Beiträge von Schmetterling85

    Es geht so vielen Menschen so, mir auch.
    Super geschrieben:

    „Warum drehst du dich um die Probleme eines anderen Menschen und vergisst dich dabei?“

    Das ist ein Satz, den ich mir immer wieder vor Augen führen muss, der sicher vielen hilft und die Augen öffnet, und den ich mir jetzt irgendwo aufschreibe, damit ich mich daran erinnere, was wirklich wichtig ist… sich erstmal um sich selbst kümmern.

    Dankeschön 🙏

    Ich will so gerne einfach glücklich sein. Aber die Auseinandersetzungen der letzten Jahre und wie sich dieser Familienteil damals gegen mich wendete, das verfolgt mich bis heute. Dieses ständige innere hin und her zwischen dem betteln nach Anerkennung und Liebe und der Verachtung und dem Unverständnis ist meine größte Belastung, denke ich momentan.

    Hallo Sansi,

    mir geht es ähnlich.
    „Ich will so gerne einfach glücklich sein“

    Setze mich auch mit Hilfe einer Therapie mit meiner Vergangenheit auseinander. Es kostet sehr viel Kraft und Tränen. Aber ich glaube nur so kann es auch wieder Berg auf gehen.
    Durch die Therapie sehe ich manche meiner in der Kindheit entstandenen Verhaltensweisen, Gefühle, Muster, … in einem anderen Licht… mich dafür nicht mehr selbst zu kritisieren, sondern Mitgefühl mit mir zu haben und Schritt für Schritt zu versuchen, bestimmte Muster zu verändern (sich denen erstmal überhaupt bewusst zu sein), hat schon sehr geholfen.
    Nur so richtig will die Lebensfreude momentan noch nicht zurück kommen…

    Welche Therapieform startest du?

    Das ist ein guter Schritt, mir hat es wie gesagt schon vieles Bewusst gemacht.

    Ich wünsche dir alles Gute! 🍀

    Hallo Nikkik,

    auch mir wurde erst in diesem Alter (bin 39) bewusst, was für Auswirkungen hat, wenn man EKA ist. Meine Mutter war Alkoholikerin und ist vor ein paar Jahren gestorben.

    Mir kommt es manchmal so vor, als wenn ich jetzt erst „Erwachsen“ werde, weil ich noch so viel lernen kann in Bezug auf meine alten Muster und Gefühle, die aus der Kindheit entstanden sind.


    Und es scheint so, als wenn viele „Kinder“ von Alkoholikern sich in diesem Alter, wie ich finde recht spät, sich den Auswirkungen bewusst werden. Ich habe mich aufgrund einer Depression das erste mal bewusst mit mir selbst auseinander setzen „müssen“, mir war es nicht klar, dass die meisten dysfunktionalen Verhaltensweisen sozusagen Überlebensstrategien aus der Kindheit sind.


    Liebe Grüße und alles Gute 🍀

    Bin zur Zeit in einer Verhaltenstherapie und arbeite an den neuen Mustern.
    Es ist echt ähnlich, wie du es beschreibst, ich musste gerade schmunzeln beim Lesen, obwohl es eigentlich nicht lustig ist.

    Mein altes Muster ist vor allem/unter anderem : Unsicherheit, klein machen, anpassen, der „Gefahr“ oder dem Konflikt aus dem Weg gehen.

    Der neue Weg ist nicht einfach, aber ich fühle mich wesentlich stärker und merke, wie gut es tut. Die Angst aushalten, stark sein, auf meine eigenen Bedürnisse achten, Grenzen setzen. Wenn ich in mein altes Muster zurückfalle, dann merke ich es (mal rechtzeitig, mal zu spät). Aber ich verurteile mich dafür nicht mehr so hart, sondern versuche es dann mit selbstmitgefühl.

    Also zu deiner Frage… meine „Strategie“ ist dabei, es versuchen zu beobachten/mitzubekommen, wenn ich ins alte Muster falle. Es sich bewusst sein, im besten Fall draus lernen. Selbstmitgefühl statt Selbstverurteilung.

    Und immer wieder aufstehen, Krone richten, wieder versuchen den neuen Weg zu gehen.

    Kann das irgendwie gerade nachvollziehen, was du schreibst. Vom Kopf her schon wissen, man will die alten Muster nicht mehr und dass man die neuen schon kennt und eigentlich anwenden kann/möchte, dass es aber einfach noch sehr anstrengend ist, das durchzusetzen. Meinst du das so in etwa?
    Welche Muster sind das z.B. bei dir?

