bis zum wochenende. dann reicht's auch. ich geh schlafen, gute nacht!
Beiträge von Paul_dry
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hallo thomson,
ja, das habe ich gemacht. hat gut getan. sport macht den kopf frei.
heute abend ist wieder so ein tag auf den die sucht gewartet hat: ein neues projekt biegt auf die zielgerade ein. alle haben hart und viel und gut gearbeitet und abends geht's dann in die bar auf den sogenannten verdienten absacker.
und natürlich ist mein suchtgedächtnis da voll dabei: geh doch mit, ein bierchen kann doch nicht schade.
ich weiß aber, dass es natürlich nicht bei dem einen bleiben würde .... . und dann ginge es wieder von vorne los. nein
also bleib ich lieber in meinem hotelzimmer und schau championsleague.
aber .... heute fällt's mir schwer. wie ein selbstgewählte isolation, bisschen wie knast.
das würde ich mir wünschen, dass es auch einen nüchternen abend in einer bar mit den netten leuten gibt.
ehrlich gesagt, traue ich mir das nocht nicht zu. und ich weiß, dass die richtige entscheidung ist, aber heute fühl ich mich .... einsam.
oder mein suchtmuster flüstert mir das ein.
ich geh ins bett und schlaf ....
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danke, ich finde es so hilfreich und toll, dass es hier hilefestellung gibt. die hilft sehr!
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Danke schön, immer gut von "erfahrenen hasen" zuspruch zu bekommen und von deiner erfahrung zu profitieren. das hilft sehr!
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Auch, weil es mich spiegelt. Rückwirkend beschämend.
ja, das stimmt. wenn ich betrunkene sehe, dann sehe ich auch mich. und das hilft!
komplizierter wird's für mich, wenn es so gemischt ist, es sind ja nicht immer alle, die saufen und die ich mag. und mit denen in situationen -wie gestern- sich nicht treffen zu können, ist ein wenig traurig. aber im nachhinein nicht so traurig, als dass ich mich in gefahr begeben möchte.
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Was hast du geguckt?
das mädchen aus kyjiw - arte mediathek - spannend
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hallo aurora,
danke der nachfrage.
hast du deine Situation gestern Abend gut überstanden?
ja, habe ich. habe eine spannende serie geschaut und tee getrunken und gummibärchen gegessen und dann hat sich die unruhe auch gelegt. heute ist's besser.
das wird wohl nicht das letzte mal gewesen sein, aber ich bin dem nicht mehr so ausgeliefert. und das macht mich hoffnungsfroh .
liebe grüße und schönen abend
paul
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danke für die rückmeldungen und die tipps.
ja, ich bin nicht in die bar gegangen. gummibärchen (viele!) gegessen, das war gut und spannende serie gefunden. meine unruhe hat sich dann auch wieder beruhigt. und heute tagsüber war's gar kein problem. plan für heute abend: dfb pokal und dann schlafen.
ich weiß nur noch nicht, wie damit umgehen, dass ich ja gerne soziale kontakte habe, aber in der jetzigen situation (seminar im hotel) sind diese mit Alkohol verbunden , d.h. treffen finden in der bar statt. und da will ich dann lieber nicht hin.
aber es ärgert mich, dass ich nicht so weit bin, ohne gefährdung mich in solche situationen zu begeben. (unabhängig davon, dass mir wahrscheinlich der alkoholpegel der anderen schnell auf die nerven ginge).
achja, minibar gibts hier nicht, nur weingläser und die habe ich vor die tür gestellt. brauche sie ja nicht.
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hallo und guten abend,
bin gerade beruflich auf einem seminar. und schon ein paar tage da. es läuft ganz gut. abends gehe ich aufs hotelzimmer und schau serien, lese oder wie jetzt -schaue fußball.
aber heute ist's zum ersten mal schwerer. es ist eine lustige runde in der bar und ich vermisse die geselligkeit. alkohol ist nicht das thema, eher der kontakt mit den anderen. andererseits weiß ich auch, dass ich heute "verführbar" bin. das will ich nicht, deshalb bleibe ich schön brav hier auf meinem zimmer. der notfallkoffer hilft übrigens.
was macht ihr in solchen situationen?
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ach ja und im gepäck habe ich daniel schreibers "nüchtern".
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danke für die guten tipps. werde ich machen. habe gesehen, es gibt auch einen fitnessraum. na dann, ab aufs laufband und hineinrennen ins nüchterne leben .....
