Tiger1991 - Kleine Kinder und Co-Abhängig

  • Aber Schmetterling,

    Selbst wenn es "nur" Dein inneres Kind ist u d selbst wenn Dein Mann noch nicht tief in einer Sucht steckt: Ist es denn eine Partnerschft auf Augenhöhe, wenn es Dir mit seinem Alkoholkonsum schlecht geht und er trotzdem weiter so trinkt anstelle zu sagen "Hej Schmetterling Dir geht es schlecht?! Was kann ich tun, um Dir zu helfen?!"

    LG Api

  • Guten Morgen

    Irgendwo habe ich mal gelesen "wenn Alkohol ein Problem ist ,dann ist Alkohol das Problem " oder so ähnlich. Typisch Co ist ja sich ständig zu hinterfragen und an den eigenen Wahrnehmungen zu zweifeln. Es stört Dich, also ist es ein Thema, was Du für Dich ändern kannst.

    LG Momo

  • Lieber Schmetterling85 ,

    Ich möchte dir und anderen Müttern mi kleinen Kindern wünschen, dass sie nicht weiter ausharren, sondern den Mut zur Trennung haben.

    Ihr könnt eigentlich nur gewinnen.


    Und die Hoffnung, dass euer alkoholabhängiger Partner sich doch noch für ein abstinentes Leben entscheidet, darf ja weiterhin bestehen.

    Evtl. geht sie ja in Erfüllung.

    Aber, wenn nicht , habt ihr eure Entscheidung jedenfalls nicht zu früh getroffen.

    Hier schreiben viele junge Mütter, wie positiv sich die Trennung vom Suchtkranken auf die Kinder ausgewirkt hat.

    Kinder verlieren mit der Trennung vom suchtkranken Elternteil ihre tägliche Angst und Sorge um diesen.

    Sie gewinnen ein Zuhause, in dem die Bewohner und nicht der Alkohol die erste Rolle spielt.

    Einmal editiert, zuletzt von maibisjuni (20. April 2025 um 08:31) aus folgendem Grund: Tippfehler

  • Und nicht zu vergessen:

    Auch eine Trennung kann zu dem Tiefpunkt führen, den viele Alkoholiker erst erreichen müssen/mussten, bevor sie sich für ein abstinentes Leben entscheiden/entschieden.

    Das wünsche ich mir. Dass er jetzt einmal den Tiefpunkt erreicht, merkt was er alles verloren hat und dann für sich kämpft.

    Unser Haus werden wir verkaufen. Ich brauche einen Neuanfang. Sollte er wirklich trocken werden und wieder zu meinem alten Mann werden, darf er gern Teil des neuen Lebens werden.

  • Liebe Tiger,

    das wünsche ich Dir auch.

    Ich kann aus meiner Erfahrung berichten:

    Mein Mann war so geschockt von der Ankündigung, dass ich mich nach 30 Jahren von ihm trennen würde, dass er das angefangene Glas und die Flasche Bier weggekippt hat und seit diesem Abend nicht mehr getrunken hat. Ich bin dann trotzdem ausgezogen ca. für 1/2 Jahr. Zu Anfang hatten wir wenig Kontakt, das wurde dann wieder immer mehr, wir haben uns quasi noch mal neu kennengelernt. Jetzt wohnen wir wieder zusammen, er macht eine ambulante Reha, die gerade um ein 1/2 Jahr verlängert wurde und wir machen eine Familientherapie, die uns sehr hilft auch andere häusliche Probleme (wir wohnen in einem Haus mit Schwiemu) zu bewältigen.

    Rückblickend hätte ich schon eher die Konsequenzen ziehen sollen, aber wir blicken jetzt nur nach vorne.

    Alles Gute für Dich und Deine Familie!

  • Mein Mann war so geschockt von der Ankündigung, dass ich mich nach 30 Jahren von ihm trennen würde, dass er das angefangene Glas und die Flasche Bier weggekippt hat und seit diesem Abend nicht mehr getrunken hat.

    Ja, diese Reaktion hätte ich mir auch gewünscht. Aber mein Mann trinkt fröhlich weiter, gestern hat er erst wieder gesagt warum soll er sich jetzt ändern, wenn ich ihm doch eh keine Chance mehr gebe.
    Er sieht es einfach nicht.


