Pamela, ich weiß, dass das nicht einfach ist, wie gesagt stand ich vor 10 Jahren da, wo du heute stehst. Aber was soll sich ändern, wenn du nicht bereit bist, was zu ändern? Du sollst nicht aufgeben, was dich stützt, du sollst aufgeben, was dich krank macht. Ich denke immer, wer sich hier anmeldet, verspürt schon enormen Leidensdruck - auf beiden Seiten. Es ändert sich doch aber nichts, wenn ich weitermache wie bisher. Ich fühle mit dir keine Frage, aber davon wird dein Leben nicht besser. Wir sind ungefähr gleich alt, wir haben doch noch Wünsche ans Leben. Aber stell Dir mal eine klitzekleine Wohnung nur für dich allein vor, du kommst nach Hause ohne diesen Knoten im Bauch. Du musst nicht darüber nachdenken, in welcher Stimmung dein Mann ist. Mir haben diese Gedanken damals enorm viel Kraft gegeben und ich genieße immer noch das Gefühl ohne Bauchschmerzen nach Hause zu kommen.
sonnige Grüße
Lütte
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Hallo mollyfisch,
in einem Beitrag von dir las ich:
"Natürlich kommt der Gedanke auf vielleicht in einem oder zwei Jahren, vielleicht bekommt er es in den Griff und ja vielleicht. "
Ich der Alkoholiker, wurde erst „wach“ als ich allein war, wohl der berühmte Tiefpunkt.
Nicht sofort! Nachdem man sich von mir trennte, soff ich ca. 1 Jahr weiter, richtig – ich mußte mich nicht mehr zusammenreißen, musste keine Rücksicht nehmen, erlag meiner eigenen Jämmerlichkeit und ertrank sie im Alkohol.
Das ist wohl die eigentliche Krankheit, ich war völlig realitätsfern, erkannte nicht die Ursache meiner Lage, ich wollte mich nur gedanklich von meinem Jammer lösen, alles verdrängen und das tat ich, indem ich mich täglich (!) zudröhnte.
Vielleicht wird dein Mann irgendwann ein Mal „wach“ , vielleicht macht es bei ihm irgendwann „klick“ , vielleicht …
Ich änderte mich erst als sich mein Umfeld änderte, als alles weg war!
Vielleicht bin ich ein Einzelfall, doch wenn ich die vielen Geschichten von Angehörigen und Alkoholikern höre, weiß ich, das es die Norm ist: erst nach meinem totalen Niedergang/ Tiefpunkt, hörte ich mit dem Trinken auf.
Viele, nun trockene Alkoholiker, beschönigen selbst diese Wahrheit, die Scham ist auch im Nachhinein noch übermächtig „… sooo schlimm war ich ja doch nicht“ höre/ lese ich immer wieder heraus, alle begangenen Verletzungen werden verharmlost.
Vielleicht irre ich mich auch.
MfG
Hallo Achelias,
ich glaube auch meinem Mann ist nicht bewusst wie stark ich leide. Im Moment sehe ich die Verzweiflung in seinen Augen und das langsame Begreifen das ich wohl nun doch ernst mache. Das tut auch mir sehr weh weil man ihn anders kennt und helfen möchte aber nicht kann. Ja ich habe auch ein Stück weit Angst um ihn (dass er den Absprung eben nicht schafft). Und immer wieder frage ich mich auch, hätte ich was anders machen können im Umgang miteinander. Hat mancher Streit oder Vorwurf alles noch schlimmer gemacht? Hätte ich ihm beim Tod seines Bruders mehr Beachtung schenken müssen? War die Corona-bedingte Kurzarbeit und die berufliche Ungewissheit zu viel .... ?
Das alles kann ich nicht beantworten und es ist auch müßig, weil eh zu spät.
Mein Mann hat ja auch nie über seine Sorgen, Ängste, Nöte gesprochen. Ich habe zwar manchmal gesehen das ihn was bedrückt, aber wenn er nicht reden möchte. Er war ja auch der Meinung er hat kein Problem mit Alkohol.
