körper erneut erholt hat?

    Guten Abend Luzy,

    gut, dass Du Dir Gedanken über Deine Alkoholkonsum machst.

    Das hier ist der Vorstellungsbereich. Hier finden wir heraus ob dieses Forum für Dich passt.

    Hier tauschen sich Alkoholiker aus, die eine lebenslange Abstinenz anstreben.

    Siehst Du Dich als Alkoholiker?

    Erzähle doch ein bisschen von Dir.

    VG

    Alex

    Ich denke, da hat die HALT Regel zugeschlagen. Du hattest im Schlaf mächtig Durst.

    Das Suchthirn hat sich berufen gefühlt, das auszunutzen und Dich, im Traum, saufen zu lassen. Hat sich sogar einen Grund ausgedacht. (böse Menschen)

    kennt ihr das auch?

    Im Traum was getrunken, habe ich schon einige Male. Habe das als Verarbeitungsprozess, des Gehirns angesehen.

    Es war bei mir ein sehr schlechtes Gefühl im Traum. Und Du bist ja auch mit einer gewissen Panik aufgewacht.

    Ich finde dann passt alles.

    Ausreichend Trinken heute und ich wünsche Dir einen besseren Traum heute Nacht. :thumbup:

    Dieser Druck (Suchtstimme) ist jedoch zum Glück bis jetzt nicht da.

    Das ist doch super.

    Druck hatte ich keinen. Noch nie. Muss also auch nicht kommen. Aber sehr viel war bei mir mit Alkohol verknüpft. Vor allem das Belohnungszentrum. Aus dem Grund poppten die Gedanken oft als "Vorschläge" auf.

    Als ich mit dem Dampfen aufgehört habe (vor einem guten Jahr) war die Stimme fast alle fünf Minuten am Werk. Denn das hatte ich ja zu allen Uhrzeiten getan. So ein Zug aus dem Fenster pusten ging ja praktisch überall. Also hat die Stimme sich auch überall gemeldet.

    Es war gut von mir das erst nach zwei Jahren Trockenheit zu machen. Weil es wirklich anstrengend war. Dafür war es nach rund drei Wochen wie weggeblasen. Wahrscheinlich war die Stimme, nach dem Dauersprint einfach fertig.

    Wie ein Norovirus. Da ging es mir drei Tage mega schlecht und dann war es schlagartig vorbei.

    Ich müsste mir ja jetzt erst alles kaufen. Das wäre sehr aufwendig und ich hätte viel Zeit darüber nachzudenken.

    Alkohol ist immer greifbar. Da muss ich nichts vorbereiten. Kann in Sekunden passiert sein. Diese Gefahr, möchte ich nicht vergessen.

    Ich habe nichts zuhause. Denn das wüsste ich dann ja. Ich könnte nicht in so einer Gefahr leben. Hier bin ich sicher.

    Ich will absolut keinen Alkohol trinken. Aber ich bin Alkoholiker.

    Noch vor Tagen hätte ich auf die Uhr geschaut, wann ich endlich trinken kann.

    Ja, das finde ich auch total erleichternd. Egal was ist. Ich muss mir keine Gedanken machen, wann ich die nächsten Stunden was trinken kann.

    Z. B. ein Elternabend kam mir ewig lang vor. Obwohl. Das hatte sich eigentlich nicht geändert. ^^ Aber der Stress ist weg.

    Zu wissen, dass ich um jede Uhrzeit ins Auto steigen könnte und losfahren und mich immer auf meine nüchternen Gedanken verlassen kann.

    Ich muss nichts besorgen, damit es über das Wochenende reicht, o. ä. und ich muss auch keine Alk-Flaschen entsorgen. Am Pfandautomaten schiebe ich erhobenen Hauptes meine Sprudel, und sonstige alkoholfreie Getränkeflaschen rein. Anfangs habe ich sogar gehofft es sieht jemand.

    Das die Nerven anfangs blank liegen war bei mir auch so. Einerseits Stolz und Glück. Andererseits hat die Suchtstimme sich ständig gemeldet.

    Das bin nicht ich. Das ist die Suchtstimme und es ist egal was sie sagt. Ich trinke keinen Alk. Da gibt es nichts zu diskutieren.

    Da arbeitet die Zeit für Dich. Es wird immer einfacher.

    Ach ja. Ich habe übrigens auch mit 47 aufgehört. Und ich kenne mehrere, da war es auch so. Scheint ein gutes Alter dafür zu sein. ;)

    Das finde ich jetzt echt super, dass Du den Wein hast verschwinden lassen.

    Hatte praktisch schon Luft geholt, für meine Argumente. ;)

    Es geht ja darum, ein Leben ohne Alkohol zu führen. Da macht es keinen Sinn, welchen in der Nähe zu haben.

    Ich habe mich in Deinen Beschreibungen absolut wieder gefunden. Kein Abschießen (fast nie). Nur abends. Funktioniert und nicht auffällig. Auch das mit den Verstecken. Oh, man. Immer wieder gut, wieder daran erinnert zu werden.

    Ich habe immer abends, vor dem Laptop getrunken. Und wo sitze ich jetzt? Vor dem Laptop.

    Und morgen früh hängt dann der Teebeutel meines Gute-Nacht-Tees noch in der Tasse. Weil ich vergessen habe etwas zu trinken.

    Das ergibt sich ganz von selbst, mit der Zeit. Aber die muss eben erst mal in Ruhe erreicht werden.

