Beiträge von maibisjuni

    hallo Hera ,

    das habe ich dann falsch herausgelesen, ... ich hatte nur den Titel "Hera ERSTER Versuch" und die Anfänge kurz überflogen und dabei gelesen, dass deine Familie nicht weiß, dass du Alkoholikerin bist und wie es um dich steht.

    Ich wollte dich sowieso nicht als Beispiel nehmen, und hatte das durch das "Vorweg" deutlich machen wollen. Es ging mir um die möglichen anderen Fragen. Und ob und wie hilfreich diese hinterher sind, kann offenbar unterschiedlich empfunden werden.
    Bevor es jetzt aber zu weiteren Missverständnissen etc. kommt, wünsche ich dir einen Guten Abend.

    Ich verbinde diese Werte vor allem mit dem Selbstwert, und in diesem Thread geht es mir ausschließlich um die Perspektive der Co‑Betroffenen. Natürlich nicht aus Selbstlosigkeit ;) , sondern weil es ja oft heißt, dass nur Co wirklich Co verstehen können .

    Gerade in einer Beziehung mit einem nassen Alkoholiker ist der eigene Selbstwert häufig nicht besonders hoch. Viele Co‑Betroffene übernehmen anfangs die Vorstellung, sie seien schuld daran, dass der Alkoholiker säuft .Wenn einem das immer wieder vermittelt wird, übernimmt man diese Sicht irgendwann möglicherweise und verstärkt die eigenen Bemühungen, ihn trocken zu bekommen. Das habe ich hier im Forum auch schon öfter gelesen.

    Langfristig zehrt genau dieses auch am Selbstwert. Oder nicht? Und wenn der Alkoholiker dann trocken ist, liegt es nahe, ihn weiter zu kontrollieren was wiederum Auswirkungen auf den eigenen Selbstwert hat.

    Zu kompliziert, mein Denken?

    Mir ist dein Denken nicht zu kompliziert, aber ich habe den Eindruck, wir reden aneinander vorbei.

    Du hattest zuvor doch gefragt, ob es dem Angehörigen helfen würde, wenn er/sie eine klare Ansage bekäme, er/sie solle sich nicht mehr um den Alkoholkonsum des Partners kümmern und diesen kontrollieren, etc.

    Ich hatte dich gefragt, ob die Ansage, sich herauszuhalten, mit einer deutlichen Klarstellung zu den unterschiedlichen Werten und Interessen zum Thema SAUFEN erfolgen würde, so wie es Lebenskuenstler im Post #4 beschrieben hatte.
    Von meinem Mann erfolgte so eine Klarstellung nie. Er hätte gerne kontrolliert getrunken. Er hat es wohl auch immer versucht, wenn ich ihn darum gebeten habe. Er hat nie gesagt, er würde gerne - ohne Rücksicht und unkontrolliert saufen.
    Mir war nicht klar, dass er Alkoholiker ist und daher saufen muss.
    Daher habe ich lange angenommen, er hätte noch nicht verstanden, wie wichtig mir eine Veränderung seines Alkoholkonsums war. Eben deutlich wichtiger, als wenn ich mir vorgenommen habe, abzunehmen, und diesen Entschluss dann doch nur halbherzig umsetzte.
    Mein Mann hat mir nie vermittelt, ich wäre Schuld an seinem Saufen. Er war ja noch nicht mal der Ansicht, dass er SÄUFT.

    lumen, eine Sache fällt mir noch ein, weil mein xy da auch schon mal knapp dran vorbeigeschrammt ist: Man kann auch ohne eigene Wohnung oder ohne bei Familie/ Freunden etc. eine Meldeadresse zu haben, Unterstützung bekommen durch Sozialgelder, indem man bei Obdachlosenunterkünften, Beratungsstellen, Caritas etc gemeldet ist. Das geht.

    Deswegen… versuche, ein bisschen nach Dir selbst zu schauen. Dir geht es ja auch nicht gut.


    Wenn du von Dritten, oder ihm diesen Hinweis gibst, entkräftest du diesbezügliche Vorwürfe, er bekäme ohne eine Unterkunft bei Dir, keine Gelder.

    Woran orientiert sich der Co denn, wenn er hier ankommt? An diejenigen, die sich arrangiert haben, oder an jene, die einen kompletten Neuanfang gestartet haben?

