Beiträge von Alex_aufdemweg

    Ich denke, da hat die HALT Regel zugeschlagen. Du hattest im Schlaf mächtig Durst.

    Das Suchthirn hat sich berufen gefühlt, das auszunutzen und Dich, im Traum, saufen zu lassen. Hat sich sogar einen Grund ausgedacht. (böse Menschen)

    kennt ihr das auch?

    Im Traum was getrunken, habe ich schon einige Male. Habe das als Verarbeitungsprozess, des Gehirns angesehen.

    Es war bei mir ein sehr schlechtes Gefühl im Traum. Und Du bist ja auch mit einer gewissen Panik aufgewacht.

    Ich finde dann passt alles.

    Ausreichend Trinken heute und ich wünsche Dir einen besseren Traum heute Nacht. :thumbup:

    Dieser Druck (Suchtstimme) ist jedoch zum Glück bis jetzt nicht da.

    Das ist doch super.

    Druck hatte ich keinen. Noch nie. Muss also auch nicht kommen. Aber sehr viel war bei mir mit Alkohol verknüpft. Vor allem das Belohnungszentrum. Aus dem Grund poppten die Gedanken oft als "Vorschläge" auf.

    Als ich mit dem Dampfen aufgehört habe (vor einem guten Jahr) war die Stimme fast alle fünf Minuten am Werk. Denn das hatte ich ja zu allen Uhrzeiten getan. So ein Zug aus dem Fenster pusten ging ja praktisch überall. Also hat die Stimme sich auch überall gemeldet.

    Es war gut von mir das erst nach zwei Jahren Trockenheit zu machen. Weil es wirklich anstrengend war. Dafür war es nach rund drei Wochen wie weggeblasen. Wahrscheinlich war die Stimme, nach dem Dauersprint einfach fertig.

    Wie ein Norovirus. Da ging es mir drei Tage mega schlecht und dann war es schlagartig vorbei.

    Ich müsste mir ja jetzt erst alles kaufen. Das wäre sehr aufwendig und ich hätte viel Zeit darüber nachzudenken.

    Alkohol ist immer greifbar. Da muss ich nichts vorbereiten. Kann in Sekunden passiert sein. Diese Gefahr, möchte ich nicht vergessen.

    Ich habe nichts zuhause. Denn das wüsste ich dann ja. Ich könnte nicht in so einer Gefahr leben. Hier bin ich sicher.

    Ich will absolut keinen Alkohol trinken. Aber ich bin Alkoholiker.

    Noch vor Tagen hätte ich auf die Uhr geschaut, wann ich endlich trinken kann.

    Ja, das finde ich auch total erleichternd. Egal was ist. Ich muss mir keine Gedanken machen, wann ich die nächsten Stunden was trinken kann.

    Z. B. ein Elternabend kam mir ewig lang vor. Obwohl. Das hatte sich eigentlich nicht geändert. ^^ Aber der Stress ist weg.

    Zu wissen, dass ich um jede Uhrzeit ins Auto steigen könnte und losfahren und mich immer auf meine nüchternen Gedanken verlassen kann.

    Ich muss nichts besorgen, damit es über das Wochenende reicht, o. ä. und ich muss auch keine Alk-Flaschen entsorgen. Am Pfandautomaten schiebe ich erhobenen Hauptes meine Sprudel, und sonstige alkoholfreie Getränkeflaschen rein. Anfangs habe ich sogar gehofft es sieht jemand.

    Das die Nerven anfangs blank liegen war bei mir auch so. Einerseits Stolz und Glück. Andererseits hat die Suchtstimme sich ständig gemeldet.

    Das bin nicht ich. Das ist die Suchtstimme und es ist egal was sie sagt. Ich trinke keinen Alk. Da gibt es nichts zu diskutieren.

    Da arbeitet die Zeit für Dich. Es wird immer einfacher.

    Ach ja. Ich habe übrigens auch mit 47 aufgehört. Und ich kenne mehrere, da war es auch so. Scheint ein gutes Alter dafür zu sein. ;)

    Das finde ich jetzt echt super, dass Du den Wein hast verschwinden lassen.

    Hatte praktisch schon Luft geholt, für meine Argumente. ;)

    Es geht ja darum, ein Leben ohne Alkohol zu führen. Da macht es keinen Sinn, welchen in der Nähe zu haben.

    Ich habe mich in Deinen Beschreibungen absolut wieder gefunden. Kein Abschießen (fast nie). Nur abends. Funktioniert und nicht auffällig. Auch das mit den Verstecken. Oh, man. Immer wieder gut, wieder daran erinnert zu werden.

    Ich habe immer abends, vor dem Laptop getrunken. Und wo sitze ich jetzt? Vor dem Laptop.

    Und morgen früh hängt dann der Teebeutel meines Gute-Nacht-Tees noch in der Tasse. Weil ich vergessen habe etwas zu trinken.

    Das ergibt sich ganz von selbst, mit der Zeit. Aber die muss eben erst mal in Ruhe erreicht werden.

    Also, konkreter Tipp. Am Anfang habe ich abends alkoholfreie Flüssigkeiten in großen Mengen in mich rein geschüttet. Ich hatte auch total "Durst". Musste in Kauf nehmen, dass ich viel auf die Toilette musste, und auch nachts noch ein, zweimal raus. Egal, alles besser als Trinken.

