Beiträge von beebee

    Was ist das für ein Urlaub? Urlaub mit dem Wohnmobil, Ferienwohnung oder Hotel?

    Mit dem Wohnmobil. Mein Freund und Freunde, die keinen Alkohol trinken, sind dabei.

    Hatte überlegt ob ein Urlaub eine gute Idee ist, weil hier im Forum oft davon abgeraten wird, da ich aber hauptsächlich Zuhause und alleine konsumiert habe, denke ich, dass mich die Auszeit eher unterstützt.


    Danke für die Glückwünsche. Ich kann das noch nicht so wirklich "feiern", da ich schon mal viel weiter war, aber ich hoffe einfach sehr, dass ich daraus gelernt habe und es mein Anfang vom "nie wieder" ist.

    Es ist gut zu wissen, dass ich hier Unterstützung finde.

    Hallo.

    Vier Wochen und zwei Tag stehen heute auf meinem Zähler und ich bin stolz... Vor allem weil es sich dieses Mal anders anfühlt und ich das "nie wieder" immer mehr verinnerliche.

    Die letzten Tage gab's keinerlei Suchtdruck. Die Arbeit in meinem Gewerbe hat mich so ausgelastet, dass für nichts anderes Platz war (obwohl ich in meinen Trinkzeiten immer eine Möglichkeit für ein Gläschen gefunden hätte).

    Trotzdem weiß ich um das Suchtgedächtnis und weiß, dass es sich melden wird. Ich bin wachsam.

    Die letzten beiden Tage hatte ich zum ersten Mal seit meiner Abstinenz keine Kopfschmerzen und meine Fröhlichkeit kommt zurück, was für ein Gewinn.

    In den nächsten Tagen sind wir etwas unterwegs und machen Urlaub. Ich denke, dass die Erholung und der Abstand zu meinen Trinkgewohnheiten ein guter nächster Schritt sind und zur rechten Zeit kommt.

    Viele Grüße und ich wünsche euch einen guten Start in die neue Woche

    BB

    Ein liebes Hallo an euch.

    Mich haben eure Nachrichten extrem beschäftigt. Da steckt so viel Wahrheit drin und ich konnte auch den Nachdruck darin annehmen. Und doch gab es einen Widerspruch in mir und das war nicht das Raubtier, das da lauert (vielen Dank Whitewolf für diese Metapher, es passt so gut).

    Hab mich erst mal zurück genommen, die Nachrichten und meine Emotionen sacken lassen. Und auch wenn ich erst wenige Tage trocken bin, so habe ich für diese Phase ein kleines bisschen Erfahrung (und ein Scheitern) auf das ich Zurückgreifen kann. Das will ich nicht Größer machen als es ist, aber ich möchte diese Zeit als Lernerfahrung annehmen. Darüber hinaus bin ich ja nicht nur eine Süchtige, ich bin auch ein Mensch mit Stärken und sehr gut im Reflektieren. Darauf habe ich mich besonnen!

    Fazit: Ich habe mich fürs Erste aus Allem raus gezogen. Vieles abgesagt und mich auch krank gemeldet. Danach konnte ich das erste Mal aufatmen und wieder auf meinen Verstand zurück greifen.
    Es ist eine Mischung aus: es arbeitet in mir, der Druck fällt etwas ab und ich habe die ersten entspannten Momente - aber auch Zeit mich mit mir und meiner Sucht zu beschäftigen.
    Ich werde jetzt nicht leichtsinnig, ich weiß um das Raubtier, aber ich kenne auch dessen Habitat: Zuhaus, wenn ich alleine bin, nichts mit mir anzufangen weiß und mich dämlich vom TV berieseln lasse.
    Deshalb habe ich mich auch dafür entschieden meine Veranstaltung durch zu ziehen. Ich freue mich riesig darauf und eine Absage hätte zur Folge, dass ich enttäuscht und frustriert Zuhause sitzen würde - das wäre als ob ich mich mit dem Raubtier zum Kuscheln verabreden würde - es wäre schlichtweg dämlich.
    Ich habe euere Warnsignale aber verstanden und natürlich ist es viel zu früh mich in der Form mit Alkohol zu konfrontieren, damit hast du Whitewolf völlig recht. Ein Dilemma für das ich eine (wie ich finde) gute Lösung gefunden habe. Ich habe eine nette Nachricht an die Teinehmer formuliert und siehe da wir werden das Wochenenende alkoholfrei gestalten.

