Beiträge von Nayouk24

    Wenn ich richtig gerechnet habe bist du jetzt 2 Wochen abstinent.
    Das ist richtig klasse.

    Du kommst von einem Termin bei der Drogenberatung und läufst an deinem Laden vorbei und dein Suchthirn schlägt dir eine Flasche Eierlikör vor.
    Für mich ist es wichtig, das als solches zu erkennen. Das bin nicht ich, das ist der kranke Teil in meinem Kopf.
    Es hat eine Weile gedauert, bis ich dem sicher begegnen konnte.
    Wenn dein Suchthirn auf den Laden anspringt, wäre es eine Möglichkeit erstmal einen anderen Laden aufzusuchen.

    Daneben ein innerer Beobachter, ein Teil von mir selbst, der sich das unbeteiligt betrachtete, der wusste, wie bescheuert das ist. Der wusste auch, jetzt ist es dann so weit, dass Du morgens anfängst.

    Hallo Lebenskünstler,

    den inneren Beobachter kenne ich auch. Er ist irgendwann da und stellt unparteiisch die Fakten fest.
    Er ist auch für Co-Abhängigkeit immun. Sein Nachbar, das schlechte Gewissen, den beobachtet er mitleidig.
    Er wartet nur auf das Unausweichliche.
    Dieser innere Beobachter begleitet mich noch heute, er wurde aktiver, hat hinterfragt, reflektiert und gibt sein „Go“ oder auch nicht.
    Ich bin froh, dass er da ist.

    LG Nayouk

    Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, Paul_ .

    Du kannst jetzt überall schreiben, jedoch in den nächsten 4 Wochen bitte nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern.
    Diese erkennst du am „orangeroten“ Namen.

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    Viele Grüße
    Nayouk

    Der sieht sehr schön aus und ich könnte mir den vorstellen
    Unabhängig davon möchte ich einen Gedanken teilen.

    Bertingen ist Camping und Bertingen ist die geographische Heimat des Forums.
    Nicht jeder kann sich mit den Gegebenheiten eines Campingurlaubes anfreunden,
    sei es aus Altersgründen, wegen der Gesundheit oder weil es einfach nicht sein Ding ist.

    Ich wollte beim diesjährigen Forumstreffen auf dem Campingplatz sein, denn ich wollte meine Unabhängigkeit und auch einen Rückzugsort haben. Wenn ich nicht auf dem Campingplatz in Bertingen übernachte, hätte ich das Gefühl irgendwo dazwischen zu sein. Es gibt sowieso kein festes Programm, aber es gibt Zeiten am Tag, da will ich mich mal kurz zurückziehen und das wäre nur durch die Gastfreundschaft von anderen möglich, wenn überhaupt und die herzliche Gastfreundschaft von Doro‘s Familie kann auch überstrapaziert werden.
    Wenn ich dann jedes Mal in meine Unterkunft fahre oder mich irgendwo aufhalte, dann ist das irgendwie doof. Es ergeben sich ja auch zufällig Situationen, bei denen ich mit anderen ins Gespräch komme und die würde ich dann vermissen.

    Ich plädiere dafür, das Forumstreffen zum 1. Mai in Bertingen zubelassen und ein zweites Treffen, vielleicht dieses Jahr im Herbst, in einer Stadt zu planen. Statt einem Hotel wäre auch die Anmietung eines großes Hauses oder ähnlichem eine Möglichkeit, nur stellt sich dann die Frage der Verpflegung.

    Dies ist meine ganz persönliche Sicht und ich stelle das mal zur Diskussion.

    Diehst du denn ansonsten eine Gefahr wenn ich es nicht rieche Alkohol im essen schmecke ich auch nicht trotzdem wird ja sehr davon angeraten

    Was aussieht, riecht, schmeckt wie Alkohol oder wo er deklariert ist, da mache ich einen grossen Bogen herum.
    Es kann immer mal aus Versehen oder Unachtsamkeit passieren, aber sobald ich es weiss, dass Alkohol drin ist, mache ich nicht weiter,
    so nach dem Motte "Ups, in der ersten Praline war Alkohol, hat mir aber nichts ausgemacht, deswegen esse ich noch eine".
    Die Triggerreize können optisch, olfaktorisch oder gustatorisch (olfaktorisch habe ich auch erst hier gelernt ;)) ausgelöst werden und natürlich durch den Alkohol selbst.
    Du wirst es merken, wenn es passiert ist aber ich würde es nicht provozieren.

    Herzlich willkommen im Alkoholiker-Forum, Paul_,

    da hast du ja schon eine bewegt Geschichte hinter dir.
    Hier tauschen sich bekennende Alkoholiker aus, die eine lebenslange Abstinenz anstreben.
    Dies hast du mit deiner Vorstellung schon bestätigt.
    Mit dem was du schreibst, machst du gerade einen ambulanten Entzug unter ärztlicher Betreuung und zwar seit heute.
    Habe ich das richtig verstanden?
    Und noch eine Frage, was hast du in den 4 Jahren Trockenheit zur Stabilisierung deiner Abstinenz getan?