Nachdem ich mich das erste mal getrennt habe ging es ihm sehr nahe. Das habe ich schon bemerkt. Das war der Auslöser für die Entgiftung. Aber sofort danach trank er Radler 0,0 %. Er meinte das kann er trinken. Am Anfang trank er am WE mal eins, dann wieder tgl.
Seine Entgiftung und sein und mein Verhalten danach war im Nachgang betrachtet alles andere als optimal. Ich hatte zu hohe Erwartungen und er fühlte sich unter Druck gesetzt. Anstatt mir zu sagen was er brauch trank er lieber wieder. Ich hätte mich natürlich besser informieren können. Den Vorwurf mache ich mir schon. Ob es was geändert hätte, ich weiß es nicht.
Jetzt gebe ich schon wieder mir die Schuld, aber die Gedanken habe ich eben. Da muss ich dran arbeiten.
LG
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Das hab bei einem anderen User von Dir gefunden. Ich hab das Gefühl, dass Du sehr darauf schaust, es anderen Recht zu machen, für andere da zu sein und dich dabei übersiehst. Wie gesagt, war ich auch mal so unterwegs. Heute versuche ich nicht gleich ja zu schreien sondern mich zu fragen, will ich das wirklich? Wenn ich was für andere tue, dann mit einem ja gerne, ansonsten versuche ich wirklich nein zu sagen. Damit hab ich dann auch kein schlechtes Gefühl, wenn ich andere um was bitte oder wenn jemand nein zu mir sagt. Das klappt natürlich nicht immer, aber wenn, dann ist es ein tolles Gefühl.
sonnige Grüße
Lütte
Hallo Lütte,
ja das ist wohl so. Ich habe mich da irgendwo selbst verloren. Das ist sicher schon in der Kindheit entstanden. Meine Mutter ist auch eher der Typ (was denken die anderen, nicht anecken, es allen recht machen usw.)
Natürlich habe ich alles was ich bisher für ihn getan habe freiwillig gemacht und natürlich auch ungefragt, meistens. Das sind Fehler die habe ich gemacht. Habe ich es damit schlimmer gemacht? Ich weiß es nicht, ich hoffe nicht. Aber andererseits hat er ja schon gern getrunken als ich ihn kennenlernte. Damals halt nur auf Feiern und ab und an mal ein Bier am Abend (glaubte ich), wahrscheinlich war es damals schon kritisch. Aber es hat lange funktioniert.
Das sind Baustellen an denen ich arbeiten muss.
LG
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Kurz gesagt es geht uns so gut. Ich bereue keine Minute, dass ich den notwendigen Schritt gegangen bin. Wenn man sich ändert, verändert sich alles. Und es hatte einen guten Einfluss auf die Sucht und das Gesundheitswesen meines Mannes. Sind in Kontakt, er kümmert sich endlich um seine Mädchen und wirkt generell lebendiger. Bei jemanden zu bleiben der trinkt, hindert ihn nur dabei gesund zu werden so mein Resümee. Ist keine Lamgzeitgarantie, aber der Mensch hat eine Chance auf ein neues Leben. So schwer es den Betroffen fällt, man muss hart bleiben.
Hallo Upsidown,
vor längerer Zeit habe ich auch zu meinem Mann gesagt das ich ihm vielleicht nicht mehr gut tue. Ich erwarte wahrscheinlich doch zu viel und habe wie viele andere Co-Abhängige wohl auch das "Helfer Syndrom". Dadurch setze ich ihn natürlich auch unter Druck und mache es vielleicht nur noch schlimmer.
Von daher ist die Trennung eventuell wirklich besser. Für mich sowieso.