    Gewissermaßen habe ich mich an den Alkoholikern orientiert, die hier wie mein Mann jahrelang funkionierten, euphorisch starten und dann irgendwann wegblieben. Ich habe meinen Mann in den Reaktionen von Neuankömmlingen auf Tipps der Langzeitalkoholikern zur Risikominimierung wieder erkannt.

    Am Ende bleiben es ohnehin nur hypothetische Zugeständnisse, weil Sucht und Verantwortung selten wirklich zusammenpassen und langfristige Abstinenz nur bei etwa fünf Prozent stabil gelingt.


    Diese Erkenntnis – dass 95 % rückfällig werden, oder und warum, nur etwa 5 % dauerhaft abstinent bleiben – war für mich letztlich der entscheidende Punkt, der zu meiner Entscheidung geführt hat, mich zumindest schon mal räumlich zu trennen.
    Aus den Antworten im Angehörigenbereicht wusste ich, dass Überredungsversuche sinnlos sind, und wohin die Sucht sich entwickelt. Diese weiteren Stadien wollte ich nicht miterleben.
    Jetzt geht es mir besser, aber noch nicht gut.
    Deswegen lese ich gerne von Angehörigen, die nach einer Trennung ihr Leben positiv und neu ausrichten sowie bei Alkoholikern, dass und wie sie es schaffen.

    Ich glaube, meine Aussage zur "Entschuldigung" wird missverstanden. Das Beispiel zum Fremdgehen war nur ein weiterer Erklärungsversuch. Ich kann es nicht besser erklären. Jedenfalls sollte er nicht zu Kreuze kriechen und ich sehe meinen Mann auch nicht als mir Schutzbefohlenen.

    In diesem Zusammenhang frage ich mal in die Runde, ob es für Co‑Betroffene wirklich hilfreich wäre/ist , wenn er die „Erklärung“ bekommt, die Kontrolle loszulassen und keine weiteren Fragen mehr zur Abstinenz zu stellen.

    Meinst du damit auch eine Klarstellung über die unterschiedlichen Werte und Interessen, wie Lebenskuenstler am Anfang beschrieb?

    ...
    warum können es Coabhängige nicht einfach so sehen, dass da zwei Leute völlig unterschiedliche Interessen und Wertvorstellungen haben.
    [.....]
    Beim Alk sehe ich persönlich das sehr ähnlich. Eine(r) will trinken und der/die andere will einen Partner, der nicht trinkt. Wozu diese ganzen Kämpfe?


    Für mich wäre eine Entscheidung zur Trennung definitiv früher möglich gewesen, wenn mein Mann mich über seinen Wunsch, ohne Rücksicht auf Verluste zu saufen und Alkoholiker zu sein, informiert hätte. Hat er aber nicht, und lt. ihm, war auch es auch nie sein Wunsch, so unkontrolliert zu trinken.

    Ich habe mein Reden tatsächlich länger als Unterstützung gesehen, da dachte ich auch, kontrolliertes Trinken könne er erlernen.
    Wenn ich jammere, dass ich es einfach nicht schaffe, abzunehmen, obwohl ich weiß, dass es besser wäre, und ich es mir wirklich wünsche, dann erhalte ich von Freundinnen auch Tipps. (Vielleicht ist es auch ein Frauending. Und ja, ich weiß, dass ungestoppte Alkoholsucht und unverändertes Übergewicht nicht vergleichbar sind. Geht darum, wie wenig wirksam Tipps sind, wenn der Betroffene nicht zu 100 % alles tut, um etwas zu verändern.)

    Ich möchte nicht, dass er sich entschuldigt oder dass er mir zeigt, wie leid es ihm tut, dass er Alkoholiker ist. Meines Empfindens nach wäre dann auch die Augenhöhe in unserer Beziehung massiv gefährdet, ich will nicht, dass sich mein Partner für mich klein machen muss.

    Mir ging es nie darum, dass er sich klein macht oder zu Kreuze kriecht. Ich erwartete keine demütige Entschuldigung. Mir ging es um eine Erklärung, aus der ich erkenne, dass er die Tragweite verstanden hat – dass die Abstinenz so wichtig ist, dass er sie nicht leichtfertig riskiert. Wenn die Beziehung weiterbestehen soll, betrifft ein Rückfall nicht nur ihn, sondern auch mich.

