Beiträge von Amun

    2 Monate Abstinenz sind geschafft 💪

    Freib*** für alle. Neeee ne … wat ihr wieder denkt 😅 … Freibrause für alle, natürlich ☝️

    Kurzer Zwischenstand: der Schlaf hat sich mittlerweile verbessert. Nachdem ich den Kaffee auf 3 bis 4 Tassen heruntergefahren habe, kann ich meistens durchschlafen. Die Stimmungsschwankungen sind auch etwas besser geworden, wenngleich sie leider immer noch spürbar vorhanden sind. Aber nicht mehr so heftig wie noch vor einiger Zeit.
    Also, alles in allem möchte ich gerade nicht klagen. Nächster Halt: 3 Monate.

    Einen schönen Mittwoch …

    Guten Morgen 🙋‍♂️

    Wahrscheinlich habe ich mehr Kaffee als eine Art Suchtverlagerung benutzt. Eigentlich habe ich schon immer viel Kaffee getrunken, aber das in den letzten Tagen war schon recht heftig. In den letzten zwei Tage habe ich die Menge auch wieder drastisch heruntergefahren. Damit sind dann auch die Kopfschmerzen verschwunden. Somit würde ich vermuten, dass die Kopfschmerzen durch den vielen Kaffee entstanden sind. Da ich eigentlich Wasser sehr gerne trinke, ist das jetzt mein neues Lieblingsgetränk geworden 👍

    Die Ängste und Panikattacken werden sicherlich mit der Beziehungskrise und meiner ungeklärten Zukunft zusammenhängen. Diese Ängste werden auch so schnell nicht verschwinden. Nur sollte es sich in einem vernünftigen Rahmen halten.

    Also Danke für eure Erfahrungen mit Kaffee und anderen Energiegetränken. Eure Einschätzungen decken sich im Grunde mit meinen …

    Zum Thema Alkohol: bis jetzt spüre ich weiterhin keinen Suchtdruck. Wenn ich rausgehe vermeide ich natürlich Orte wo exzessiv getrunken wird. Wenn am Nebentisch mal ein paar Bierchen zum Essen getrunken werden, triggert mich das nicht. Aber die Veranstaltungen die hier am langen Pfingstwochenende im Dorf stattfinden werde ich natürlich meiden.

    Tag 48 🙂

    Wiedererwartend haben sich meine Stimmungsschwankungen nicht wirklich gebessert. Eher habe ich das Gefühl das meine diversen Ängste irgendwie präsenter/ aufdringlicher geworden sind. Manchmal schrappen meine Gedanken schon extrem knapp an Panikattacken vorbei. Also alles in allem nicht so prickelnd.

    Mein Kaffeekonsum hat sich auf 7 bis 8 Tassen täglich gesteigert. Ich vermute dass auch das nicht unbedingt für die Stimmungsschwankungen förderlich ist. Wie ist/ war das bei euch? Hattet ihr auch das Gefühl, dass sich die Psyche eher geschwächt fühlt durch zu viel Koffein?

    Ausserdem habe ich seit ein paar Tagen öfters recht heftige Kopfschmerzen. Könnte auch das mit der Abstinenz oder dem Kaffeekonsum zusammenhängen? Auch da interessieren mich eure Erfahrungen.

    Ich kenne viele Alkoholiker, die sich mit der Abstinenz getrennt haben. Oder der/die Partner/in, weil eine "richtige" Beziehung gar nicht mehr vorhanden war.

    Ja, ich glaube ich werde es langsam akzeptieren müssen. Es fällt allerdings verdammt schwer. Ich denke Du hast es richtig erkannt und beschrieben …

    Da die Trennung dein Schockmoment war - vordergründig wegen Alkohol … was wäre, wenn sich herausstellt, dass dieser Trennungsgrund eher nur ein Teilgrund, womöglich sogar Vorwand war. Würde es die Festigkeit deiner Abstinenz beeinflussen?