Natürlich kommt der Gedanke auf vielleicht in einem oder zwei Jahren, vielleicht bekommt er es in den Griff und ja vielleicht. Aber ich glaube es ist durch die vielen Jahren bei den meisten schon zu viel kaputt gegangen. In einem anderen Beitrag schrieb jemand das bei vielen nur noch der Alkohol das Bindeglied in der Beziehung war. Da ist viel Wahrheit dran.
Es freut mich für dich das du den Mut hattest diesen Schritt zu gehen.
LG
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Und er ist gerade dabei mich wieder einzulullen! Ohne Rücksicht auf meine Gesundheit! Er will nur sein Bier weiter saufen, sich um nichts kümmern müssen und die Alte wieder vor den Karren spannen! Diese verdammte Folterkammer! Dieser Gestank nach Fusel! Dieses scheinheilige Theaterstück namens Leben! So oft habe ich ihn an die Hand genommen und geführt zum Dank geht alles so weiter! Kein Wille zur Veränderung, im Gegenteil
Hallo Seepferdchen2022,
genau das ist der Punkt. Sie nehmen keine Rücksicht. Du kämpfst und kämpfst. Es wird nicht honoriert. Man fühlt sich ausgenutzt und versteht nicht das auf der anderen Seite nichts ankommt.
Du solltest aber dringend etwas ändern. Egal wie alt man ist, es ist nie zu spät. Du bist selber gesundheitlich angeschlagen und musst dich dringend um dich selbst kümmern. Warum hast du Angst allein weiter zu machen? Wovor? Es kann nur besser werden.
Anfangs dachte ich auch ja dann bist du allein und keiner wartet auf dich nach der Arbeit. Ja das sicher, aber eigentlich bin ich doch jetzt auch allein und ständig unglücklich.
Das ist doch kein Leben was man sich die nächsten Jahre vorstellen möchte. Jeder von uns hat es doch verdient mit Respekt behandelt zu werden.
LG
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Hallo ihr lieben,
vielen Dank für eure lieben Worte. Ja es ist viel passiert die letzten Wochen. Leider mehr negatives wie positives. Aber gut es ist jetzt so. Es ist für die Angehörigen nur so schwer zu verstehen das die Betroffenen nicht aus ihrer Sucht raus kommen.
Ich bemerke bei meinem Mann zunehmend die Auswirkungen des Alkohols. Wahrscheinlich trinkt er schon viel viel länger so regelmäßig. Ich habe es nur nicht so wahrgenommen bzw. hat es unseren Alltag nicht beeinflusst.
Mein Sohn hat mir jetzt Sachen erzählt die ich nicht mitbekommen habe. Das macht mich unendlich traurig. Aber hätte ich mich früher getrennt? Ich weiß es nicht. Seit 3 - 4 Jahren habe ich schon immer mal über Trennung nachgedacht. Aber in dem damaligen Sanierungszustand hätten wir das Haus wohl nicht so einfach verkauft bekommen. Es war sicher ein Fehler aber damals war ich wohl noch nicht so weit.
Mein Mann baut zusehends ab. Vor allem geistig (habe ich zumindest das Gefühl). Er fragt ständig das gleiche. z. B. hat er mich jetzt schon mehrmals gefragt wie das ganze mit der Kontentrennung usw. vonstatten gehen soll. Ich erkläre es ihm, er sagt o.k. und am nächsten oder übernächsten Tag fragt er wieder.
Entweder ist es Desinteresse oder er kann es sich nicht merken. Er ist nicht mehr belastbar usw. . Allerdings kümmert er sich ja auch nicht um die körperlichen Belange.
Dieses sich um nichts selbst kümmern liegt sicher in seinem Charakter und er war auch noch nie anders. Aber ich verstehe einfach nicht das man dann nicht irgendwann doch mal damit anfängt wenn man merkt das es fast zu spät ist. Kann er nicht oder will er nicht.
Es tut so unglaublich weh. Die Erinnerungen an die schönen Zeiten und Momente und ihn dann heute zu sehen. Man hat ja doch sein halbes Leben gemeinsam verbracht.