    Ich hab den ersten Anflug von einem guten Gefühl.

    LG BB

    P.S. Whitewolf es dämmert mir so langsam erst, dass wir eine Krankheit haben und es kein Versagen und Willensschwäche ist. Deshalb danke für deine Worte und Finger in die Wunde legen....

    Die Krankheit mal solange in die dunkle Ecke stellen?


    Status:
    Gestern: Kurzer trigger vom Suchtgedächtnis, ausgelöst durch Rotweingläser im TV. Ich habe umgeschalten und Druck war weg.
    Heute: Mittagessen allein Zuhause ohne TV und Ablenkung.
    Frische Luft und lange Spaziergänge tun mir unglaublich gut.
    Alles in Ruhe machen fällt mir schwer, scheint für mich aber eine Schlüsslfunktion zu sein.
    Immer noch Kopfschmerzen.
    Stimmung etwas besser.
    Vorsichtig optimistisch.
    Tag 24

    Liebe Stern.

    Ganz herzlichen Dank für deinen schnellen Support! Das sind gute Methoden von dir, die werde ich mir merken!

    Und ja...

    Sicher ist sicher….Priorität Nr. 1 ist dein nüchternes Leben. Und das ist noch sehr jung.
    Pass gut auf dich auf.

    ...das behalte ich vor Augen!

    Gute Nacht und noch mal vielen Dank!

    Eben ging mir ein Licht auf und erklärt möglicherweise auch meine sehr schlechte Stimmung am Wochenende. Ich haderte bisher extrem mit dem Wochenstart, es stehen wichtige Termine im Geschäft an. Was mich aber am meisten stresst (und das war mir nicht bewusst) ist ein Ausstand zu dem ich morgen eingeladen bin. Ganz sicher wird dort auch um die Mittagszeit Alkohol getrunken und selbst wenn ich diesen Termine ohne ein Glas in der Hand schaffen sollte, so wird es mich ganz bestimmt extrem triggern. Fazit: Ich muss diesen Termin irgendwie vermeiden....
    Was nun? Krank melden?

    Und die nächste Herausforderung wartet direkt am kommenden Wochenende. Ich habe eine Kunden-Veranstaltung mit gemütlichem Beisammensein am Abend. Die Ersten Teilnahmer haben sich heute bereits über die alkoholische Getränkeauswahl ausgetauscht. Dafür muss ich mich Sattelfest bekommen.

    Wenn ich darüber nachdenke stelle ich fest, dass ich vor dem morgigen Umtrunk deutlich mehr Respekt habe wie vor dem Wochende. Auch sehr spannend. Aber jetzt muss ich mir erst mal überlegen, was ich mit dem Termin morgen anfange...

    Da habe ich ja eine Woche vor mir...

    Ein liebes Hallo in die Runde.

    Ich wollte heute wieder von mir berichten. Es hilft mir meine Gedanken hier fest zu halten und von euch und euren Erfahrungen zu lesen.

    Die Kopfschmerzen begleiten mich immer noch täglich, aber sie sind erträglich und Medikamente will ich nur nehmen, wenn es gar nicht anders geht. Hab keine Lust von einer Sucht in die Nächste zu purzeln.

    Ich bin auch weiterhin sehr müde und schlapp. Auf der Couch rum sitzen tut mir aber irgendwie auch nicht gut. Deshalb versuche ich mich im Erledigen und Abarbeiten von Dingen, ohne dass ich in Stress verfalle. Das ist eine ziemliche Herausforderung für mich.

    Ich bin ein echter Miesepeter und von mir selber (und natürlich auch vielen anderen Menschen) genervt. Stelle Vieles in Frage, habe aber beschlossen weitreichende Entscheidungen bei Bedarf erst in einigen Monaten zu treffen, da ich im Moment sicherlich nicht ich selber bin.

    Was ich ändern muss um dauerhaft Abstinent zu sein ist mir unklar.

    Das Gute: Tag 22

    Ich wünsche euch einen schönen Sonntag und freue mich auf eure Gedanken!