    Oder am Beispiel Fremdgehen. Auch wenn nur einer handelt, betrifft es beide. Es geht um Verantwortung für etwas, das die ganze Beziehung betrifft – nicht darum, jemanden klein zu machen.

    vorweg: Hera , Dass du im Angehörigenbereich liest und dein erster Abstinenzversuch bis heute stabil geblieben ist, macht dich für mich zu einer Ausnahme. Ebenso scheint dein Umfeld deinen hohen Alkoholkonsum nicht in seinem tatsächlichen Ausmaß wahrgenommen zu haben – und hat deshalb wohl auch nicht so darunter gelitten, wie es viele Angehörige im entsprechenden Bereich schildern.

    Hab nochmal nachgedacht. Ich hab tatsächlich keine Fragen. Weil ich nach drei Jahren hier alle Antworten kenne. Nicht alle individuelle Erfahrungen aus der Kindheit der einzelnen Cos, aber es läuft immer auf das Gleiche hinaus: wegen der Kinder, wegen dem Haus (für die Kinder), wegen Geld. Wenn keine Kinder da sind: wegen der Liebe, wegen ihm/ihr als nüchternen Menschen, weil man Angst um sein/ihr Leben hat.

    Korrigiert mich bitte, wenn ich falsch liege!

    Es gibt doch nur die Frage, warum bleibst du bzw. warum verlässt du ihn nicht?

    Alkoholiker, die den Angehörigen-Bereich nicht kennen, könnten nach den Gefühlen, Ängsten und Hoffnungen der Angehörigen fragen, um die Auswirkungen ihrer Sucht besser zu verstehen.

    Die Rückschau auf eine dysfunktionale Beziehung aufgrund von Alkohol ist für einen Co wichtig. Sie kann dem/der Betroffenen etwas für die Zukunft bringen.

    Aber mal ehrlich, welchen Alkoholiker hat es in seiner Saufzeit gejuckt, wie sich sein Partner fühlt? Mich nicht. Die Sucht galt es zu befriedigen und danach hab ich vielleicht mal nach den Belangen des Partners geschaut- im Suff, also auch nicht sonderlich produktiv. Eher dafür sorgen, dass er beschwichtigt ist, damit ich in Ruhe weiter saufen kann.

    Das ist wohl so. Auch ich hoffte nach Entzug, SHG und Langzeittherapie vergeblich auf ein Zeichen meines Mannes, dass ihm die Folgen seiner Sucht für mich und die Kinder wirklich bewusst sind und ihm leidtun.

    Auch bei EKAs gibt es vermutlich ähnliche, oft vergebliche Hoffnungen: dass ihre alkoholkranken Eltern sich rückblickend für ihre damaligen Gefühle interessieren und Verantwortung für das übernehmen, worunter sie bis heute leiden.

    In manchen Forenbeiträgen geht es um Schuldumkehr:
    Gäbe es einen Thread ‚Fragen an EKAs‘, in welchem Umfang würde es dort um die Co-Abhängigen gehen?
    Also um deren "krankhaftes Verhalten" mit dem sie "den Alkoholiker in seiner Sucht hielten", und weshalb sie wegen sinnlosen Hoffnungen, oder aus Bequemlichkeit oder materiellen Gründen in diesem belastenden Umfeld verblieben, was letztlich zulasten der Kinder ging?

    Hartmut zur Selbsthilfe:
    Durch das Lesen im Forum konnte ich sehr schnell die Entscheidung treffen, mich räumlich von meinem alkoholkranken Partner zu trennen. Die Beziehung ist jedoch noch nicht beendet – und das fällt mir schwer, denn ohne Alkohol ist er genau der Mann, der zu mir passt. Ich habe auch kein Interesse daran, mir einen anderen Partner als ‚bessere‘ Alternative zu suchen. Im Moment ist die aktuelle Situation – seine trockenen Phasen zu nutzen und räumlich Abstand zu halten – für mich die bessere Lösung.
    Wenn ich verallgemeinere, dann deshalb, weil ich hier lese, dass Sucht oft sehr ähnliche Muster zeigt. Das ist kein Co-Verhalten, sondern ein natürliches Gefühl von Verbundenheit, das entsteht, wenn ich mich in den Erfahrungen anderer Angehöriger wiederfinde.


