Ich bin für mich nüchtern. Und nur ich kann nüchtern bleiben. Meine Verantwortung.
Dieses "Mantra" hilft mir sehr, so sehe ich das auch.
Ich bin für mich nüchtern. Und nur ich kann nüchtern bleiben. Meine Verantwortung.
Dieses "Mantra" hilft mir sehr, so sehe ich das auch.
Hallo ich habe überlesen, dass du ausgezogen bist. Entschuldige bitte
Alex_aufdemweg ist ausgezogen. Ich nicht und hab es auch nicht vor. Ich liebe meinem Mann und ich weiß es wird schwierig aber ich hoffe sehr er kriegt die Kurve.
So ein blitzschneller Gewichtsverlust scheint mir ungewöhnlich. Warst Du mal beim Arzt?
Ich habe im Mai begonnen meine Ernährung umzustellen aber eben noch getrunken. Da ging das Gewicht nur sehr langsam runter. In dem Monat Abstinenz jetzt habe ich 6 kg abgenommen, da ich mich zusätzlich nun auch noch viel bewege. Meine Hausärztin begleitet mich auf meinem Weg und ist sehr stolz auf mich. Bei einem hohen Ausgangsgewicht sieht man die Erfolge ja ziemlich schnell. Die Durststrecke wird auch hier noch kommen. Ziel sind 75 kg.
in dem Zustand vermutlich dauernd im Auge
Ja, das ist wohl war.
Seit 1 Monat und 3 Tagen trocken, oh man fühlt sich das gut an. Ich habe einige Änderungen in meinen Alltag eingebaut. Ich mache jetzt jeden morgen 20 min Workout mit Musik aus den 80ern. Mit 90 kg nicht ganz einfach aber vor kurzem waren es noch 103 kg, von daher fühlt es sich schon leichter an ![]()
Es macht richtig Spaß. Alle Situationen in denen ich vorher getrunken habe, habe ich analysiert und werden durch positive Strukturen ersetzt. Ich habe meine Liebe zur Ahnenforschung wieder entdeckt und bin da jetzt ganz aktiv.
Mein Mann trinkt jetzt außer meiner Sicht aber macht aktuell keine Anstalten sich ernsthaft um sein Problem zu kümmern. Es gibt leider immer wieder Situationen wo ich sein Verhalten traurig beobachte. Er wird nie aggressiv aber schläft auf dem Stuhl ein, lässt die Zigarette fallen usw. Das tut schon weh und ist mir früher nie aufgefallen, weil ich wahrscheinlich nicht besser ausgesehen habe. Das die Situation für mich gefährlich ist, weiß ich aber mich zu trennen kommt nicht in Frage. Ich liebe ihn und hoffe so sehr, dass er den Punkt auch erreicht um abstinent leben zu wollen.
Gibt es jemand, der auch aufgehört hat und der Partner aber weiter getrunken hat? Wenn ja, wie sind eure Erfahrungen?
Stern : das Wort "eigentlich" sollte den Satz etwas relativieren, da ich ja noch darüber nachdenken möchte warum ich das so empfinde ![]()
Als einen besseren Alkoholiker als mein Mann sehe ich mich übrigens ganz und gar nicht. Aber es gibt Steigerungsformen vom Adjektiv "krank". Meine Überlegung geht eher in diese Richtung.
In deinen Worten bezüglich des Alltages mit Alkohol finde ich mich in vielen Punkten sehr gut wieder auch ich war ein Meister der Verschleierung nach außen, aber innen sah es ganz anders aus.
Stern vielen Dank für deine wahren Worte. Ich hab viel darüber nachgedacht warum ich aus dem Bauch heraus geschrieben habe, dass mein Mann abhängiger ist als ich es je war. Ich empfinde es tatsächlich so aber ich weiß, dass es eigentlich falsch ist. Darüber muss ich noch nachdenken.
Ich weiß, ich bin jetzt erst 1 Monat trocken aber ich habe mir fest vorgenommen, dass es keine Trinkpause ist sonder eine Entscheidung für immer abstinent zu Leben. Ich genieße das Leben wieder und weiß die Vorteile einer Abstinenz sehr zu schätzen. Einen Rückfall will und kann ich mir nicht leisten.
Das Forum hier bereichert mich und ich genieße den Austausch.
R/no und Rennschnecke : alles gut, das macht mir nichts aber danke für eure Entschuldigung.
Morgen geht es leider schon wieder heim. Es ist wunderschön am Bodensee.
