Beiträge von Bolle

    auf gar keinen Fall am Status quo rütteln

    Der Status quo ist nun mal der supergau

    Also 0 Kontakt

    Schlimmer kanns ja nicht werden.

    Ich persönlich würd es wagen,denn irgendwie gehts dann weiter.

    Wenn nicht hat man Gewissheit und damit kann man besser leben

    So sehe ichs

    LG Bolle

    Hallo Berta

    Wie wäre es wenn du deiner Tochter einen Brief schreibst?

    Eine riesige Herausforderung und bestimmt sehr sehr schwierig.

    Sie sollte wissen wie du dich fühlst, das du trocken bist und auch lange Zeit warst.

    Das könnte eine Chance sein den supergau eventuell ein wenig zu entspannen.

    Wie sie damit umgeht bleibt offen, aber es könnte in deinem Leben ein Meilenstein sein.

    Das sind jetzt nur mal meine Gedanken dazu.

    Es wird eine Menge Mut nötig sein,aber den haste

    LG Bolle

    Hallo Zoe

    Ich möchte dir auch Mut machen und dir ein Lied mitgeben aus meiner Anfangszeit.

    Es ist ein Kampf am Anfang,aber er lohnt sich.

    Dieses Lied hab ich damals sehr oft gehört und gefühlt literweise Tränen vergossen.Und auch heute noch ein Kloß im Hals beim hören.

    von den toten hosen:steh auf!

    Du bist am Aufstehen,bleib dran,du schaffst das.

    Hier im Forum hast du Mitstreiter und Beispiele das es geht.Es wird von Tag zu Tag und woche zu Woche besser.

    LG Bolle

    Vergangene Woche war ich das erste Mal bei der örtlichen Selbshilfegruppe: Prima - bleibe ich dabei!

    Das ist schon sehr gut.also eine bessere Vorgehensweise als vorher. Das wird dir helfen stabil zu bleiben.

    Dort kannst du auch über deine Unzufriedenheit reden und Anregungen mitnehmen.

    Und hier unsere online Gruppe ist auch immer da.

    Mir hilft das,die Aufmerksamkeit und Achtsamkeit zu erhalten.

    Wenn die Alkoholkkrankheit nur so nebenher läuft und dann in Vergessenheit gerät, macht sie sich selbstständig.

    Mir ist es leider auch oft so ergangen und ratzfatz wars passiert.

    Du hast die reisleine gezogen und das ist toll. Bleib dran, mach deine Therapie und lies hier mit.

    LG Bolle

    Hallo sinhue

    Versuch mal den Druck rauszunehmen, den du dir selbst machst. Ich hab auch immer noch Schlafprobleme ,nach vielen trockenen Jahren. Vertrau deinem Körper und wenn dann auch mal nur 4 Stunden sind,schaffst du das auch.der Körper war lange dran gewöhnt den Stoff zu bekommen. Jetzt gibts nix mehr und er rebelliert. Das gibt sich.

    Ohne Alkohol bist du viel leistungsfähiger und verkraftest weniger Schlaf ganz gut.

    Dein Körper nimmt sich den Schlaf ,wenns nötig ist. Hab Geduld, das wird sich bessern

    Lg Bolle

    Hallo Dagmar

    Mir scheint es auch so,als wolltest du zuviel auf einmal machen,das stresst und nimmt dir Kraft. Zufrieden trocken werden kann man nicht erzwingen auch wenn du jeden Tag in eine Gruppe gehen würdest.

    Bei mir hat das sehr lange gedauert, bis ich es fühlen konnte. Jahre. Schritt für Schritt weitergehen ohne gleich ein Ergebnis erwarten zu wollen. Eins nach dem anderen. Eine Verhaltenstherapie in Eigenregie halte ich für nicht machbar.

    Bleib dran,dir einen Therapeuten zu suchen,auch wenn es Wochen oder Monate dauert. Und eine andere Gruppe?

    Es gibt sehr viele.einfach mal austesten.