    Lebenskuenstler Mir ging es darum, dass Angehörigen – wie mir und vielen anderen – nicht vermittelt wird, dass es zum Lebensstil und zu den Prioritäten des Betroffenen gehört, Alkoholiker zu sein, mit allen Folgen für die eigene Gesundheit und die Lebensumstände der Familie.
    Mir gegenüber wurde meist von einem ‚Feierabendbier‘ gesprochen, und die Wahrnehmung, dass der tatsächliche Konsum sich deutlich vom normalen unbedenklichen Trinkverhalten unterscheidet, wurde oft heruntergespielt oder infrage gestellt.

    Lebenskuenstler

    So gesehen hast du recht. Wenn ein Partner offen sagt, dass er ohne Rücksicht auf die Gefühle seiner Angehörigen trinken, kinderlos bleiben, lügen, prügeln, fremdgehen usw. will – und trotzdem eine Beziehung führen möchte –, dann kann der andere Partner prüfen, ob er das unter diesen Bedingungen überhaupt will.

    Viele Alkoholiker sind in ihren Aussagen jedoch nicht so eindeutig. Sie bereuen ihr Verhalten, versprechen glaubhaft Besserung und Veränderung.

    Angehörige müssen daher lernen, zu unterscheiden, welchen Aussagen sie trauen können. Doch Menschen glauben oft sehr lange das, was sie glauben möchten.

    Die Realität zu erkennen ist schmerzhaft – und genau deshalb verschieben viele diesen Schritt immer weiter hinaus.

    Können Alexa und Jump! und Sonnenschein CoA nicht mehr selber schreiben? Wenn ihnen etwas nicht passt können sie es doch selber mitteilen, ich denke sie brauchen keine Fürsprecherin

    Das ist richtig und zeigen sie hier ja auch. Die drei werden es daher hoffentlich nicht als UNERBETENE Fürsprache empfunden haben.

    Mich nervt mansplaining . Und bei dem thema fühlte ich mich mit angegriffen .

    wo hab ich behauptet das ich wüsste was in euren köpfen vorgeht? hmm? ich kann nur vermuten und das ist alles und falls es entgangen ist ich habe mich erst sehr spät in die runde eingebracht und erst dann als diese these im raum stand. alles andere gehört in das reich der spekulation. zumal ich mich nie abfällig gegenüber co's geäussert habe, auch wenn mir einige sachen sehr auf die nerven gehen. ein kleines beispiel, eure stetige rumdokterei, oh heute ist er/sie ein narzist. na sowas auch. erst bekommt man den partner nicht mal dazu zuzugeben das alki ist und prompt kommt von euch die diagnose, na dann muss es narzismus sein. is ja logisch...mal sehen welche sau wir dann nächste woche durch die gassen treiben.oder wie deine prognose "Mansplaining" toll, muss ich jetzt jedes mal ein psychologie für anfänger wählen um durchzusteigen was dein ansinnen ist? hier wird irgentwas aus der yello press breitgetreten weil es gerade "in" ist und der mainstream bedient wird und so kann ich dann drauf warten das es wieder mal was neues gibt aus der populärwissenschaftlichen ecke. aber wir haben ja genug zur auswahl was sich dem nicht einsichtigen alki noch andichten lässt. narzist, ptbs und und und.... was soll das? gibts die richtige würze oder reicht der alk nicht aus?

    zumal,wenn ich im co forum geschrieben hab, nie behauptet habe bleib bei deinem partner. eher, habe ich sogar geschrieben trennt euch und das auf dem schnellsten weg. eben weil ich weiss wie sucht einen verändert und ihr keinen meter weiter kommt, mit bitten und betteln doch entlich mal die flasche weg zu stellen. würde mir auch nicht einfallen was anderes zu schreiben, weil es einfach nicht realistisch wäre. ansonsten halte ich mich da zurück, kannst du auch gerne nachvollziehen. meine beiträge sind alle offen einsehbar.

