Wir achten genau darauf, wer die Alkoholkrankheit ernst nimmt oder wer nur darüber plaudern möchte. Deshalb ist der Vorstellungsbereich vorgeschaltet. Bei dir hatten wir das Gefühl, dass du es ernst nimmst.
Das tue ich auch.
Und bevor im Forum erneut Begriffe wie "Mansplaining" verwendet werden, sollte man bedenken, dass Suchtverhalten unabhängig von Alter, Geschlecht, Religion sowie sportlichen oder politischen Überzeugungen auftritt.
Das kommt nicht von mir. Ich wusste nicht mal, was das sein soll. Und ich empfinde unsere Kommunikation auch überhaupt nicht so.
In einem Alkoholikerforum nicht über Risiken zu sprechen, die zu einem Rückfall führen können, ist schon etwas befremdlich, oder nicht?
Natürlich ist es gut, wenn Risiken besprochen werden. Mir ging es aber bei den genannten 2! Situationen darum, dass es für mein neues Leben extrem schädlich wäre, nicht hinzugehen. Und dass ich dabei das Risiko für mich so einschätze, dass ich es mit entsprechender Vorbereitung und Vorsicht so weit minimieren kann, dass ich damit umgehen kann oder mich rechtzeitig zurückgehe, falls es wider Erwarten zu einem Problem werden könnte. Das bedeutet aber nicht, dass ich alle Tipps ignoriere.
Ich bin froh, dass du das machst . Denn nur so können Unstimmigkeiten aus dem Weg geräumt werden. Ein Tipp: Betrachte den Post inhaltlich und nicht als Angriff, und nimm ihn nicht persönlich, dann sieht es ganz anders aus.
Danke, dass du das schreibst. Für mich ist das sehr wichtig. Vor allem ist es für mich ein riesengrosser Fortschritt. Früher wäre ich entweder aus dem Forum gegangen oder ich hätte einfach gesagt, du hast recht und mich schlecht gefühlt. Heute fühle ich, was mich stört und besitze genug Mut, mich zu wehren und zu diskutieren. Und das sind Punkte, die so wichtig sind damit ich mein Leben ändern kann. Und vermutlich die beste Prävention, in alte Muster reinzufallen und damit auch ein wichtiger Punkt zur Prävention erneuter Abhängigkeit. Und genau deswegen wäre ich froh, wenn du bei mir weiter schreibst. Auch wenn ich mich aufrege, angegriffen fühle- aber wenn ich offen das auch rückmelden darf, kann ich sehr viel daraus lernen. Es gab sehr viele Personen in meinem Leben (auch weibliche), die "von oben herab" mit mir gesprochen haben. Und ich habe mich nie gewehrt. Vielleicht triggert mich das daher manchmal, wie du schreibst. Umso dankbarer bin ich für unsere Kommunikation, damit ich das bearbeiten und lernen kann. 
Das ist Blödsinn. Wie kommt man auf so etwas? Keiner wird hier willkürlich gesperrt. Nur weil du persönlich geworden bist? Nö, da mache dir mal keinen Kopf. Auch wenn ich die sachliche Ebene bevorzuge, ist das kein Grund.
Das ist halt meine aufgrund schlechter Erfahrungen extrem grosse Angst vor Ausgrenzung, weil ich nicht genüge, falsch bin oder etwas falsch mache... Hat aber weniger mit dir zu tun, sondern eigentlich nur mit mir. Und es ist auch hier ein Fortschritt, nicht zu gehen, bevor ich womöglich gegangen werde. Sondern die Angst auszuhalten und weiter zu schreiben.
Eigentlich wollte ich hier nichts mehr schreiben, da das offensichtlich keinen Sinn macht.
Sorry, Sue, aber das stimmt nicht. Natürlich macht es Sinn. Wenn du meinen Beitrag anschaust, antworte ich sehr oft bei den Beiträgen, die mich "aufregen". Nicht immer nur zustimmend, sondern oft auch widersprechend. Genau das zeugt meiner Meinung auch davon, dass ich mich damit auseinander setze.
Du erwähnst die Selbstreflexion, vielleicht auch etwas, wo Du ansetzen könntest?😉
Du kennst mich nicht. Sonst wüsstest du, dass ich extrem viel über mich nachdenke, sehr selbstkritisch bin und mich selbst ständig reflektiere und hinterfrage. Und das auf eine sehr ungesunde Weise. Und nur, weil ich mich EINMAL wehre, bedeutet das nicht, dass ich nicht trotzdem darüber nachdenke.
Du fühlst Dich offenbar extrem persönlich angegriffen.
Ja, natürlich. Ich habe Fälle in meiner Verwandtschaft, die schon tief in die Alkoholsucht abgerutscht sind und teilweise sich zu Tode saufen. Ich war diejenige, die das Thema Alkoholsucht angesprochen hatte wo alle die Person deckten. Ich war diejenige, die jemand anderem in der Zeit des Entzugs, Rückfalls und erneuter Entzug geholfen hat und für diese Person da war- obwohl ich allen Grund gehabt hätte, nicht zu helfen. (mehr kann ich dazu hier nicht schreiben). Und dann bin ich so blöd, selbst reinzurutschen. Alles runterzuspielen, 4 Jahre lang immer wieder aufzuhören, damit zu kämpfen und dann doch wieder anzufangen. Ich verstehe selbst nicht, wie man so blöd überhaupt sein kann.
Ich hasse mich dafür.
Gleichzeitig muss ich aus anderen Gründen zu mir selbst finden. Meine Bedürfnisse und Gefühle ernst nehmen. Versuchen, mich zu akzeptieren und wertzuschätzen. Meine Grenzen wahrzunehmen und zu respektieren. Nicht mehr nur darauf zu achten, was andere wollen, und das tun. Sondern mich zu fragen, was ich möchte und brauche. Weil mich das sonst gesundheitlich genauso tötet wie das nächste Glas Alkohol. Und das ist momentan ein sehr schwieriger Balanceakt, der mich emotional extrem fertig macht und weswegen ich auch extrem dünnhäutig bin. Und vermutlich fühle ich mich deswegen auch extrem schnell angegriffen. Das tut mir leid.