Sie ist jedoch erwachsen und kann so viel Alkohol trinken, wie sie will.
Ja, aber was soll mir das sagen? Natürlich "dürfen" Erwachsene jeden selbstzerstörerischen Mist verzapfen, ohne Rücksicht auf sich und andere - schon klar. Aber soll ich sie einfach sich selbst überlassen? Ich will doch mit ihr gemeinsam die Situation verbessern. Ist das zu naiv?
Und bist Du sicher, dass sie an den Tagen, wo sie angeblich nichts getrunken hat, wirklich nüchtern war?
In den meisten Fällen mit hoher Sicherheit, weil sie auch häufig im Home-Office zuhause ist und da gibt es nicht wirklich Möglichkeiten.
Und teilweise auch Angehörige. Ich trinke seit gut einem Jahr nichts mehr, weil mich meine Erlebnisse mit einem nassen Alkoholiker so runtergezogen haben, daß ich gar keine Lust mehr auf Alkohol habe. Und ich war davor auch eine Genusstrinkerin. Zu sehen, wie sich jemand an den Rande des Todes säuft, hat mich ziemlich erschüttert. Kontrolliertes Trinken funktioniert nicht. Und es ist auch sehr nervenaufreibend, merkst du ja auch. Weil sich euer Alltag danach richten muss. Mit dem ständigen Risiko daß alles auseinanderfliegt.
Danke für die Meinung aus dieser Perspektive. Es ist nervenaufreibend, allein wegen dem Organisatorischen, was ich schon lästig empfinde und sie bestimmt noch mehr. Man ist da fast in so einer Lehrer-/Aufpasserrolle und die will ich gar nicht.