Beiträge von PetraPetra

    Hallo, ich bin gerade sprachlos. Du hast über jedes Maß hinaus versucht ihm zu helfen. Es macht mich sehr traurig was du dir schon alles gefallen lassen hast. Können dir denn nicht die Eltern von ihm helfen? Die müssen doch das alles mitbekommen. Frauenhaus? Du musst da raus, ein wunder das dir noch nichts passiert ist.

    Nö passt schon, ist interessant beide Seiten zu sehen.

    So dachte ich es auch. Wollte nun erst mal deine Reaktion abwarten ob du es so siehst wie achelias.

    Erstmal möchte ich dir ein Kompliment machen, denn nur wenige Männer können sich in den Wechsel einer Frau hineindenken oder haben es auf den Schirm. Ja, es ist echt eine Berg-und Talfahrt im Wechsel. Jede Frau geht damit anders um. Alkohol ist leider der falsche Weg und das versucht/oder wollt ihr eurer Frau klar machen. Das mit dem Brief finde ich eine richtig gute Sache. Vielleicht formulierst du ihn in der Ich-Form. Was dich stört. Ob du was ändern könntest damit es ihr besser geht. Vielleicht bittest du sie auch die Antwort oder ihre Gedanken in einem Brief zu formulieren? Könntest du dir das vorstellen?

    Ich kann sehr gut nachvollziehen dass du zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht an Trennung denkst oder sogar damit drohst. Wichtig ist nur, dass sich etwas verändert. Sonst wird die Unzufriedenheit immer schlimmer und von Jahr zu Jahr wird alles schwieriger.

    Ich schreibe hier ja aus meiner Sicht, Petra.

    Andere mögen anders über die Sache denken und ich höre mir auch gern die Sichtweisen anderer an.

    Ich weiß, und ich schätzte deine Sicht immer sehr!!!

    Dann würde ich es gleich mit einem Gespräch inkl. der Erwähnung von Konsequenzen versuchen, wenn der Kranke sich nicht helfen lässt.

    Keine Vorwürfe oder Drohungen, sondern mit der Klarstellung, das Alkoholismus eine Krankheit ist und keine Willensschwäche.

    Das wäre eine Möglichkeit!!

    ch sehe allerdings bei so einem Gespräch mit alkoholkranken Frauen mehr Chancen, sie zu erreichen, als bei Männern. Mag ein Vorurteil sein, aber ich habe das Gefühl, Frauen können eher ärztliche Hilfe annehmen,

    Da bin ich auch deiner Meinung. Auch wenn ich nicht verallgemeinern will!!! :lol::roll:

    Sehe ich ja jetzt bei mir. Ich habe auch so meine Probleme, benenne sie und hole mir Hilfe!!!! Das kann mein Mann nicht!!! Auch beruflich bemerke ich immer wieder das sich da Frauen leichter tun. Wobei sich das gerade wendet. Die heutige Generation ist das mittlerweile wesentlich offener.

    Es wird hier zu Gesprächen geraten...kann man versuchen, Ja.

    Aber jeder CO, der das alles schon x- mal durch hat, weiß, das Gespräche meist nix bringen.

    Ebenso wenig drohen, betteln, weinen, flehen, rumschreien etc.

    Ja, Sunshine, da hast du schon recht! Jedoch wenn ich es richtig verstanden habe hat Irrwitzer noch keine Gespräch geführt. Die Tochter bemerkte es erst vor kurzem. Ich finde da ein Gespräch schon noch Sinnvoll.

    Und das sage ich jetzt nicht weil ich eine Co bin. Klar sollte er zuvor darüber nachdenken was er sagt. Beim ersten Gespräch geht es doch erst einmal darum das der Betroffene/Süchtige nun weiß. dass die Familienmitglieder wohl bemerken was los ist.

    Es sei denn, der Alkoholkranke ist schon zu einer Krankheitseinsicht gekommen und ist bereit, sich professionelle Hilfe zu holen.

    Sollte sie dann bei dem Erstgespräch zur Einsicht kommen kann man ja die weiteren Schritte besprechen. Sollte es nicht der Fall sein, hat Sunshine vollkommen recht!

