Ino - Vier Jahreszeiten stündlich

  • Ino, wovor genau hast du Angst? Was ist der Auslöser für die Panikattacken. Kannst du das benennen?

    Du hast doch eigentlich alles super im Griff.

    Danke Sonnenschein ☀️,

    Ich komme nicht aus Deutschland und hab hier niemanden. Wenn etwas mit mir passiert, ich ins Krankenhaus muss z.b. weiß ich nicht als alleinerziehende wohin dann mit meiner Tochter. Ich habe solche Träume und wache in Panik auf 🙈 Es ist vielleicht irrational, jedoch komme ich auf keine gute Idee, wie ein Norfallplan aussehen könnte.

  • Was die Angebote deines Mannes angeht mit AA etc. Das kann er ja alles machen. Aber versuch dich frei davon zu machen. Wenn er wirklich etwas ändern möchte, macht er das auch, wenn ihr erst einmal.getrennte Wege geht. Und nach einem Jahr könnte man immer noch schauen, und ggf. über eine gemeinsame Zukunft nachdenken.

    Sehe ich genauso wie du. Meine Tochter und ich brauchen Ruhe, und dafür räumliche Trennung, heute. Was morgen mit sich bringt, ist auf einem anderen Papierblatt geschrieben.

  • Wenn etwas mit mir passiert, ich ins Krankenhaus muss z.b. weiß ich nicht als alleinerziehende wohin dann mit meiner Tochter. Ich habe solche Träume und wache in Panik auf 🙈 Es ist vielleicht irrational, jedoch komme ich auf keine gute Idee, wie ein Norfallplan aussehen könnte.

    Das verstehe ich total.

    habe ein gutes Netzwerk von Müttern und Vätern und das erleichtert extrem die Tage. Wenn

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man im Krankheitsfall immer darauf zählen kann. Freunde und dann auch noch Mütter sind Gold wert. Denk mal drüber nach, ob da nicht eine Freundin dabei ist, die man einweihen kann.

  • Die Frage ist ja auch, ob dir dein Trinkender Mann im Falle eines plötzlichen Krankenhausaufenthaltes eine große Hilfe wäre.

    Als ich hochschwanger war und kurz vor Entbindung musste ich mit meinem Mann diskutieren, dass er maximal drei Bier jeden Abend trinkt. Wenn ich heute darüber nachdenke, ist es schlimm, was ich mitgemacht habe.

  • Die Frage ist ja auch, ob dir dein Trinkender Mann im Falle eines plötzlichen Krankenhausaufenthaltes eine große Hilfe wäre.

    Als ich hochschwanger war und kurz vor Entbindung musste ich mit meinem Mann diskutieren, dass er maximal drei Bier jeden Abend trinkt. Wenn ich heute darüber nachdenke, ist es schlimm, was ich mitgemacht habe.

    Guten Morgen SummerSun,

    Ich verstehe deine Worte. Es tut mir auch Leid, dass du in so einem fragilen Moment diese Erfahrung gemacht hast.
    Mein Mann konnte früher, zu trockenen Zeiten, immer wieder gut unterstützen. Aktuell ist jedoch kein Verlass drauf, ich vergleiche es mit einer Wundertüte- weißt nicht was drin ist 🤷

  • Hallo Ino

    Auch ich hatte Bedenken, wie ich in Ausnahmesituationen als Alleinerziehende klarkommen soll.

    Es gab jetzt auch schon solche Situationen, aber sie waren auch nicht unbedingt schwieriger als früher...

    Nur Mut!!

    LG Api

  • Es gab jetzt auch schon solche Situationen, aber sie waren auch nicht unbedingt schwieriger als früher...

    Da stimme ich vollkommen zu. Die Überforderung ist die Gleiche. Und jetzt weiß man halt, dass man es alleine stemmen muss, davor müsste man immer noch darüber nachdenken, ob der Alkoholkranke Mann mit unterstützen kann.

    Aktuell ist jedoch kein Verlass drauf, ich vergleiche es mit einer Wundertüte- weißt nicht was drin ist 🤷

    Und wird sich das wieder ändern? Das steht in den Sternen.

  • Da stimme ich vollkommen zu. Die Überforderung ist die Gleiche. Und jetzt weiß man halt, dass man es alleine stemmen muss, davor müsste man immer noch darüber nachdenken, ob der Alkoholkranke Mann mit unterstützen kann.

    Klingt logisch was du schreibst. Vermutlich kann man sich, auf sich eingestellt, anders mobilisieren. Danke

    Hallo Ino

    Auch ich hatte Bedenken, wie ich in Ausnahmesituationen als Alleinerziehende klarkommen soll.

    Es gab jetzt auch schon solche Situationen, aber sie waren auch nicht unbedingt schwieriger als früher...

    Nur Mut!!

    LG Api

    Danke Api,deine Worte tun gut.

