Beiträge von Soapstar

    Hi Steve,

    Du sollst ja auch niemanden missionieren, du sollst deine Abstinenz auf ein solides Fundament stellen. Und da gehört ein alkoholfreier Haushalt nun mal dazu, nicht umsonst predigen das die langzeittrockenen Profis hier im Forum und auch bei den AA immer und immer wieder.

    Ich hab auch so oft gesagt, dass ich nur Bier, weder Wein noch Schnaps trinke. Wenn auf einer Feier dann kein Bier mehr da war, war ich überrascht, wie unglaublich viel Wein und Schnaps ich doch trinke, bevor ich gar nichts trinke. Da war es dann egal, in welcher Verpackung der Alkohol in meinen Kopf bzw Körper kommt, Hauptsache er kommt überhaupt an.

    Und deine Abstinenz ist deiner Frau sicher auch mehr wert als ein Glas Wein am Abend ;) das darf sie ja jederzeit woanders trinken, zum Thema missionieren...

    VG Soapstar

    Hi Hope,

    ich habe früher auch in 3-Schicht, phasenweise in 4-Schicht gearbeitet. Oft auch inkl der Wochenenden.

    Irgendwie dachte ich, dann bin ich aufgeräumt und kann schon nicht saufen gehen... was dann aber an den freien Wochenenden los war, frage nicht nach Sonnenschein. Da war ich ständig betrunken, meistens von Fteitag bis Sonntag durchgehend.

    Hab dann so Sachen gedacht wie "wer, wenn nicht ich, hat sich das jetzt mal verdient" usw. Schlafrhythmus war in der Kombination Schicht und Alkoholismus natürlich auch gar keiner mehr vorhanden, die Vorteile der Schichtarbeit, wie freie Vormittage, waren für die Katz. Da bin ich auf dem Sofa vergammelt, körperlich und psychisch total fertig, versunken in Selbstmitleid usw.

    Hab mich dann intensiv um eine Tagschichtstelle im Büro bemüht und irgendwann tatsächlich eine bekommen. Rückblickend die zweitbeste Entscheidung der letzten Jahre, nach der Abstinenz wohlgemerkt. Anfangs war ich nämlich erstmal jedes Wochenende betrunken, ich wollte ja die "Vorteile der neuen Stelle nutzen".

    Hab dann aber auch gemerkt, dass die Einarbeitung unter meinem Konsum schon gelitten hat, da ich montags absolut nicht aufnahmefähig war und nur den Tag rumkriegen wollte. Mittlerweile hab ich aber durch die Kombination aus Abstinenz und Tagschicht echt ein gesundes Leben mit geregeltem und meistens gutem Schlaf und relativ stabiler Psyche erlangt.

    Vielleicht gibt es ja auch in deiner Firma interne Wechselmöglichkeiten? Ich verdiene zwar ein paar Mark weniger, das gleicht sich aber durch das nicht mehr trinken mehr als aus und tut mir nicht weh. Ich möchte jedenfalls nie mehr zurück zur Schichtarbeit.

    Kannst ja mal drüber nachdenken.

    Viele Grüße und auf die nächsten 47 Tage ;)

    Soapstar

    Hi Amun,

    der Schlaf ist wirklich nicht zu unterschätzen, da freut es mich gleich für dich, dass sich in dieser Hinsicht was tut!

    Wenn ich denke, wie wenig und wie schlecht ich zu trinkenden Zeiten geschlafen habe, wundert es mich echt, dass ich psychisch und körperlich nicht noch viel abgewrackter war. Zusammenhängend nie mehr als mal drei Stunden geschlafen, von Sonntag auf Montag oft gar nicht geschlafen, immer Psychofilme im Hirn, Schwitzattacken, Zittern vor Kälte und Angst usw... das möchte ich nie mehr erleben müssen.

    Bleib dran, auf den nächsten Monat!!

    VG Soapstar

    Hallo Stromer,

    ich habe tatsächlich auch kurz gebraucht... Du meinst wahrscheinlich, "nicht akzeptiert" im Sinne von "ist jetzt halt so, dann verrecke ich halt dran"? Dass Du Alkoholiker bist, hast Du ja akzeptiert, sonst wärst Du ja nicht hier im Forum.