    Nein, die Abstinenz ist gesetzt, daran wird sich auch nichts ändern. 40 Jahre sind absolut genug. Und auch wenn ich gerade meine psychischen Probleme mit der Frau in den Mittelpunkt stelle, Gesundheit und Klarheit sind mir sehr wichtig geworden. Die Trennung hat es eher noch mehr in mein Bewusstsein gedrängt …

    Erst wenn der Alkohol weggelassen wird, kommen die gegenseitigen Themen Nähe und Abgrenzung wirklich auf den Tisch und die möglichen Verstrickungen werden auch erst nüchtern aufgelöst.

    Klar hatte ich trotzdem ein massives Alkoholproblem, aber die Trockenheit löste nicht alles von selbst.

    Absolut. Eine sehr gute Analyse von Dir, und treffend formuliert.
    Und genau auf dieser Spurensuche bin ich jetzt. Ich möchte herausfinden was in der Vergangenheit wirklich passiert ist. Was ist passiert, was ich in meinem Nebel nicht gesehen und bemerkt habe.

    Der Alkohol war da, der hat seine Schuld, aber nicht alles kann damit erklärt werden … das wäre zu einfach.

    Wenn ich auf meine Beziehungen zurückblicke, war es am Ende nie nur der einzelne Streit oder ein Ausrutscher. Es war die Summe über Jahre. Alkohol kann ein guter und manchmal notwendiger Grund sein, sich zu trennen aber fast nie der einzige.

    Genau das ist auch meine Meinung/ Vermutung. Der Alkohol hat sicherlich seinen Teil dazu beigetragen, vielleicht auch wie eine Art Verstärker gewirkt. Aber das alleine kann es nicht gewesen sein. So lange es keine offenen Gespräche geben wird, werde ich es auch nicht herausfinden.
    Vielleicht wäre es auch ohne Alkohol (früher oder später) zu dieser Trennung gekommen … schwer zu sagen. Meine aktuelle Misere komplett auf den Alkohol zu schieben ist eventuell auch zu einfach. Trotzdem denke ich das der Alkohol meine Wahrnehmung beeinträchtigt hat, sodass ich vielleicht die wirklichen Probleme nicht richtig gesehen habe. Mag auch sein, dass dieses Thema jetzt hier in diesem Forum etwas deplatziert ist. Natürlich liegt da gerade mein absoluter Fokus, aber vielleicht sollten wir es hier nicht so in den Mittelpunkt stellen.

    Eine Trennung mit Auszug zu Ostern kommt in unserem Alter bei einer gefestigten Beziehung selten wie der Blitz aus heiterem Himmel. Da gibt es meistens eine lange Vorgeschichte, viele Vorzeichen, Warnungen, Gespräche. Konntest/wolltest du sie sehen oder hast es als nichtig abgetan?

    Ich denke ich habe irgendwelche Vorzeichen nicht wirklich gesehen. Es gab natürlich ab und an Gespräche, über Alkohol und auch über andere Dinge die ihr nicht so richtig gefallen haben. Aber insgesamt habe ich es wohl nicht ernst genug genommen. Das es dann zu Ostern so eskalieren würde, damit habe ich nicht gerechnet. Vielleicht haben wir beide es vermieden im Vorfeld intensiver über irgendwelche Probleme zu reden. Offenbar hat sich da ein Schwelbrand gebildet, der sich dann plötzlich in einer Stichflamme entladen hat. Über unsere eigenen Probleme, Wünsche und Belange offen zu reden war wohl nicht (mehr) unbedingt unsere Stärke. Jetzt ist es uns um die Ohren geflogen, und jetzt reden wir eben gar nicht mehr …

    Manche machen einen dicken Strich drunter und schauen nur nach vorn.

    Das wird wohl tatsächlich bei jedem anders sein. Nur nach vorne schauen, und die Vergangenheit ausblenden, kann ich nicht. Ich muss vielleicht aufpassen dass ich nicht zu sehr in der Vergangenheit grübel und Szenarien entwerfe, wie man es hätte besser machen können. Aber Vergangenheit und Zukunft gehören für mich zusammen. Und im Moment ist meine Zukunft gerade sehr ungewiss und wenig deutlich. Ergo bin ich wohl auch mehr in der Vergangenheit.

    Bist du wirklich selbstkritisch mit dir, kannst dich selbst ehrlich und schonungslos reflektieren?