    Alex_aufdemweg ganz lieben Dank für deine ganzen Ausführungen und dass du dir so viel Zeit nimmst!
    In deiner Beschreibung zum Zuckermangel finde ich mich wieder, das kann schon passen...
    Ich habe sogar noch ein Päckchen Traubenzucker gefunden... Über was man sich alles freuen kann 😉

    Ja, mein Hirn darf da jetzt auch neue Strukturen schaffen. Es ist gut zu wissen, dass du ähnliche Situationen erlebt hast und es vergeht...


    Wenn ich mir meine Situation von außen und neutral betrachte, finde ich es irritieren wie sehr sich diese Entwöhnung von meiner ersten Abstinenz unterscheidet.

    Das Gute ist, dieses Mal sind es keine Wunschträume.

    Du sagst es! Ich will und ich werde💪


    Gemüse- bzw. Tomatensaft

    Mega Tipp. Ich trink das eigentlich auch mal ganz gerne und ja, die kann man Meist lange aufbewahren! Vielen lieben Dank 😊 Das ist wirklich was für schlechte Zeiten und wird asap aufgefüllt.

    Ich bin jetzt endlich, in der Art, müde, dass ich auch das Gefühl habe schlafen zu können. Der Tag ist somit geschafft. Es war anstrengend.
    Erkenntnis: Herum sitzen tut mir nicht gut...
    Tag 20!

    In der ersten Zeit der Abstinenz hatte ich Probleme mit ein bisschen Zuckermangel.

    Wurde der Zuckermangel über deine Blutwerte bestimmt oder wie äußert sich das?

    ...und viel Erfolg mit dem Intervallfasten 😊

    Hab eure Hinweise ernst genommen und zwei Scheiben Brot mit Ketchup und Spiegelei gegessen. Nicht die große Küche, aber zumindest reichlich Zucker und macht satt 😉 Tatsächlich fühle ich mich etwas besser. Also Danke für den Tipp. Ansonsten bin ich beim vierten Liter Tee und hab auch über einen Liter Wasser getrunken. Habe aber auch gelesen, dass man zu viel trinken kann und damit wieder Mineralien aus dem Körper spült... Naja, fürs Erste halt ich stand und trinke keinen Alkohol!


    Okay, habe verstanden: Ich brauch wohl ein Blutdruckmessgerät. Werd mich heute aber nicht in ein Auto setzen... Das Risiko ist mir einfach zu hoch.

    Hypertone Krise

    Hab es nur kurz gegoogelt und find nicht so viel. Ist das denn gefährlich? Kann ich von Zuhause irgendwas tun?


    Ich versuch in meinem Kopf Bilder zu malen, wie ich morgen früh gut gelaunt, fröhlich und ohne Kater aufstehe und was ich wohl heute in einem Jahr mache... Vielleicht hilft das ja was.

    Halli hallo.

    Puls ist normal, ein Blutdruckmessgerät habe ich nicht.
    Mein Arzt hat mich nicht untersucht, er hat mir lediglich die Einweisung für die Therapie ausgestellt und meinen Kosum dogumentiert... Also auch keine Medikamente.


    Würde sehr gerne was Gesundes und Frisches essen, hab aber nichts Zuhause und einkaufen ist das Letzte was gerade gut für mich ist.
    Also gibts noch nen Tee... 🙈
    Der Tag wird auch vorbei gehen.

    Ich weiß ein Tag nach dem anderen, aber irgendwie würde ich dem Tag gerne einen Sinn geben. Ich habe meine Zeit lange genug verschwendet. Aber es ist eben der Anfang und da ist ein Tag ohne Trinken wahrscheinlich schon Sinn genug - zumindest würde ich euch das antworten, wenn ihr in der Situation werd.

    Halli hallo zusammen,

    es gibt hier im Forum auch den „SOS“-Thread

    DANKE! Wie wertvoll, damit werde ich mich gleich mal beschäftigen.


    Ich fühle mich heute sehr instabil und unruhig.
    Bin körperlich sehr ausgelaugt und müde. Hab Herzrasen und kämpfe mit Kopfschmerzen.

    Ich hätte heute Abend Training, genaueres will ich hier in der Öffentlichkeit noch nicht schreiben. Musste dieses aber absagen.
    Auf der anderen Seite war der Freitag immer der Tag an dem das Trinken seinen Höhepunkt gefunden hatte und das Öffnen der Weinflasche zelebriert wurde. (Wobei das Zelebrieren auch schon lange her ist, es war zuletzt eher ein Tag voller Heimlichkeiten und schneller Betankung um Wegzusiechen...)
    Ihr seht wo das hinführt - ich sitz zwischen den Stühlen mir Ruhe zu Gönnen und dem Wissen um mein Muster. Es fühlt sich wie eine Gefahr an. Dazu kommt, dass ich bis morgen Nachmittag alleine bin und ich noch keine anderen Routinen und Hobbies für mich geschaffen habe, die einen Ersatz darstellen können.