    Außerdem hat der "Durst" nachgelassen, wenn der Bauch schön voll war.

    Nach ein paar Tagen fing mein Hirn an zu merken, dass die ganze Trinkerei nichts bringt. Weil es ja nicht rein gebirnt hat. Und da ließ der "Durst" immer mehr nach.

    Ich habe so viele Jahre gesoffen. Natürlich brauchte das seine Zeit, bis sich die Gewohnheit angepasst hat. Aber das hat sie. Stück für Stück. Mir geht es heute super und ich vermisse gar nichts. Ich komme sogar hier her, damit ich nicht vergesse, dass ich Alkoholiker bin.

    Bis es soweit ist, ist Risikominimierung einer der wichtigsten Stützpfeiler (na ja später eigentlich auch). Und da hast Du heute einen großen Schritt gemacht. :thumbup:

    dass es einen Weg raus gibt, insofern man bereit ist zu kämpfen.

    Und das ist erst der Fall, wenn es klick gemacht hat. Meist wenn der persönliche Tiefpunkt erreicht ist.

    Das kann Jahre dauern, oder auch nie eintreten. Viele sterben vorher, oder vegetieren irgendwie vor sich hin. Wie z. B. mein Vater.

    unter der Maske der Zivilisation verborgenen miesen Charakterzüge zum Vorschein

    Ja. Und die noch verstärkt. Aber irgendwas war wohl schon vorher da.

    Ist dann ausschleichen besser?

    Das habe ich auch probiert. Hat nicht funktioniert. Das Einzige was bei mir funktioniert hat, war ein klarer Cut.

    Du kannst mit dem Arzt besprechen, wie Du das machst. Es gibt da mehrere Möglichkeiten.

    Sicher ist das unangenehm mit dem Arzt darüber zu sprechen. Aber es ist auch für Dich ein klarer Start.

    Für meinen Arzt war das kein so großes Ding, wie für mich. Ich war da nicht der erste. Gibt ja rund 1 1/2 Millionen Alkoholabhängige in Deutschland. (wahrscheinlich mehr)

    Wenn Dich Dein Arzt begleitet, können wir Dich hier direkt freischalten.

    Hier noch der Artikel zum Kalten Entzug.

    Das Forenteam
    14. Mai 2021 um 22:29

    Guten Abend Anouk,

    es ist gut, dass Du Dir Gedanken über Deinen Alkoholkonsum machst. Du siehst Dich als Alkoholikerin und möchtest lebenslange Abstinenz, wenn ich das richtig verstanden habe. Da bist Du hier richtig.

    Was Du beschreibst kenne ich sehr gut. Ich war auch funktionierender Alkoholiker.

    Du möchtest also morgen zum ersten Mal nichts trinken? Das mit den freien Tagen macht durchaus Sinn.

    Jedoch begibst Du Dich in den kalten Entzug. Dein Körper ist täglich Alkohol gewöhnt und auch bei geringeren Mengen kann das gefährlich für Dich werden. Der Start ins Alkoholfreie Leben sollte immer mit Unterstützung des Arztes erfolgen.

    Dieser hat ja Schweigepflicht.

    Ich lasse Dir gerne den Artikel zum Lesen da:

    Das Forenteam
    4. Dezember 2021 um 21:37

    Da sieht man doch genau, dass er absolut nichts verstanden hat.

    Ich weiß nicht, was "man" da sieht. Ich sehe da, dass er eben uneinsichtiger Alkoholiker ist.

    Davon gibt es viel mehr, als die nüchternen hier. Das ist leider nichts Ungewöhnliches.

    Ich verstehe es nicht.

    Als nicht süchtige Person, ist das schwer zu verstehen. Es hat nichts mit seinem Verstand zu tun. Er muss trinken und will es sich selbst nicht eingestehen.

    Ich kann das so gut nachvollziehen, weil es bei mir ebenso war. Und zwar sehr viele Jahre.

    als noch frischer Abstinenzler

    Und ab wann darf ich dann darüber lachen? ^^ Denn es ist ja noch immer so:

    wo ich doch weiss wohin mich Wein und Sekt gebracht haben.

    Bei mir wars hauptsächlich Bier. Aber der Geschmack ist ja egal.

    Denke es ist individuell. So wie Bono59 sagt. Wenn es mir heute noch mächtig was ausmachen würde, wäre das ja eher nicht so gut. Es zeigt mir doch, dass ich mich soweit davon gelöst habe, dass mich das nicht mehr stört und ich auch den Witz darin erkennen kann.

    Soll ich mich schuldig, oder gar ertappt fühlen?

    Nö. In meiner Pulle ist Sprudel drin. Ohne Kohlensäure wäre es besser fürs Training. Schmeckt mir aber so besser. 8)

    Wurde zu Saufzeiten ja so angewandt um nicht aufzufallen oder Selbstbewusstsein zu demonstrieren.

    Ja, das kenne ich gut. Besonders morgens. Einen "Guten Morgen" gab es bei mir schon lange nicht mehr.

    Da es Dir selbst auffällt, wird sich das mit der Zeit von selbst erledigen. :thumbup:

    Wie reagiert Ihr innerlich und äußerlich darauf?

    Bei etwas ähnlichem, habe ich gestern auch gelacht. Habe mich dann auch ein bisschen gewundert. Aber wenn ich es witzig finde und es sonst nichts bei mir auslöst... was solls?