    Mir fällt immer wieder auf, das CO-Abhängige nicht begreifen können, das man als süchtiger Mensch nicht mehr die Wahl hat zwischen Trinken und Nicht-Trinken, der Alkohol diktiert längst den Tagesablauf.

    Ich glaube wohl dass einige Co begreifen, dass der süchtige Mensch nicht mehr die Wahl hat zwischen Trinken und Nicht-Trinken. Dies ist eine Verallgemeinerung!!! :?

    Ja, wir Co sind in manchen Dingen durch unsere Hoffnung gefangen. Aber genau wie der Süchtige weiß dass er ein Alkoholproblem hat oder auch nicht, wissen manche Co`s auch, das man den Süchtigen nicht helfen kann ohne Einsicht

    Im Fall Irrwitzer, wenn ich es richtig verstanden habe, ist alles erst jetzt zum Vorschein gekommen. Da muss ja dann irgendwie eine Kommunikation statt finden, oder?

    Nur meine Meinung, auch als noch Co-Abhängige mit ganz klarem Verstand! :)

    Ich überlege gerade was er sonst machen könnte, wenn nicht das Gespräch suchen? Mir fällt nichts ein????

    Das Problem ist wie kommt man ins Gespräch ohne dass das ganze in Vorwürfe und Streit ausartet.

    Am besten bei so ein Gespräch bei sich bleiben. In der Ichform reden. z.B. es macht mich traurig wenn du so viel trinkst weil ich das Gefühl habe du bist dann einen ganz andere Frau. Ich wünsche mir, dass du versuchst nichts mehr zu trinken.

    Vor allem bringt es rein gar nichts das Gespräch zu suchen wenn sie schon etwas getrunken hat.

    Richtig, da ist es am besten ihr aus den Weg zu gehen. Ich sage immer, wenn du was getrunken hast möchte ich nicht mit dir reden. Das macht ihn wütend obwohl wir das so vereinbart haben. Ich drehe mich dann um und verlasse die Situation. Für mich nicht immer leicht, da ich dadurch auch manchmal nicht genau das machen kann wozu ich gerade Lust habe. Weil er im gleichen Raum ist.

    Unsere Kinder sind zwar schon erwachsen aber es ist trotzdem schlimm zu sehen wie sich immer mehr von ihr abwenden weil es sie anwidert ihre Mutter angetrunken und streitsüchtig zu erleben.

    Auch diese Situation kenne ich, es bricht mir oft das Herz! Leider sind wir schon soweit gewesen das es richtige Streitgespräche zwischen unseren erwachsenen Kindern und meinen Mann gegeben hat. Ich dachte, es würde helfen wenn er sieht das es nicht nur meine Wahrnehmung, meine Einschätzung und meine Meinung ist. Der Schuss ging nach hinten los. Seit seine Kinder wissen was los ist, ihn ganz klar darauf ansprachen, eskalierte alles. Und jetzt gibt es keine Hemmschwelle mehr. Jetzt ist es ja eh schon egal. So kommt mir das vor. Zuvor konnte er es sehr gut vor den Kindern verheimlichen. Heute bereue ich den Schritt.

    Bei dir weiß die Tochter es ja schon. Sollte sie das Bedürfnis haben bei dem Gespräch dabei zu sein, lass sie. Denn meine Erfahrung sagt, sie wird sich sowieso angegriffen fühlen. Egal wie behutsam du an die Sache herangehst.

    Aber sprich es an, bleich da dran und schone sie nicht!

    Desto länger sie trinkt desto schwerer wird es wohl aufzuhören. Vielleicht habt ihr dadurch eine gute Chance es zu wenden. Vorausgesetzt sie möchte es. Denn nur sie kann was verändern!

    Hallo Irrwitzer,

    Meine Frau ist zu Hause und kümmert sich um ihren Vater (der aber noch sehr selbstständig ist) und um´s Haus und das ganze drumherum. Also eigentlich kein Stress und keine Sorgen möchte man meinen.

    Auch das kann ganz schön stressig sein. Bestimmt macht sie sich auch Sorgen. Dennoch ist das keine Grund zu trinken. Aber wie es mir scheint ist es ihr Ventil!

    Ich liebe meine Frau und erhoffe mir hier ein wenig Austausch und vielleicht Hilfestellung von Betroffenen

    Ich liebe meinen Mann auch immer noch, obwohl er schon lange trinkt. Austausch finde ich sehr wichtig und hilfreich.