    Ich habe mir das Wochenende frei genommen um mich mit Büchern, mir und meiner Sucht zu beschäftigen. Tatsächlich habe ich mich bisher darauf gefreut.... Jetzt im Moment habe ich aber einfach nur Schiss...


    Nur den Alkohol weg lassen, reicht nicht!
    Was hast Du bisher verändert?

    Danke für die Aussage und die Frage, darüber musste ich erst mal nachdenken...
    Tatsächlich habe ich mein Hobbie zum Beruf/Berufung gemacht und habe deshalb mein Training auf meinen absoluten Trinktag - den Freitag gelegt. Dieses Hobbie lebe ich sehr exzessiv (wo sich auch wieder die Frage stellt ob das gesund und meiner Abstinenz zuträglich ist - muss ich mir noch genau anschauen)und bin auch an den Wochenenden sehr aktiv damit.
    In den letzten Tagen, habe ich noch nicht viel verändert. Haus alkoholfrei gestaltet, lese viel hier im Forum, hab die Suchtfiebel und ein weiteres Buch aus dem Regal geholt. Wasser und Tee sind überall dabei und werden sofort wieder aufgefüllt, wenn sie leer sind. Habe mir einige Fragen und Gedanken notiert mit denen ich mich am Wochenende beschäftigen möchte. Darunter auch die Fragen welche Trink-Routinen ich hatte und wie ich diese Orte/Situationen neu belegen kann.


    Und da ich jetzt irgendwie raus muss, werde ich, auch wenn der Regen aus allen Richtungen kommt, die Gummistiefel anziehen und meinen Hnd vor die Haustüre nötigen.
    Ich hoffe die kalte Luft macht den Kopf frei und wäscht den Stress vom Körper ab.

    Halli hallo zusammen,

    erneut vielen Dank, dass ihr Euch Zeit nehmt und von Euren Erfahrungen berichtet. Das hilft mir unglaublich und nimmt bei mir etwas Druck raus. Ich hatte das Gefühl, dass ich so schnell wie möglich eine Therapie machen muss... Aber ich verstehe gerade, dass ich mir Zeit nehmen darf um meinen Weg zu finden.

    Dafür hilft mir der Austausch mit Euch sehr! Danke! Ich würde gerne bei manchen von Euch über Eure Anfänge lesen... Wenn ich auf das jeweilige Profil gehe sehe ich aber nur die Reiter "Letzte Aktivitäten", "Reaktionen", "Über mich"... Kann mir da jemand weiterhelfen?


    Auch vielen Dank Linde66 für den genialen wie auch simplen Tipp 👍:

    Man kann auch volle Flaschen in den Container werfen.

    ...so einfach hätte es sein können 🙈 Jetzt kann ich darüber schmunzeln, aber es zeigt auch wieder, wie verkopf ich bei dem ganzen Thema bin und nicht auf die naheliegenste Möglichkeit komme.


    Auf alle Fälle sehe ich bei Dir, dass Du das richtig ernst nimmst. Und das ist gut.

    Danke, dass Du mir das spiegelst. Ja, ich will und ich werde nicht mehr trinken und es motiviert mich, dass man das bei mir heraus lesen kann.
    Den Bericht über den Notfallkoffer habe ich schon oft gelesen und es ist wertvoll, dass Du ihn mir trotzdem geschickt hast, damit kann ich mich aktuell nicht oft genug beschäftigen. Bei diesem Punkt glaube ich, dass ich mir einen haptischen "Notfallkoffer" anlegen werde, meinen ganz persönlichen. Werd mir mal Gedanken machen, was ich alles rein packe und wo dieser überall sein wird.
    Kannst Du mir berichten in welchen Situationen Du den Koffer gebraucht hast?

    Ich will für mich auch noch mal in Ruhe überlegen und auch notieren in welchen Momenten ich hauptsächlich getrunken habe und wie ich diese Momente für mich NEU und schön gestalten kann. Dafür fehlt mir heute aber die Zeit...