    Wow, der Beitrag gibt tatsächlich auch mir gerade ganz viel Kraft.
    Wir sollten alle kämpfen für uns selbst.
    Und für unsere Kinder. Vielen Dank für diesen tollen Text.

    Und auch für deinen Weg alles Gute , Marylin. Du hörst dich wirklich schon sehr klar an. Das schaffst du !

    Ich fühle mit dir, ich kenne diesen Zustand im Hochstressbereich , Ostersamstag hat mir mein Therapeut gezeigt, wie man da raus kommt und ich musste es Sonntag gleich anwenden. Kennst du das (sonst vielleicht mal googeln), dich mit Skills wieder runter zu fahren, so dass zumindest der Kopf wieder funktioniert? Und dann das Gefühl benennen, aber nicht weiter in Grübelschleifen kommen (das schwerste in meinen Augen), also bemerken, dass es sich in den Gedanken gerade nur um den eventuellen Betrug dreht. Mach dann was Schönes mit deiner Tochter, versuche bei dir zu bleiben und daran zu denken, was du alles hast (eine gute Beziehung zu deiner Tochter). Ich hoffe das hilft dir…

    Das klingt sehr gut und stark. Und auch wenn es zwischendurch schwer wird, der Weg geht Berg auf und du hast ein Ziel vor Augen.
    Bin auch gerade dabei, emotionale Abhängigkeit und Traumata aus der Kindheit zu überwinden, die sich gerade sehr stark bemerkbar machen. Das ist nicht einfach, aber irgendwann wird es schon besser werden, ich glaube daran (wenn ich nicht gerade mal wieder starke Ängste habe und klar denken kann). Schritt für Schritt.

    Wie machst du das? Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft bei dem Abnabelungsprozess.

    Man sollte es sich wirklich wert sein, sich nicht so behandeln zu lassen.

    Lass dir das bitte nicht einreden… schuld hin oder her, er hätte ja auch längst gehen können. Und wenn du krank bist, kannst du nichts dafür, dass du (für ihn) „schrecklich“ bist…

    Sorg bitte für dich, hole dir Hilfe…

    Hast du Familie oder Freunde, mit denen du über die Situation sprechen kannst?

    Hallo Marilyn,

    ich kann nachvollziehen, dass es dir nicht gut geht in so einer Situation….

    Wie alt ist dein Kind?

    Was ich dir raten kann, versuche dir immer wieder zu sagen, dein Wert hängt nicht davon ab, wie andere mit dir umgehen. Ich weiß, das ist leichter gesagt als getan und gelingt mir momentan auch nicht.

    Was mir geholfen hat ist der Gedanke, dass meine Kinder mich brauchen… sie haben es nicht verdient, mit einer Mutter aufzuwachsen, der es nicht gut geht und die sich nicht gut genug kümmern kann dadurch (habe Depressionen und Ängste und bin in Behandlung). Auch der Gedanke morgens: wofür stehe ich heute auf? Das war dann an schweren Tagen hauptsächlich für die Kinder.
    Hast du die Möglichkeit für eine räumliche Trennung?
    Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Zuversicht, auch wenn es gerade sehr schwer ist…

    Das tut mir leid, dass du so eine Nachricht bekommen hast. Das würde mich auch völlig aus der Bahn werfen. Aber an der Situation bist du nicht Schuld bzw. du schmeißt nicht alles weg, sondern schützt dich und deine Kinder. So sollte kein Kind aufwachsen müssen… und du hast ja auch viel getan, irgendwann ist wahrscheinlich einfach der Punkt erreicht, an dem das Fass über läuft (im wahrsten Sinne des Wortes 😔).


    Mit meiner Situation ist es irgendwie gerade etwas kompliziert. Ich habe mich angemeldet, weil ich mich gerade intensiv mit meiner Kindheit auseinander setze und es mir deshalb nicht gut geht… dadurch triggert es mich auch einfach sehr, wenn mein Mann etwas getrunken hat… und ich kann noch nicht so richtig einschätzen, ob ich einfach „überreagiere“ (bzw. mein inneres Kind, was an die alkoholkranke Mutter erinnert wird) oder mir viel zu viele Gedanken mache/Angst davor habe und es nur MEIN Problem ist, oder ob er auch eins hat… vielleicht ist er auf dem besten Wege dahin, schleichend ein Problem mit Alkohol zu entwickeln… vielleicht ist alles ganz normal?! Ich muss tatsächlich erstmal meine Baustellen aufräumen mit Hilfe meines Therapeuten, dann schaue ich weiter, momentan habe ich dafür keine Kraft mehr und gehe ihm aus den Weg, wenn ich weiß, er hat was getrunken…

