Beiträge von Nova

    Liebe Julia, genau so ging es mir im Dezember letztes Jahr auch, als ich das Forum entdeckt habe. Da waren so viele Geschichten, die sich genau wie meine anhörten. Und die Erkenntnis, dass ich 1. nicht alleine bin und 2. ich es da rau schaffen kann. Und ab da habe ich mich so viel mit mir auseinandergesetzt, wie noch nie. Das Forum und die Unterstützung hier ist Goldwert! Für mich persönlich die beste Therapie, die ich finden konnte. Und ich finde es auch hilfreich, dass hier eben beide Seiten aufschlagen. Denn auch die Berichte der trockenen Alkoholiker, helfen dabei, das Verhalten des Gegenübers nachzuvollziehen und zu lernen, wie man sich als Co da abgrenzen oder komplett rausholen kann.

    Du hast hier eine Menge Stoff, durch den du durchlesen kannst und ich hoffe für dich, dass es dir hilft, für dich die richtigen Entscheidungen zu treffen.

    Herzlich Willkommen 🤗

    Ich möchte dir hierzu auch gerne mal meine Gedanken mitteilen.

    Lass dich deinem Kind zuliebe nicht auf Kompromisse ein. Sogar, wenn er tatsächlich mit dem Zug fahren will. Aus Erfahrung, weiß ich, dass diese Zeit dann gerne genutzt wird, um 1. verkatert nicht selbst fahren zu müssen und 2. sich im Zug weiter zuschütten zu können. Und da dein kleiner Schatz erst 5 ist, ist das doch mal was ganz anderes, als mit einem älteren Kind. Und das würde dann versuchen, auf den Papa aufzupassen. Ich weiß ja nicht, wie verantwortungsvoll dein Partner ist, wenn er mit dem Kind mit dem Zug unterwegs ist. Und versetz dich dann mal in die Lage von so einem kleinen Wesen, wenn der Papa die Zugfahrt in den Seilen hängt, abwesend ist und keinen Nerv für den Zwerg hat. Da gefällt auch kein Zugfahren mehr.

    Ich als Angehörige habe da aktuell selbst massive Probleme, an Veranstaltungen teilzunehmen, wenn ich weiß, dass dort Alkohol konsumiert wird.

    Aus heutiger Sicht, hätte ich absolutes Verständnis, wenn eine mir nahestehende Person, aus Gründen der Risikovermeidung, einer Feier von mir fernbleiben möchte. Natürlich wäre ich ein wenig traurig, dass die Person nicht anwesend wäre, trotzdem wäre ich nicht angefressen. Es wäre mir viel mehr Wert, zu wissen, dass der-/diejenige so Achtsam mit sich ist!

    Mein Problem war überhaupt nicht der Alkoholkonsum meines Ex, sondern ich und die Frage wie ich dort hineingeraten bin und wieso die Trennung so schwer fiel. Ich kenne meine Muster mittlerweile sehr gut. Sie zu ändern ist für mich genauso eine Lebensaufgabe, wie die Trockenheitsarbeit.

    Ja doch, auch der Konsum.
    Aber ICH war für mich das größere Problem, ohne zu wissen, dass ICH es war.
    Ich frag mich, mit meinen Erkenntnissen von heute, ob ich im Dezember auch so gehandelt hätte. Oder ob ich versucht hätte, erstmal mich wieder in die Spur zu bringen und so evtl. die Beziehung weiter bestehen geblieben wäre. Ob ich dann damit hätte leben können, wenn er wieder abgetaucht wäre.
    Ich denke Nein, es hat die räumliche Trennung gebraucht, um überhaupt diese Erkenntnisse zu erlangen und daran arbeiten zu können. Ohne nur noch bei mir selbst zu sein, hätte ich wohl immer noch zu sehr nach ihm, seinen Befindlichkeiten, seinem Konsum geschaut und mich weiter vernachlässigt. Ich glaube nicht wirklich, dass ich mich mit der ständigen Nähe jemals an diesen Punkt hin entwickelt hätte. Und es ist wirklich ein Hinterfragen der eigenen Motivation, warum etwas im Leben so läuft, wie es das eben tut. Wird das erkannt, kann man aktiv etwas unternehmen und aufhören in der Angst hängen zu bleiben. Dann kann es vorwärts gehen und dann auch aufwärts :)

