Beiträge von Juni2022

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Die Freischaltung für den geschützten Bereich kann nach frühstens 4 Wochen erfolgen. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.

    Ist das Publikum beim Fußball womöglich einfacher strukturiert? :lol:

    Das ist vielleicht etwas pauschal formuliert.


    Beim Synchroschwimmen kenne ich mich nicht aus...aber Reitvereine, Tennis, Golf...ja selbst Schach....einer wie der andere...nur sind es eben insgesamt weniger.

    Zu einem Top-Spiel in der Fußball Bundesliga kommen schon mal mehr als 60.000 Zuschauer...

    laubst du nicht, das das die meisten Angehörigen alles schon, teilweise über Jahre oder Jahrzehnte gemacht haben?

    Genau das sollten sie nicht mehr tun, das ist eine Anleitung die in die direkte COabhängigkeit führt.

    Ja geanu, das will ich damit sagen, dass dies zuwenig ist - nicht Anstubsen...Die Ohrfeige!

    So habe ich es formuliert!!!

    Ich möchte ein Thema aufmachen bzw. eine Frage stellen, die mich sehr beschäftigt. Ich weiß nicht, ob das schon einmal diskutiert wurde...


    Bin seit fast einem halben Jahr trocken und habe insgesamt 15 Wochen Therapie hinter mir. Bin seit 4 Wochen wieder in meinem Beruf tätig (direkt nach der Therapie).


    In meinem persönlichen Umfeld (Bekannte / Freunde) geht man seither sehr unterschiedlich mit mir um. Teilweise großer Abstand und sehr wenig Vertrauen in meine Zukunft. Ganz nach dem Motto: wer einmal trinkt - säuft sowieso immer! Das schafft eh keiner. Das wird auch (hinter meinem Rücken) entsprechend artikuliert. Wenige andere haben sehr großes Vertrauen in mich und glauben mir uneingeschränkt dass ich es schaffen werde, wenn ich sage was mein Vorhaben ist. Nur sehr wenige sind einigermaßen neutral und sagen "schau mer mal, nutze Deine Chance, Du kannst es schaffen, melde Dich wenn Du Hilfe brauchst". Ich muss dazu sagen, dass ich, bevor die Bombe geplatzt ist, sehr engagiert und fast überall anerkannt war. Viele haben nach meinem Rat gefragt.


    Es kommt mir so vor, als ob man bei vielen Menschen einen Stempel aufgedrückt bekommen hat. Zumal die Meisten die Information von meiner Krankheit direkt von mir haben, vorher nichts wussten, und erst dann (nach der Information) entsprechend reagieren.

    Während der Therapie haben wir wenig darüber gesprochen...es gabe wenig Erfahrungswerte dort. Die meisten Bücher oder Filme in welchen eine Alkoholkrankheit eine Rolle spielt enden mit dem Tod des - trotz aller Bemühungen - ständig trinkenden Säufer.


    Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Ist das ein Einzelfall? Bilde ich mir das ein?

    ernsthaft, du hast zwei Flaschen Wodka am Tag getrunken und man hat es dir körperlich nicht angemerkt? Oder denkst du das vielleicht nur und dein Umfeld hat das doch bemerkt?

    Hallo Panama, ich kenne Deine Geschichte nicht...ich war in der Therapie der "Hobby-Alkoliker" genannt worden. Viele haben mehr getrunken, das soll aber kein Maßstab sein.


    Wie beschrieben, kein Schwanken, kein Lallen....Gedächtnisstörungen und Geruch ja.

    Bin nicht gestolpert oder hab mir was angehauen...war nicht aggressiv...ständig müde und ausgelaugt.


    Es zumindest nie jemand was gesagt. Nicht bemerkt oder ignoriert?


    diversen anderen Alternativen

    Suchtverlagerung?

    Wieviel hast Du getrunken?

    Und ist es so dass Du auch bestätigst entweder ganz oder gar nicht?

    Darf ich überhaupt noch mit ihm ein Glas Wein trinken?

    Für mich ja - nix mehr. In der Therapie wird das auch so kund getan.


    Ich hatte öfters mal mit meiner Frau ein Glas Wein am Abend getrunken...meist hatte ich dann vorher schon so viel intus, dass der Wein (= anderer Alkohol) mir dann den Rest gegeben hat.


    Ich war nie so, dass man es mir wirklich körperlich (schwanken oder so) angemerkt hatte. Klar, Atemalkokholgeruch, Vergesslich, innerhalb von 30 Minuten 2 x mit dem Hund raus, ....man hat es natrülich schon irgendwie gemerkt...aber nicht ganz so offensichtlich.

    Am Ende habe ich gemeinsames Trinken abgelehnt und nur noch heimlich getrunken.


    Schwierige Frage. Vlt. gemeinsam Abstinent sein? Aber: Warum sollst Du etwas aufgeben, wenn Du damit umgehen kannst? ich kann Dir hier keinen Rat geben.

    Wenn ich heute "nach Hause" komme (Kinder besuchen o.ä. => bin ja ausgezogen) steht da mehr Alkohol rum als jemals zuvor. Menge und unterschiediliche Arten.