    Du hast jetzt den Erfahrungswert, dass Du nicht kontrolliert trinken kannst. Das allein ist doch schon viel wert und Du willst nicht mehr trinken, sondern eine lebenslange Abstinenz. Das ist das allerwichtigste und der Austausch mit anderen trockenen Alkoholikern.

    Das würde ich unterschreiben! Ich hätte tatsächlich gerne einen Notfallkontakt, aber ich merke dass ich an die Person einige Anforderungen habe und diesen Menschen habe ich gerade noch nicht in meinem Leben. Aber ich bin unglaublich dankbar für dieses Forum und den Austausch hier.


    Hast Du noch Kontakt mit Deiner damaligen Psychologin?

    Nein, aber ich versuche diesen wieder aufzunehmen, was sich als sehr schwierig gestalten. Deren Telefonnummer ist abgestellt und sie nehmen keine "Neuen Patienten" auf (Mails werden nicht beantwortet). Ich habe es trotzdem mal mit einer E-Mail versucht, in der Hoffnung, dass ich als Bestands-Patient wieder eine Chance habe...


    Alex_aufdemweg und Elly habt ihr Euren Alltag am Anfang ganz "normal" weitergeführt und "einfach" den Alkohol weggelassen oder habt ihr etwas in Eurem Leben verändert?

    VG BB

    Tag 19: bin nervös, unruhig und müde. Aber auch ser dankbar, dass ihr mich hier so ernst nehmt.

    Und auch ein Hallo an Whitewolf 😊

    Vielen Dank auch für Deine Erfahrungen und wertvollen Hinweise.

    Ja, wahrscheinlich ist es einfach nur sinnvoll raus aus seinem Alltag zu kommen.

    Ehrlich gesagt war ich etwas erschrocken über die Inhalte bei der Therapie, es gibt nur wenig Gesprächstherapie (drei Termine die Woche). Die Hauptbestandteile sind Bewegungsangebote und Achtsamkeitsübungen. Dauer der Therapie sind drei Wochen. Die Psychologin würde mich nicht in einer stationären Behandlung sehen, aber wir haben auch nur eine halbe Stunde gesprochen.

    Keine Ahnung was ich erwartet habe, aber sicherlich was anderes.

    Ich mein schaden wird das nicht, aber Ziel ist eine lebenslange Abstinenz... Habe ich da falsche Ansprüche?


    Werd jetzt gleich noch mal nach einer Suchtberatung schauen und mir dort einen Termin holen.


    Außerdem habe ich heute etwas getan (was rückblickend wahnsinnig und vielleicht auch dumm war), die Selbsterkenntnis ist da, also bitte steinigt mich nicht direkt... Nach dem Termin war ich ziemlich in Gedanken und wollte für mich irgendwie Meilensteine setzen, deshalb habe ich allen noch im Haus vorhandenen Alkohol weggeschüttet. Es waren eigentlich nur Getränke, die ich nie konsumiert habe, aber der Geruch hat mich ziemlich aus der Bahn geworfen, extrem getriggert und der Puls ist in die Höhe geschnallt. Ich war so schockiert was es mit mir macht, hab eine ganze Spülmittelflasche hinterher gekippt, damit der Geruch weg ist und hab auch sofort das Altglas weggefahren (Geldbörse Zuhause gelassen und die letzten Klamotten angehabt, dass ich auch gar nicht in die Versuchung komme, direkt wieder etwas zu kaufen). Es ist so schlimm was der Alkohol aus uns macht/aus mir gemacht hat...

    Als ich Zuhause war bin ich erst mal zwei Stunden an die frische Luft. Jetzt geht's wieder, aber ich bin ganz schön durch den Wind, frustriert und müde.


    So viel zu Tag 18

    Hallo Rennschnecke ,

    vielen Dank, dass Du Deine Erfahrungen mit mir teilst, auch wenn Du auf dem Sprung bist...

    Nur kurz auf die Schnelle

    ...Dein Name ist wohl Programm 😉

    Deine Erfahrung motiviert mich noch mal nach einer Suchtberatungsstelle zu schauen. Die Expertise ist bestimmt nicht zu verachten und wird auch mir eine Hilfe sein.


    Und ich wusste, interessant wird es mit der Abstinenz im schnöden Alltag

    Genau diese Gedanken haben mich eher zur ambulanten Therapie tendieren lassen, aber ich verstehe auch Eure Hinweise und dass ein harter Cut vom Alltag erst mal eine gute Erste-Hilfe-Maßnahme darstellt.

