Beiträge von Steevie

    Liebe Rennschnecke !

    Ich glaube ich hatte schon immer starke Empfindungen von Gefühlen. Ich war als Kind / Jugendliche auch sehr sensibel, habe vieles persönlich genommen. Konnte aber in anderen Momenten ach sehr impulsiv sein, beleidigend usw.
    (Zum Verständnis: Ich war als Jugendliche 7 Wochen in stationärer Psychiatrischer Behandlung, wegen Selbstverletzung und Alkohokonsum, danach noch 1,5 Jahre in Verhaltenstherapie; war alles nicht hilfreich-hat eher zu mehr Problemen geführt)

    Aber das zu ergründen warum…, ob Familiendynamiken dahinterstecken oder sonstiges, würde mir glaub ich nicht weiterhelfen.

    Dadurch, dass ich jetzt erwachsener bin und endlich mit klarem Verstand wieder durchs Leben gehen werde, hoffe ich bzw. werde ich daran arbeiten meine Gefühle und Gedanken noch besser zu verstehen und lernen zu regulieren.

    Und ja, ich bin gerade selbst erschrocken, aber du sagst es irgendwie schon richtig damit, dass ich mich nicht richtig traue zu sagen wenn mich was stört!
    Das ist auch etwas, was ich ändern möchte! Weil nur so weiß ich, ob die erwartete Reaktion wirklich kommt oder nicht!

    Der Konsum und die Ausfallerscheinungen werden beim nassen Alkoholiker immer mehr werden. Ist das das Leben, das Du Dir für Dich wünschst?

    Das ist nicht das Leben, was ich mir wünsche!
    Und Co möchte ich auch nicht sein! (Aber das bin ich anscheinend dann doch!X/)

    Ich weiß noch nicht wie sich die Beziehung entwickeln wird…
    Wenn er über zukünftige Familienplanung spricht, ist das einfach seltsam! Wenn sich bei ihm/seiner Einstellung nichts ändert, geht das einfach nicht. Macht mich traurig.

    Ein Auszug wäre bei uns aber mit Trennung gleichzusetzen…wir wohnen nicht nur 12 Jahre zusammen… es gibt in den Jahren keinen Tag, wo wir uns nicht gesehen haben, geschweige denn eine Nacht getrennt waren…!
    Es ist kompliziert zu erklären.. da müsste schon einiges passieren, ..

    Und was das Suchthirn angeht: Ist es wirklich so, dass egal wieviel Disziplin oder Wille vorhanden ist, es zwangsläufig passiert, wieder zu trinken? (Ernstgemeinte Frage)

    Es fühlt sich nicht wie ein Durchhalten an.
    Aber natürlich könnte es angenehmer ablaufen! Das ist klar!
    In den ersten 2 Wochen war es schon ein Kampf, aber das kannte ich ja schon…
    Mit den vergangenen Wochen hat sich der Gedanke immer mehr gefestigt, abstinent zu sein und zu bleiben!

    Es ist eine Lebensentscheidung geworden ,

    ohne: „Ich trinke jetzt erstmal nichts, irgendwann kann ich ja mal schauen wie es schmeckt“, „also komplett mein Leben lang verzichten will ich nicht“, usw….
    Solche Gedanken kommen nicht mehr!

    Meiner Meinung nach ist das ein Tanz auf dem Vulkan, fragt sich nur wann er ausbricht und ob du noch draufstehst.

    Eine interessante und nicht ganz unwahre Veranschaulichung !

    Danke liebe Gudi

    Ich bin aber auch noch am Anfang..
    und natürlich muss ich den erfahrenen Langzeit-Trockenen schon auch Recht geben, dass man jegliches Risiko aus dem Weg gehen sollte, welches zum Trinken verleitet!

    Ich hatte schon öfter eben Trinkpausen und gedacht: „Ach ich kann ja ohne Alkohol, jetzt kann ich mir schon mal wieder ein Getränk ‚gönnen‘.
    Das ist ein knallharter Selbstbetrug!
    Immer wieder bin ich dadurch in mein altes Muster zurückgefallen.
    Deshalb gilt für mich: kein Schluck Alkohol für den Rest meines Lebens!
    Das zu erkennen ist ganz wichtig für mich! Weil ohne diese Erkenntnis würde ich mir immer eine Tür offen lassen, und wohin das führt, weiß ich ja….

    Ob meine Disziplin zur Abstinenz meine Beziehung gefährdet, ist mir tatsächlich nicht mehr so wichtig!
    Denn Trinken würde auf jeden Fall die Beziehung kaputt machen!!!