    Was heißt für dich anstupsen?

    Und was war die Ohrfeige?

    Anstupsen: Diskutieren, Versprechungen abverlangen, gemeinsam ein Glas trinken und dann sagen: das reicht für heute, schau es geht auch weniger, ...

    Ohrfeige: Fakten schaffen, Rauswurf, habe 3 Monate die Kinder nicht gesehen, ...

    Letztendlich kann ich dir da zustimmen. Weißt du, wovor ich Angst habe? Dass ich ihn irgendwann hasse. Oder fast noch schlimmer, er mir gleichgültig wird.

    Bei uns hat meine Frau die Entscheidung (Trennung) getroffen, ich war zunächst nicht einverstanden (bringt aber eh nix) - heute weiß ich es war die richtige Entscheidung für uns beide, weil auch ich meine Frau noch immer Liebe und es mir wichtig ist, dass es ihr gut bzw. besser geht...dabei ist es auch für mich besser geworden.

    Liebe Becca, ich verstehe, dass es sehr schwer ist einen Suchtkranken Partner loszulassen, wenn man noch Hoffnung hat. Aber dass Du eine Entscheidung aufschiebst, obwohl Du weißt, dass er alkoholisiert mit den Kindern Auto fährt, verstehe ich nicht. Was tust Du, wenn er so einen Unfall baut? Kannst Du Dir Dein Zögern dann wirklich verzeihen?

    Vielleicht ist ein loslassen ( ggfs. temporär) auch aus dem Gesichtspunkt heraus zu betrachten WEIL Du Deinen Partner liebst.

    Mir geht es jetzt besser als vorher - aber ich spreche da nur für mich.

    Ich kann Dir aus meiner Erfahrung als verheirater Trinker bis zum 02.06.2022 berichten.


    Für mich war eine klare Ansage ohne wenn und aber wichtig. Wenn man krank ist geht "ein bisschen" Trinken nicht.


    Eine schallende Ohrfeige war für mich besser als ein Anstubsen.


    Es ist vielleicht bei jedem anders - bei mir war es als Trinker so.


    Mein Verhältnis zu den Kindern hat sich stark verbessert (trotz der Trennung) - die älteste Tochter (18 Jahre) hat letzte Woche gesagt: Papa jetzt habe ich viel mehr von euch beiden als vorher.


    Ich gebe keinen Ratschlag - ich erzähle nur von mir. Die Trennung hat bislang "der Familie" gut getan - müssen noch durch die Scheidung durch.

    Ich komme damit bislang ganz gut klar - aber ich mache mir mal Gedanken ...vielen Dank für die Hinweise.


    Ich nehme meine Sucht und meine Krankheit sehr ernst und beschäftige mich sehr viel damit....vielleicht etwas anders.

    Für wen willst Du trocken werden? Für die Führerscheinstelle oder für Dich?


    So eine Runde ist für einen frisch Abstinenten hoch riskant und hat schon zu vielen Rückfällen geführt.


    Dies nur mal zum Nachdenken.

    Die Gefährlichkeit der dieser Runden sind mir bekannt - aber völlig abkapseln?


    Ich habe nicht gesagt, dass der FS mein einziger Motivator ist, aber ja, es ist einer

    Diese Worte kann ich nur unterstützen :thumbup:

    Hi achelias,


    Suchtdruck habe ich bislang überhaupt nicht...abgesehen von den ersten 4-5 Tagen während des kalten Entzugs.

    Ich hatte die letzten Monate vor dem Entzug und der Therapie tatsächlich nur noch getrunken um zu funktionieren....also damit ich überhaupt Reden, Denken, Laufen, Fahren, ... kann - das gleiche habe ich jetzt auch, nur eben ohne Alkokohol.

    Ich will damit sagen, dass ich gar keine Räusche oder Ähnliches vermisse, da diese schon sehr lange nicht mehr verspürt wurden. Der Körper hat es in den ersten Tagen vehement gefordert - heute nicht mehr. Auch der Geruch von Alkohol ist mir unangenehm.

    Ich war während der Therapie beim Einkaufen, da hatte eine Person hinter mir an der gleichen Kasse zwei Flaschen Schnaps und Limonade (zum Mischen) auf das Band gelegt. Er hat dann immer den Blick auf den Boden gesenkt und niemanden angesehen - ich habe ihn beobachtet und hatte fest vor ihn anzusprechen...denn genau so habe ich das (Einkaufen) die Zeit vor dem Entzug auch immer gemacht. Es hat mich richtig angewiedert...dieser Anblick und der Gedanke daran was gleich draußen auf dem Parkplatz passieren wird. Ein Gespräch kam nicht zu stande, da ich einen Anruf von meiner Tochter erhalten hatte.

    Natürlich ist die Wiedererlangung meines FS ein großer Motivator, aber momentan fühle ich keinen Suchtdruck...

    Vergangenes WE war ich mit Kumpels unterwegs...alle haben Bier getrunken...hat mir nix ausgemacht. Wir haben sogar Witze darüber (meine Sucht) gemacht.


    Ich hoffe das bleibt so.