    Also vielen Dank für Deine Einblicke, das hilft mir sehr!

    Guten Morgen!


    gut das Du versuchst auch zwischen den Zeilen zu lesen, da findet sich auch was.

    Ich bin immer noch dabei 😉 denk über viele deiner Worte nach und werde da bestimmt noch mal drauf zurück kommen.


    Du könntest Dir ein paar Stichworte machen und auf nen Zettel schreiben...

    Danke, ich hab konkrete Fragen vorbereitet.

    hast du Angst vor dem "nie wieder trinken" oder dem Rückfall?

    Eine sehr gute Frage. Ich glaube ich habe Angst vor dem Scheitern, was wohl durch ein Rückfall hervorgerufen würde.

    Das nie wieder zu Trinken, habe ich bei meiner letzten Abstinenz intensiv für mich bearbeitet, das macht mir nichts aus. Aber die Angst vor dem einen kleinen schwachen Moment wiegt schwer. Du gibst mir aber bereits die richtigen Anstöße mit, ich muss mir die Gefahren noch bewusster machen und meinen Notfallkoffer noch besser packen.

    Ich stelle mir einfach intensiv die Frage, wie ich irgendwann einen Rückfall vermeiden kann und dabei geht es im Moment einfach nur darum einen Tag nach dem anderen zu bewältigen, das habt ihr mir noch mal intensiv vor Augen geführt.


    Meine Überlegung bei der ambulanten und/oder teilstationären Therapie ging dahin, dass ich dachte es wäre hilfreich nicht komplett aus meinem Alltag auszubrechen, sondern dass es für mich möglicherweise sinnvoller ist die Therapie direkt mit dem Alltag zu verknüpfen. Aber ich kann es ehrlich gesagt nicht beurteilen und hab auch nicht viel Erfahrung. Deshalb bin ich dankbar für eure Schilderrungen.

    Könnt ihr mir sagen, weshalb ihr euch für eine stationäre Aufnahme entschieden habt und ob das eine bewusste Entscheidung war?


    Vielleicht noch zu mir... Ich habe einen Partner, der mich auf dem Weg unterstützt. Ansonsten habe ich einen stabilen Job, ein Gewerbe und Tiere. Natürlich alles Aufgaben und manchmal ist es auch viel Workload, aber ich empfinde das Meiste es als Anker und Stabilität. Nichts davon sehe ich als Ausrede für eine stationäre Aufnahme, also wenn das die beste Möglichkeit zur dauerhaften Abstinenz ist, dann findet sich dafür eine Lösung. Ausreden suche ich also nicht.


    Nach wie vor bin ich down, die Euphorie die ich bei meiner ersten Abstinenz hatte und die ich auch bei vielen anderen hier lese empfinde ich nicht. Es ist ein reines durch schleppen...


    Kommt gut durch den Tag und liebe Grüße BB

    Hallo WW.

    Was für Denkanstöße - vielen Dank dafür!


    Ich habe einfach Angst, nicht vor der Therapie, auch nicht vor dem schweren Anfang... Das kann ich und schaff ich! Ich war schon bei zwei Jahren, ich hatte keinen Suchtdruck mehr, keine Beschwerden,... Ich habe mir ein tolles Leben aufgebaut und weiß wie gut es mir ging. Und trotzdem wurde ich leichtsinnig. Das kann ich nicht mehr ändern, das Einzige ist die Sucht noch viel Ernster zu nehmen und zu verstehen, dass es ein NIE WIEDER ist. Aber ich habe Angst, weil ich auch beim letzten Mal gesagt hätte, dass ich es verstanden habe.


    Deshalb habe ich Eingangs auch die Frage (vielleicht auch nur an mich selbst) gestellt, welche Therapie die Richtige für mich ist.

    Tatsächlich bin ich mir unsicher und kann es nicht einschätzen, auch mein Hausarzt war da keine Hilfe und das wäre vielleicht auch zu viel verlangt...

