Lebensmut74 - Leben ich bin wieder da

  • So ein blitzschneller Gewichtsverlust scheint mir ungewöhnlich. Warst Du mal beim Arzt?

    Ich habe im Mai begonnen meine Ernährung umzustellen aber eben noch getrunken. Da ging das Gewicht nur sehr langsam runter. In dem Monat Abstinenz jetzt habe ich 6 kg abgenommen, da ich mich zusätzlich nun auch noch viel bewege. Meine Hausärztin begleitet mich auf meinem Weg und ist sehr stolz auf mich. Bei einem hohen Ausgangsgewicht sieht man die Erfolge ja ziemlich schnell. Die Durststrecke wird auch hier noch kommen. Ziel sind 75 kg.

    in dem Zustand vermutlich dauernd im Auge

    Ja, das ist wohl war.

  • Gibt es jemand, der auch aufgehört hat und der Partner aber weiter getrunken hat?

    Mir wurde hier von jemanden gesagt, dass mich das Trinken des Partners bald noch viel mehr stören würde. Und so war es. Die letzte Zeit vor meinem Auszug waren sehr schwer.
    Der Alk wird ja auch nachts ausgedünstet. Heute frage ich mich, wie ich das ausgehalten habe.

    Ich habe in der ersten Zeit 20 Kilo abgenommen. Dann wieder zehn Kilo zugelegt. Und da bin ich jetzt. Musste erst mal normal zu Essen lernen. Vorher waren die meisten Kalorien eher trinken.

  • Hi Lebensmut,

    ich lebe nicht in einer Partnerschaft. Aber ich sage es Dir ganz ehrlich ich halte es ausgeschlossen, das ich heute noch abstinent wäre, wenn ich mit einer Alkoholikerin zusammen leben würde. Maximales Risiko und kein sicherer Rückzugsraum. Und selbst wenn ich den hätte, wäre jeder direkte und indirekte Kontakt maximales Risiko.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

    Einmal editiert, zuletzt von Kazik (31. August 2025 um 15:51)

  • Hallo sehr ich auch so wie Kazik. Ich Stelle mir auch zwei Fragen. Ihr seit noch zusammen, aus Bequemlichkeit oder aus Liebe? Du bist nüchtern und ( so hoffe ich ) weg vom Alk. du lebst in einer anderen, besseren Welt du bist auf einem anderen Niveau. Gib das was du erreicht hast nicht soooo auf. Entweder dein Partner folgt dir und will ein Leben mit dir in Freiheit und neuen Glück oder du solltest dir etwas überlegen. Lass dich nicht unterkriegen!

  • Gibt es jemand, der auch aufgehört hat und der Partner aber weiter getrunken hat? Wenn ja, wie sind eure Erfahrungen?

    Ich sehe es für mich folgendermaßen: Ich bin an meiner Alkoholabhängigkeit selbst schuld. Ich kann meiner Frau da keinen Vorwurf machen. Sie hat mir das Glas nicht gehalten. Meine Partnerin trinkt ab und an ein Bier oder ein Glas Wein. Ich habe kein Recht ihr das zu verbieten. Ob es mich stört? Ja, ich kann es nicht riechen. Würde sie sich abschießen/täglich trinken, dann hätte ich damit ganz sicher ein großes Problem. Trotzdem kann ich niemanden Vorschriften machen. Die habe ich mir im nassen Zustand auch verbeten. Seine Schlüsse muss jeder selbst ziehen. Beim Trinken oder bei Trennungsgedanken in der Partnerschaft. Das ist alles gar nicht so einfach. Liebe Grüße René

    „Frei bin ich nicht, weil ich dem Alkohol entkomme – sondern weil ich mich selbst nicht mehr verliere.“

  • Vielleicht ist es auch so wie mit dem Rauchen , wenn man mal aufgehört hat findet man es , wenn andere rauchen total störend . Vielleicht geht es dir auch so mit deinem Mann wenn du ihn betrunken siehst !

    Toll das du abgenommen hast , das gibt sicher nochmal Motivation , ich erhoffte mir das auch aber wird nix , hab nun aber auch mehr süße Gelüste .

    Wünschen wir uns eine friedliche alkoholfreie, ohne Gelüste tolle Woche

  • Vielleicht ist es auch so wie mit dem Rauchen , wenn man mal aufgehört hat findet man es , wenn andere rauchen total störend . Vielleicht geht es dir auch so mit deinem Mann wenn du ihn betrunken siehst !

