Beiträge von Maeron

    Ich habe früher Bier getrunken. Jetzt will ich kein Bier mehr trinken und auch keinen anderen Alkohol.

    Wenn andere Alkohol trinken, dann können sie das tun. Es könnte mich aber triggern. Doch es könnte auch ein Lerneffekt sein, wenn ich merke, dass ich es "aushalte", es kein Verlangen auslöst, sonder einfach ein bißchen nervt. So mein ich das. Und irgendwann habe ich gelernt, dass es mich nicht nerven muss, denn ich brauche ihn nicht, den Alkohol.


    Trinken deine Freunde bei jedem Treffen Alkohol?

    Wir machen jetzt jeden Monat eine geplante Aktivität. Wenn es aktivitäten sind, wo getrunken werden kann, tun sie das gerne. Bislang:

    Aktivitäten, bei denen die Freunde Alkohol tranken (in Maßen, zumindest solange ich dabei war): - Kanufahren, Essen gehen, Bei einem der Freunde selbstgemachte Bürger essen, Grillen/Zelten.

    Aktivitäten, bei denen kein Alkohol getrunken wurde:. Kletterhalle, Sqash spielen, Frühstücken

    Beim Frühstücken konnte ich zeitlich leider nicht dabei sein, aber ich gehe davon aus, dass nichts getrunken wurde.

    Wenn ich etwas nur ,gut aushalten kann‘ ist das nicht mein Weg.
    Auf meinem Weg will ich nichts ,gut aushalten‘.

    Im Urlaub, im Restauran.. Überall wo andere trinken, muss ich manchmal aushalten, das diese es tun. Z. B. weil ich Bier rieche und Bier nicht riechen mag. Außer ich würde autark im Wald leben. Ist aber eher keine Option. 😃

    Warum denkst du darüber nach?

    Was vermisst du auf deinem nüchternen Weg?


    Die Atmosphäre vielleicht. Freunde ttreffen. Lockere Stimmung.

    Hallo ihr Lieben,

    zurzeit geht's mir Suchttechnisch ganz gut. Ab und zu spielt mir mein Kopf noch Streiche....das Suchthirn was ich mittlerweile einordnen kann und mich nicht mehr zum Sttaucheln bringt.

    Zurzeit habe ich viel Stress aufgrund einer neuen beruflichen Herausforderung, doch dies führt ein Glück nicht zum Verlangen. Derzeit garnicht. Aber kommt bei mir ja tatsächlich in Abständen von mehreren Monaten. So wie ich zuletzt auch konsumiert hatte. Ich hatte das erst nicht glauben können. Aber das Muster ist bei mir tatsächlich so.

    Vor ein paar Tagen habe ich mich wieder mit den alten Freunden getroffen zum Grillen. Icj konnte es gut aushalten, das die Bier getrunken haben. Ich bin dann gegen 22 Uhr wieder los, nachhause. Es ist ein schönes Gefühl, selbstbestimmt zu sein. Ich genieße das tatsächlich. Ich brauche keinen Alkohol mehr um mich mit Freunden zu treffen. Das ist für mich ein großer Erfolg. In eine Bar würde ich mich tatsächlich aber noch nicht wagen bzw. habe ich auch kein Interesse daran. Vielleicht wird es irgendwann gehen, dass ich sowas auch kann, oder auch mal auf Partys bzw. in Party Locations gehe. Aber da das für mich so sher mit Alkohol verknüpft ist, sehe ich für mich gar keinen Grund darin das ausprobieren zu wollen.

    Wäre ein Eintauchen in die nasse Zeit. Mit der Zeit neigt man dazu, vieles zu beschönigen, was auch bei vielen anderen Erinnerungen fern der Sucht passiert. Es war ja nicht so schlimm.

    So wie du geschrieben hast, hattest du deinen Konsum halbwegs unter Kontrolle, was jedoch im Widerspruch zur Sucht steht. War das vor der Sucht, oder warst du bereits süchtig? Nach dreißig Jahren des Saufens kann ich jedenfalls nicht mehr genau sagen, wann es zur Sucht wurde. Daher betrachte ich auch Rückblicke sehr vorsichtig.

    Ich schaue wie ich trocken bleibe, anstatt mich zu fragen, was nass los war. Nasses Denken ist

    Das verstehe ich.

    Ich will trotzdem nochmal ".nass denken" . Ich habe ja zuletzt quartalsweise gesoffen mit Kontrollverlust. Zwischendurch könnte ich in der Woche trinken und das Trinken an einem bestimmten Punkt stoppen. Jahre zuvor hatte ich Zeiten wo ich täglich kiffen und täglich dazu Alkohol trank. Auch schon süchtig.