    Du beziehst das wahrscheinlich auf meine Bemerkung mit den „paar Bierchen“. Ich wollte damit in keinem Fall etwas verniedlichen oder relativieren. Ich bin schon recht selbstkritisch und ehrlich was das Thema Alkohol bei mir betrifft. Ansonsten wäre ich wahrscheinlich nicht hier, und auch nicht in der realen SHG. Nach über 40 Jahren Alkohol gibt es nichts schön zu reden.

    Was bedeutet das genau?
    Vor allem: wie kam es beim Gegenüber (Frau, Verwandschaft) an? Der/die eine ist zart besaitet, andere kalt wie … Da gibt es doch eine beeindruckende Bandbreite auch beim Empfänger.

    Ich bin jemand der auch ohne Alkohol zynisch und sehr engagiert formulieren kann. Wahrscheinlich mit Alkohol noch schärfer. Ich ziehe es eben vor bei bestimmten Themen ehrlich und direkt zu sein. Auch das mag nicht jeder. Manchmal wäre mehr Diplomatie wahrscheinlich ratsamer. Wenn du ein Bier oder Wein vor dir stehen hast neigen allerdings viele dazu ALLES auf den Alkohol zu schieben. Das ist einfach und passt sehr gut in ein bestimmtes Bild … wenn man will. Meine Frau kennt mich und meine Art. Cholerisch bin ich in Gegenwart meiner Frau nie geworden. Und ja, ich habe das Bedürfnis mit meiner Frau auch darüber zu sprechen. Wie ist es wirklich bei ihr angekommen? Ich kann nur meine Wahrnehmung schildern. Aber es sieht so aus, als wenn meine Wahrnehmung nicht ganz passt. Ich hoffe immer noch das klären und hinterfragen zu können. Tatsache ist dass der Alkohol mich in offenbar einer unangenehmen Art verändert hat.
    Wie bei Dir, werde ich sicherlich noch im Nachhinein, sehr viele Nuancen bewusster bemerken und reflektieren …

    Aber letztendlich zählt für mich jeder Kaffee Tag war ein guter

    Guten Morgen Tiffy, ☕️

    3 Monate sind eine enorme Zeit. Du hast allen Grund Stolz auf Dich zu sein. Ich möchte Dir einfach Gratulieren zu diesem ersten gewaltigen Erfolg 👍

    Keiner hat gesagt das es einfach werden wird. Aber Du hast die Herausforderung angenommen, und wirst durch erste Erfolge belohnt. Ich habe erst einen Monat geschafft. Auch bei mir hat sich der Blutdruck verbessert, und das Gewicht reduziert. Auch die Schlafqualität ist besser geworden. Ich finde diese Dinge motivieren enorm …

    Einen netten Gruß an die „neue“ Tiffy … Du schaffst das 👏

    Ich frage mich etwas. Was hast du denn schlimmes getan??

    Das habe ich versucht die ganze Zeit herauszufinden. Mein Bierkonsum war zwar regelmäßig, aber nie wirklich exzessiv. Ich bin nie Gewalttätig etc. geworden. Und sie hat immer mal wieder beteuert, dass sie für mich da sein wird wenn es mal nötig sein wird. Leider war das jetzt nicht wirklich der Fall. Nein, ich mache hier keine Schuldzuweisung, ich was was ich verbockt habe …

    n allen Belangen. Sonst wird es erneut nicht die Richtige.

    Im Augenblick denke ich eher nicht daran „die richtige“ zu finden. Aber ich werde es akzeptieren und realisieren müssen, dass ich eben die falsche Partnerin habe/hatte. Und ja, dass neu orientieren ist jetzt offenbar zwingend erforderlich … in allen Bereichen.
    Und jetzt hoffe ich erst mal, dass es heute Nacht besser mit dem Schlafen klappt. So sehr ich vorhin extrem deprimiert und verzweifelt war, so merke ich ein leichtes angenehmes Gefühl, ganz weit hinten.
    Und eins ist und bleibt gesetzt: der Alk wird dabei nicht mitspielen. Der hat die rote Karte, und ist raus!

    Ich glaube auch , es ist besser ,nicht hinterher zu fahren und zu schauen...