    Ich hab wegen dem konkreten Leidensdruck aufgehört, Kotzen Matschbirne etc., nicht weil ich Alkoholiker bin.

    Hallo Lebenskünstler,

    so sehe ich das für mich auch. Dass ich Alkoholiker bin, weiß ich schon lange. Hat mich aber nicht gestört, warum auch? Der Raucher weiß auch, dass er Raucher ist und der Glücksspieler weiß auch, dass er oft in der Spielothek sitzt. Warum hätte ich mir hier was vormachen sollen?

    Für mich waren und sind die ganzen negativen Begleiter des Rauschs, die in meinem und anderer Leben Leid verursacht haben, die Gründe, aufzuhören. Das Wort Alkoholiker trägt hierzu nix bei. Also ich bin einer, bezeichne mich auch so und lass mich auch so bezeichnen, aber das ändert für mich nix.

    VG Soapstar

    Hi Pantun,

    Sollte es schief gehen heißt es aufstehen Krönchen richten und das ganze nochmal von vorne.

    hiermit hältst Du Dir nicht nur ein Hintertürchen auf, das ist tatsächlich ein ganzes Scheunentor!!

    Aber ich kann Dich irgendwie verstehen, ich dachte die ersten Wochen und Monate auch, dass ich mir noch "einen Rückfall aufhebe". So blöd das jetzt klingt, das hat mich aber irgendwie beruhigt. Mittlerweile hab ich nicht mehr vor, ihn noch einzulösen.

    Noch was zu diesen ganzen Sprüchen wie "Krönchen richten", "einmal öfter aufstehen als hinfallen" usw... die mögen ja in sehr vielen Situationen passend sein, im Job, beim Sport oder sonstwo. Zur Sucht passen sie m.M.n. überhaupt nicht, evtl stehst du halt gar nicht mehr auf oder findest dein Krönchen gar nicht mehr. Da spielst du mit deinem Leben und nicht nur ne Partie Tischtennis gegen einen starken Gegner.

    VG Soapstar

    Hast du eine dieser Liebesbeziehungen auch selbst beendet, weil sie/er zu viel genervt hat?

    Hallo Orangeblau,

    nein, habe ich tatsächlich nie. Ich habe nie Probleme gesehen, solange ich in Ruhe saufen durfte. Wenn ich das nicht mehr durfte, hab ich zwar regelmäßig einen Streit vom Zaun gebrochen, um einen Grund zum Saufen zu haben (so meint der Alkoholiker dann), aber ich habe die Beziehungen nie selbst beendet.

    Ich mochte die Menschen auch wirklich, ich würde auch sagen, dass ich sie geliebt habe, aber die Alkoholsucht war immer dominanter.

    VG Soapstar

    Hallo SchwesterS,

    Du hast ja nun schon einige, richtige Antworten bekommen. Ich möchte Dir auch eine aus der Sicht eines Alkoholikers geben:

    Für die Beziehung, die Verwandtschaft, den Arbeitsplatz, den Führerschein oder die Bewährungshilfe trocken zu werden und v.a. zu bleiben, funktioniert für einen Alkoholiker in der Tat nicht.

    Einige der o.g. Punkte hab ich selbst durch und bin jedesmal gescheitert, wobei gescheitert evtl gar nicht das richtige Wort ist. Ich hab es gar nicht ernsthaft versucht, da ich nicht aufhören konnte und wollte, Alkohol zu konsumieren.

    Solange Dein Bruder nicht für sich selbst trocken werden möchte, wird er keine Chance haben. Das bedeutet überhaupt nicht, dass er Dich oder Deine Eltern nicht liebt oder Ihr ihm egal seid, es bedeutet einfach, dass er süchtig ist und wahrscheinlich seinen Tiefpunkt noch nicht erreicht hat.

    Und wenn Du jetzt denkst "er ist im Krankenhaus und hängt am Tropf, geht es noch tiefer?": Im KH war ich alkoholbedingt so oft, dass ich es nicht mehr zählen kann. Das Suchtgehirn verdrängt schnell und freut sich schnell wieder auf Stoff, egal was vor ein paar Tagen war.