    Auch wenn ich es zuletzt unter der Woche meistens stoppen konnte, aber den Rausch ab und zu bräuchte, bin ich trotzdem noch süchtig und nicht "halbwegs unter Kontrolle". Ich war recht schnell süchtig geworden. Und auch wenn ich es zuletzt unter der Woche stoppen konnte, bin ich trotzdem süchtig. Ich finde nicht das es im Widerspruch zur Sucht steht. Denn den Kontrollverlust hatte ich ja an Wochenenden. Ich habe mich quasie zusammen gerissen, nicht mehr zu trinken. Hatte auch nie mehr im Haus. Was ich da hatte, wurde getrunken. Außer Sekt.

    deine Freunde ins Boot zu holen, ist an sich eine gute Sache. Nur wie hier schon geschrieben, vor dem Rückfall.

    Ja, ich habe es gegenüber den Beiden nochmal konkretisiert (das ich die Verantwortung habe, es vorallem um das VORHER geht und Konsum keine Option ist).

    Wieso gibt es solche Ideen aus der Suchthilfe? Den Ausrutscher Vertrag, den man für nach den erste Schluck nutzen soll, ist ja nicht meine eigene Idee, sonder einer der "Angebote" aus der Rehadie Idee eines Ausrutscher Vertrag für nach dem ersten Schluck, wird ja irgendwelchen Forschungen / Beobachtungen zugrunde liegen.

    Nach einer Woche war ich dann eines über meinem alten Pegel angelangt. Also mehr als vorher. Und so war es dann für die nächsten 10 Jahre. Bis es körperlich nicht mehr ging

    Das ist echt heftig.

    Bei meinem ersten "Besuch" in einem Selbsthilfe Forum für Alkoholiker mit Anfang 20,also vor 15 Jahren, habe ich diskutiert, ob ich süchtig bin, was Sucht ist und dabei immer argumentiert, mit dem Recht auf Rausch und so einem Blödsinn. Damals schon wurde mir gesagt, ich würde nur weiter in die Sucht rutschen, wenn ich nicht aufhöre zu trinken. Ich habe das so angenommen und weiter gemacht. Dann ist das so für mich gibt's keine Alternative als Suchtmittel, war damals mein Credo. Nach 7 bis 8 Jahren Konsum, nochmal ein Forumbesuch. Damals den Alkohol weggekippt. Am nächsten Abend stand ich an der Tanke. Zwecklos. Ich konnte und wollte noch nicht aufhören. Durch das Kiffen habe ich auch viel vergessen. Ich habe eigentlich immer dazu getrunken, aber wie oft und wie viel kann ich nicht mehr genug sagen. Das ich alleine eine Flasche Wein getrunken habe, dass schon. Oder 6 bis 7 Bier. Das schon. Letztendlich ist die Menge egal. Alleine die Tatsache das ich mich alle paar Jahre in einem Suchthilfeforum angemeldet habe, sagt alles.

    In den letzten 5 Jahren konnte ich mein Leben ganz gut ordnen. Kein Kiffen mehr. Aber die Sucht blieb. Alkoholabstürze zuletzt quartalsweise. Immer krassere. In der Woche gelegentlich meine 2 Liter Bier am Abend. Oder auch mal eine halbe Fläche Wein. Es ging mir immer um den Rausch. Ganz klar. Krankheitseinsicht durch den Kontrollverlust, bej dem ich verbal aggressiv war. Gegenüber Menschen so verletzend gewesen. Wie ein anderer Mensch. Schrecklich. Das will ich nie wieder. Ich schreibe es hier auf, nochmal, weil es mir so hilft, gegen meinen Suchtdruck, dem Monster in mir.

    ja, aber wenn's dabei bleiben würde. ich würde jedesmal weitertrinken und nicht aufhören können. deshalb macht es für mich keinen sinn, dem nachzuhängen

    .ich würde nicht unbedingt weitertrinken. Ich habe zuletzt quartalsweise bis zum Rausch getrunken,zwischendurch konnte ich "normal" trinken. Allerdings wäre mir die Gefahr viel zu hoch, dies auszuprobieren. Denn würde ich trinken, wäre es irgendwann soweit, das ich nicht mehr aufhören kann. Ich bin süchtig und es ist daher dasselbe, mit dem Unterschied, das der Absturz bei mir vielleicht erst Tage später erfolgt.

    Das Ziel muss doch die lebenslange Abstinenz sein. Nur so kann die Alkoholsucht gestoppt werden.
    Warum machst du dir Gedanken, was du nach einem Rückfall machen kannst?

    Eigentlich wollte ich nur eine Methode aus der Reha nutzen und das war halt das erste, was mir im dir Hände viel .

    Was macht dich so sicher, dass du einen Rückfall überlebst?