Gleich am ersten Tag gab es eine richtige Herausforderung. Wir wurden im Hotel mit einem Empfang begrüßt. Sekt, O-Saft oder Wasser fragte die Dame. Hier fiel die Wahl für mich leicht, mein Mann sagte auch gleich für ihn bitte O-Saft ( Ich war erstaunt). Dann ging es ihn die Suite und da steht ein Sektkühler mit einer Flasche und 2 Gläsern. Da dachte ich, was soll das jetzt. Das war wirklich kurz echt hart
Das Ambiente, der Riesenbalkon mit Liegen und einer traumhaften Bodenseesicht.....Es hätte so gut gepasst. Das war echte Konfrontationstherapie ![]()
Mein Mann hat den Sekt weggeschüttet und ich hab die Gläser und den Kühler in den Schrank gepackt. Das war befreiend.
Mit meinem Mann habe ich inzwischen lange gesprochen. Er hat geweint und meinte, dass er sich neben mir als Versager fühlt weil ich so stark sei und er das auch möchte aber überhaupt nicht weiß wie er das schaffen soll. Ein Leben ohne Alkohol macht ihm Angst. Er will sich aber um einen Termin bei der Suchberatung kümmern. Wir haben vereinbart, dass er in meiner Gegenwart nicht mehr trinkt. Ich bin gespannt wie es weiter geht.
Ich hab nicht gesagt, dass ich die Doku gut fand. Kontrolliertes Trinken geht gar nicht. Ich fand es nur interessant, dass in der Therapie die Konfrontation mit Alkohol trainiert wird um im Alltag besser zu widerstehen.
Die Erfahrung der Moderatoren und Forenteilnehmer hier stelle ich nicht in Frage.
Alex_aufdemweg wir sind in einem kleinen Hotel, Suite mit Balkon und direkte Aussicht auf den Bodensee. Das Wetter soll ja schön bleiben, so dass wir viel wandern können. Das macht den Kopf frei und unterstützt meinen Kampf gegen das Körpergewicht. Wobei ich so glücklich bin. Die 4 Wochen ohne Alk zeigen deutliche Veränderung ![]()
DTH77 : mein Mann ist schwer abhängig und kann nicht einfach so auf Alkohol verzichten. Er muss erst entgiften und eine Therapie machen, sonst wird das nichts.
Auch wenn mir kein Mensch hier glaubt aber es macht mir wirklich gar nichts aus bezüglich Rückfallgedanken, wenn er sein Bier trinkt. Aber durch die Erfahrung hier, ist mir bewusst, dass ein alkoholfreies Umfeld wichtig ist. Daher möchte ich mit ihm sprechen ob er bereit für ein Leben ohne Alkohol ist, oder zumindest nicht mehr in meiner Gegenwart trinkt.
Ich habe übrigens eine interessante Doku Edit gesehen. Da ging es unter anderem um Konfrontationstherapie. Die Patienten werden direkt und immer wieder mit Alkohol konfrontiert, damit sie auf das normale Leben vorbereitet werden und besser widerstehen können. Interessanter Ansatz.
Aktuell vertraue ich auf eure Erfahrungen und geh den Situationen aus dem Weg auch wenn ich überhaupt keinen Suchtdruck verspüre. Ich bin aber mit meinem Monat abstinenz noch ganz am Anfang und sehr euphorisch und glücklich über mein neues Leben.
Für die Zukunft bin ich mir aber wirklich nicht sicher ob das Verzichten auf so viele Unternehmungen, wie in diesem Forum oft beschrieben, für mich das richtige ist. Da muss ich noch in mich gehen.
So heute geht es spontan an den Bodensee für ein paar Tage. Ich freu mich sehr und werde die Gelegenheit nutzen mit meinem Mann zu sprechen.
Ich bin aber auch gespannt wie so ein trockener "Urlaub" ist.
Soapstar : das finde ich wirklich super, dass ihr das so umgesetzt habt
Nayouk24 vielen Dank für deine Nachricht, Das mit dem Pieken stimmt schon. Man ist gerade so stolz auf sich und freut sich den einzig richtige Weg eingeschlagen zu haben und hat dann das Gefühl es doch nicht richtig zu machen.
Ich nehme mein neues Leben wirklich sehr ernst und ich werde mit meinem Mann über die Gefahr für mich sprechen. Ich bin gespannt wie er reagieren wird.
R/no : ich hab noch vor der Bestellung das Thema rausgehauen und es hat tatsächlich niemand Alkohol bestellt. Wir waren zu viert und ich weiß nicht ob sie nur wegen mir oder sowieso nichts alkoholisches bestellt hätten.
Sie waren sehr überrascht, dass ich Alkoholikerin bin denn sie hatten nie etwas gemerkt. Es waren ehemalige Geschäftskollegen, die zu Freunden geworden sind.