    Also, konkreter Tipp. Am Anfang habe ich abends alkoholfreie Flüssigkeiten in großen Mengen in mich rein geschüttet. Ich hatte auch total "Durst". Musste in Kauf nehmen, dass ich viel auf die Toilette musste, und auch nachts noch ein, zweimal raus. Egal, alles besser als Trinken.

    Außerdem hat der "Durst" nachgelassen, wenn der Bauch schön voll war.

    Nach ein paar Tagen fing mein Hirn an zu merken, dass die ganze Trinkerei nichts bringt. Weil es ja nicht rein gebirnt hat. Und da ließ der "Durst" immer mehr nach.

    Ich habe so viele Jahre gesoffen. Natürlich brauchte das seine Zeit, bis sich die Gewohnheit angepasst hat. Aber das hat sie. Stück für Stück. Mir geht es heute super und ich vermisse gar nichts. Ich komme sogar hier her, damit ich nicht vergesse, dass ich Alkoholiker bin.

    Bis es soweit ist, ist Risikominimierung einer der wichtigsten Stützpfeiler (na ja später eigentlich auch). Und da hast Du heute einen großen Schritt gemacht. :thumbup:

    dass es einen Weg raus gibt, insofern man bereit ist zu kämpfen.

    Und das ist erst der Fall, wenn es klick gemacht hat. Meist wenn der persönliche Tiefpunkt erreicht ist.

    Das kann Jahre dauern, oder auch nie eintreten. Viele sterben vorher, oder vegetieren irgendwie vor sich hin. Wie z. B. mein Vater.

    unter der Maske der Zivilisation verborgenen miesen Charakterzüge zum Vorschein

    Ja. Und die noch verstärkt. Aber irgendwas war wohl schon vorher da.

    Guten Morgen Schmidtty,

    Ich weiss nicht wie das finanziell läuft bei euch, aber ich würde bis dahin erstmal den Geldhahn so weit wie möglich abdrehen. Wäschewaschen, kochen, putzen... fällt alles flach. Einkaufen tust Du nur noch für Deine Bedürfnisse.

    Das sind gute Tipps. Es geht darum, dass er merkt, in welcher Position er ist.

    Ich habe schon öfters erlebt, dass Dinge, die ich getan habe, erst gesehen wurden, nachdem ich sie nicht mehr gemacht habe.

    Du könntest z. B. Beispiel auswärts essen und nichts für den Kühlschrank kaufen. Auf Anfrage. "Nach Deinen Worten war ich zu enttäuscht, um einkaufen zu gehen." Du kannst Dich einfach zu nichts mehr aufraffen, nachdem er so mit Dir umspringt. ;)

    Selbstredend würde natürlich, immer wenn der Herr gedenkt zu ruhen, der Staubsauger angehen. Und das Euer WLAN-Kennwort sich alle paar Tage ändert ist natürlich technisch bedingt :mrgreen: :wink: und da kannst Du mal gaaanix für

    Das wäre eine Möglichkeit, wenn Du auf Krawall gebürstet bist. Ich vermute aber, dass das nicht so Dein Ding ist.

    Den Tipp kann ich aber gut nachvollziehen. Weil ich, wenn ich das bei Dir lese, auch den starken Drang verspüre, mit ihm auf Konfrontation zu gehen.

    Denn, um es noch mal klar auszudrücken. Es ist eine absolute Unverschämtheit, was er da abzieht.

    Da Dein Mann Dich nicht unterstützt, solltest Du irgendwie selbst anfangen Dich zu wehren. Eine Art "Streik", durch das herunterfahren, Deiner Tätigkeiten bietet sich da gut an.

    Außerdem entlastet Dich das ganze ja wirklich. Zu viel Stress kann sich negativ auf die Abstinenz auswirken. Es ist wichtig, dass Du an Dich denkst.

    Ist dann ausschleichen besser?

    Das habe ich auch probiert. Hat nicht funktioniert. Das Einzige was bei mir funktioniert hat, war ein klarer Cut.

    Du kannst mit dem Arzt besprechen, wie Du das machst. Es gibt da mehrere Möglichkeiten.

    Sicher ist das unangenehm mit dem Arzt darüber zu sprechen. Aber es ist auch für Dich ein klarer Start.

    Für meinen Arzt war das kein so großes Ding, wie für mich. Ich war da nicht der erste. Gibt ja rund 1 1/2 Millionen Alkoholabhängige in Deutschland. (wahrscheinlich mehr)

    Wenn Dich Dein Arzt begleitet, können wir Dich hier direkt freischalten.

    Hier noch der Artikel zum Kalten Entzug.

    Das Forenteam
    14. Mai 2021 um 22:29

    Guten Abend Anouk,

    es ist gut, dass Du Dir Gedanken über Deinen Alkoholkonsum machst. Du siehst Dich als Alkoholikerin und möchtest lebenslange Abstinenz, wenn ich das richtig verstanden habe. Da bist Du hier richtig.

    Was Du beschreibst kenne ich sehr gut. Ich war auch funktionierender Alkoholiker.

    Du möchtest also morgen zum ersten Mal nichts trinken? Das mit den freien Tagen macht durchaus Sinn.

    Jedoch begibst Du Dich in den kalten Entzug. Dein Körper ist täglich Alkohol gewöhnt und auch bei geringeren Mengen kann das gefährlich für Dich werden. Der Start ins Alkoholfreie Leben sollte immer mit Unterstützung des Arztes erfolgen.

    Dieser hat ja Schweigepflicht.

    Ich lasse Dir gerne den Artikel zum Lesen da:

    Das Forenteam
    4. Dezember 2021 um 21:37