    Weil ich bislang auch überlebt habe. Meinst du ich würde alles in mich reinschütten, bis zum Exitus? Quasie "nachholen" wollen!? Also der Gedanke jetzt macht mir zumindest Angst und ich kann e nicht ausschließen.


    Ich will weiterhin abstinent sein. Über den Rückfall nachzudenken und hier zu erläutern... Gute Idee, keine gute Idee...? Ich weiß es nicht.


    Vielleicht ist es hilfreicher, deine Gedanken in das Heute zu lenken…und Wege zu finden, die einen Rückfall möglichst gering halten?

    Ja.Und die Nummern der Freunde soll eigentlich dafür da sein. Ansonsten habe ich keine Idee, was mir noch helfen könnte.

    Hier ist doch die beste Stelle, in dieser Gruppe, mit solchen Gedanken umzugehen, sie hier reinzuschreiben.

    Mir fällt es manchmal schwer das in Worte zu fassen. Ich versuche es. Z. B. beim Anblick von einer sonnigen Restaurantterasse, viele Leute am Bier trinken und Rauchen. =Verlangen hat sich für den Moment gezeigt. Gedanke, ach ja, war das damals schön.

    Nur ich glaube, es ist manchmal auch besser dje Gedanken nicht weiter zu denken und zu kommunizieren,damit sie wegziehen können. Wann wäre der Zeitpunkt für die Kommunikation zu Suchtgedanken? Vermutlich wenn sie zu stark werden.

    Ja, verstehe was du meinst.

    Ich habe die Nummer der Freunde auch aufgeschrieben, dafür diesen Notfalllpass ausgeschnitten und dort eingetragen. Der lag hier auf dem Tisch. Meinen Frau hat den gesehen, genommen und gefragt, was das ist. Ich sagte/nuschelte zu ihr, " Notfallpass.. So zum Eintragen wegen Alk..." oder so ähnlich. Dabei hatte ich ein Gefühl, als hätte Sie mich bei was ertappt. Dabei ist es doch grundsätzlich gut aber irgendwie war mir was peinlich

    Bist du dir so unsicher, trocken zu bleiben? Wo sind denn da deine Ängste?

    Aufgrund besonderer Begebenheiten in meinem Leben, habe ich zeitweise Verlangen. Um besser Acht zu geben, überlege ich, was gut wäre. In meinen Unterlagen gab es eben den "Ausrutscher-Vertrag", als Möglichkeit zur Prävention..... Zuerst dachte ich mir, ich würde dies nicht brauchen. Aber dann dachte ich, es wäre doch vielleicht eine gute Idee, damit nichts passiert bzw. ich Freunde für den Notfall habe, die bescheid wissen.

    Besteht nicht die Gefahr, dass ich diese Person unbewusst verpflichte für mich verantwortlich zu sein?

    Ja, denke die Gefahr besteht.

    Ich würde einen Rückfall nicht als Ausrutscher bezeichnen, denn das impliziert bereits, dass es nicht so schlimm sei.

    Da gibt es glaube ich grundsätzlich unterschiedliche Meinungen zu. Ich denke euch, man sollte es nicht als Freikarte sehen. Aber eben, wenn es passiert, auch nicht als Weltuntergang und im Fall der Fälle ist das Ziel, den Konsum zu stoppen, es nach dem ersten Schluck zu beenden, bzw. so schnell es geht.


    nn es ist Verantwortung, die ich für etwas übernehme, das nicht in meiner Hand liegt.

    Ich werde den Freunden nochmal schreiben, dass es MEINE Verantwortung ist.

    achso, ich dachte, du maeron, rufst die notfalllistenfreunde an bevor es zum rückfall kommt! das würde für mich sinn machen

    Also dieses Formblatt aus der Reha beschreibt, dass man auch nach einem Konsum die Freunde anrufen soll, damit man nicht weiter trinkt und sicher Konsum nicht ausdehnt.

    Irgendwie klingt das für mich auch so, als würdest Du gedanklich schon alles für einen Rückfall „planen“ oder zumindest davon ausgehen, dass es zu einem kommt?

    Ja, da ist sicherlich was dran. In dem Moment, als ich das gemacht habe, war das vielleicht ein wenig wie ein Plan für den Konsum. Aber jetzt Ist das Gefühl wieder weg.

    Welche Strategien hast Du denn um Deine Nüchternheit zu stabilisieren? erkennst Du Schwachstellen, wo Du noch überlegen kannst, wie Du sie beheben kannst im Sinne der Risikominimierung?

    - Regelmäßig Sport

    - Regelmäßig Achtsamkeitsübung

    - Auf mein Stress-Level achten

    - Orte die mich triggern könnten nicht besuchen.


    Und ich habe jetzt Freunde gefragt, mit denen ich mich bald treffen will, ob es für sie denkbar wäre, in meiner Umgebung keinen Alkohol zu trinken, während ich da bin.