  • Heute hat meine Tochter gemeint, sie hoffe, Papa kriegt seine Krankheit unter Kontrolle. Ich bin innerlich wütend geworden. Das Kind beschäftigt sich in dem Alter mit Gedanken, welche ihr die Kindheit klauen. Musste das hier loswerden…

    Es ist Karfreitag, meine Tochter spielt gerade draußen. Ich bin in Gedanken bei meinen Liebsten. Ich hatte ein sehr inniges Verhältnis mit meiner Mutter, sie ist 2021 verstorben. Mein Mann hat etwas vor zwei Tagen in mir getriggert.
    Nachdem ich vor zwei Tagen gefragt habe, wo der Schraubenzieher ist, kam kurz darauf, aus dem Nichts heraus, ein Spruch „deine Mutter war eine vollgefressene“ . Auf meine Anfrage ob es sich nicht schäme so zu reden, ging es weiter „ ja, eine vollgefressene, man stirbt nicht einfach so mit 72 Jahren“ Ich frag mich heute, kann Alkohol so was einrichten? Dass mein Mann vor mir steht und so über meine verstorbene Mutter redet. Dass er im Stande ist, mich so verletzen zu wollen. Ich kann mir nicht vorstellen, das verzeihen zu wollen und können.

    Liebe Grüße Ino

  • Soeben entschieden, ich höre auf mich zu bemitleiden und mach etwas besseres aus dem Tag.
    Wir alle hier sind auf dem Weg ein schöneres Leben zu kreieren, ich möchte das feiern und freue mich auf das Irgendwann ❤️🙏 frohe Ostern für uns allen und unseren Liebsten

  • Hallo Ino,

    Dass er im Stande ist, mich so verletzen zu wollen.

    Solche Aussagen machen ja etwas mit dir, und ich kenne es auch so. Ob bewußt oder unbewußt, ich denke es geht darum den Angehörigen mal wieder zu beschäftigen, damit in Ruhe weiter getrunken werden kann. Denn bei mir brauchte es immer eine Zeit, bis ich mich davon "erholt" hatte.


    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Hallo Ino,

    gute Entscheidung. Ich verbringe den Tag alleine mit meiner Jüngsten. Wir versuchen seit Wochen ihr Kinderzimmer in ein Jugendzimmer zu verwandeln. Sie verliert immer wieder die Lust. Dieser Weg ist gut und wichtig für uns beide. Ich kann nun Möbel ab- und aufbauen, Löcher in den Wänden beseitigen, streichen, bohren und Schrauben. Wir machen uns unser zuhause schön. So wie wir das wollen und in unserem Tempo. Vielleicht bekomm ich sie heute motiviert ihren Kleiderschrank auszumisten….. 🤗🙏

  • Hallo Ino,

    gute Entscheidung. Ich verbringe den Tag alleine mit meiner Jüngsten. Wir versuchen seit Wochen ihr Kinderzimmer in ein Jugendzimmer zu verwandeln. Sie verliert immer wieder die Lust. Dieser Weg ist gut und wichtig für uns beide. Ich kann nun Möbel ab- und aufbauen, Löcher in den Wänden beseitigen, streichen, bohren und Schrauben. Wir machen uns unser zuhause schön. So wie wir das wollen und in unserem Tempo. Vielleicht bekomm ich sie heute motiviert ihren Kleiderschrank auszumisten….. 🤗🙏

    Sonnenschein, wünsche euch gutes Gelingen und ein wunderschönes Jügendzimmer 👌 das mit dem Schrank probiere ich seit Wochen, relativ erfolglos 😄 einen schönen Tag euch!

  • Hallo Ino,

    Solche Aussagen machen ja etwas mit dir, und ich kenne es auch so. Ob bewußt oder unbewußt, ich denke es geht darum den Angehörigen mal wieder zu beschäftigen, damit in Ruhe weiter getrunken werden kann. Denn bei mir brauchte es immer eine Zeit, bis ich mich davon "erholt" hatte.


    lg Morgenrot

    Danke Morgenrot, vermutlich wäre es für mich besser nicht weiter für mich zu analysieren. Dann versinke ich im Selbstmitleid, und das hilft mir nicht. Wünsche dir einen guten Tag!

  • Ja, die guten, alten Appelle an den Anstand eines Menschen, der aktiv die Gefuehle seiner eigenen Familienmitglieder verletzen will, ich kenne das gut, so haben sowohl meine Mutter als auch ich das auch immer gehandhabt, immer mit dem gleichen Ergebnis.

    Ich glaube mittlerweile, dass mein Vater einfach eine antisoziale Persoenlichkeit hat. Das Ende der Analysen seines teilweise absurden Verhaltens war sehr befreiend fuer mich. Ich halte mich fern so gut ich kann. Meiner Mutter bin ich derweil naeher als je zuvor.