    Ach Hermlin, ich kann dich so gut verstehen. Das verdammte Herz, die Gefühle…

    Ich wollte es auch im Guten beenden und es hat funktioniert. Lag aber auch an ihm, da er auch gemerkt hat, dass es so besser für uns beide ist.

    Das einzige, was hilft ist Abstand, Abstand und nochmal Abstand. Zumindest war es bei mir so.

    Und einfach schauen, was du jetzt für DICH brauchst. Er muss mit seinem Problem alleine fertig werden! Du kannst nur durch Nicht-Hilfe helfen. Schau, ob du dir Gutes tun kannst. Wellness, Kino, Buch lesen, mal wieder etwas nur für dich tun. Gönn dir Auszeiten nur für dich und finde raus, was dir hilft.

    Ich hab mich anfangs viel im Netz und Podcasts mit meiner Situation als Co beschäftigt. Kam ins Erkennen und damit langsam in die Akzeptanz.

    Yoga, Meditationen, das waren Dinge, die mir geholfen haben, weil ich so ganz bei mir und meinem Körper war. In mich reingeschaut und gespürt habe und so langsam rausgefunden habe, was ich brauche.

    Du bekommst keine Ängste Tritt von mir. Aber eine liebevolle Umarmung und Verständnis.

    :*

    Da kann ich auch ein Lied von Singen.

    Als Kind früh mit Verhaltensweisen in der Familie oder in der Schule angeeckt. Zu laut, zu verspielt, zu unfolgsam. Wurde mir gut aberzogen.

    Der Begriff Co-abhängig war mir nicht bekannt und schon 10x nicht, was es überhaupt bedeutet. Nach knapp 25 Jahren mit meinem Ex-Mann, wusste ich davon immer noch nichts. und in der Rückschau weiß ich nun, was da bei mir und in meiner Ehe schief gelaufen ist (und nicht nur da, auch Beziehungen zur Mutter/Vater, Feunden, Kollegen). Während der Beziehung zu meinem alkoholkranken Ex-Partner, brauchte es die Bezeichnung von meiner Therapeutin und trotzdem habe ich erst durch eigene Recherche im Internet, einen tollen Podcast dazu und durch die SHG sowie und vor allem durch das Forum verstanden, was das tatsächlich bedeutet. Nun, da dass Kind einen Namen und eine Definition bekommen hat, konnte ich erst sehen, was bereits seit vielen Jahren mit mir los ist/war.

    Und jetzt kann ich daran arbeiten. Jetzt wo ich weiß, was ich all die Jahre nicht wusste, gelingt es mir endlich zu verstehen und loszulassen. Und vor allem, die Muster zu erkennen. Jede Situation für mich neu zu bewerten und dementsprechend meine Entscheidungen zu treffen und mein Verhalten so zu lenken, dass es mir gut geht. Ich hab mich seit so vielen Jahren nicht mehr soo gut gefühlt wie gerade, da ich nun weiß, wie ich ticke und was ich an mir ändern kann. Und es ist Arbeit, harte Arbeit und jeden Tag aufs Neue. Aber es lohnt sich so sehr.

    Liebe Sie,

    Du hast gerade exakt einen meiner Tage mit meinem Ex beschrieben.

    Diese Tage und Nächte hatten wir knapp 2 Wochen, bis es für mich endgültig gereicht hat.

    Also ja, ich kenne das sehr gut!

    Versuch ihm nicht mehr so viel Raum in deinen Gedanken zu geben und kümmer dich jetzt gut um dich selbst.