    Erst, als ich eines Tages nicht mehr dachte, es muss sich "irgendwann mal was ändern", sondern "es muss sich genau jetzt was ändern", konnte ich für mich selbst handeln. Warum dieser Moment kam, kann ich Dir ehrlich gesagt gar nicht genau sagen. Er hätte auch Jahre früher oder vielleicht gar nicht kommen können, ich bin nur mittlerweile froh, dass er irgendwann kam.

    Nochmal zusammenfassend: Für mich hätte niemand was tun können, keine Schwester, kein Chef, keine Mutter, niemand. Und höchstwahrscheinlich gilt das auch für Deinen Bruder.

    Ich wünsche Dir viel Kraft und einen erholsamen Feiertag!

    VG Soapstar

    Sucht hebelt Liebe aus.

    Das glaube ich auch. Der Alkohol hat mir bis auf die aktuelle alle (Liebes-)Beziehungen zerstört, auch die, an denen mir wirklich viel lag.

    Aber hey, immerhin ein Grund, mal wieder wochenlang richtig zu tanken. Es ist der Liebeskummer, nicht die Alkoholsucht. (Ironie aus)

    Hallo Hope,

    vielen Dank für deinen Beitrag! Er hilft mir und sicher vielen anderen, zu begreifen, dass man einfach achtsam bleiben muss und sich auch nach eineinhalb Jahren nicht zu sicher fühlen darf.

    Jetzt aus der Ferne kann ich leicht sagen, dass mir das mit dem Glas Sekt nicht passiert wäre, aber das ist halt wie mit Günther Jauch, vom Sofa aus hat man leicht reden. Wäre ich in dieser Sekunde hellwach gewesen, trotz Urlaubsstimmung, Sonnenschein etc.? Hoffentlich, aber beschwören würde ich es nicht.

    Vielen Dank nochmal und viel Kraft für den Neustart!

    VG Soapstar

    Hi Abstinenzler,

    super, dass du diesen beschissenen Tag ohne Alkohol gemeistert hast 👍

    Aber ich glaube, ihr müsst dringend an Eurer Partnerschaft, Wohnsituation oder beidem arbeiten? Auch wenn das natürlich leichter gesagt als getan ist, schon klar.

    Aber für mich liest sich das wie der berühmte Ritt auf der Rasierklinge. Diesmal ist es gut gegangen, nächstes Mal vielleicht auch wieder, aber kann es wirklich immer so weitergehen? Es strengt dich brutal an und kostet dich sooo viel Kraft, das liest man bei jeder Silbe deines Textes raus.

    Ich habe ja schon meine Probleme, nur mich und meine Saufgedanken in Schach zu halten, ohne dass mir zwei Menschen, die mir nahe stehen bzw. es tun sollten, mir mein Leben derart schwierig gestalten.

    Ich wünsche Dir auf jeden Fall wieder ein paar ruhigere Tage zum Kraft tanken!!

    VG Soapstar

    Hallo,


    Es vergehen wieder Wochen zu Wochen.

    Wie ist das bei euch gewesen? Ich habe gedacht es kommt sowas wie ein Freiheitsgefühl, ein Aufatmen die Dunstglocke verlassen zu haben.

    Das habe ich gar nicht. Die Tage sind völlig normal, ohne irgendwelche Veränderungen.

    Hi Angler,

    ich dachte nach ein paar Wochen oder vielleicht Monaten der Abstinenz, dass jetzt der große, positive Knall kommen könnte.

    Der Lottogewinn, Beförderungen im Wochentakt, Gott persönlich steigt vom Himmel, um sich bei mir zu bedanken, dass ich nicht mehr trinke, irgendwie so ;)

    Aber tatsächlich bin ich jetzt halt nüchtern, sonst haben sich halt "nur" die "normalen" Veränderungen ergeben, besserer Schlaf, ein paar Kilos runter, ein paar Saufkumpels, die ich jetzt nicht mehr habe.

    Hartmut hatte in einem anderen Tread mal geschrieben "da ist jetzt halt nüchtern" und das trifft es auf den Punkt.

    Ich bin aber über die o.g. Punkte mittlerweile trotzdem schon sehr froh und möchte diese mittlerweile nicht mehr zugunsten eines Vollrausches mit all seinen Folgen aufgeben. Auch die ganzen "Psychosachen" wie diffuse Ängste, dauerhaft negative Gedanken und Gefühle usw. bin ich zu einem relativ großen Teil losgeworden, auch dafür lohnt sich die Abstinenz in meinen Augen schon.