    Zudem lese ich auch im Co-Bereich mit, um typisches Verhalten zu vermeiden…

    Dir wünsche ich alles gute für deinen Weg Gudi!

    Liebe Elara !

    Ich habe mir deinen Faden gerade von Anfang an und komplett durchgelesen…

    Erst einmal wünsche ich dir alles an Kraft auf der Welt, die man sich vorstellen kann für dich!!!

    Nach allem was du durchgemacht hast so ein Erlebnis mitzumachen, ist unvorstellbar! Das hast du nicht verdient!!!
    Und ich kann Lebenskuenstler nur zitieren:

    Wenn Du jemals Zweifel hast, ob Du genug getan hast, lies Dir Dein Thema noch mal durch.



    Ich hoffe sehr , dass du Unterstützung von allen Seiten bekommst, die du brauchst
    und die Liebe bekommst, die du verdienst…auch wenn sie von dir selbst ist! <3:!:

    Alles alles gute für dich!

    Wow, ihr habt ja richtig heftige Rezepte! ^^
    Ich habe mir Trinkjoghurt gekauft, zum Einstieg sollte es reichen.

    Hallo Abstinenzler
    Ja bin schon recht schlank. Viele haben mir auch nach meinem Abnehmen von vor 3 Jahren ( wegen meiner ersten Trinkpause habe ich ungefähr 10 Kilo abgenommen, die durch die sauferei zu viel drauf waren) immermal gesagt, ich wäre zu dünn etc.
    Nervt schon auch, weil ich eigentlich immer noch gesund aussehe und nicht zu mager! Mache eben auch regelmäßig Fitness seitdem.


    Heute war ich ziemlich gereizt. So ziemlich alles hat bei mir einen Überreiz ausgelöst.
    Habe schon fast eine richtige Aggressivität gespürt.
    Solche Gefühle kenne ich schon, die waren häufig in meiner Trinkzeit vorhanden. Um das Gefühl zu minimieren, habe ich dann ‚natürlich‘ zur Flasche gegriffen . Aber die Gefühle wurden meistens nicht unterdrückt, sondern wurden unkontrollierbar!
    Und ich will ehrlich sein: der Flachmann den sich mein Freund gestern gekauft hat und der geschlossen in der Küche steht, hat da auch nicht positiv beigetragen!

    Ich habe mich dafür entschieden mich dem ganzen Nassen auszusetzen, durch meinen Partner . Ja.
    Aber heute war ich schon auch innerlich wütend auf ihn, weil er einfach keine Rücksicht auf meine Abstinenz nimmt. Okay.. er hat statt eine ganze Flasche „nur“ einen Flachmann für sich selbst gekauft, weil er weiß, dass ich nichts trinke… Aber hat mich getriggert heute, auch der Alkoholgestank war extrem und widerlich heute!
    Und nicht dass ich einen Suchtler darauf gehabt habe, sondern dass ich das Ganze nicht sehen will , nicht riechen will und eigentlich in meinem nahen Umfeld Nichts damit zu tun haben will! Hat mich einfach echt angenervt!

    Dann kauft die Mutter für ihn wieder die Kästen Bier( obwohl sie es eigentlich nicht mehr machen wollte und es auch 2-3 Wochen reduziert hatte - ist wohl ein typisches Co-Verhalten…), er ist nach einer kurzen Dauer von ca. 4 Bier -schwups di wups- wieder bei regelmäßigen 8 Halben am Tag.

    Ich habe mich für Das entschieden, auch wenn es meinen Weg schwerer macht, als er sein müsste.
    Aber noch mehr habe ich mich für meine Abstinenz entschieden! Und da kann keiner mehr dran rütteln!!!


    „Heute war ich ziemlich gereizt. So ziemlich alles hat bei mir einen Überreiz ausgelöst.
    Habe schon fast eine richtige Aggressivität gespürt. „
    :arrow: Ohne Alkohol kann ich auf jeden Fall viel besser auf solche starken Gefühle reagieren und kann sievauch besser einordnen!
    Ich habe mich dann öfters mal kurz zurückgezogen, dann ist mir noch eingefallen, dass ich meinem Freund mal so Anti-Stress-Bälle gekauft habe. Da habe ich mir einen geschnappt und gleich in meinem Notfallkoffer mit aufgenommen!

    (45 Tage trocken)

    Hallo Leute!

    Dann ist das wohl normal, wenn es einpaar hier auch so geht!