    Du bist ein Mann und erklärst einer Frau Sonnenschein CoA , dass ihre Wahrnehmung nicht richtig sei. Du erklärst ihr, warum sie nicht glaubt, was sie glaubt. (Zitat: "Das glaubst du selbst nicht ..."
    Das, obwohl du als Alkoholiker über das Thema Co-Abhängigkeit weniger weißt als sie. Für mich ist das ein typisches Beispiel für Mansplaining, (Überspitzt formuliert: Männer erklären Frauen die Welt.)

    Außerdem erinnert mich dieses Verhalten stark an nasse Alkoholiker: Sie stehen ihren Angehörigen lallend, torkelnd und nach Alkohol riechend gegenüber. Und behaupten dennoch, sie hätten nichts getrunken.

    Abgesehen davon beurteilst du gerade alle Angehörigen pauschal. (Zitat: "ihr .....eure ...").
    Außerdem stellst Du deren individuellen Erfahrungen und Sichtweisen infrage. Zum Beispiel im Hinblick auf narzistisches Verhalten ihrer Partner. Das tust du, ohne ihre Situation zu kennen oder selbst in einer vergleichbaren, d.h. Co-Situtation, gewesen zu sein.

    Du hast dich erst spät in die Runde eingebracht? Das habe ich nicht mitverfolgt. Warum hast du dich überhaupt veranlasst gesehen, bei Alexa oder Jump! zu schreiben?

    Mir ist es selbst schon passiert, dass ich im Alkoholikerbereich nicht nur gelesen, sondern auch geschrieben habe.
    Das geschah, weil mich ausweichende Beiträge an „meinen“ Alkoholiker erinnerten. Sie haben entsprechende Reaktionen in mir ausgelöst.
    Daraufhin wurde ich vom Moderatorenteam zu Recht daran erinnert, bei mir zu bleiben.
    Denn Angehörige können sich nicht in die nassen Gedanken von Alkoholikern hineinversetzen.

    Andererseits wurde auf die an Alexa gerichtete Durchhalteparole eines Alkoholikers lediglich darum gebeten, er möge bei sich bleiben.
    Eine Begründung, dass und warum Aufforderungen von Alkoholikern an Angehörige – den Glauben nicht zu verlieren und weiter durchzuhalten – mehr schädlich als hilfreich sind, fehlte hingegen. Da wunderte es mich, warum nur betont wurde, dass die Bitte nicht als "Maulkorb" zu verstehen sei.

    Lt. Hartmut gehört das Thema nicht in den Thread "Fragen an einen Alkoholiker", daher antworte ich dir auf deinen o.g. Beitrag hier bei dir.

    Man kann auch Beiträge in den neuen Thread verschieben das geht auch. Ich müsste nur wissen welche das sein sollen.

    Für mich begann das Thema mit den Beiträgen vom 25.12.2025 aus Alexa s Faden, mit denen auf die "Durchhalteparole" reagiert wurde, und dann die daraufhin folgenden weiteren aus Jump! s Faden .

    Wenn Jump1 und Alexa die Beiträge bei sich behalten möchten, dann fände ich den Beitrag von Hartmut vom 26.12.2025 im Faden von orangeblau zur Orientierung hilfreich. Dort konnte ich seinem Verständnis von Co-Abhängigkeit zustimmen.

    Mein Vorschlag wäre:
    Co-Abhängigkeit verstehen: Grenzen, Dynamiken und Wege aus dem Muster

    Einleitung:
    In diesem Thread geht es um die Fragen, was co-abhängiges Verhalten eigentlich ist, wo Co-Abhängigkeit beginnt und endet, ob sie suchtähnliche Züge haben kann und wie Angehörige trocken werdende Alkoholiker sinnvoll unterstützen können – ohne sich selbst dabei zu verlieren. (Alkoholfreies Zuhause, ...)

    Marie04

    Sollen die Fragen zur Co-Abhängigkeit, (wo fängt sie an, was ist typisch, und ist es eine Sucht)
    tatsächlich in dem Thread "Fragen an einen Alkoholiker" gestellt werden?

    Ich dachte, dort geht es eher darum, Angehörigen zu erklären, warum Alkoholiker so handeln wie sie es als nasser Alkoholiker taten. Um Fragen zum Verständnis der Alkohol-SUCHT zu erklären.

    Ist, allein wegen der Übersichtlichkeit, für Fragen zur Co-Abhängigkeit , ein eigener Thread möglich?