    VG Soapstar

    Hi Amun,


    Im Dorf ist dieses Wochenende Kirmes ... ich werde zu hause bleiben, und eher ein paar ausgiebige Spaziergänge durch den Wald machen. Und das gleiche werde ich auch zum 1. Mai machen. Auch da wird es für mich keine Feier, kein Maibaum, keine Versuchung geben.

    Tatsächlich graust es mir schon vor nächster Woche und ehrlich gesagt auch den nächsten Monaten.

    Bei uns im Kaff wird nächste Woche auch wieder vom 30.04. bis 02.05 durchgesoffen (klar, muss man nutzen, wenn der Feiertag schon günstig liegt :( )

    Und dann kommt eh bald die Zeit, wo ich bei jedem Spaziergang und bei jeder Radtour aufpassen muss, wo dieses Wochenende wieder Dorffest, Weinfest usw ist. Natürlich kenne ich die Termine hier und kann dem Ganzen aus dem Weg gehen, trotzdem wird mir mein Saufhirn erzählen wollen, wo meine "Kumpels" gerade wieder abhängen und wie lustig das doch immer war.

    Ich werde ihm dann mit den Erinnerungen an Krankenhaus, Ausnüchterungszelle usw. begegnen und ihm erzählen, dass es nur Mist redet.

    Dennoch kann ich mich deswegen gerade nicht wirklich an dem schönen Wetter und dem nahenden Sommer erfreuen. Das hat mich letztes Jahr schon, trotz der damaligen Anfangseuphorie, viel Kraft gekostet und ich bin gespannt, wie es heuer wird. Letztes Jahr hatte ich hoffentlich meinen Tiefpunkt, als ich blutüberströmt und ohne Erinnerungen im KH aufgewacht bin und dann war es sogar anfangs richtig einfach, nix zu trinken. Mittlerweile muss ich mich mehr anstrengen, um mir diese Zeit in aller Deutlichkeit wieder vor mein inneres Auge zu holen.

    Wie dem auch sei, ich wünsche Dir auf jeden Fall ganz viel Erfolg und Spaß bei den weiteren Schritten in ein trockenes Leben und dass Du die Kirmes, den 01.05. usw sorgenfrei überstehen darfst!

    VG Soapstar

    Hi Berry,

    ich wollte mich nochmal melden, weil ich vorhin etwas kurz angebunden war und Dir die Info einfach ganz schnell weiterleiten wollte.

    Mit "Erfahrung von Langzeittrockenen" meinte ich, dass ich in meiner Vor Ort-SHG Langzeittrockene kennengelernt habe, die wiederum Alkoholiker kennenlernen durften, welche durch alkoholfreies Bier rückfällig geworden sind. Und sowohl in dieser SHG als auch hier im Forum wird generell immer davon abgeraten!!

    Nicht dass Du denkst, ich würde Langzeittrockene kennen, die gelegentlich mit alkoholfreiem Bier experimentieren ;)

    VG Soapstar

    Guten Morgen Berry,

    Hat jemand Erfahrung ob es Sinn macht mit z.B. alkoholfreiem Bier oder Wein ein gewisse Zeit zu überbrücken ?

    Allen einen schönen Freitag

    mach das auf keinen Fall!! Das Suchthirn meckert dann ganz schnell, warum das Bier nach Bier riecht und schmeckt, aber nicht wirkt. Und schwupps geht's dahin... Erfahrungen von sehr vielen Langzeittrockenen!

    VG Soapstar

    Das Dorf ist klein, sehr klein. Das Highlight am Wochenende ist die einzige Kneipe. Und dort beherrscht an solchen Tagen der Flair des Alkohols die Szenerie. Nein, keine Option derzeit.

    Lieber Amun,

    ich fühle mit Dir, wohne ebenfalls auf dem Dorf und auch hier ist der Alkohol ab Freitagmittag omnipräsent und deswegen "gehöre ich nicht mehr dazu".

