Vielen Dank für deine Rückmeldung, Wolf.
Sie möchte öfter und freier, vermutlich dann auch mehr trinken. Von einer dauerhaften Abstinenz aus Beziehungsgründen, oder auch wegen der eigenen Gesundheit, lese ich hier nichts.
Das sehe ich ähnlich. Wobei sie zumindest jährlich für die eigene Gesundheit diese Kur für ein paar Wochen macht.
Eigentlich hängt Dein weiteres Vorgehen davon ab wie leidensfähig Du noch bist. Heb diese seltsamen 5:2 oder 4:3 Beschränkungen auf und schau was passiert. Diese Art der "Kontrolle" ist sowieso nicht gerade beziehungstauglich.
Nein, der Beziehung hilft das sicherlich nicht. Es hat höchstens insofern geholfen, dass ich ein paar Tage in der Woche "Ruhe" habe und es sich positiv auf die Gesundheit auswirkt, wenn Trinktage wegfallen. Ansonsten ist es nachteilig.
Du von Deiner Seite hast eigentlich schon zuviel getan im Laufe der Jahre. Die Angst hat sich eingefressen und ist auch für eine gemeinsame Zukunft nicht gerade hilfreich.
Du hast Recht, die Angst hat sich definitiv über die Jahre eingefressen. Es wird ja auch ständig neuer Nährstoff geliefert, der die Angst weiter befeuert bzw. bestätigt. Es wäre für mich sicher einfacher gewesen, wenn sie Alkoholikerin wäre im Sinne, wie man es sich ohne Vorwissen vorstellt - jeden Tag über den ganzen Tag große Mengen trinken, Privates und Berufliches schleifen lassen, körperlicher Abbau usw. Dann hätte ich schon lange die Reißleine für mich gezogen. Aber mit der Einordnung von so einem "Mittelding" tue ich mich schwer.
Du hast bestimmt schon ein paar Szenarien für Dich gedanklich durch. Schreib doch mal wie es für Dich aussehen könnte.
Ich sehe da im Grunde drei Optionen:
a) Einfach den Cut machen und den emotionalen Schlag und organisatorisch-finanziellen Albtraum in Kauf nehmen. Da müsste ich mir auch die Frage stellen, ob es ich noch jemand aus ihrer Familie (z.B. der Mutter) erzählen soll, damit überhaupt wer außer mir Bescheid weiß und versuchen kann zu unterstützen. Bei dem Szenario würde sie sicher auch ein Stück abdriften, da ein Teil ihres Lebens dann in Scherben liegt (so wie bei mir auch).
b) Versuch der gemeinsamen Abstinenz. Ich müsste dann ja mitziehen, um ihr nichts vorzutrinken.
c) Alle Regeln abschaffen und eine Weile beobachten, wohin das führt. Wobei ich mir davon ehrlich gesagt nichts erhoffe und eher befürchte, dass sie dann einfach nur mehr trinkt.