    Ich glaube Du hast ganz sicher Recht, aber irgendwie konnte ich nicht anders, und musste herausfinden was dort ist. Natürlich war das nicht gut für meine Kraft. Aber ich habe es eben gemacht 🤷‍♂️
    Jetzt lasse ich es sacken, werde es verarbeiten. Vielleicht ist es ja auch gut, dass ein paar Illusionen der Realität angepasst werden …

    Aktueller Status:
    Ein Bekannter hat meine Frau heute im Nachbarort gesehen. Ich habe gefragt wo, und bin zu diesem Haus gefahren … Anwaltskanzlei!
    Die nächste Runde wird also eröffnet.

    In der realen SHG war ich heute sehr emotional und angespannt. Ich spüre wie sich die Energie zusehends verbraucht. Es wird Zeit das ich wirklich lerne loszulassen …

    Was hatte deine Frau denn in den letzten Jahren zu deinem Konsum gesagt? Gab es eine Begründung, als sie ausgezogen ist?

    Natürlich hat sie ab und an etwas gesagt, aber eher etwas verhalten. Sie hatte natürlich Bedenken, dass mir der Alkohol gesundheitlich schaden könnte. Das ich auch etwas träge nach ein paar Bierchen wurde, ist ihr natürlich ebenfalls aufgefallen. Wirklich schlimme Aussetzer oder Ausfälle hatte ich ja nie. Maximal eine etwas schärfere Art der Formulierung wenn es um bestimmte Menschen aus unserem Umfeld ging. Aber dazu muss man sagen dass ich eigentlich immer recht engagiert rede und formuliere, wenn es um ernsthafte Themen geht.

    Die Begründung war auf den Punkt gebracht Alkohol und der Umgang mit ihrer Familie (die derweilen selbst mittlerweile ziemliche Hetze und Lügen verbreiten, und sie sogar von mir isolieren). Also so ganz ohne sind die auch nicht.
    Mittlerweile habe ich auch weitere Gespräche mit Bekannten und Freunden von uns geführt, die neue Aspekte haben aufkommen lassen. Aber noch habe ich dazu meine Gedanken nicht sortiert und ausreichend hinterfragt.

    Und was hast du damit zu tun? Denke an DICH.

    Das tue ich. Problem ist eben nur das alle Kanäle geblockt sind. Ich denke das der Sohn sicher noble Absichten hat, aber leider seiner Mutter eventuell mehr Schaden als Nutzen zuführen könnte …

    Doch. Mit uns.

    Und dafür bin ich auch sehr dankbar, und weiß es zu schätzen 🙂

    Unterschätze uns nicht ^^ Einfach Stück für Stück alles besprechen.

    Ich glaube ich habe auch schon eine Menge erzählt. Und vermutlich wird es langsam ein Bild werden. Aber es ist wahrscheinlich nicht so einfach so viele Jahre in so kurzer Zeit transparent darzustellen. Aber es geht weiter 😅

    Ist schonmal Hammer das du trotz allem trocken bist.

    Das tatsächlich wichtigste Ziel im Moment ist (und das trotz der anderen massiven Probleme) trocken zu bleiben. Wenn ich alleine darauf schaue fühle ich mich wohl und sehr angenehm. Natürlich besteht die Gefahr das weitere Tiefschläge mich wanken lassen. Aber ich bin trotzdem entschlossen. Mit Alk wird es alles eher schlimmer, vielleicht sogar katastrophaler …

    Vielleicht gibt es da ja auch jemand anderen? Hast Du diese Möglichkeit schon mal in Erwägung gezogen?

    Keine Ahnung. Und ich möchte da nicht etwas vermuten, was vielleicht total falsch ist. Aber ja, natürlich kann man auch so etwas nicht ausschließen. Aber vom Gefühl her sage ich eher nein.

    Warum Du, lass sie einfach und lebe dein Leben, sie distanzieren sich doch von dir das brauchst du nicht auch noch tun.

    Das stimmt allerdings. Ich denke dass dieses distanzieren stillschweigend von beiden Seiten ganz von alleine passiert …

    Hat deine Frau eigentlich auch gerne etwas getrunken?

    Bis vor ein paar Jahren ganz wenig zu besonderen Anlässen. Oder schon mal ein Glas Wein, wenn wir essen gegangen sind. Aber wegen gesundheitlichen Problemen hat sie dann den Alkohol komplett dran gegeben.