Beiträge von Kurswechsel

    Ich war hier am Anfang jeden Tag einige Stunden. Das hat mich verändert und mir geholfen.

    Das war bei mir auch so. Durch die vielen Beiträge hier bin ich bei den „richtigen“ Gedanken geblieben und konnte (aufbauend auf die bereits gesammelten Erfahrungen hier) gut gegen Risiken (wie zum Beispiel dir Subtilität der Suchtstimme) wappnen.

    Hier zu schreiben hat mir geholfen meine Gedanken zu sortieren und natürlich konnte ich auch meine Fragen „loswerden“. Ich bin mir relativ sicher, dass ich ohne das Forum noch ein paar Bahnen gezogen hätte. Und wer weiß, ob ich dann an das Ufer gekommen oder ob ich abgesoffen wäre..

    Gut, dass du hier bist! Gut, dass du dich so offen mitteilst! Du bist nicht alleine! Hier wirst du gelesen!

    Heute wirst du nichts trinken! Und morgen ist ein neuer Tag!

    Weil ich das Gefühl habe,es dauerhaft nicht durchhalten zu können..und weil mir die Wirkung vom Alkohol fehlt...

    Wer spricht da wohl gerade aus dir?

    Jedenfalls nicht die Biene, die das jetzt durchziehen will:

    Aber ich will es schaffen...umd ich versuche auf meinen Körper zu hören,was er braucht.


    Du musst nicht wissen, wie du ein Leben lang abstinent bleibst.

    Du musst nur wissen, dass du heute nicht trinkst.

    stelle mir die Abstinenz in Frage...vor allem auf Dauer...

    Schau einfach nur auf heute. Mehr musst du gerade gar nicht entscheiden. Bleib im Hier und Jetzt. Konzentrier dich nur auf diesen einen Tag an dem du nichts trinken wirst.

    Morgen ist morgen. Schritt für Schritt. Die Zeit arbeitet für dich du musst sie nur lassen.

    Hallo Biene,

    mir hat es unglaublich am Anfang geholfen, hier im Forum richtig viel zu lesen, all die Geschichten und Erfahrungen aufzusaugen. Das nüchterne Leben hat so viel zu bieten, es lohnt sich so sehr.

    Schreib dir hier ruhig die Finger wund, wenn es dir hilft. Bestell dir eine Pizza, mach dir einen Tee, leg dich in die Wanne – tu, was immer dir gut tut.

    Die Zeit ist auf deiner Seite! Pass gut auf dich auf!

    Deine Nüchternheit hält ihnen einen Spiegel vor, in den sie nicht hineinschauen mögen

    Da ist was dran. Das lässt sich zwar nicht eins zu eins auf alle übertragen, aber ich erkenne da mein früheres nasses Ich wieder.

    Irgendwann hat mir ein guter Kumpel, mit dem ich früher echt gerne und viel gebechert habe, erzählt, dass er vor hat drei Monaten nichts mehr zu trinken und danach auch nur noch zu besonderen Anlässen.

    Ich fand das total suspekt. Einerseits habe ich ihn bewundert, weil er das scheinbar hinkriegt im Gegensatz zu mir. Andererseits wollte ich das überhaupt nicht an mich ranlassen. Er hatte mich nämlich jedes Mal auf meine Sucht aufmerksam gemacht, die ich gar nicht wahrhaben bzw. eher beschönigen wollte (bis ich mich selber nicht mehr belügen konnte und mich dafür verachtet habe - aber das ist ein anderes Thema).

    Jedenfalls hab ich erst dieses Gesprächs-Thema mit ihm und dann irgendwann auch ihn gemieden.

    ich wahr immer in Verteidigungsstellung, bzw. fühle mich schnell angegriffen.

    Das geht mir hier auch noch oft so, aber besonders am Anfang hier im Forum war das extrem. Besonders, wenn jemand, was schreibt, was mich innerlich sofort pikst, auch wenn mich Derjenige vielleicht gar nicht direkt gemeint hat.