    Am Donnerstag zieht er aus, die Kinder wissen jetzt auch von der Trennung und das ihr Papa auszieht.

  • Ich wünsch dir viel Kraft!

    Wenn er es jetzt immer noch nicht nicht verstanden hat, war es auf jeden Fall die richtige Entscheidung! Wenn er erst mal ausgezogen ist, könnt ihr euch sortieren und erholen. Das braucht bestimmt Zeit. Vielleicht kommt ja irgendwann noch der Klick Moment bei deinem Mann auch wenn es danach nicht aussieht.

    Alles Gute und liebe Grüße!

  • Hallo Tiger,

    ich wünsche es dir sehr, dass dein Mann wirklich auszieht.

    Bisher hat er ja alle Register gezogen, die richtigen Knöpfe des Co-Abhängigen zu drücken. Inklusive, dass er eure Kinder mit in die Geschichte reinzieht (er weiss nicht wann und ob er sie sehen will).

    Das ist emotionale Erpressung. Der Kinder zuliebe sollst du gefälligst wieder so funktionieren wie er das möchte, sonst werden sie darunter leiden. Daran siehst du, wie weit er geht und wie weit er sich vor allem nur noch um sich selber kreist. Sein Umfeld ist ihm dabei egal.

    Es ist total richtig und wichtig, dass du diesen Schritt weiter gehst. Du machst das toll. Lass dich nicht beirren und schon gar nicht erpressen, wie er es ja immer wieder versucht. Da scheint seine Krankheit vollkommen durch und es sollte dich wirklich nur bestärken, dass du das Richtige machst.

  • Kinder verlieren mit der Trennung vom suchtkranken Elternteil ihre tägliche Angst und Sorge um diesen.

    Sie gewinnen ein Zuhause, in dem die Bewohner und nicht der Alkohol die erste Rolle spielt.

    Liebe MaibisJuni

    Was Schmetterling da schreibt ist ein zentraler Punkt. Meine Tochter macht sich grosse Sorgen um Ihren Papa. Sie wird erst 7. Ich merke wie die Sorge sie beschäftigt und versuche ihr eine möglichst suchtfreie Umgebung zu ermöglichen. Ich bin letzten Herbst mit ihr ausgezogen. Mein ExPartner hadert mit der Trennung, versteht die Welt nicht mehr, ist depressiv. Eigentlich habe ich keine Lust mehr ihm nochmals zu erklären warum ich mich getrennt habe aber vielleicht komme ich nicht drum herum. Er kommt immer wieder auf mich zu und sagt mir wie schlecht es ihm geht seit wir weg sind. Natürlich trinkt er immernoch, hat schon länger eine neue Freundin...

    Ich hoffe ich lehne mich nicht zu sehr aus dem Fenster, aber: ich denke Kinder die in Suchtfamilien aufwachsen sind von Anfang an belastet und das Schlimme ist, sie gewöhnen sich an diese Belastung. (meine Eltern sind beides funktionierende Alkoholiker, sie waren es schon als ich Kind war).

    Ich weiss also wovon ich spreche. Ich drücke dir beide Daumen und wünsche dir viel Zuversicht. Alles Gute für dich.

  • Guten Morgen zusammen,

    Morgen ist der große Tag gekommen, er bekommt die Schlüssel für seine Wohnung. Ich habe mich nicht einwickeln lassen, es gab tatsächlich viele Versuche.

    Aktuell verwandelt sich mein Mitleid in Wut. Er ist so auf dem Ego Tripp, ich bin davon überzeugt, dass er es nicht vorsätzlich macht. Aber der Alkohol fließt weiter und scheint ihn völlig zu benebeln, als würde er nicht einsehen wollen oder können, dass er viele Jahre die Wahl hatte.
    Noch immer bin ich die böse, die alles einfach aufgibt. Keiner in seinem Freundeskreis kennt den wahren Grund der Trennung, ich denke das sagt schon viel.