    Zieh es durch, es wird besser!

    Es KANN sein, dass er jetzt, wo er merkt, dass es dir ernster wird, eine Vielzahl von Gefühlen durchlebt die er auch zum Ausdruck bringt.

    Das muss nicht passieren, aber weil ich es hier schon soo oft gelesen habe, warne ich dich lieber mal vor.


    Das geht dann von Liebesbekundungen über weinen bis hin zu Wutausbrüchen.


    Es ist oft vorgekommen, dass ein Alkoholiker plötzlich alle Mittel einsetzt um seinen Co zu behalten.

    Die letzten Tage hat er auch nichts getrunken und es war ein friedliches und schönes Zusammenleben wir haben so viel gelacht wie schon lange nicht mehr. Habe das Gefühl unser letzter Streit hat ihm die Augen geöffnet dass ich wirklich schon mit gepackten Koffern da stand und hoffe dass es so bleibt.

    Aus meiner Erfahrung wird das nur ein kurzes Aufflammen und er wird ziemlich bald wieder trinken und sich entsprechend verhalten.

    Und rate, wie es dir dann damit gehen wird.

    Du wirst verzweifelt sein, du wirst diese besch… körperlichen Schmerzen haben. Deine Gedanken werden nicht zur Ruhe kommen und du wirst an diesen paar Tagen, an denen er dir gezeigt hat, wie es sein könnte, festhalten. Du wirst auf die nächste gute Zeit warten und hoffen, dass dann alles besser wird….

    Aber ich sag dir was: das wird es nicht :(

    Ich würde es mir wirklich für dich wünschen, nur so lange er sein Problem nicht aktiv für SICH angehen WILL, wird das mit jedem Mal schlimmer.

    Hallo Hermelin und willkommen.

    Für mich war das Forum die größte Stütze, die ich für meinen Entschluss hatte!

    Und diese Worte: Trennung aus Liebe - genau so ist es auch. Aus Liebe zu ihm, aus Liebe zu deinem Kind und vor allem aus Liebe zu DIR!

    Du lässt ihn aus Liebe gehen und so hat er die Chance, sein Problem für sich selbst zu erkennen.

    Dein Kind hat die Chance, eine ausgeglichenere Mutter zu haben und nicht in einem Suchthaushalt groß zu werden.

    Und du hast die Chance, wieder Ruhe und Frieden zu bekommen!

    Die erste Zeit war sehr schwer, aber nun habe ich meinen Frieden und das tut unendlich gut.

    Und mittlerweile ist auch wieder ein ziemlich gutes Verhältnis zu ihm entstanden, da ich sein Problem bei ihm lasse und mir nicht ständig um ihn Gedanken machen muss.

    Ich wünsche dir viel Kraft für deinen Weg und glaub daran, dass es nur besser werden kann!

    Ich kann dich verstehen Yuna,

    War genauso bei mir. Super toller, liebevoller Mann, wenn er nüchtern war. Aber wie oft war das. Max 3 Tage am Stück und wenn er darüber hinausging, wurde er wieder ruhig, in sich gekehrt. Nicht mehr erreichbar und dann auch übellaunig. Das waren dann die ersten Entzugserscheinungen. Bis er anfing zu zittern. Panik. Und er nach jeder Möglichkeit geschaut hat, wo er das nächste Bier her bekommt. Da waren dann auch Alibieinkäufe dabei.

    Und genau wie du, konnte ich es absolut nicht ab, wenn er getrunken hat, Zärtlichkeiten auszutauschen. Da durfte er mich einfach nicht anfassen. Ich hatte da bei Berührungen schon körperliche Schmerzen. Er war aber nie ein Ekel oder aggressiv .

    Und trotzdem hab ich es eine Zeit lang hingenommen, weil ja die wenigen Tage so schön waren. Wenn er verkatert war, war ich sein Ein und Alles. Und ich hab’s genossen. Verrückt!