    Darf ich ehrlich sein? Bullshit.;)

    Wunschträume und Hoffnungen haben noch nie eine Sucht gestoppt . Wer saufen will, der säuft – notfalls heimlich oder anderswo, egal wie oft er etwas anderes behauptet. Und wer zusätzlich süchtig ist, wird erst dann etwas ändern, wenn er bereit ist, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen.


    Wenn ich meine Trockenheit nicht zur absoluten Priorität mache , wenn mir plötzlich alles andere wichtiger erscheint, wenn ich bewusst Risiken eingehe, mir selbst und anderen etwas vormache und so tue, als würde mich das alles nicht berühren, dann bin ich nicht nur eine Armlänge, sondern nur noch eine Handbreit vom nächsten Glas entfernt.

    Dir weiterhin alles Gute!

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Darf ich ehrlich sein? Bullshit.;)

    Wunschträume und Hoffnungen haben noch nie eine Sucht gestoppt . Wer saufen will, der säuft – notfalls heimlich oder anderswo, egal wie oft er etwas anderes behauptet. Und wer zusätzlich süchtig ist, wird erst dann etwas ändern, wenn er bereit ist, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen.


    Wenn ich meine Trockenheit nicht zur absoluten Priorität mache , wenn mir plötzlich alles andere wichtiger erscheint, wenn ich bewusst Risiken Handbreit vom nächsten Glas entfernt.

    Dir weiterhin alles Gute!

    Versteh ich nun nicht was das mit meiner Aussagen zu tun hat das abstinente oft rauchende eklig finden , wenn sie selber mach rauchten, warum soll das mit Alkohol nicht so sein ? Wenn ich wen betrunkenes sehe finde ich das schon abstoßend , das hat doch nichts damit zu tun selber mir noch eine handbreit selber so zu sein . Eher das Gegenteil .
    Ich finde auch nicht das ich mit meiner Sucht /sicht das wichtigste bin , gesunder selbsterhalt ja aber das mit der Sucht muss ich mit mir ausmachen und nicht mein Umfeld mit mir

  • Vorweg, der Vergleich zwischen Rauchen und Saufen das war mit Bullshit gemeint.

    du bist jemand der seine Meinung sagt

    Ich teile hier meine Erfahrungen und zwinge niemandem meine Meinung auf. Wenn sich dadurch jemand angegriffen fühlt, ist das sein Problem. Es geht schließlich nicht um Kritik, sondern darum, Erfahrungen auszutauschen.

    Rauchen und Alkoholismus sind beides Süchte – aber das war es auch schon mit den Gemeinsamkeiten. Rauchen zerstört langsam, und Nikotin macht abhängig, keine Frage. Doch der Entzug ist nicht lebensgefährlich. Du kannst aufhören, durchhalten, und dein Körper schafft es, sich zu erholen.

    Alkoholismus ist eine ganz andere Liga. Da geht es nicht nur um Gewohnheit, da geht e s um Kontrollverlust, körperlichen Verfall, psychische Abgründe. Der Entzug kann dich umbringen. Du brauchst normlaerwesie medizinische Hilfe, Therapie, oft jahrelange Begleitung. Und das alles, während dein Umfeld zerbricht, dein Job wackelt, deine Beziehungen kaputtgehen.

    Passiert beim Rauchen nicht, deswegen vergleiche ich auch nicht.

    Und beim Alkohol ist der Preis für Selbstbetrug höher. Deswegen, wer wirklich trocken bleiben will, muss seine Prioritäten klären. Wenn alles andere wichtiger wird – Job, Familie, Stolz, Bequemlichkeit – dann sitzt man nicht nur eine Armlänge, sondern eine Handbreit vom nächsten Glas entfernt.

    Und ich habe nicht aufgehört zu rauchen, weil andere es eklig fanden, oder mit dem Saufen aufgehört, weil es nur eine Laune war. Nein, es war eine Notwendigkeit, weil ich süchtig war und es immer bleiben werde.

