Beiträge von Lycia

    Atmen kannst Du nicht ausfallen lassen ;)

    Natürlich kannst Du Feiern vermeiden. Du möchtest nicht.

    Nein, ich kann nicht. Es sind Geburtstage meiner Kinder, Weihnachten, die Jugendweihe meiner Großen, das sind Sachen die müssen gemacht werden und als Mutter muss man dabei sein wenn bzw muss einfach alles tun um es möglich zu machen. Ich könnte sicher noch weniger gut damit umgehen wenn meine Kinder darauf verzichten müssten und dann bin ich halt in der Pflicht und muss da durch. Ich werde nicht trinken und es wird sau schwer aber die Alternative ist für mich einfach nicht wählbar. Da können die Meinungen auseinander gehen, und man mag sachen sagen wie : "lieber keine feier als mama die wieder trinkt" dann muss ich dafür sorgen das ich an dem Tag nicht trinke. Noch mehr erträgt mein Gewissen in dem Punkt einfach nicht.

    Ja, meine Gedanken waren wirklich so dramatisch. Heute kann ich lachen, ich kann traurig sein, aber ich kann eben auch fröhlich sein.

    Hallo Twizzler

    genau das meine ich. Aktuell fühlt es sich einfach beängstigend an, weil ich nicht weiß wie ich, wer ich ohne bin.

    Gerade habe ich ein ähnliches Gefühl dem Nikotin gegenüber. Ich reduziere gerade und bei jedem weiteren Schritt kommt diese leise Stimme.

    Da hatte ich Glück. Von einem auf den anderen Tag aufgehört und nur probleme gehabt wenn ich getrunken habe 😆. Ich wünsche auf jeden Fall gutes gelingen !

    Für mich hört sich deine Aussage zur lebenslangen Abstinenz etwas schwammig an.

    Für mich war und IST diese Klarheit nie mehr Alkohol zu trinken eine unheimliche Erleichterung: ich muss keine innerenDiskussionen mehr führen - es ist viel einfacher als darum zu kämpfen das zweite, dritte, …. Glas stehen zu lassen…

    Danke für deine Meinung. Ich denke das empfindet jeder anders. Für mich ist es das erste mal das es greifbar ist wirklich nie wieder zu trinken, und ja, das ist schon irgendwie erleichternd, aber eben für mich(!) Auch beängstigend. Es fühlt sich noch an als würde ich ein stück von mir selbst verlieren, was sicher an meiner Geschichte, den Erlebnissen und der Tatsache liegt, das ich mich selber gar nicht richtig kenne und vor allem nicht mag. Aber ich bin sicher es wird besser mit der Zeit.

    Ich wünsche dir viel Feeude an jedem abstinenten Tag!

    Ich danke dir sehr.

    willkommen in unserer Selbsthilfegruppe. Da du schon mal in der Entgiftung/Therapie warst, kennst du die Grundbausteine und auch den Notfallkoffer bestimmt noch. Hast du ihn schon "abgestaubt"? Vielleicht ist es eine gute Idee, die Strategien aufzufrischen und sich ein wenig Gedanken darüber zu machen.

    Hallo Seeblick,


    Ja kenne ich, und hab abgestaubt. Ich werde aber weiter neues probieren mal sehen was sich noch so findet. Einen alkoholfreien Haushalt habe ich seit 2012. Also im weitesten sinne, ich meine damit ich hatte nie etwas im Haus langfristig außer an dem Tag an dem ich es getrunken habe nachdem ich es gekauft hatte. Da mein Partner keinen Alkohol trinkt besteht auch weiterhin kein risiko das hier irgendwas rumstehen könnte.

    Hallo Martha


    Vielleicht beginnst Du damit, erstmal in kleineren Schritten zu denken. 24 Stunden, 1 Woche, 1 Monat - je nachdem was heute für Dich vorstellbar ist und Dir keine Angst macht.

    Im Moment ist es eher eine Art Trauer/Verlust Gefühl, als Angst. Und ich habe es immer mit kleinen Schritten versucht, aber habe jetzt das Empfinden wenn ich durch diesen Trauerprozess durch komme dann ist es besser das im Großen zu denken...schwierig zu erklären sry ^^


    Mit Familienfeiern oder Restaurantbesuchen könntest Du ja mal eine zeitlang aussetzten, wenn Du schon jetzt weißt, dass es Dir schwer fällt, dort abstinent zu bleiben.