    Danke euch allen für die Antworten!

    Ich versuche die Tipps umzusetzen. Suchtgedanken erkennen, anschauen, weggehen lassen. Vielleicht auch ablenken oder so. Ansonsten habe ich jetzt zur Sicherheit zwei Freunde auf meine Notfall-Liste gesetzt. Falls es ein Ausrutscher gibt, kann ich die anrufen. Und vorher schon. Erst dachte ich, sowas ist für mich nicht notwendig. Doch es ist notwendig. Und die Freunde fühlten sich geehrt, dass ich sie fragte und haben zugestimmt. Das freut mich voll.

    Ich habe mal in alten Mails recherchiert und mich erinnert, dass ich im Laufe der Zeit immer mal wieder in anderen "Alkoholiker-Foren" angemeldet war.. . 2010 hatte ich das erste mal gemerkt, dass mein Konsum nicht normal ist und war bei der Suchtberatung. Da war ich Anfang 20. Dann weiter gesoffen. Dann 3 bis 4 Jahre später wieder in einem Forum angemeldet. Dann auch einer Therapeutin geschrieben, dass ich glaube ein Alkohol Problem zu haben....Insgesamt war es für mich immer mal wieder Thema. Meine Suchtstimme, das Verlangen, zeigt sich manchmal in den Gedanke die aufkommen, wie "vielleicht bist du garnicht süchtig". Meine Recherche in alten Mails haben dann das Gegenteil bewiesen. Es ist so und es wird es bleiben. Ich kann nicht konsumieren. So oft ich auch dazu gedanklich Lust bekomme.... Es würde sich wieder einschleichen.... Dann würde ich wieder ausarten... Und so weiter... Und da ich das nicht will, arbeite ich weiter ab Meiner Überzeugung, dass es besser ist OHNE Suchtmittel!

    Hallo,

    ich habe gerade "König Alkohol" von Jack London gelesen und kann das Buch sehr empfehlen. Sicherlich kennen es hier einige. Ich wollte es trotzdem einmal hier erwähnen.

    Ich fühle mich derzeit ganz gut. Ich genieße immer mehr die Abstinenz. Leider kommt ab und zu die Stimme der Sucht, damit meine ich kurzzeitiges Aufflackern von Verlangen. Das nervt. Wann hört das auf?

    Wie geht es Dir denn gerade psychisch? Hast ja schon länger nicht mehr geschrieben, konntest Du mit Ärzten/Therapeuten sprechen? Gerade Depressionen gehen ja oft mit erhöhtem Schlafbedarf bzw. "Flucht" einher ..

    Hallo Rennschnecke ,

    mir geht's tatsächlich ganz gut, denn beruflich habe ich etwas in Aussicht, was klappen könnte. Das freut mich doch bringt mich auch wieder viel zum Nachdenken. Ich gehe gedanklich alles mögliche durch, weshalb ich gedanklich schwer zur Ruhe komme (trotz Meditation und auch Baldrian).

    Depressionen habe ich eigentlich nicht. Ich hatte sicherlich eine depressive Phase, aber Die ist vorbei. Wegen meiner Ängste bin ich im Austausch mit den Fachleuten und habe Ende des Jahres ein Termin beim Psychiater um mir einmal auch diese Sicht und ggf mögliche Optionen anzuhören.

    Hallo,

    ich konnte gestern nicht einschlafen, erst sehr spät und bin morgens auch nicht aufgestanden sondern habe noch länger geschlafen als üblich.

    Meine Frau fragte mich heute, ob ich gestern Alkohol getrunken hätte. Ich war überrascht und meinte nein und wenn, dann würde ich es erzählen. Ich fragte, warum? Sie sagte, weil ich heute morgen nicht aus dem Bett genkommen bin, hatte sie überlegt, ob ich vielleicht heimlich was getrunken hätte, am Abend.

    Mich hat das sehr überrascht, dass sie das dachte. Und es bestürzt mich auch.

    Ja habe jede Woche Einzel. Werde Mal nachfragen. Das stimmt,es verändert einiges ohne Alkohol. Eigentlich komisch, das Alkoholkonsum in der langen Therapie nie für mich als so problematisch erlebt wurde. In der Zeit hatte ich einige Abstürze, die auch in der Therapie thematisierte wurden, doch soweit ich weiß war von Abhängigkeit in der Therapie keine Rede. Es ging manchmal um das Rauchen, weiches ich seinerzeit oft Versuche aufzuhören und anfangs auch ums Kiffen ,damit konnte ich aufhören. Ich kann mir vorstellen, das mein Alkoholkonsum auch von der Therapeutin thematisiert wurde, ich aber nicht bereit war Handlungsbedarf zu erkennen, ich konnte r mit ein Leben ohne Alkohol niemals vorstellen.