Das finde ich jetzt echt super, dass Du den Wein hast verschwinden lassen.
Hatte praktisch schon Luft geholt, für meine Argumente. 
Es geht ja darum, ein Leben ohne Alkohol zu führen. Da macht es keinen Sinn, welchen in der Nähe zu haben.
Ich habe mich in Deinen Beschreibungen absolut wieder gefunden. Kein Abschießen (fast nie). Nur abends. Funktioniert und nicht auffällig. Auch das mit den Verstecken. Oh, man. Immer wieder gut, wieder daran erinnert zu werden.
Ich habe immer abends, vor dem Laptop getrunken. Und wo sitze ich jetzt? Vor dem Laptop.
Und morgen früh hängt dann der Teebeutel meines Gute-Nacht-Tees noch in der Tasse. Weil ich vergessen habe etwas zu trinken.
Das ergibt sich ganz von selbst, mit der Zeit. Aber die muss eben erst mal in Ruhe erreicht werden.
Also, konkreter Tipp. Am Anfang habe ich abends alkoholfreie Flüssigkeiten in großen Mengen in mich rein geschüttet. Ich hatte auch total "Durst". Musste in Kauf nehmen, dass ich viel auf die Toilette musste, und auch nachts noch ein, zweimal raus. Egal, alles besser als Trinken.
Außerdem hat der "Durst" nachgelassen, wenn der Bauch schön voll war.
Nach ein paar Tagen fing mein Hirn an zu merken, dass die ganze Trinkerei nichts bringt. Weil es ja nicht rein gebirnt hat. Und da ließ der "Durst" immer mehr nach.
Ich habe so viele Jahre gesoffen. Natürlich brauchte das seine Zeit, bis sich die Gewohnheit angepasst hat. Aber das hat sie. Stück für Stück. Mir geht es heute super und ich vermisse gar nichts. Ich komme sogar hier her, damit ich nicht vergesse, dass ich Alkoholiker bin.
Bis es soweit ist, ist Risikominimierung einer der wichtigsten Stützpfeiler (na ja später eigentlich auch). Und da hast Du heute einen großen Schritt gemacht. 