    Restaurantbesuche fallen erstmal aus, Familienfeiern stehen dieses Jahr einige an die ich nicht ausfallen lassen kann, da muss ich einfach irgendwie durch

    Deine Tochter hat dich gebeten, nichts mehr zu trinken.
    Hast du dir das nicht selbst auch schon lange gewünscht?

    Wann fällt es dir denn besonders schwer, abstinent zu leben?

    Ich habe es mir bisher nie vorstellen können. Es war immer das Gefühl und die Angst da, ich würde einen Teil von mir selbst verlieren. Auch jetzt ist diese Angst noch vorhanden und die endgültige Entscheidung die ich nun getroffen habe hat fast den Beigeschmack der Gefühle die man hat wenn man eine Beziehung beendet die einem zwar nicht gut tut aber die man eben schon seit Jahren so kennt. Wenn einem aber das eigene Kind soetwas nahe legt rückt es das ganze wohl in ein anderes Licht. Ich habe mir immer selber eingeredet das nicht mehr täglich und sogar wochenlang nicht zu trinken reichen würde um einen offiziell normalen Konsum zu haben und damit wäre auch alles ok. Unterbewusst war mir natürlich klar das dass Blödsin ist und ich nicht mit Menschen vergleichbar bin die kein Jahrelanges Suchtgedächnis haben, aber im selbst belügen war ich schon immer groß.

    Besonders schwer abstinent zu sein, fällt es mir auf Familienfeiern und im Restaurant.

    Wie ist, nach meiner Erklärung, nun Deine Antwort?

    Wie gesagt, der Plan ist weiter Abstinent zu leben.

    Wie genau meinst Du das? Was bedeutet „aktuell“?

    "Aktuell" bedeutet in diesem Fall nur, dass ich meinen Vorherigen Plan, das kontrollierte Trinken, verworfen habe und der nun aktuelle Plan ist Abstinent zu leben. Tut mir leid wenn ich für Verwirrung gesorgt habe.

    Elly hatte schon gefragt, was Du dieses Mal anders machen möchtest? Bei Deinem letzten Versuch 2012 hat es ja nicht funktioniert

    Heute ist mit 2012 nicht zu vergleichen, ich hatte einen ganz anderen Konsum damals so sehr das eine Entgiftung nötig war. Es besteht also zur Zeit "nur" eine psychische Abhängigkeit. Ich bin in Kontakt mit einer Beratungsstelle bei der ich regelmäßig Termine wahrnehme und weitere Schritte bespreche.

    Die Grundbausteine kenne ich in ähnlicher Form bereits aus der Therapie.

    Ich denke der Hauptsächliche Unterschied zu 2012 oder einem anderen Zeitpunkt besteht hauptsächlich darin, dass ich mir Zum ersten Mal vorstellen kann, ohne Alkohol zu leben.

    Hallo, ich bin weiblich, Ende 30, habe 2 Kinder, einen Teeny und ein Baby und einen festen Partner. Neben der Alkoholproblematik habe ich auch noch ein paar psychische Baustellen mit denen ich aber seit einiger Zeit gut klar komme.

    Ich bin Alkoholikerin offiziell seit 2012. Angefangen zu trinken habe ich mit 14, mit dem typischen Dorf-trinken.

    2012 habe ich eine Entgiftung gemacht, sowie 6 Monate ambulante Therapie und war dann ein Jahr trocken.

    Danach habe ich es mit kontrolliertem Trinken versucht, bzw mit."Hauptsach nicht täglich oder betrunken" was eher schlecht als gut lief.

    Bis vor 3 Monaten lag mein Konsum in den letzten 4-5 Jahren bei 2 bei 3 x die Woche, richtig betrunken habe ich mich allerdings seltener, vielleicht 2x im Monat. In meiner Schwangerschaft war ich Abstinent.

    Vor 3 Monaten hat mich meine große Tochter gebeten nichts mehr zu trinken und das habe ich bisher auch umgesetzt. Es fällt mir allerdings sehr sehr schwer und ich hoffe hier auf etwas Unterstützung und Tipps die mir das ganze erleichtern.

    Danke fürs lesen :)