Am WE waren meine Eltern bei uns (lange geplant) und er hat sich von seiner besten Seite gezeigt. Wenn Besuch da war hat er sich immer gekümmert. Meine Mutter sagte dann zu mir er wirkt nicht wie ein Alkoholiker. Und genau das ist. Unsere Freunde, meine Kollegen, seine Familie und meine Familie kennen ihn nur hilfsbereit, nett, lustig. Die können sich gar nicht vorstellen das er im Alltag anders ist bzw. geworden ist. Ich möchte da aber auch nicht alles preisgeben, macht man einfach nicht.
LG
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Hallo an alle,
ich habe hier zwischenzeitlich immer mal wieder reingeschaut aber nicht mehr geschrieben.
Ja ich habe mich einlullen lassen. Wir waren im Juli noch zusammen im Urlaub mit Freunden. Das hatten wir im letzten Jahr schon gebucht. Im Urlaub war auch alles super.
Vor dem Urlaub hatte er einen leichten Bandscheibenvorfall und war natürlich einige Tage ziemlich eingeschränkt. In dieser Zeit habe ich ihm ein wenig geholfen (Essen gemacht usw.) Tja uns so kam es halt.
Aber nun fing es an. Ich kam nach Hause und von 5 Tagen schlief er an dreien. Zwischendurch war er krankgeschrieben (Warum auch immer), hat aber im Homeoffice gearbeitet (er ist im AD tätig). Wenn ich dann kam und ihn weckte kam er kaum zu sich, schwankte, verwaschene Sprache usw. Alles klar. Gerochen habe ich nichts. Teilweise rief er mich am Tag an und klang auch am Telefon schon so. Jeden Tag ab Mittag bekam ich schon ein flaues Gefühl in der Magengegend aus Angst oder Furcht wie ist er heute drauf. Jetzt war auch klar das ich das nicht mehr aushalten werde ohne gesundheitlich Folgen.
Ich machte mir Sorgen, dachte auch an Burnout o.ä.. Aber am WE war er komischerweise normal und nach einem Streit auch mal 1-2 Tage.
Am 23.08.2022 haben wir uns so doll gestritten, ein Wort gab das andere, er war gemein ich war gemein. Er hat mich dermaßen gereizt. Da war ein Moment wo ich dachte ja ich kann verstehen warum Menschen im Affekt dummes tun. Ich war kurz davor. Ich bin dann raus (ich dachte ich ersticke vor lauter Wut).
Aber an dem Tag ging irgendwo in meinem Kopf ein Vorhang auf.
Das Haus wird verkauft, mein Sohn uns ich sind uns einig. Es macht für uns keinen Sinn es zu halten. Da ich meinen Mann auch auszahlen müsste ist das finanziell nicht machbar. Auch möchte ich in dem Haus nicht weiter wohnen. Für mich hat es kein Glück gebracht. Die Belastung wäre auf Grund der Größe auch dauerhaft zu viel. Es tut mir nur für meinen Sohn unglaublich leid. Er hat soviel Arbeit, Ideen und Geld mit investiert. Nun gut es ist so. Mein Sohn steht hinter mir und unterstützt mich mental sehr.
Mein Mann ist in der ELW, er möchte nicht ausziehen. Das ich den Abstand brauche kommt bei ihm nicht an. Montag wollte er noch einmal reden, ich habe ihm gesagt es gibt nichts mehr zu sagen. Gestern hatte er wieder Rücken. Ich bin nicht drauf eingegangen. Mir ist es am liebsten wenn er aus seiner Wohnung nicht rauskommt. Ab ca. 18 Uhr habe ich ihn dann Schnarchen hören.
Ja traurig ist es. Leider ist er nicht in der Lage sich um sich selbst zu kümmern. Seit Wochen fällt die SHG aus wegen Urlaub, Krankheit usw. Man könnte sich ja auch mal noch um eine zweite kümmern, so dass man vielleicht jede Woche oder regelmäßiger Treffen hat, nein macht man nicht.