    Schluss jetzt! Es ist unhöflich die Anweisungen eines Moderators zu mißachten.

    maibisjuni wenn du noch etwas mit _Eternal_ zu klären hast mache das in seinem Thread.

    Stimmt. tut mir leid, das war keine Absicht.
    ich hatte geschrieben und dabei die weiteren Kommentare nicht mitbekommen. Wenn es geht, dann verschiebe den Teil bitte zu Eternal.

    Das habe ich nicht geschrieben daß es nicht erwünscht ist es ist hier nicht mehr erwünscht. Ihr könnt ja wenn ihr noch etwas schreiben möchtet im anderen Thread weiterschreiben.

    In dem von dir verlinkten Thread geht es aber um Fragen an die Alkoholiker.
    Die Frage: was ist Co-abhängiges Verhalten und handelt es sich dabei um eine Sucht ist doch ein ganz anderes Thema. Gibt es dazu einen Thread?

    Ich frag mich nur wie , wenn überhaupt meine Unterstützung aussehen könnte . zB Geh ich mit zum Arzt? .

    ich würde meinen Mann zum Arzt begleiten, wenn es um komplizierte medizinische Diagnosen und Behandlungswege geht, die schwer zu verstehen sind.
    Viele Alkoholiker schreiben hier von ihrer Sorge, das eigene Zuhause und gemeinsame Aktivitäten mit Angehörigen alkoholfrei zu gestalten. Wie sieht das bei Dir aus? Würdest du diesen Weg mitgehen? Wie?
    Dann könntest du ihm das in Aussicht stellen. Viele Alkoholiker müssen erst lernen, ihre Freizeit alkoholfrei zu gestalten.
    Dafür lohnt es sich von den Erfahrungen anderer User im Angehörigen und Alkoholiker Bereich zu lesen.

    Hartmut , wenn du bei deiner Aussage über das Verhalten von Angehörigen – meist Frauen – bleibst, ohne auf deren Einwände einzugehen, wirkt das auf mich wie Mansplaining.
    In solchen Momenten fühle ich mich der betroffenen Frau verbunden.
    Beim Thema „Was ist Co-Abhängigkeit und wo beginnt sie?“ ganz besonders.
    Darum schreibe auch ich noch einmal dazu.

    Alexa hatte geschrieben, dass sie sich aus dem Leben ihres Alkoholikers zurückziehen will.
    Sie habe keine Hoffnung mehr.
    Darauf antwortete Abstinenzler , seit sechs Wochen abstinent, mit: „Nicht aufgeben …“.
    Später ergänzte er, wie wichtig für ihn die Unterstützung seiner Frau sei.

    Jump! erklärte ihm daraufhin, dass Durchhalteparolen für Angehörige oft kontraproduktiv sind.
    Ihre Antwort sprach dabei (ungefragt) im Namen aller Angehörigen.
    Du hast dieses „für alle sprechen“ Zitat: "nur mal provokativ in den Raum gestellt" als als co-Verhalten bezeichnet.
    Im nächsten Beitrag hast du von krankhaftem Co-Verhalten gesprochen.
    Gegenüber Jump meintest du pauschal: Jede Angehörige könne selbst entscheiden, ob solche Parolen helfen oder verletzen.

    Für mich würde das heißen:
    Wenn ich nicht auch auf Abstinenzlers Beitrag reagieren würde, könnte mein Schweigen – und das anderer Angehöriger – so verstanden werden, als seien Durchhalteparolen willkommen.
    Und als wären sie für Angehörige zumindest teilweise angebracht.
    Aus diesem Grund war ich in diesem Punkt sehr einverstanden mit Jump! s pauschaler Klarstellung.

    Kann sein, dass ich den Punkt dieser sich ausgeweiteten Diskussion auch falsch verorte, für mich hakte es beim Begriff "krankhaft", wenn man bei der einen Klarstellung - einmal -im Namen von allen Angehörigen sprach.

    Und jetzt melde auch ich mich für einige Tage ab.

    Und deshalb habe ich entschieden hier heute doch nochmal einzusteigen. Auch wenn ich vermute, dass manch einer innerlich mit den Augen rollt und denkt: sie schon wieder.

    Ich denke eher, es ist so wichtig. Dass es auch ein eigenes Thema wert ist.

    Das Thema bleibt doch auch in Zukunft interessant .