    Ich bin gespannt auf die nächsten Tage, ob er sich wirklich wie angekündigt zurückzieht oder sich um seine Kinder bemüht. Aber der Auszug ist definitiv ein richtiger und wichtiger Schritt.
    Meine Kinder blühen jetzt schon auf, er glänzt ja durch Abwesenheit. Auch da freue ich mich auf deren weitere Entwicklung.

  • Mein ExPartner hadert mit der Trennung, versteht die Welt nicht mehr, ist depressiv.

    So ähnlich ist es auch hier. Seitdem der Mitbewohner weiß, dass wir ausziehen, verkriecht er sich nur noch und jammert wie schlecht es ihm geht.
    Mittlerweile geht es wieder etwas besser. Ich bin gespannt was kommt, wenn wir wirklich ausgezogen sind. Bald ist es ja soweit bei uns.

    Aktuell verwandelt sich mein Mitleid in Wut. Er ist so auf dem Ego Tripp,

    Das kenne ich mit der Wut. Die kommt hier auch immer wieder hoch. Der Alkohol ist wichtiger, das Ego ist wichtiger. Und dann kommen so Sätze wie: ich habe ja eh nichts mehr erfreuliches am Leben, mir ist vieles egal. Aber ich will dass es euch gut geht. (Wäre er ausgezogen, hätte es uns das Leben deutlich einfacher gemacht, die Kinder hätten ihr gewohntes Umfeld nicht verloren und so einiges andere wäre einfacher gewesen) so viel dazu.

    Ich bin auch sehr gespannt, ob er sich nach dem Auszug um die Kinder bemüht. Ich bin nicht die einzige die sich vorstellen kann, dass er den Kontakt schleifen lässt und sich zurückzieht.

    Liebe Tiger, du machst das super! Ich drücke dir die Daumen, dass alles jetzt ganz problemlos klappt und ihr Ruhe finden könnt!

    Liebe Grüße

  • Eigentlich habe ich keine Lust mehr ihm nochmals zu erklären warum ich mich getrennt habe aber vielleicht komme ich nicht drum herum. Er kommt immer wieder auf mich zu und sagt mir wie schlecht es ihm geht seit wir weg sind. Natürlich trinkt er immernoch, hat schon länger eine neue Freundin...

    Lasst es mit dem Erklären, egal, wie Ihr heißt. Da suhlt sich jemand im "IAS"-Modus (ich arme Sau) und gibt natürlich Euch die Schuld, ist ja so bequem, und es finden sich immer wieder neue Frauen, die den armen verlassenen Mann retten wollen...

  • Aber ich will dass es euch gut geht. (Wäre er ausgezogen, hätte es uns das Leben deutlich einfacher gemacht, die Kinder hätten ihr gewohntes Umfeld nicht verloren und so einiges andere wäre einfacher gewesen) so viel dazu.

    Unglaublich oder? Du musst alles stemmen, zusammen mit den Kindern umziehen, neu starten, alles umschreiben, neu einrichten, Kind/er trösten, begleiten etc. etc. Aber ER will ja, dass es euch gut geht. War bei uns ganz genau so... Ich wünsche auch dir viel Power und viel Kraft und Mut und vorallem Zuversicht...

  • Er ist ausgezogen. Wahnsinn, dass das mal passiert, aber ich bin froh, dass es alles geklappt hat.

    Gestern Abend hatte unsere große Tochter schrecklich Bauchweh und wollte unbedingt, dass ihr Papa kommt. Aber es war wie erwartet, er konnte nicht kommen weil er getrunken hatte. Sie wollte dann mit ihm telefonieren, da hab ich dann gemerkt wie viel er getrunken hat, ich hoffe so sehr, dass es irgendwann mal bei ihm klick macht. Ich konnte sie natürlich beruhigen, aber der kleine Mensch tat mir schon sehr leid, sie ist ja erst 5..

  • Heute wird unser Haus besichtigt, wäre toll wenn es klappt. Die potentiellen Käufer wohnen hier bei uns im Dorf zur Miete in einem 4 Raum Haus und suchen Eigentum. Wir könnten quasi tauschen. Damit wäre ich finanziell komplett schuldenfrei, hätte eine wesentlich geringere Belastung und ordentlich Eigenkapital. Meine Kinder könnten eine so entspannte erfüllte Kindheit haben, genau das, was sie verdienen.

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