    Danke dir.😘

    Ich kann es auch kaum fassen, dass ich so schnell damit klarkommende. Aber das liegt eben auch an Euch und den vielen Augenöffnern hier im Forum. Ich hab mich (und tue es auch jetzt noch) täglich damit auseinandergesetzt. Was heißt es Co zu sein. Warum, wie usw. Ich habe im Netz so tolle Seiten und Podcasts gefunden, meine SHG, die so irre gut erklären, was da bei mir los war (ist).

    Und da war auf einmal dieses Erkennen. Und ich war lang genug mein eigenes Opfer. Ich will das einfach nicht mehr sein!

    ICH WILL JETZT LEBEN :love:

    Ach eins möchte ich noch loswerden.

    Ich finde nun im Nachhinein meine Beziehung zu ihm als wertvoll. So fürchterlich ich mich gefühlt habe, so sehr ich mich vernachlässigt habe, aufgeopfert und kurz davor war mich komplett aufzugeben. Ich bin wirklich dankbar für diese Erfahrung.

    Warum? Weil ich nun daraus so viel für mich gelernt habe. Es war eine Lektion.

    Keine Therapie der Welt, hätte mir diese Erkenntnisse gebracht, die ich jetzt durch ihn bekommen habe.

    Ohne ihn, hätte ich mich nie hier angemeldet. Ich hätte mein Suchtverhalten nicht erkannt, meine Muster. Nie hätte ich mich so sehr mit mir selbst auseinandergesetzt. Die Probleme immer im Außen gesucht.

    Daher nochmal: ich bin dankbar <3

    Ich denke, es ist Zeit für ein kleines Update.

    Ich fühle mich nicht mehr Co!!!!

    Ich habe in mein Leben zurückgefunden.

    Es gibt so viel mehr gute Tage, als schlechte.

    Und die schlechten bekomme ich mittlerweile immer besser gemanaget!

    Und es ist so viel los!

    Kaum ein Tag, an dem ich nix zu tun hab.

    Immer mal wieder Probleme von außen. ZB: Tochter braucht mich nun, für die Probleme, die wir bei ihr verursacht haben. Wir gehen es gemeinsam an, aber ich mache mich auch bei ihr nicht mehr zur Co. Ich kann Nein sagen…Wow. Auch wenn sich manchmal etwas in mir sträubt und das Gewissen mir sagen will, das und jenes könnte ich jetzt doch für sonstwen machen. Aber dann hör ich in mich rein, wie es mir damit geht und ob das okay für mich ist. Ist es das nicht, dann sag ich das auch und nehm mich raus.

    Mit meinem Ex läuft es mittlerweile auch wieder gut. Nach langer Kontaktsperre haben wir uns wieder getroffen, als ich das Gefühl hatte damit klar zu kommen und meine Denkweise ihm gegenüber hat sich total geändert. Nach wie vor möchte ich auf ihn als Mensch nicht verzichten. Ich lass aber nun sein Problem bei ihm. Es interessiert mich einfach nicht mehr, was er treibt, wann oder ob er trinkt. Mir egal!

    Trotzdem treffen wir uns hin und wieder und dann ist er klar und aufgeräumt, akzeptiert, dass wir uns nur nüchtern sehen können und es geht ihm und mir in dieser Zeit gut damit. Und wenn wir dann wieder auseinander gehen, dann stresst mich das überhaupt nicht mehr. Er kann tun und lassen was er will und ich mach mein Ding.

    Es fühlt sich gut an.

    Ich bleib bei mir und meinen Bedürfnissen. Eins davon, ist, ihn noch als Teil meines Lebens zuzulassen. Und wenn das so irgendwann für einen von uns beiden nicht mehr passt, dann ist das auch okay.

    Ich mach mir da auch nichts vor. Klar könnte jetzt kommen; oh je pass auf, du rutscht wieder ab. Aber NEIN!