    Falls du dich darum sorgst, was die Trennung mit deinem Kind macht: Ich kann von mir sagen, dass ich jetzt mithilfe guter Therapie mit 28 nach innen geregelte Verhaeltnisse fuer wichtiger halte als von aussen konform aussehende Verhaeltnisse. Nach aussen hin wirkte meine Familie normal, hinter der Fassade hatten wir uns auf eine Dynamik eingespielt, die uns alle mehr wegnahm, als uns das "Familiengeruest" drumherum zurueckgab. Niemand kann als Kind realisieren, und erst recht nicht akzeptieren, dass der Vater den Alkohol mehr liebt als seine Familie. Bei einem kranken Vater sieht das ganz anders aus. Alkoholismus ist eine Krankheit, und dass deine Tochter mit dir redet, auch wenn du dich schrecklich fuehlst, dass es so weit gekommen ist - das ist gut!

    Meine Schwester (Tochter des ersten Ehemanns meiner Mutter, der auch viel getrunken hat) hat versucht meine Eltern auseinanderzubringen, und meine Mutter und ich stellten unsere Loyalitaet ueber alles andere und versuchten, alles zu kontrollieren. Rueckblickend waren die Scham und das Geheimhalten wie Gitterstaebe und mein Vater war auf eine Art der lachende Dritte, der sich hin und wieder Kontrollverluste erlaubte.

    Erhalte dir um jeden Preis das soziale Netzwerk, das wird sich auszahlen. Kontakt nach aussen beugt der Scham vor, und dein Kind kann Vertrauen zu sich und zu anderen fassen. Alles Gute euch!

  • Ja, du kannst hier immer wieder lesen, Ino, dass nicht alles auf den Alkohol geschoben und schon gar nicht damit gerechtfertigt werden kann.

    Alkohol enthemmt und bringt bei steigender Dauer und Menge die nüchtern vielleicht noch unter der Maske der Zivilisation verborgenen miesen Charakterzüge zum Vorschein, so vorhanden. Ist nicht bei jedem Alkoholiker so...

  • Rennschnecke aber sagt man nicht, dass mit fortgeschrittener Sucht die Kontrollverluste mehr werden. Es geht ja auch an die Substanz zu trinken. Selbst wenn ich mich betrunken nicht wie ein Affe aufführe, ich komme ja nach Alkoholkonsum schon schlechter aus dem Bett, hab einen After Alkohol Blues und bin gereizter. Denke mal, dass das bei täglichem Konsum nicht weniger wird. So ist es auf jeden Fall bei meinem Mann.

    Und Alkohol ist ja auch eine selbst verursachte Krankheit. Die kann ich durch gute Therapie zumindest nachhaltig bekämpfen.

  • Das ist richtig, Alkohol macht nichts besser, auch nicht Nerven und Belastbarkeit, aber auch nicht jeden zum A...loch, z. B. Schläger.. Manche ziehen sich wohl einfach nur stumm zurück.

    Und Alkohol ist ja auch eine selbst verursachte Krankheit

    Schwierig.. .Da gibt es ja einige Krankheiten bzw. Schäden, die durch eine weniger riskante Lebensweise vermeidbar wären.

    Schuldgefühle sind da wohl kaum zu vermeiden, Vorwürfe von Angehörigen vermutlich auch...🤔

    Ich wollte definitiv nicht süchtig werden oder anderen schaden, hatte immer Angst davor (wie vorm Motorradfahren).

    Und als ich mir dann irgendwann insgeheim eingestehen musste, dass mein Trinkverhalten schon lange nicht mehr "normal" war, konnte meine Suchtstimme (von der ich da noch keine Ahnung hatte, hab ich erst hier gelernt) mir erfolgreich einreden:

    " Guck dich doch um, irgendwas Ungesundes macht doch jeder, sonst ist diese verrückte Welt doch kaum auszuhalten - ob Alkohol, Esssucht, Magersucht, Spielsucht, TV- Sucht, Kaufsucht, Putzsucht, Arbeitssucht, Sportsucht - schon in deinem naheren Umfeld ist da fast alles zu beobachten. Also entspann dich, Hauptsache, du hast es im Griff."

    Da brauchte ich dann aber noch mal ein paar Jahre, um zu begreifen, wer hier wen im Griff hatte, und wie perfide die Sucht funktioniert...

  • Schuldgefühle sind da wohl kaum zu vermeiden, Vorwürfe von Angehörigen vermutlich auch...🤔

    Das war auch nicht meine Intention Schuldgefühle zu erzeugen. Ich wollte damit eher sagen, dass es einen Weg raus gibt, insofern man bereit ist zu kämpfen. Ich versuche ja auch einen Weg aus der Co Abhängigkeit zu finden, was sich schwieriger gestaltet als gedacht.

    Ich danke dir aber für deine Gedanken. Als Co sind ehrliche Aussagen von Betroffenen so wichtig.

  • Danke euch allen für eueren Gedanken.
    Ich probiere gerade meine Balance zu halten. Mein Mann hat mich vor zwei Stunden , dass es bei ihm eskaliert hat (was das auch immer sein mag), er nicht zu Hause schläft heute und dass er keine Nachfragen hierzu meinerseits möchte. Für eine Sache bin ich gerade dankbar- sein Verhalten lässt die Gefahr mich umzustimmen immer und immer kleiner werden! verschreibe mir und meiner Tochter einen Filmabend ❤️

    Liebe Grüße Ino

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