    Ich hab morgen das Vorgespräch und werde dort auch diese Frage stellen, vielleicht mit der Erkenntnis, dass Teilstationäre nicht das Richtige für mich ist. Ich werde es herausfinden... Und da helfen mir auch deine Worte, die ich noch einige Male lesen werde - auch zwischen den Zeilen 😉

    Und ich merke beim drüber nachdenken, dass ich schon wieder viel zu sehr in der Zukunft hänge und ich der Therapie-Form als solche gar kein große Bedeutung einräume, weil mein letztes "Versagen" lag eben auch weit nach der (ambulanten) Therapie.

    Und schon wieder bin ich nicht im Hier und Jetzt... Denke zu weit. Und dieses "Problem" habe ich nicht nur im Kontext Alkohol, sondern ist leider ein genereller Treiber meines Lebens und sicherlich ein potentieller Risikofaktor für einen Rückfall.


    Ich weiß es wird besser, aber zum Thema Hier und Jetzt: ich sitz auf der Couch, mit meiner Wasserflasche, lese hier im Forum, bin müde, irgendwie down, mich stresst es morgen wieder zu arbeiten, aber ich werde jetzt erst mal an die frische Luft gehen... Tag 17

    Was wäre denn dann nach Deinem Gefühl das richtige? Ein Krankenhausaufenthalt ist eigentlich nie irgendwas richtiges. Die versuchen da Dir zu helfen, ohne Vorurteile und auf Dich abgestimm

    Liebe WW, vielen Dank für deine Gedanken!

    Was das Richtige ist weiß ich im Moment nicht. Kann mir aber vorstellen, dass eine ambulante Begleitung auch vorteilhaft ist, weil ich dann nicht so aus dem Alltag gerissen bin und mir perspektivisch mit der Umsetzung leichter tu... Aber wissen tu ich es nicht. Weiß auch nicht was da in der Klinik auf mich zukommt, vielleicht ist es auch nur die Unsicherheit.


    Denke nicht in Wochen oder in Monaten oder noch länger.

    Wie simpel und doch wertvoll 😉 und gut erkannt. Danke für den Hinweis. Im Hier und Jetzt zu leben fällt mir tatächlich schwer. Wie gelingt es dir?

    VG BB

    Hallo und einen schönen guten Morgen.


    Vermutlich hast Du an der Rezeption den Ball flach gehalten was Dein Befinden angeht.

    Da hast du vollkommen Recht. Mehr konnte ich in dem Moment nicht.

    In der Zwischenzeit habe ich meinen Hausarzt konsultiert und die Einweisung für eine teilstationäre Behandlung erhalten. Am Mi habe ich das Vorgespräch in der Klinik und ich bin tatsächlich neugierig was mich erwartet, aber weiterhin unsicher ob es das Richtige für mich ist.

    Auch die Anfrage bei meiner Psychologin läuft, ich hoffe sie hat wieder Termine für mich, obwohl im Moment Aufnahmestopp bei ihr verhängt ist.

    Es läuft also und ich bin bei Tag 16.

    Euphorisch bin ich allerdings nicht, da ich ja auch schon mal viel weiter war. Ich hoffe sehr, dass ich Strategien finde, die mich auf der Langstrecke unterstützen.

    Eine Frage habe ich an euch. Kennt ihr die Lust auf süße Getränk? Mir fällt das extrem bei mir auf und kann das nicht einordnen...

    Im Moment schütte ich mich extrem mit Aufgaben und Tätigkeiten zu und das macht mir etwas Sorgen. Ich bin sehr ausgelaugt und müde, bin mir aber nicht sicher ob eine Krankschreibung das Richtige ist, mein Hausarzt war sich da auch unsicher...

    Als ich meine Trinkpause hatte, habe ich mich intensiv mit mit und dem Thema Alkohol und Sucht beschäftigt, aber jetzt weiß ich nicht so Recht was ich tun kann (außer nicht zu trinken)... Ich will damit nicht sagen, dass ich alles über das Thema weiß, aber ich weiß nicht mehr wo weiter machen...

    Deshalb schreib ich hier heute um meine Gedanken mal zu teilen und vielleicht etwas über eure Erfahrungen zu erfahren.


    VG

    Wenn ich telefonisch beim Arzt niemanden erreiche, gehe ich doch da mal hin.

    Das habe ich heute morgen auch gemacht und hat mich am Empfang ganz schön viel Überwindung gekostet zu sagen worum es geht...

    Ich hab jetzt einen Termin in einer Woche. Laut Sprechstundenhilfe soll ich bei akute Beschwerden in die Klinik.

    Weiß jetzt auch nicht was ich davon halten soll.