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hallo zusammen,
bin gerade mal bei 9 wochen, aber gut drauf. kein suchtdruck, wenig gedankenkarusell. allerdings habe ich gerade auch recht viel zeit für mich und kann mich einrichten in mein neues leben.
nun ist es aber so, dass ich zwei wochen lang eine art seminar leiten muss. da freue ich mich drauf, es micht mir spaß.
sorgen macht mir eher das "danach". hotel im nirgendwo mit den üblichen seminarbegleiterscheinungen: bar, etc.
nun interessiert mich das abendliche rumsumpfen überhaupt nicht mehr, mochte es eh nicht so wirklich. ich habe auch kein problem zu sagen, dass ich keinen alkohol (mehr) trinke.
sorgen machen mir eher die abende dann im anonymen hotelzimmer. gibt ja meilenweit nichts drumrum, wie kino, theater, etc.
hat jemand von euch erfahrungen und tipps für solche situationen?
liebe grüße paul
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Wenn ich morgens aufstehe, schaue ich in den Spiegel und bedanke mich für die letzten 8,5 Jahre
was für ein schönes ritual. darf ich mir das "klauen"?

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Heute ist es die achte Woche ohne ... . und es war eine gute woche.
die woche davor war ich sehr nervös und unruhig, diese woche war das gegenteil. ich war sehr bei mir und schön war, dass es ganze tage und nächte gab, an denen es nicht "gerattert" hat im kopf und die selbstgespräche waren einfach weg. mit erstaunen habe ich manchmal festgestellt, dass ich den ganzen tag nicht einen moment an alkohol gedacht habe. das war schön.
gestern musste ich zu einer geburtstagsfeier, aus verschiedenen gründen musste das sein. ich hatte mir so ein paar strategien überlegt. es war fußläufig für mich, ein stetes kommen und gehen, jederzeit also abgang möglich, etc. um 18.00 war ich dort um 21.00 wieder zuhause. natürlcih gab es viel alkohol und die entsprechenden personen waren schon auf schnaps umgestiegen. ich habe den abend damit eröffnet, dass ich keinen alkohol mehr trinke. interessant waren die reaktionen. bei einigen ein mitleidiger blick, für die bin ich jetzt ein langweiler und spaßbremse. andere sind erschrocken, weniger über mich glaube ich, als vielmehr über sich selber, so als sei ich ein spiegel. und die dritten haben mir érzählt, dass sie ja auch schon phasen ohne hatten.
ich war selber ganz erstaunt über mich, wie leicht es mir gefallen ist, dass zu sagen und wie leicht es mir fiel, apfelschorle zu trinken. suchtdruck hatte ich keinen, auch nicht danach. im gegenteil, mich hat das gesaufe genervt. es ist irre, wie schnell es die menschen aus der bahn trägt, da braucht es nicht viel, zumindest viel weniger als ich dachte, bis das reden wirr wird und die artikulation seltsam. ich bin dann auch bald wieder gegangen, ich bin nicht geflohen, sondern guten gewissens gegangen.
für mich war's ein wichtiger abend, zu merken, dass das jetzt schon manchmal geht, mit vorbereitung und exit-strategien.
hoffe, euch geht's auch gut. schönen abend noch.
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Es ist alles noch da! Und jetzt kommt es ungefiltert wieder hoch.
ja, so ist es. ich finde das auch gar nicht verkehrt, im gegenteil. wenn man das verdrängte anschauen kann, bewältigt man es. in der jetzigen phase kommt manches nur so "überfallartig" und damit überraschend.
Falls du gut englisch kannst, würde ich dir empfehlen ein paar Artikel zum Thema "PAWS" (post acute withdrawl symptom) zu lesen. Deutsche Literatur gibt's hier leider deutlich weniger.
danke für den tipp, das thema "paws" kannte ich noch nicht. es ist aber sehr hilfreich, auch die ratschläge, wie mit den einzelnen symptomen umzugehen ist.
Vielen Dank für Deinen Beitrag. Ich hatte das schon wieder ganz vergessen. Jedenfalls ist es absolut normal, dass das hochkommt. Vorher wäre es nicht gegangen. Eigentlich ist es also positiv zu sehen. Und es endet dann auch wieder. Wenn es seine Aufmerksamkeit bekommen hat.
vielen dank auch dir. es ist wirklich sehr schön, hier in diesem forum hilfestellung von "veteranen" zu bekommen und zu verstehen, dass ich nicht so alleine bin mit meinen zuständen und dass auch andere einen weg aus der sucht gefunden haben. das hilft sehr!
euch allen einen schönen restsonntag!