    Mittlerweile bin ich dafür richtig dankbar. Ich versuche immer daraus etwas für mich mitzunehmen, also wenn ich merke, dass mich was pikst. Was mich nicht betrifft, lasse ich einfach liegen. Sich zu rechtfertigen bringt eh nichts, das zieht einen nur noch tiefer in den Sumpf.

    Ansonsten, heute, Lesen, Liegestuhl, kleinere Erledigungen, kochen.

    Das klingt für mich viel lebendiger als das, was du sonst so über die Schatten deiner erlebten Feuerwerke geschrieben hast. Irgendwie echter, geerdeter und nicht aufgesetzt und nach Fassade.

    Ich entdecke gerade das vermeintlich „Unspektakuläre“ für mich. Aber keine Sorge, ich fange jetzt nicht damit an rumzuphilosophieren :lol:

    Ich habe weniger Probleme als viele hier.
    Ich von meiner Seite sehe das so, dass sich Trockenwerden deswegen lohnt,

    Hallo LK,
    jetzt muss ich auch mal meinen Senf dazugeben 🙃

    Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass hier jemand anprangert, dass du zufrieden trocken bist. Im Gegenteil, das freut sicher viele und ist durchaus motivierend. Was mich eher irritiert, ist die Art, wie du gewisse Dinge formulierst. Das wirkt für mich manchmal etwas von oben herab oder sehr selbstüberzeugt. Ich meine das nicht wertend, sondern eher als persönliche Rückmeldung zur Wirkung deiner Beiträge.

    Ich lese in deinem Thread eher selten mit, weil mir der Mehrwert oft nicht im Verhältnis zur Textlänge steht. Das ist natürlich subjektiv und andere sehen das sicher anders. Einige deiner Beiträge in anderen Threads finde ich hingegen sehr anregend, durchdacht und durchaus wertvoll.

    Was ich persönlich schätze, ist die Vielfalt an Perspektiven hier im Forum, auch deine Perspektive. Jeder bringt andere Erfahrungen mit und genau das macht den Austausch so bereichernd. Gleichzeitig denke ich, dass wir alle eine gewisse Achtsamkeit im Umgang mit dem Thema mitbringen sollten. Es geht hier schließlich nicht um ein Hobby, sondern um unsere Sucht. Und die ist ernst, sie verzeiht keine Leichtfertigkeit.

    Was deinen „Fanclub“ betrifft, vielleicht steckt darin ja mehr Ironie als Stolz. Aber auch hier: Die Wirkung nach außen kann eben anders ankommen als gemeint.

    ich denke nicht das ich nach so kurzer zeit geheilt bin

    Das wirst du leider auch nicht nach langer Zeit, denn „geheilt“ im klassischen Sinn gibt’s bei unserer Krankheit nicht. Aber das weißt du sicher selbst. Aber für mich wird es zunehmend „normaler“ nichts zu trinken. Am Anfang habe ich noch überall eine Verbindung zum Saufen gesehen, da wurde glücklicherweise schon einiges überschrieben.

    Alles Gute weiterhin für dich R/no.

    Hallo Kazik,

    ich hab mich auch schon gefragt, warum du nichts mehr hast von dir hören lassen.

    Und jetzt schau mal, was hier auf einmal los ist. Du wirst gelesen, du wirst gesehen und jeder der dir jetzt geschrieben hat, würde dir auf seine Weise gerne helfen.

    Und da ich damit beschäftigt bin dieser Freundin so schnell es geht aus dieser Situation zu helfen, weil ich das kann, sind ein Teil von mir sehr verzweifelt und wütend.

    Habe ich dich richtig verstanden, dass du weißt, dass du ihr helfen kannst und es auch so schnell wie möglich tun willst und dich das letztlich innerlich unter Druck setzt?

    Kannst du vielleicht innerlich erst einmal einen Schritt zurückzutreten und etwas auf Abstand gehen, nicht aus Gleichgültigkeit deiner Freundin gegenüber, sondern aus Fürsorge zu dir selbst?

    Du kannst ja auch ganz offen mit ihr reden, dass du ihr helfen willst, aber dich das auch belastet.

    Jedenfalls wünsche ich dir ganz viel Kraft für deine jetzige Situation und drücke die Daumen, dass alles gut ausgeht ✊