    P.S.: ob man sich dran gewöhnt… schwer zu sagen, aber mir hilft es zumindest, dass ich langsam die Zusammenhänge verstehe zwischen dem was in der Kindheit war und meinem heutigen Ich… einfach das Bewusstsein darüber… darauf kann man dann aufbauen und auch Methoden entwickeln, aus diesen alten Mustern auszusteigen denke ich…

    Danke für die Erklärung, das klingt sehr gut und schlüssig, da stehe ich noch ganz am Anfang und hoffe auch, dass ich mir mein eigenes Wertegerüst aufbauen und verteidigen kann. Zumindest habe ich mir mal aufgeschrieben, was ich mir für Beziehungen und Freundschaften wünsche und was ich nicht mehr will-(unabhängig von irgendwelchen realen Personen), das ist vielleicht schon mal ein Anfang davon. Leider falle ich noch sehr oft in meine „alten Muster“ zurück und stecke zurück, passe mich an, um ja nicht diese Person zu verlieren (starke Verlustangst) oder aus Angst vor Aggression. Ich habe mit Hilfe des Therapeuten erarbeitet, woran das liegt, aber ich kriege es noch nicht hin, meine Werte/Grenzen zu verteidigen, die Angst ist leider noch stärker. Es ist wahrscheinlich einfach noch ein langer Weg, aber vielleicht nicht hoffnungslos. Dass du das geschafft hast, gibt mir tatsächlich etwas mehr Hoffnung. Ich glaube schon daran, dass sich das Gehirn gewissermaßen noch umstrukturieren lässt 🙃🙂

    Zu deiner Frage:

    Das kenne ich auch ein wenig, nur in einer anderen Situation und vielleicht hast du das auch anders gemeint… im März diesen Jahres ging es mir nach meiner Depression wieder besser… der Zustand war total angenehm, aber ich hab ihm nicht getraut… nach dem Motto, geht es mir wirklich besser?
    Ein ganz anderer Fall für dieses … „Ich mag lieber das, was ich kenne bzw. das andere ist befremdlich“… bei mir ist es so und ich hab auch gelesen, dass es wohl anderen auch so geht… dass ich mich nicht so zu den sehr lieben, netten Männern hingezogen fühle, obwohl ich eigentlich nichts lieber hätte, als eine liebevolle, funktionierende, sichere Beziehung…

    Hallo, war jemand von euch schon mal in einer Reha oder Klinik, die sich mit den Symptomen auskennt oder darauf spezialisiert ist? So richtig fündig geworden bin ich bisher leider nicht. Mache zwar eine Verhaltenstherapie ambulant (wegen Depressionen), habe aber zur Zeit das Gefühl, dass das nicht reicht bzw. fühle ich mich gerade oft sehr überfordert mit den ganzen Gefühlen, die sich lösen (und die ich aber zum Teil nicht zuordnen geschweige denn regulieren kann), weil ich mich mit meiner Kindheit auseinandersetze. Meine Mutter war Alkoholabhängig.

    Liebe Tiger,

    auch ich bin beeindruckt über deinen Weg und du machst es für dich und deine Kinder… das ist wirklich Stärke und deine Kinder werden es dir danken…

    Bin auch wie du EKA und seit 20 Jahren mit meinem Mann zusammen und wir haben 2 Kinder. Bei mir ist es ähnlich wie bei dir, was du zu Anfang geschrieben hast. Er trinkt zwar nicht jeden Tag (auch Bier), aber ich hab ihn auch schon ein paar mal „erwischt“ beim heimlich trinken und überall leere Flaschen… das erinnert mich sehr an meine Kindheit, in der ich mit meiner Schwester die Kornflaschen an den unmöglichsten Stellen gefunden habe…

    Dann der Geruch und der veränderte Tonfall, wenn er getrunken hat…

    Ich frag mich dann auch immer, ist er schon alkoholiker oder mache ich mir einfach zu viele Sorgen/werde ich dadurch zu sehr getriggert, weil ich EKA bin?
    Wo ist die Grenze??

    Wie geht es dir momentan nach der Trennung und wie machen die Kinder das so mit?

    Alles Gute wünsche ich dir …