    Ich selbst bin auch erst knapp vier Wochen hier. Ich lese sehr viel in diesem Forum, sowohl bei den Trockenen Alkoholiker und natürlich bei den Angehörigen. Ich habe mir schon sehr viele Lebensgeschichten hier durchgelesen. Mir hilf es zu verstehen. Nicht nur wie mein Mann tickt sondern auch wie ich ticke.

    Liebe Grüße Petra

    Hallo Sam,

    wie genau ich das alles kenne. Genau das Thema hatten wir heute wieder, wenn ich arbeiten gehe bin ich doch kein Alkoholiker. Eins habe ich hier gelernt, solange der Partner es selbst nicht einsieht kann man nichts dagegen machen. Diese Hilflosigkeit zerrt an den Nerven. Irgendwie hört sich deine Geschichte/Leben sehr identisch nach unserer Geschichte an. Dieses schon immer trinken, aber nicht zu viel, er liebt mich und ist ein guter Mensch! All das habe ich in meiner Vorstellung auch so geschrieben. Ich selbst habe keine Hoffnung mehr das die Einsicht noch kommt. Ich wünschte es mir so sehr. Auch ich weiß nur dass ich so nicht weiter leben will. Ich freue mich, mich mit gleichgesinnte auszutauschen. Irgendwie fühlt man sich nicht ganz so verlassen...... :wink:

    Ich beschäftige mich seit längerem (nicht erst seit ich mich hier angemeldet habe) mit dem Thema Alkohol und die Angehörigen. Intuitiv habe ich schon den richtigen Weg eingeschlagen. Auch wenn es sich für den ein oder anderen hier nicht so anfühlt. Ich gehe in meinem Tempo! ABER was ich, seit ich hier lese, immer mehr begreife, ist: ich muss bei mir bleiben. Und ich übe.....und ich mach das richtig gut!!! Sogar in der Woche Urlaub war das so. Meinem Mann verwirrt das, das bemerke ich. ABER auch das ist mir gerade egal. Er hat die Urlaubswoche (aber ist ja nichts Außergewöhnliches) nichts getrunken. Auch die Woche danach nicht. Und sogar die ersten zwei Tage nach dem Urlaub. Ich rede wie ein Mantra wenn er mich frägt: es ist deine Sache, du musst das wissen, usw.

    Er meinte zu mir im Urlaub, ich merke du liebst mich nicht mehr, du hast kein Interesse mehr an mir. (Ich gehe nicht darauf ein. Auch dieses Spiel lasse ich mich nicht mehr ein. Ich habe nur gesagt, dass sich in mir gerade etwas verändert) Ich habe mich verändert. Ja, mir gefällt die neue Petra, genau so habe ich ihm das dann auch gesagt. Sein Schema "F" funktioniert bei mir nicht mehr, dass verwirrt ihn.

    Ich liebe ihn noch, nur nicht mehr so stark. (sage ich nur hier) Ich weiß, das kann sich wieder ändern. Aber nur wenn er was verändert. Aber das kann nur er......das habe ich begriffen. Ich mache keine Vorschläge mehr wie wir was verändern. Ich verändere mich und mein Handeln. Denn nur darauf habe ich Einfluss. Ja, ich bin noch Co, aber ich mache mich auf den Weg es nicht mehr zu sein. Ich habe auch keine Hoffnung mehr. Und auch wenn er an sich arbeitet ist das noch ein langer Weg. Auch diese Thema hatten wir vor zwei Jahren. Er ist krank und das geht heilt nicht nur weil er mal wieder eine gewisse Zeit nichts trinkt.

    Ich habe Ängste, ja, und die muss ich Stück für Stück abbauen.

    Gestern sah ich mir das Interview mit Julia Maria Kessler an, ich lese hier viel im Co-Bereich, auch Texte die schon den Weg gegangen sind. Aber auch in anderen Bereichen. All das hilft mir gerade vieles zu verstehen. Mich meine vergangenen Handlungen aber auch die Handlungen meines Mannes. NEIN.....ich bleibe trotzdem bei mir! Aber mir hilft auch das.

    Es ist nicht einfach sich mit dem Vergangenen, seiner vergangenen Handlungen oder nicht Handlung zu beschäftigen. Es schmerzt, oft mache ich eine Pause....weine....denke über dieses und jenes nach.