Um seinen Rücken kümmert er sich auch nicht. Orthopäde, nicht gekümmert. Eventuell Rehasport beim Arzt erfragen, nicht gemacht usw.. Die Massagen werden es schon richten, selber muss man nichts tun.
Und genau wegen dieser Trägheit wird er es nicht schaffen. Er reflektiert sich nicht und ist nicht bereit an sich zu arbeiten.
Das wir alle gerade unser zu Hause verlieren macht ihn offensichtlich gar nicht betroffen.
Ich bin wirklich so fassungslos. Mir geht es mal besser und mal schlechter. Ich dachte anfangs wirklich ich liebe ihn noch aber mittlerweile merke ich schon das es eigentlich mehr Sorge ist. Er tut mir leid, weil ich ihn verlassen habe und er nun schauen muss wie er zurecht kommt und ich glaube auch dass er kurz vor dem endgültigen Absturz ist (Bauchgefühl)
Nun ja, ich habe vorgearbeitet. Die Konten sind ab 01.10.2022 getrennt. Die Versicherungen werden gerade alle entsprechend geändert, die Akten sind sortiert, am 05.09. gehe ich zum Anwalt zwecks Auszug von ihm usw. Der Beginn des Trennungsjahres muss ja irgendwo festgehalten werden.
Ich habe mich mit dem Gedanken an eine eigene Wohnung arrangiert und habe auch Pläne wie ich meine neu gewonnene Zeit dann gestalten werde. Mein Sohn wird auch damit klar kommen.
Sorry das ich mich so lange nicht gemeldet habe aber irgendwie habe ich mich auch ein wenig geschämt.
LG
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"Jeder Alkoholiker mag zwar seine unterschiedliche Geschichte aus der Vergangenheit haben, warum es zum Suchtverhalten gekommen ist, das wird schon so sein.
Aber es liegt allein in seiner Verantwortung, an seinem Willen, seine Erkrankung bekämpfen zu wollen, Veränderungen in seinem Leben herbeizuführen. "
So lange sich der alkoholerkrankte Mensch in einer Art "Opferrolle" aus der Vergangenheit sieht und der/die CO Abhängige diese bewusst oder unbewusst mit aufrecht erhält, ihre eigenen Anteile daran nicht erkennt und Verantwortung weiter übernimmt, wird sich leider nichts verändern.Den Fokus auf sich zu richten, ist das einzig Richtige.....was Anekan auch schrieb.
Hallo Christrose,
hier gebe ich dir uneingeschränkt recht.
Ich wollte hier auch keine Diskussion entfachen die am eigentlichen Thema doch irgendwie vorbeigeht. Aber die Antworten helfen einem ja doch den anderen und sich selbst besser zu verstehen.
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Hallo Anekan,
Sicher hat er auch Fehler gemacht. Keine Frage, aber damals vor mittlerweile 28 Jahren gab es noch nicht die Möglichkeit sich über Internet und Co. zu informieren so wie das heute der Fall ist.
Und sie hat ihm die Kinder nicht nicht gegeben weil sie ihm nicht vertraut hat sondern weil sie ihn fertig machen wollte. Ich habe die Kinder kennenlernen dürfen. 2 x hat er sie bekommen. Da konnten wir nur nicht wieder abgeben. Sie war nicht da und vergnügte sich wo auch immer. Leider war es damals und ist auch heute noch so das es vor allem den Frauen hier in Deutschland leicht gemacht wird, den "bösen Männern" eins auszuwischen.
Ich kann dir sagen wir haben Schulden aus seiner Ehe zurück gezahlt (sie konnte ja nicht arbeiten wegen der Kinder, ich musste es wegen der Schulden)
Als die Kinder studierten musste er den vollen Satz zahlen (ab 18 ja eigentlich beide Elternteile). Aber sie konnte ja immer noch nicht arbeiten wegen der Kinder usw. Aber das ist hier nicht Thema
Ich klinge hier sicher böse, aber stell dir mal vor du bekommst keinen Kontakt zu deinen Kindern weil dein Ex das nicht möchte. Du stehst immer wieder vor verschlossenen Türen. Du bringst Weihnachtsgeschenke hin und niemand macht auf obwohl sie da sind.