    Also, nichts für ungut. Eine feine, kleine, pointierte Gegendarstellung.;)

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Also ich würde mich nur angegriffen fühlen wenn jemand meine Meinung als bullshit bezeichnet , nicht wenn er seine Erfahrung mitteilt , was immer wertvoll für mich ist . Ich nehme jeden seine Meinung hin , kann sagen welche meine Meinung dazu ist aber würde keinen wegen sowas verurteilen . Ich hab auch nicht Alkohol und Rauchen als gleich bezeichnet ,

    Hoffe ich bin dir nicht auf den Schlips getreten weil du Raucher warst , ich hab vor 25 Jahren auch mal geraucht

  • Ich finde auch nicht das ich mit meiner Sucht /sicht das wichtigste bin , gesunder selbsterhalt ja aber das mit der Sucht muss ich mit mir ausmachen und nicht mein Umfeld mit mir

    Das ist mir ins Auge gefallen und dazu habe ich auch eine Meinung. Eine Meinung, besser: Eine Erkenntnis, an der ich sehr lange gearbeitet habe….nämlich so ziemlich fast meine ganze Saufzeit: Ich war mir nicht wichtig genug. Nicht wichtig genug, um mit dem Saufen aufzuhören. Es waren immer alle und alles wichtiger…. wichtiger als ich. Das war total anstrengend. Das hat mich gelähmt, mich ein Stück weit auch handlungsunfähig gemacht.

    ‚Gesunder Selbsterhalt‘.
    Ist es das, was du willst? Ich meine, reicht dir das?
    Ich will leben, nicht nur mich irgendwie so halbwegs gesund erhalten.

    Nüchtern werde konnte ich erst, als ich mir wichtig geworden bin. Das war genau so wichtig wie das Akzeptieren, dass ich Alkoholiker geworden bin und das auch für immer bleiben werde.
    Das heißt ja nicht, dass ich der Mittelpunkt der Welt geworden bin, anderen kann ich gern so egal sein, wie mir heute der Alkohol egal ist, aber ich bin mir das Wichtigste in meinem Leben geworden….ich mir für mich.
    Und genau das fühlt sich nicht nur schön an, ich finde das auch enorm wichtig für mein nüchternes Leben.


    ‘Das mit der Sucht‘ musst du nicht mit dir ausmachen.
    Ich nutze dafür dieses Forum, meine Selbsthilfegruppe.
    Ich lasse mein ‚weiteres‘ Umfeld komplett raus aus meiner Sucht, das allerallerengste Umfeld (Familie) weiß um meine Sucht, aber ich bespreche sie nicht mit denen. Einfach, weil meine Sucht mein Thema ist. Das bespreche ich mit Leuten, die verstehen, wovon ich rede.
    Das allernotwendigste Umfeld (bestimmte Ärzte) wissen natürlich auch Bescheid und mit denen bespreche ich mich auch, wenn es notwendig ist.

    Mein Umfeld muss sich mir auch nicht anpassen. Aber wenn Rücksicht genommen wird, empfinde ich das als Wertschätzung.

    Nun bewege ich mich aber auch nicht in einem alkohollastigen Umfeld. Dennoch begegnet der Alkohol mir ja überall ‚da draußen‘. Ich kann das nicht ändern und ich versuche es auch gar nicht erst.
    Ich bin für mich nüchtern. Und nur ich kann nüchtern bleiben. Meine Verantwortung.

    Nimm dich wichtig. Für dich.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Heute geht es mir gar nicht gut. Ich hab solche Schlafprobleme. Seit ca. 3 Tagen kann ich nachts kaum schlafen. Die ersten Wochen in der Abstinenz war noch alles ok, kann es sein, dass dieses Sympthom erst später auftritt. Ich dachte immer man leidet anfangs und nach 1-2 Monaten wird es besser. Bei mir fängt es jetzt erst an, seltsam.

  • Hallo

    Wann sich dein Gehirn ( Transmitter) wieder einpendelt kann man nur Näherungsweise Vorhersagen. Spreche mit deinem Arzt ob er dir Medikamente ( Alkoholiker im Entzug) verschrieben/empfehlen kann. Auch überprüfe deine " Schlafhygiene" nennt man so. Und Versuche den Gedankenstress am Abend zu minimieren. Leicht gesagt aber hilft.

  • GABA " Transmitter

    Kenn ich ausgesprochen gut von einer anderen Sucht, die ich vor 6 Jahren hinter mir gelassen habe. Mich irritiert jetzt nur, dass das Schlafproblem erst nach 5 Wochen auftritt. Ich kenn es von Anfang an und dann wird es besser. Vielleicht sind es auch die Wechseljahre, mit fast 51 auch kein abwegiger Gedanke. ich spreche auf jeden Fall mit meiner Ärztin darüber.

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