    Ich habe vorgestern meinen Kinder erzählt, dass ich in einem Forum bin und mich mit dem Thema Co beschäftige.

    Gestern hatte ich das Gefühl, ich möchte mit meinen Kindern über ihre Gedanken sprechen. Haben sie mehr mit bekommen als ich denke, als sie es mir sagen? Rede ich mir so manche Dinge schön? Es schmerzt.....es tut weh.....Tränen fließen.....aber ich stell mich all dem, ich werde nichts mehr verdrängen oder schön reden!!!!!! Es ist mein/unser Leben unsere Vergangenheit! Die Vergangenheit kann ich nicht ändern aber die Zukunft. Ich bin gerade sehr dankbar das ich mir die Auszeit gegönnt habe! Ich habe Zeit zu lesen, Zeit mir meine Gedanken in meinem Tempo zu machen. Ich kann trauern, ich kann genau das machen was ich Jahrzehnte verdrängt habe. Ich habe immer nur funktioniert!!!!

    Ich finde die Vorstellung, daß ein Therapeut sowohl die Co-Abhängige als auch den Abhängigen betreut, ziemlich schräg.

    Eigentlich dürfen die Therapeuten das nicht. Ich wollte mal meinen Mann zu meiner ehemaligen Therapeutin schicken. Also ich hatte meine Therapie abgeschlossen. Sie lehnte ihn ab mit der Begründung, Interessekonflikt und Neutralität wahren. Er(mein Mann)musste zu ihrer Kollegin!

    Hallo Schwesterherz,

    ich habe mich heute durch deine Beiträge gelesen und ich finde es bewundernswert wie du das jetzt durchziehst. Ich kann deine Bedenken sehr gut nachvollziehen. Du/Ihr lebt 1 1/2 in der gleichen Wohnung und es klappte sehr gut. Dennoch ist es im Grunde wie bei meinem Mann, er kann sich ein Leben ohne sein Bierchen nicht vorstellen. Was soll sich dann verändern. Im Grunde würde es von Zeit zu Zeit immer wieder kracken. Vielleicht würde es auch irgend wann schlimmer. Bleib auf deinem Weg. Ich wünschte ich wäre schon so stark.

    Es geht also hier auch um ein GEFÜHL, nicht nur um ein einfaches Getränk, was ich mal eben durch Wasser austauschen kann und fertig.

    Hallo Cadda,

    ja, es ist nicht zu vergleichen. Im Grunde ist jede Erkrankung nicht zu vergleichen. Wenn es für denjenigen schlimm ist oder zu Einschränkungen kommt....dann ist es ihr/sein LEID!!! Es gibt immer schlimmeres. Ich selbst mag Grundsätzlich keine Vergleiche. Ich glaube die Sucht....egal welche....loszulassen ist immer schlimm.

    Es ist erstaunlich, dass viele Klassenkameraden es offensichtlich als normal ansehen, sich jedes Wochenende zu besaufen

    Ja, genau so ist es......es wird doch als NORMAL angesehen....Selbst ich als Erwachsen muss mich oft erklären warum ich nichts trinke.....verkehrte Welt!!!

    Ja, da hast du Recht.....Putzen und Sortieren macht kein Spaß......ich überlege gerade was ich in solchen Momenten mache.....Trash TV.....da muss ich nicht viel denken.....und ab und an muss ich lachen....Doofe Idee, aber vielleicht hilft es die Zeit bis zum schlafen gehen rum zubekommen.... :lol::lol:

    Hallo NudelTante,

    ich habe mir gerade die Zeit genommen um hier alles rückwirkend durchzulesen. Ich muss das alles gerade erst einmal sacken lassen. (um dann evtl. noch zu DEM einen oder ANDEREN meinen Senf dazuzugeben) Ich finde es sehr schade dass du gehst. Aber ich kann nachvollziehen warum du dich dazu entschlossen hast. Denn wenn man mitten drin steckt ist das alles echt hart hier. Geht mir genauso!!!!!!

    Ein Spruch hat mir aber gefallen: ich glaube es war von Hanseat: Eine SHG ist nur gut wenn es weh tut! Darüber werde ich auch nachdenken.