Jeder hat eine andere Vergangenheit. Und ich glaube niemand wird zum Alkoholiker weil er Spaß dran hat. Es gibt für Suchterkrankungen und auch z.B. für Depressionen, Angststörungen usw. meiner Meinung nach immer einen Auslöser.
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Nachvollziehbar, denn er hat ja mit Abwesenheit geglänzt.
Ich stand übrigens mehrmals dabei als er vergeblich losgefahren ist um seine Kinder abzuholen. Die Kinder haben am Fenster geschaut und er musste unverrichteter Dinge abfahren. Hättest du die Kinder mit Polizeigewalt abgeholt. Das Recht hätte er sicher gehabt.
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Oha, hier habe ich viele Parallelen gelesen...mein Ex hat auch eine "böse" Ex und eine Tochter, die man gegen ihn aufgehezt hat...hmmmm
Also bei allem Respekt, aber das kannst du glaube ich nicht einschätzen. Wenn ihm zB. nachgesagt wurde er würde keinen Unterhalt zahlen obwohl er es macht usw. dann ist das aufhetzen. Übrigens hat Sie einige Jahre nach dieser Trennung noch mal ein Kind bekommen. (Hier wurde erfolgreich eine bestehende Ehe zerstört, haben bei Schuld ist klar). Auch dieser Mann hat keinen Kontakt zum Kind. Komisch, ist bestimmt auch der Mann Schuld.
Es ist immer einfach immer alles den Männern in die Schuhe zu schieben. Ich habe jahrelang den Papierkrieg zwischen den Anwälten usw. mitbekommen. Also hier ist wirklich Zurückhaltung angebracht wenn man die wahren Hintergründe nicht kennt.
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Mein Mann hat natürlich auch einige Rückschläge in seinem Leben hinnehmen müssen. Am schlimmsten ist sicherlich der fehlende Kontakt zu seinen Kindern. Seit der Trennung von seiner damaligen Frau gibt es keinen Kontakt mehr. Sie hat es erfolgreich immer verhindert bis sein Vater zu ihm sagte er soll sich entscheiden sonst geht er daran kaputt. Es war die falsche Entscheidung. Er hat sie damals getroffen, damit seine Kinder dieses hin und her nicht
mitbekommen. Manchmal denke ich ob hier nicht vielleicht irgendwo der Auslöser zu suchen ist. Ich weiß es nicht. Der Tod des Vaters und letztes Jahr seines Bruders hat es auch nicht einfacher gemacht.
Ich habe in der Vergangenheit schon manchmal überlegt Kontakt zu seinen Kindern zu suchen (natürlich ohne sein Wissen). Nachdem was ich weiß ist es wohl so das die Kinder schlecht über ihn denken (nachvollziehbar, sie kennen ja nur die eine Seite). Finanziell ist er seinen Pflichten allerdings immer nachgekommen.
Ja hier ist sicher auch viel passiert was nie aufgearbeitet wurde.
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Hallo Achelias,
er hat die Entgiftung stationär gemacht und ist auch weiterhin in therapeutischer Behandlung. Diesen Schritt hat er von sich aus gemacht. Also er will sicherlich schon aber er bekommt es nicht hin. Mal salopp gesagt. Sagt sich für mich sicher einfach.
Ist es nicht möglich mit deinem Mann einen Plan aufzustellen (vorausgesetzt er ist richtig nüchtern!!!) und alle Konsequenzen zu erörtern, wo auch ihm klar wird, daß nicht nur dein, sondern auch sein gesamtes weiteres Leben auf dem Spiel steht?