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7 Wochen. bin stolz auf mich. aber die letzten tage war's schwer. irgendwie habe ich nichts auf die reihe gekriegt. alles blieb liegen und dann wuchs der berg unerledigter sachen, so als gäbe es einen alltagsstau. das kenne ich schon, das habe ich manchmal, aber noch vor 7 wochen hätte ich mir den berg ab mittags weggetrunken. natürlich war er immer noch da und wurde größer, aber mir war's erst mal egal. die tage aber kam alkohol natürlich nicht in frage und ich bin immer nervöser geworden und unruhiger. da war die versuchung recht groß. sport, kochen, reden, rausgehen in den regen, das hat mir etwas geholfen, aber fies war's doch.
heute geht's besser. bin allerdings etwas deprimiert. mir scheint, als ob das nüchtern sein ganz schön viel verdrängtes aus der tiefe hervorholt. träume viel, habe plötzlich erinnerung an ganz früher, mir fallen viele vergessene sachen und situationen ein, da sind auch sehr unschöne dabei.
ja, alkohol ist eine wand zwischen mensch und welt. ich freu mich, dass diese wand langsam niedriger wird und durchlässiger, aber manchmal ist es schon schwer, sich nüchtern zu ertragen. bin froh, dass es heute schon wieder besser ist, aber meine frühwarnantennen sind ausgefahren.
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hallo donnie,
alle achtung, wie tapfer du kämpfst!
Naja, es wird häufig so beschrieben, dass ein Alkoholiker, der den Alkohol einen Großteil der Zeit nie als Leid entfunden hat, mit der Abstinenz ähnliche Erfahrungen macht wie beim Tod eines Menschen der sehr wichtig war.
ich glaube, dass dieser gedanke nicht richtig ist. alkohol, zumindest bei mir, war nicht MEIN begleiter, ich war ab einem bestimmten zeitpunkt SEIN begleiter. er hatte das kommando übernommen. und der abschiedsschmerz ist nicht MEINER, sondern SEINER. er hat keinen wirt mehr, der ihn beherbergt. er hat ein problem, du aber bist auf dem weg.
und ich weiß, ich rede mich leichter als ich es oft selber empfinde. gerade mal 50 tage ohne ... aber ich bin nicht mehr so hilflos. im gegenteil.
bewegung hilft mir auch, der körper ist ein kluger kerl. und ich habe begonnen zu meditieren, um das chaos im kopf loszuwerden. klappt manchmal schon ganz gut ...
alles gute
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so, jetzt sind es 6 wochen. und mir geht's gut. ich bekomme schon ein wenig routine im alltag. und ich habe gelesen, dass in meinem körper umfangreiche reperaturmaßnahmen begonnen haben. das ist doch schon mal was!
jetzt beginnt eine neue phase, weil sechs wochen, das kenn ich schon. das war mein jährlicher test, dass ich kein alkoholiker bin und am ende der sechs wochen stand immer eine blutuntersuchung, um mir ein bessereres gewissen zu verschaffen ... und ein riesenrausch, mit dem ich das ende der fastenzeit begossen habe.
mehr als sechs wochen, das ist (erinnerungstechnisches) neuland. weil ich habe keine erinnerung daran, wann es zu letzt mehr als sechs wochen ohne waren. traurig.
1 1/2 monate ohne, das ist nicht viel und ich merke, wie sehr mich das thema beschäftigt. viele innere monologe, viel aufarbeiten und auch viel unruhe, aber auch viel glück, viel stolz und zuversicht. ich bin nicht mehr wehrlos der sucht ausgeliefert, ich kann nein sagen und das ist ein tolles gefühl, es gibt kraft und selbstvertrauen. trinken, nein, das will ich nicht mehr.
das heißt aber auch, ganz bewußt auf sachen zu verzichten. ich meide gerade alle gelegenheiten, bei denen alkohol im mittelpunkt steht: partys, essenseinladungen (im nachhinein habe ich das gefühle, dass 80% aller esseneinladungen der vorwand für saufen aller beteiligten waren und zwar durch alle kreise hindurch), konzerte und bald auch die weihnachtsmärkte.
klar, manchmal fällt's schwer, weil es ja auch begegnungen sind mit menschen, die ich mag. andererseits ist das vergnügen als einzig nüchterner sehr gering. mich erschreckt, wie schnell sich die menschen schon mit relativ geringer menge an alkohol verändern und zwar zum nervigen hin. dann merke ich wieder, dass mein weg für mich jetzt goldrichtig ist. let's go!
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Musste mich da durchsetzen.
was meinst du damit? hast du darauf bestanden, dass in deiner gegenwart kein alkohol konsumiert wird? und wie sieht so etwas ganz konkret aus? ich komme gerne zu euch zum abendessen, aber nur, wenn kein alkohol ausgeschenkt wird? in etwa so?
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hallo dante,
ja, da hast du recht. offen mit der situation umgehen. aber irgendwie traue ich mich das noch nicht so recht. im moment ist meine sprachregelung nach außen (außer im engeren kreis): gerade alkoholpause.
und mit der rücksichtsnahme ist es mal so mal so. die einen nehmen rücksicht, die anderen signalisieren, dass es nicht ihr problem ist.