    Was unsere Gruppe hier betrifft kann ich nur sagen,schreib deine Gedanken, Ängste, Zweifel hier rein.täglich.das wird dir beim Neustart helfen und sortieren.

    Grübeln und dauernd nachdenken, durch Bewegung zu ersetzen hat mir persönlich gut geholfen.

    Bleib dran, auch mikroerfolge sind wichtig auf dem Weg

    LG Bolle

    Was ist richtig für mich, was brauche ich. Ratlos…

    Habe schon von Suchtberatung und auch Psychiater jeweils eine Empfehlung von Klienten / Patienten bekommen…und für nicht passend gefunden.

    Das ist die große Frage. Manchmal weis man ja garnicht was richtig für einen ist.

    So ging es mir öfters. Nicht passend?woher wollte ich vorher wissen was passend ist für mich.habe mich auch gesträubt in die lz zu gehen. Heftig.

    Als ich dort war,war es okay. Vorher waren tausend Zweifel.

    Letztlich hat es mir geholfen weiterzukommen.

    Hallo Achilles

    Das Belohnungssystem sucht Ersatz.

    Gutes Essen hilft :lol: und gutes tun ebenso anderen und vor allem sich selbst.

    Und jetzt im Sommer öfters mal ein dickes Eis :wink:

    Mal überlegt aufs dampfen umzusteigen?

    Neues Hobby, etwas gesünder.

    Lg Bolle

    Hallo Dagmar

    Gut das du geschrieben hast. Das ist mutig und hilfreich. Sehr wenige bringen diesen Mut auf. Deine Gefühlslage verstehe ich sehr gut.Hatte selbst schon viele Rückfälle. Den Weg einer weiteren Reha würde ich dir empfehlen. Raus aus der Arbeit, raus von zu Hause, raus aus dem Umfeld und mit professioneller Hilfe einen Neustart beginnen. Lass dich krankschreiben, es geht um dich und nicht darum was andere denken.du bist krank.fertig.

    Ich selbst war schon mehrmals in langzeittherapie und bin gestärkt dort herausgekommen. Im geschützten Raum kann man zu sich kommen, genesen und man ist auch nicht allein und fühlt sich als Einzelkämpfer, wird verstanden und kann Kraft tanken. Bleib weiter mutig und geh deinen eigenen Weg.

    Du weißt ja wie schön es ist abstinent zu leben.um dorthin zu kommen brauchts Mut, belastendes hinter sich zu werfen, auch Wenn's die Arbeit ist.

    Du hast den Mut. Wie elly schrieb,Krönchen richten und losgehen.

    Ich drück dir fest die Daumen

    Bolle

    Als ich vor knapp einem Jahr hier ankam,konnte ich mit dem Begriff EKA nichts anfangen,hatte keine Ahnung und las viel darüber in der Folgezeit. Das hat mich lange beschäftigt und umgetrieben.

    Hab 3 erwachsene Kinder. Einfach so drüberwegzusehen ist auch nicht mein Ding. Hinschauen, auch wenn es schmerzhaft ist,muss sein.so habe ich es in den Therapien gelernt.

    Habe mit allen drei gesprochen und das genauso gesagt,wie oben beschrieben. Und angeboten zu jeder Zeit in Zukunft darüber zu sprechen, wenn sie wollen.

    Mein ältester hat darauf einige Sachen von früher erwähnt,wie es für ihn war.

    Ich hab mich geschämt und auch entschuldigt, nicht glatt gebügelt sondern angenommen. Wegdrücken und kleinreden bringt mir nix.

    Ich kann nur dafür sorgen,das das Vergangenheit bleibt und sich nicht wiederholt. Mit den Jahren ist wieder Vertrauen gewachsen und Respekt voreinander.

    Das hat sehr lange gedauert, denn ich hatte alles verspielt,durch die sauferei.

    Die Fehler von früher nicht wiederholen ist alles was ich heute noch tun kann.

    Trockenbleiben komme was wolle.

    Bolle

    eben war ich einkaufen. Wie immer im ld..