Ich denke dass er das weiß und im Moment ist er vollkommen hilflos, planlos, geschockt usw.
Den Gedanken eine Beziehungspause von einigen Monaten einzulegen (natürlich mit räumlicher Trennung) und ihm die Möglichkeit einzuräumen sich in dieser Zeit zu finden, zu organisieren und trocken zu bleiben, ja den habe ich durchaus.
LG Grit
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Hallo in die Runde, gestern habe ich Papiere sortiert und einen Kassensturz gemacht.Ist niederschmetternd und macht mir Angst. Aber mein Sohn hört mir zu und nimmt mir ein wenig die Angst. Das hilft zwar aber die Sorgen bleiben trotzdem.
Morgen kümmere ich mich um einen Anwalt.
Am Freitag hat er mich gefragt ob wir es nicht noch mal probieren möchte. Ich habe ihm gesagt warum ich davon überzeugt bin das es nichts wird. Irgendwann meinte er er holt sich eine Pizza. Als er zurück kam bin ich gerade mit dem Hund zurückgekommen und ihm an der Tür begegnet. Eine Pizza hatte er nicht in der Hand. Aber getrunken hatte er. Ja was soll ich sagen ich war nicht traurig oder enttäuscht oder so, da war gar nichts. Gestern ging es mir gut, war noch bei meinen Eltern und habe es ihnen gesagt. Während der Autofahrt habe ich laut Musik gehört und war, ja zufrieden würde ich sagen
Heute geht es mir wieder nicht so gut.Ich Weine viel. Gerade sitze ich allein im Garten. Ich weiß gar nicht warum ich so traurig bin. Außer Fernseh schauen oder so hätte wahrscheinlich eh nichts stattgefunden.
LG
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Viele Beziehungen scheitern auch dadurch, das der Alkoholiker trocken wird, der Co aber weiterhin in seiner Co Rolle bleibt.
Ein trockener Alkoholiker will nicht betüdelt, kontrolliert und dauernd befragt werden, sondern wird versuchen, sich wieder ein autarkes Leben aufzubauen.
Ich kenne es nur so, auch aus Gesprächen mit anderen Betroffenen.
Er will losgelassen werden vom Co, bzw. vom Co Verhalten.
Das bedeutet nicht, das er die Beziehung nicht mehr will, aber eben Co Verhalten nur noch schwer bis gar nicht für ihn zu ertragen ist.
Liebe Sunshine,
das hast du in einer anderen Diskussion geschrieben.
Ich habe meinem Mann gestern in dem Gespräch gesagt, vielleicht kommt er in neuer Umgebung ohne mich und meinen Einfluss sogar besser zurecht. Das konnte er so zwar nicht verstehen. Aber ich habe schon das Gefühl das ich ihm zumindest momentan nicht mehr gut tun würde, da ich ja doch eine gewisse Erwartungshaltung habe und vom Typ her auch so bin, Bücher und Co. organisiere und mich dann ärgere das er sie nicht liest usw.
Also die letzten Tage hier habe ich ganz klar erkannt das ich Co-Abhängig bin. Mir war vorher gar nicht bewusst was genau die Definition dafür ist.
Wenn nächste Woche die Dame von der Sucht-Beratung anruft werde ich auf jeden Fall einen Termin ausmachen. Passt zwar momentan eigentlich gar nicht zeitlich aber muss wohl sein.
LG
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Hallo in die Runde,
ich hatte gestern mit meinem Mann noch ein sehr gutes Gespräch.
Ich glaube so langsam wird ihm bewusst dass ich es tatsächlich durchziehe.
Einen neuen Therapieversuch möchte er nicht in Angriff nehmen, er sagt er schafft es auf jeden Fall. Gut seine Entscheidung. Ich wünsche es ihm wirklich von ganzem Herzen.
Bis Ende nächste Woche hat er Zeit sich zu überlegen wo er/wir eine Wohnung suchen. Wir haben beide großes Interesse an einer ruhigen und vernünftigen
Abwicklung der ganzen Angelegenheiten. Hoffentlich klappt das auch alles.