    Ich weiß so deutlich, wie noch nie zuvor in meinem Leben, was ich will und wie ich das erreiche. Ich liebe meine neue Wohnung, meine Kurse tun mir so gut. Mein Leben fühlt sich wieder wertvoll an.

    Ich bin so dankbar!

    Hallo Sanni,

    Ich möchte dir auch ein paar Gedanken dalassen.

    Wenn der Partner nicht mehr trinken würde, wer wäre er dann? Glaubst du wirklich, dass diese Beziehung ohne Alkohol auf Augenhöhe wäre? Und selbst, wenn er sich entscheiden würde, ein trockenes Leben zu führen, wäre da immer noch deine Co.

    Du kannst ihn nicht ändern. Aber du kannst dich ändern! Du kannst aufhören, seine Krücke zu sein. Du kannst aufhören, sein Sündenbock zu sein! Du kannst anfangen, für dich da zu sein und Dinge zu machen, die dir gut tun. Du kannst lernen, dass du es Wert bist: auch ohne Partner! Und wenn du soweit bist, deinen Wert zu erkennen und danach zu leben, dann kommt auch sicher der Richtige.

    Kette dich nicht so jung schon an jemanden, der dir nicht gut tut. In einigen Jahren, schaust du sonst zurück und haderst mit deiner Entscheidung und fragst dich, was das Leben ohne die Co und ohne einen alkoholkranken Partner, für dich bereitgehalten hätte.

    Liebe Samora,

    ich kenne alle deine Gedanken nur zu gut!

    „Ich muss darauf vertrauen, dass er seinen Tiefpunkt hat. Ich muss nur abwarten. Er wird erkennen, dass es mir wegen ihm so schlecht geht und weil er mich liebt, wird er aufhören. Mich zu seiner Priorität machen. Ich hab ihm doch so viel mehr zu bieten, als der Alk. Und er weiß das doch!“

    Tja, ist aber nicht so.

    Mit solchen Gedanken und dem Verhalten, das ihm gegenüber daraus erfolgt, machen wir es dem Alki bequem, nichts ändern zu müssen. Denn er nutzt die Abhängigkeit aus. Selbst, wenn er das nicht bewusst macht. Selbst, wenn er dir mit seinem Verhalten nicht schaden möchte. Aber er muss nichts ändern, denn wir ändern nichts.

    Wenn ständig die Gedanken nur um ihn kreisen, dann ist da kein Platz für dich. Egal, wie sehr du versuchst, dich abzugrenzen, du bist ständig in Gedanken bei ihm.

    Ich hatte in meiner Beziehung so gehofft, dass ich das schaffe. Ihn zu lassen und damit klarzukommen. Aber ich hab’s nicht geschafft. Immer wieder fiel ich in dieses Loch zurück um dann mal für ein, zwei Tage wieder rauszukommen, wenn er mal nüchtern war und mir wieder uneingeschränkte Aufmerksamkeit gegeben hat.

    Nur die räumliche Trennung hat mich da rausgeholt. Endlich Frieden im Kopf, im Körper! Kein rumgeeiere mehr, keine ständigen Fragen, in welchem Zustand ich ihn erwarten muss. Mein „Kampf“ mit mir selbst, wie lange ich das noch aushalte, ging über ein halbes Jahr. Dann hab ich mich hier angemeldet und Bestärkung bekommen. Klarheit für mich. Auch, was mit mir los ist, dass ich so daran festhalte. Und dann kam für mich dieser Schlüsselmoment. Und da war für mich Schluss. Ich hab meine Sachen gepackt und war weg. Einfach so. Es war hart, aber es hat sich gelohnt.

    Ich wünsche dir viel Kraft für die kommende Zeit. Denn egal, was du tust: Bleiben, gehen, es kostet Kraft!😘

    Weiß du Zoezoe, daran kannst du jetzt arbeiten. Ich wollte auch verstehe, warum ich Co-abhängig bin und was da raushilft.