    Ich ging auf die Wägelchen zu,und in dem einzigen das ohne Pfand ging lag eine Weinflasche. Dachte zuerst, so eine Unverschämtheit. Dann sah ich das die Flasche noch ungeöffnet war.die hat jemand in der Eile vergessen. Die Frau die mir eben entgegen gekommen war saß schon im Auto und wollte losfahren. Ich beeilte mich und winkte mit der Flasche. Sie war hocherfreut, das jemand ihr Versehen bemerkte und die Flasche zurückgab. Sie war garnicht zu bremsen mit dankeschön etc.ich hab mich mitgefreut. Im Laden dachte ich bei mir:Ach du bist ja Alkoholiker, garnicht bemerkt 😅

    Damit will ich denjenigen, die noch am Anfang ihres neuen Lebens stehen und unsicher sind,ob das immer so schwer bleibt sagen:nein,es wird leichter,manchmal vergisst man es sogar.

    Die Abstinenz gehört zum neuen Leben dazu, ist integriert in den Alltag.

    Damit kein spitzfindiger auf die Idee kommt bei dem Ausdruck vergessen, denn eine Achtsamkeit und Aufmerksamkeit auf seine eigenen Verhaltensweisen sollte man nicht vergessen.

    Grüße Bolle

    Erst wenn sich mit den Jahren Zufriedenheit mit dem eigenen Schicksal einstellt und man sich trotz der Diagnosen eine Handlungsfähigkeit erarbeitet hat, dann kommt wieder Ruhe rein. Ruhe und Akzeptanz. Dann werden Begrifflichkeiten nämlich nebensächlich.

    Genauso sehe ich das auch,Linde, da hast du den Nagel auf den Kopf getroffen.

    Manches wertfrei zu sehen oder zu betrachten hilft sehr gut.

    Gelingt halt nicht immer, auch bei mir nicht :lol:

    da hast du Recht, Vertrauen muss aufgebaut werden,das ist nicht von Anfang an da.mir hilft dann immer der Blick auf mich selbst. Ich habe mir auch nicht so richtig getraut. Dann hab ich mich getraut und gewagt loszugehen. Öfter hingefallen und wieder aufgestanden.

    Langsam habe ich verstanden, was ich mich lieber nicht trauen sollte, siehe Grundbausteine.

    Die hatte ich nicht so präsent, wie sie hier im Forum stehen. Auch mein Notfallkoffer war nicht gut ausgerüstet.

    Daher bin ich sehr oft auf die Schnauze gefallen.

    Die neuen die hierherfinden wissen oft garnicht zu schätzen wie umfangreich hier die Hilfe zur Selbsthilfe ist.

    Mühsam musste ich mir Stück für Stück zusammensuchen,mit Rückfällen gepflastert.

    Einige hätte ich mir bestimmt sparen können. Vielleicht war ich noch nicht soweit, wer weiß.

    Grüße Bolle

    Man muss mir Gelegenheit geben, auch wenn ich "Faxen" mache. Man muss mich ernst nehmen.

    Hi Achelias

    Genauso mache ich das bei dir.ich nehm dich ernst. Und wenn du Faxen machst (ellenlange Diskussionen über des Kaisers Bart oder Wortbedeutungserklärungen)

    nehm ich das auch hin.geht doch :wink:

    Öfters werden im Forum Hinweise oder Ratschläge nicht ernst genommen, hinterfragt oder auch einfach ignoriert.

    Ich fragte mich schon einige Male warum nur.

    Im Laufe der oft jahrelangen sauferei verliert man das Vertrauen. Erst das Selbstvertrauen, denn wenn man stets versucht weniger oder garnicht zu trinken und es gelingt nicht,traut man sich letztendlich selbst nicht mehr. Das kenne ich bestens von mir selbst.

    Heute nur 4 Bier. Doch es wurden 8.

    Dieses Wochenende fällst du nicht aus der Rolle. Trotzdem voll.

    Reiß dich zusammen, fehlende Stunden.