Einen Termin bei der Bank habe ich. Die nächsten Tage werde ich mal versuchen einen Termin bei einem Anwalt zu bekommen. Hinsichtlich des Hauses muss ich mich auf jeden Fall beraten lassen. Gestern habe ich angefangen unsere Papiers zu sortieren.
Auch wenn das mancher hier etwas anders sieht so bin ich trotz allem der Meinung wenn beide Seiten vernünftig sind dann kann man dem anderen auch bis zum Schluss noch etwas unter die Arme greifen. Ich habe es fast 30 Jahre gemacht da kommt es jetzt auf 1 oder 2 Hilfsangebote auch nicht mehr an.
Und ich sehe es trotz allem als Krankheit. Mein Mann war mir gegenüber nie wirklich böse und ich wünsche ihm nicht schlechtes.
LG Grit
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Früher habe ich oft zu mir gesagt, wenn er doch nur ein Arschloch zu mir und den Kindern wäre, dann wäre ich sofort weg. Oder gewalttätig.....Aber diese zwei Gesichter machen es mir sehr schwer ihn AUFZUGEBEN. An den schlimmen Tagen bin ich soooooo wütend. Und dann ist da wieder der liebe Mensch den ich geheiratet habe und ich hoffe wieder.
Hallo Petra,
genau das ist es. Diese 2 Gesichter. Das macht es so schwer. Aber auch ich habe mir eingestanden das es immer so weiter gehen wird. Auch bei mir ist es noch ganz frisch das ich für mich die Entscheidung getroffen habe mich zu trennen. Und ich kann dir sagen ich zweifle fast stündlich an meiner Entscheidung. Immer wieder frage ich mich ob es nicht doch an mir gelegen hat. Aber wenn man hier liest stellt man fest das genau das die Co-Abhängigkeit ausmacht. Die Selbstzweifel, die Schuld bei sich selber suchen, immer wieder Hoffnung schöpfen, den Versprechungen glauben usw.
Ich hoffe du triffst für dich und deine Kinder die richtige Enscheidung.
LG Grit
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Ich habe damals in Bezug auf die Wohnung für den trinkenden Vater meiner Kinder (ich hab sie ihm organisiert damit ich ihn dorthin raus werfen konnte) so ähnlich gehandelt wie du und so wie du deine Situation erzählst, kann ich total gut nachvollziehen warum du so handelst.
Ich hab meine Mutter damals auch in die Psychiatrie geschafft und ihr Leben in die Hand genommen - höchst übergriffig ja! Aber notwendig für meinen Seelenfrieden. Danach konnte ich loslassen denn ich habe alles getan, was in meiner Macht stand.
Ich glaube dir geht es da mit deinem Mann ähnlich, es geht drum, dass du mit dir selbst im Reinen bist und möglichst schnell räumlichen Abstand herstellst.Danke, du verstehst mich. Genauso ist es. Je mehr ich jetzt tue umso schneller habe ich Ruhe und kann nach vorn schauen.
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Für alles weitere ist ER zuständig, nicht DU!
Es ist für mich auch übergriffig, was Du da tust. Du hast nicht über einen anderen Menschen zu befinden, was für ihn gut ist und was nicht.
Und hast ihm auch nix aufzudrücken.
Hallo,
ich drücke es ihm nicht auf sondern rede vorher mit ihm. Natürlich muss er einverstanden sein. Wie soll ich denn Abstand gewinnen wenn er um mich ist und nichts tut. Verrate es mir bitte.
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Hallo Harry1,
ja du hast sicher recht.
Das beste für mich wäre sein schneller Auszug und damit Abstand. Ich weiß aber dass er es nicht macht. Solange er nicht ausgezogen ist hänge ich aber irgendwie immer mit drin. Deshalb tue ich das auch wenn das in euren Augen falsch ist.