    Viele Grüsse
    Nayouk

    Und jetzt kommt direkt der nächste Suchtgedanke: nicht mal gescheit mit irgendetwas Anstoßen kann ich mehr

    Die Situationen kannst du nicht ausschalten Matcha , z.B. nicht im Vorstellungsbereich lesen oder nicht an den nächsten feierlichen Event denken usw.,
    das wäre eine unendliche Liste und diese Liste beschreibt einen Teil deines Lebens.
    Ich habe gelernt, zwischen der Stimme des Suchthirns und Suchtdruck zu unterscheiden.
    Die Stimme ploppt immer mal wieder auf. Z.B. gestern nach über 7 Stunden Rückreise vom Forumstreffen.
    Ich habe sie abgewürgt, keine Diskussionen und mich dann gefragt, wieso zu Hölle kommt diese Stimme jetzt nach 16 Monaten Abstinenz, wo ich gerade ein super Treffen des Alkoholiker-Forums hinter mir habe und gerade was dieses Thema angeht, bestens gelaunt sein müsste?
    Die Fahrt war anstengend und ich habe auf der Fahrt viel zuwenig getrunken und gegessen (HALT Regel nicht beachtet).
    Was ich damit sagen will, die Stimme wird immer wieder kommen. Sie sucht jede Gelegenheit, die ihr über den Weg läuft. Ich muss lernen mit ihr umzugehen. Das hat bei mir auch ein paar Monate gedauert. Aber das Gelernte schützt mich nicht davor, dass sie mich immer mal wieder überfällt, aber ich kann den Spuk binnen Sekunden beenden.
    Es ist mir noch nicht egal, wenn die Stimme dazwischenfährt, aber ich habe es akzeptiert und damit ärgere ich mich auch nicht mehr darüber.
    Es gehört zu mir dazu, weil ich Alkoholiker bin.

    Viele Grüße

    Nayouk

    Das ist mir zwar mittlerweile klar, aber wieviel Jahre und wieviel Freude habe ich dadurch einfach verloren.

    Hallo Momo,

    Da haben wir was gemeinsam, nur jeweils auf der anderen Seite und sind nicht die Einzigsten.
    Auf die Warum-Frage gibt es oft keine Antwort. Als ich akzeptiert hatte, dass das was war nicht mehr zu ändern ist und ich das was kommt besser machen kann, hatte die Warum-Frage keine Berechtigung mehr, eine Antwort zu bekommen.

    Viele Grüße
    Nayouk

    Danke an Alex fürs grillen, war wie immer prima. Danke das ihr da wart, danke für die tollen Gespräche. War einfach eine schöne Zeit mit euch.

    ….dem möchte ich mich gerne anschließen und nochmals vielen lieben Dank an Alex07
    Für mich war es eine tolle Erfahrung und ich bin froh, dass ich dabei war.

    Schön das ich alle Teilnehmer (inklusive Überraschungsteilnehmerin) kennenlernen durfte, insoweit man in der kurzen Zeit überhaupt von kennenlernen sprechen kann.
    Eigentlich kennen wir uns ja schon alle, aber eben anders. Für mich war es irgendwie so, als ob wir uns schon lange kennen, aber lange nicht gesehen haben. Eine Wahrnehmung, die glaube ich seines Gleichen sucht. Dies so zu erleben war schön und spannend.
    Und daher um so bedauerlicher, dass Thalia1913 und Rennschnecke nicht dabei sein konnten.

    Mit Dante habe ich über das nächste Forentreffen gesprochen und es gibt da so ein paar Ideen. Was er mir verraten hat ist, dass der 1.Mai 2026 in Bertingen für ihn schon gesetzt ist🙂

    Also, Termin schon mal vormerken, es könnte passieren.

    Viele Grüße
    Nayouk

    Hallo Luzy,

    Du bist seit sieben Tagen abstinent und willst dir weitere Hilfe zur Stabilisierung deiner Abstinenz holen.
    Das ist der richtige Weg.

    Für den weiteren Austausch hier im Forum sende ich dir den Link zur Freischaltung für den offenen Bereich:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Bitte anklicken und einen kurzen Satz schreiben, da du dich ja schon ausführlicher vorgestellt hast.

    Danach werden wir Dein Thema zu "Erste Schritte für Alkoholiker" verschieben.

    Viele Grüße

    Nayouk

    Es geht darum, das Leben neu zu strukturieren, die gewonnene Zeit, in der sich alles um den Alkohol gedreht hat, mit neuen Inhalten zu füllen.
    So wie du schreibst, ist das ein Anfang.

    Ich war in einer Klinik zur Entgiftung und direkt anschließender Entwöhnungstherapie. Es gibt viele Wege, für mich war das der richtige.

    Lass dich darauf ein du wirst selbst merken ob es dir gut tut.