    Ich hab die letzten beiden Monate damit verbracht, mir Artikel dazu durchzulesen, Podcasts zu hören. Bin hier gelandet und in einer Selbsthilfegruppe für Co-Abhängige.

    Ich verstehe jetzt so viel besser, warum es so gelaufen ist und welchen Anteil ich daran habe.

    Und wie ich jetzt mein Leben führen will.

    Das ist ein Prozess. Und das dauert. Aber ich hab mich so langsam wieder gefunden. Das schaffst du auch!

    Manchmal braucht’s nur diesen einen lieben Bekannten, um festzustellen: da sind Menschen, die für dich da sind! Ein Mensch, der dir raushilft und für dich alles verändern kann.

    Nimm jetzt alle Hilfe an, die du bekommen kannst. Und such aktiv nach Hilfe, bitte darum!

    Und mach dich jetzt nicht selbst schlecht.

    Es ist passiert, was passiert ist. Und jetzt fängst du an, dich um dich selbst zu kümmern. Rauszufinden, wer du ohne ihn bist, wird spannend. Du solltest aber vorrangig ein Netzwerk um dich aufbauen. Du solltest dich schützen! Dieser liebe Bekannte ist ein Anfang. Und jetzt geh mal in dich und überlege dir, wer da evtl noch ist. Familie, alte Freunde. Du wirst feststellen, du bist nicht allein!

    Und hier findest du immer Unterstützung. Verständnisvolle Worte aber auch Augenöffner.

    Liebe Zoezoe,

    ich bin so froh, dass du da erstmal raus bist und er dir nicht wieder was angetan hat. Kannst du deinen Hund nachholen?

    Allerdings nur, wenn du ihn da nicht persönlich triffst. Oder kannst du jemanden schicken?

    Ich hab deine Geschichte von Anfang an verfolgt, aber mich noch nicht in der Lage gesehen, dir Worte dazulassen. Dafür war bei mir gerade alles zu frisch.

    Nochmal: es ist gut, dass du da raus bist!

    Und Linde66 hat Recht. Dokumentiere, was er sagt, was er schreibt. Für alle Fälle.

    Wenn du den Eindruck hattest, dass er gerade nicht so viel trinkt, dann sorry, ist er wohl auch ohne Alk ein ziemliches A…..!

    Mal ehrlich Marli: warum ist denn die Beziehung eingeschlafen? Die Nähe und die Zeit, die du mit ihm verbringen möchtest? Oder die Unternehmungen zu zweit oder als Familie.

    Das lag doch unter Garantie an seinem Trinkverhalten!

    Entweder der Herr hat schon nen Rausch oder ist verkatert…(ist es nicht so?)

    Nun beschwert er sich, dass ihm das fehlt und nimmt das als Grund für die Trinkerei. Gibt also dir und deinem Verhalten ihm gegenüber die Schuld.

    Und das ist so typisch: typisch für den Alkoholiker und typisch von dir als Co, darin eine Hoffnung für die Beziehung zu sehen.

    Es ist deine Entscheidung, ob du’s auf diesen Versuch ankommen lassen willst. Ich hab das auch immer und immer wieder versucht. Mein Verhalten so anzupassen, dass er sich wohl fühlt. Ein paar Tage zeigte das Wirkung und dann ging der Spaß von vorne los. Nur konnte er nun diese Ausrede, ich würde es nicht versuchen, nicht mehr vorschieben. Also fingen die Lügen und Heimlichkeiten wieder an.

    Ich wurde wieder unzufriedener und die Nähe schlief wieder ein. Wie oft hab ich dann in einem anderen Zimmer geschlafen.

    Dann wieder die Gedanken, es liegt an mir. Ich muss mich nur mehr anstrengen, ihm eine gute Freundin und Partnerin zu sein. Zack, der Kreislauf ging von vorne los.

    Also lass es auf den Versuch ankommen, aber sei gewappnet.