Von Treffen wo ich von vornhinein weiß, dass es sich um Gelage handelt lass ich natürlich die Finger weg. Also kein Oktoberfest und kein Fasching ![]()
Kater Stanislaus : da ist meine Haltung ganz klar, ich will ein wunderbares abstinentes Leben führen aber ich hab hier so ein bisschen das Gefühl man denkt hier:
Überspitzt dargestellt:
- oh je ist die naiv
- was sind schon die paar Wochen, wahrscheinlich eh nur ne Trinkpause
- wir haben hier soviele kommen und gehen sehen
- die nimmt das ganze nicht ernst
- die muss sich von ihrem Mann trennen sonst wird das eh nix
Aber vielleicht irre ich mich auch ![]()
Hartmut : ich schätze deine direkte Art. Ich weiß nicht ob ich mir etwas schönreden will, vielleicht. Deine Worte haben mich natürlich zum Nachdenken gebracht.
Die Realität ist aber, dass mein Mann ist alkoholabhängig und ich ihn sehr liebe. Ein alkoholfreies Zuhause habe ich also nicht und nun muss ich für mich einen Weg finden, abstinent zu bleiben. Da hilft mir schon, dass ich den Alkohol von ihm nicht mag und auch gestern bei meinem ersten Restaurantbesuch lief alles bestens.
Glaubst du nicht, dass es schon noch Abstufungen gibt wie stark man abhängig ist? Man liest ja manchmal, dass Menschen in Ihrer Not sogar zum Rasierwasser greifen, das wäre für mich unvorstellbar. Ich denke eine gewisse Stärke und Disziplin benötigt es schon um nicht rückfällig zu werden.
Du hast viel mehr Erfahrung als ich und ich freue mich, dass ich mich durch das Forum weiterentwickeln kann.
Kater Stanislaus : danke für deinen Rat. Ich denke auch, dass es sehr wichtig ist sich gut zu reflektieren um einem Rückfall vorzubeugen. Ein großer Schritt für mich war die Erkenntnis, dass ich wirklich Alkoholikerin bin und nicht wie viele andere nur ab und zu ein Gläschen Wein zum Abendessen trinken zu können.
Aktuell arbeite ich daran meine Strukturen zu ändern und neue Routinen einzubauen. Das Leben soll ja Spaß machen und da gibt es viel, was ich früher nicht konnte.
Da ich übergewichtig bin, ist das Abnehmen gerade ein zusätzlicher Motivator. Ich bin so glücklich innerhalb so kurzer Zeit eine Kleidergröße weniger zu haben ![]()
Hallo zusammen,
es war ein wunderschöner Abend und nachdem ich erzählt habe, was mit mir los ist kam sehr viel Liebe, Verständnis und Zuspruch.
Der Alkohol um mich rum triggered mich überhaupt nicht. Aktuell bin ich sowas von stark.
Nachdenklich macht mich schon wie viele hier nach langer Abstinenz wieder rückfällig werden.......
Alex_aufdemweg Nein, mein Mann kommt nicht mit. Es sind nicht ganz so enge Freunde und wissen daher noch nicht Bescheid. Ich werde Ihnen nicht vorschreiben ob sie trinken dürfen. Es sind aber keine Partypeople, daher wird es nicht ausarten.
Heute treffe ich mich das erste mal seit ich trocken bin mit Freunden zum Essen. Ich bin gespannt. Ich werde ganz offen mit meiner Krankheit umgehen.
AnnaBlume : Er ist sehr viel schwerer abhängig als ich es je war. Den Weg aus der Sucht wird auch er nur schaffen, wenn er an einen gewissen Punkt erreicht hat.
Druck und Vorhaltungen bringen nichts.
Ich hab die Hoffnung, dass er durch mich erfährt wie schön es ist trocken zu sein. Er sagt auch, dass er das Gefühl hat eine ganz neue Frau an seiner Seite zu haben (im positiven Sinne)
Ich bin nicht naiv mir ist schon klar, dass es für mich auch harte Zeiten geben wird und da bau ich auf meinen Willen, meine Selbstliebe und auf Menschen an die ich mich im Notfall wenden kann.(z.B. euch)
Nayouk24 ein alkoholfreies Umfeld habe ich nicht, da mein Mann noch nicht soweit ist den Schritt mitzugehen. Er trinkt allerdings Alkohol welcher mich null triggert (Bier und Weinbrand) Würde er Wein oder Wodka trinken, hätten wir sicher ein großes Problem. Er ist sehr stolz auf mich und wer weiß, vielleicht folgt er mir. Ich denke aber jetzt nur an mich und meinen Erfolg. Aktuell bin ich noch so im Abstinenthype, froh dass ich keinen Suchtdruck verspüre und das Leben voll genießen kann.
AnnaBlume es tut wirklich gut zu wissen, dass man nicht allein ist ![]()
Meine Selbsthilfegruppe im Ort ist auch eine große Unterstützung.