    Aber ich habe mir zum Glück endlich eingestanden, Alkoholiker zu sein, obwohl ich schon über zwei Jahrzehnte lang weiß, dass ich damit nicht umgehen kann. Und die Schwierigkeiten und Probleme im Anschluss an den Konsum habe ich dann ganz allein, da ist dann niemand mehr da.

    Darum vergifte und zerstöre ich mich mittlerweile nicht mehr selbst, nur um irgendwie irgendwo dazu zu gehören. Ist nicht immer leicht, aber alles besser als wieder zu saufen.

    In meiner "realen" SHG hat ein langjährig trockener Alkoholiker mal gesagt "seit ich trocken werden durfte, hab ich mich selbst an der Backe". Und das heißt es nun, zu lernen, auch mal auszuhalten und ggf. mit anderen Beschäftigungen und Hobbys gegenzusteuern. Das 1. Jahr ist wohl das schlimmste, da müssen wir halt durch ;)

    Wünsche dir ein erholsames Wochenende und lass das 1. Glas stehen, egal wie verlockend es manchmal sein mag! Es lohnt sich!

    VG Soapstar

    Hallo Carl Friedrich,

    das hab ich auch gesehen. Vielleicht noch als kleine Ergänzung zu der speziellen Frage in dieser Show: In Grillsaucen enthaltener Alkohol muss NICHT durch die Angabe in Vol.% kenntlich gemacht werden.

    Wird dann einfach, wie von Carl Friedrich beschrieben, in der Zutatenliste als z.B. Whiskey aufgeführt.

    VG Soapstar

    Hallo Angler,

    ich vermute auch, dass du (Gott sei Dank) kein Alkoholiker bist. Ich wollte am Samstag oder Sonntag auch immer so viel tun oder erledigen oder Menschen aus nicht alkoholbedingten Anlässen treffen.

    Meistens habe ich nix davon geschafft, weil ich am Vortag bis zur kompletten Zerstörung getrunken habe bzw nach den geplanten drei Bier in der Kneipe nicht mehr in der Lage war, aufzuhören. Da stand ich nachts um 4 mit dem Bier in der einen und dem Schnaps in der anderen Hand rum, torkelnd und lallend.

    Dass ich am nächsten Tag die Eltern zum Mittagessen treffen wollte o.ä., war mir da schon längst entfallen oder egal oder ich dachte, das geht schon irgendwie. Das einzige, was dann ging, war komplett game over auf dem Sofa zu liegen, bis irgendwann abends der Drang kam, wieder in die Kneipe zu traben, um die Schuldgefühle des Tages wegzusaufen.

    An diesem Punkt sehe ich dich ja überhaupt nicht, zum Glück! Du bist wahrscheinlich ein sehr emotionaler Mensch und hast deswegen den Alkohol missbraucht, aber ich glaube nicht, dass du süchtig geworden bist. Ich war z.B. nie der Fahrer, weil ein Abend ohne Alkohol (am Wochenende) für mich gar nicht vorstellbar war. Wenn ich doch mal dachte, das würde gehen, musste ich das Auto am nächsten Tag vor der Kneipe holen, weil ich nach einer Cola doch literweise Bier brauchte, um mit den Trinkkumpanen auf einem Level zu sein.

    Also mir kommt innerhalb kürzester Zeit jegliche Kontrolle abhanden, wenn ich einmal mit dem Trinken angefangen habe. Du hingegen hast Bier weggeschüttet, weil es dich angeekelt hat. Ich habe teilweise nach dem Zapfenstreich noch stehengelassene Biere von anderen Gästen getrunken, weil kein Aufhören mehr möglich war.

    Und trotzdem flüstert mir der Alkohol oder mein Suchthirn bis heute noch ein, dass wir doch eigtl oft ein gutes Team waren und ich ihm noch eine Chance geben soll. Da bist du doch meilenweit davon entfernt und das ist ja auch wirklich gut so!!

    Ich will Dir natürlich auch nicht absprechen, Alkoholiker zu sein, habe aber wie gesagt das starke Gefühl, dass bei Dir "der Hund woanders begraben liegt".

    Nichtsdestotrotz wünsche ich Dir alles Gute und viel Kraft für Deinen Weg und natürlich auch die Hilfe des Forums, wenn Dir das trotzdem gut tut.

    VG Soapstar