    Diese Dinge kennt jeder Abhängige der hier reingeschaut. Das Vertrauen geht gegen 0.

    Das muss nach und nach wieder wachsen, oft jahrelange Arbeit.

    Wenn nun jemand,der schon einige trockene Jahre hinter sich hat einen Hinweis gibt,hier oder da besonders vorsichtig zu sein, wäre es doch klug es zu versuchen, trotz Bedenken, trotz Misstrauen. Was kann schon passieren?

    Anfangs ist es schwer, neue Wege zu finden und zu gehen.

    Hier sind Wege beschrieben und Leute die ganz gut darauf unterwegs sind.

    Einfach mitgehen und sich auch helfen lassen wollen. Neues Vertrauen fassen in sich selbst durch jeden nüchternen Tag.

    Und es funktioniert doch!

    In früheren Zeiten war ich auch ein Zweifler und glaubte das schaffst du nie.

    Ein Leben ohne Alkohol, unmöglich.

    Und es geht doch.und zwar sehr gut. Man muss sich halt trauen loszugehen und unterwegs wird es leichter, schöner.

    Vertrauen wächst durch tun.probieren.

    Was hat man zu verlieren, wenn man aus dem Alkoholkarussel aussteigt. Nur den Stoff der soviel Unheil anrichtet bei den Betroffenen und deren Umfeld (Familie)

    Zu gewinnen gibts ein besseres Leben.

    Ich wünsche allen Lesern den Mut loszugehen und zu vertrauen.

    Gruß Bolle

    Ach Elias

    Das könnte dem nahekommen,so jedenfalls meine sichtweise.

    Vielleicht gehört auch das ständige Nachdenken um Bergriffe wie "Alkoholiker" und Sucht,oder Abhängigkeit irgendwie dazu.

    Mal zu einem Ergebnis kommen ist nicht verkehrt,dann ist man frei für Neues.

    Gruß Herr Bolle :mrgreen:

    hi Stern

    Versuch mal aus meiner Sicht eine mögliche Erklärung dazu.

    Wenn ich denke:jetzt ein Gläschen Wein mmhh

    Oder:so schlimm wars ja nun doch nicht,hab ja nur zu Hause getrunken

    Oder:andere haben viel mehr gesoffen und sind viel mehr betroffen

    Vielleicht mal einen alkoholfreien Wein probieren,kann ja nicht sooo schlimm sein

    Wenn solche, so interpretiere ich mal nassen Gedanken dauerhaft present sind und beginnen mich sehr zu beschäftigen, entsteht suchtdruck.

    Gleich dagegenhalten hilft und abhaken.

    Grüße Bolle

    Hatte auch keine Therapie, wo vieles eben nachgetragen wird.

    Hallo Hartmut

    Da hast du dir aber eine Meinung gebildet vom Hörensagen.

    Ich hatte so einige Therapien im Laufe meiner Suchtkarriere.

    Es wird jedoch nichts nachgetragen, sondern angeboten,sozusagen auf den Tisch gelegt.einer nimmst,der andere nicht.

    So wie hier. Der eine denkt drüber nach,der andere verwirft es.oder meckert rum,weils ihm nicht passt.

    Heute verstehe ich besser was nasses denken ist,früher war mir vieles nicht klar.

    Zb.solche Gedanken wie:das trifft auf mich ja garnicht zu, oder eine Therapie bringt mir nix,oder das ist bei mir ja ganz anders,individuell eben.

    Auch heute pass ich darauf auf und manchmal ertappe ich mich und denk dann gsd oh,was denkst du grade für ein mist.

    Das suchtgedächtnis schläft, aber manchmal schlägt es die Augen wieder auf. Da heißt es wachsam sein und erkennen woher der Wind weht.

    In manchen Beiträgen hier fällt mir es direkt auf,weil ich gedanklich ja mal so unterwegs war.

    Deswegen glaube ich das für ALLE Alkoholiker gilt, pass auf wo du hingehst und wohin du denkst.

    Grüße Bolle