    Danke Hannah für den Tip!
    Ehrlich gesagt für mich echt Goldwert, weil gerade feste Nahrung in der früh mir auch schwer fällt. Nüsse habe ich mir nun auch zugelegt. Da brauch ich nicht so viel und hab dennoch genug Energie um die Stunden zu überbrücken, bis dann doch Hunger kommt.
    Ich denke das wird ganz gut klappen.

    Die Träume von Alkohol haben sich nun verändert! Ich habe entweder garkeine mehr und wenn, dann lasse ich das Getränk stehen und bin glücklich und ausgeglichen im Traum.
    Somit geht es mir auch unter Tags besser und die Träume hängen mir nicht mehr so nach.

    Beim Einkaufen schaue ich nicht mehr automatisch auf die Alkoholregale, vorallem meide ich es an die Kasse zu gehen, die am nächsten dort ist. Das senkt bei mir beim Warten auch den Stressfaktor!

    Was mir gerade Schwierigkeiten macht: regelmäßige Mahlzeiten
    Nach dem jahrelangem Saufen checkt mein Körper und Hirn anscheinend nicht mehr, wann es Zeit ist was zu essen…

    In meiner Trinkzeit habe ich automatisch weniger gegessen, weil ich über den Alkohol ja schon soviel Kalorien zu mir genommen habe. Da war es Standard: den ganzen Tag
    (d.h. Von in der Früh ca. 6:00-ca.15:00) zu saufen und dann erst was Essen.
    Also eine Mahlzeit am Tag, die aber natürlich sehr üppig ausfiel!

    Frühstücken fällt mir jetzt total schwer. Mittlerweile bekomme ich es manchmal hin, bis mittags eine Kleinigkeit zu essen. Aber meistens ist es doch so, dass ich nur einmal am Tag was esse…
    das Hungergefühl kommt einfach nicht richtig oder viel zu spät, ich merke höchstens, wie ich immer schwächer/müder werde bei der Arbeit etc.
    Ich werde einfach meinem Körper noch mehr Zeit geben müssen…
    Es war schließlich eine jahrelange Ess-Gewohnheit , die ich wohl auch erst einmal wieder umtrainieren muss.

    Hallo JEB

    Tut mir Leid , dass es dir so geht!

    Mein Partner lässt mich auch manchmal so stehen..Aber da weiß ich woher es kommt… Ich bin auch gerade dabei trocken zu werden, während er noch weiter trinkt. Durch mein Nüchternheit fühlt er sich in die Enge getrieben. (…)

    Aber wie ich es lese, trinkt dein Partner keinen Alkohol.

    Wenn du schreibst: „Morgen sieht bestimmt alles schon anders aus“
    Meinst du das Verhalten von deinem Partner?
    Ich denke, Du solltest morgen schon nochmal mit ihm versuchen zu reden und herausfinden, ob das bei euch noch passt.
    Mir kommt es vor, als ob er jetzt deine Trockenheit genauso wie deine nasse Zeit vorschiebt, und als Grund nimmt, um dich und die Beziehung schlecht zu machen, obwohl es vielleicht ganz andere Gründe sind. Aber ich möchte nicht zu viel spekulieren!
    Oder Suchtdruck?
    Dann denke ich, ist hier schreiben und lesen schonmal ganz gut.
    ;)Auch die eigenen Worte:

    Wieso sollte ich meine Erfolge gerade jetzt kaputt machen? Wieso sollte ich wieder mich kaputt machen und noch dazu meinem Partner noch mehr Material liefern? Mach ich nicht. Es ist mein Leben. Ich bin nicht perfekt, aber zumindest meine Abstinenz wird immer fester.


    Und sonst Ideen aus dem Notfallkoffer anwenden!

    Ich wünsche dir viel Kraft!

    Hallo Bolle

    Ja, ich gebe dir recht, dass ich ständig davon träume und Angst habe, kommt wohl bestimmt von der täglichen Konfrontation.

    Ich möchte auch keine Erwartungen an meinen Partner mehr haben, weil er sie NICHT erfüllen KANN.

    Aber ich habe auch nochmal nachgelesen und Solche Träume und Ängste/Sorgen wegen Alkohol könnten ein Warnsignal sein.
    Ich befürchte nicht rückfällig zu werden, aber ich muss darauf sehr aufpassen!
    (natürlich auch vor allem weil meine Situation so ist wie sie ist…🫤)

    Hallo Rennschnecke

    Er trinkt nunmal von morgens bis abends (bzw. Nach 8-10h Trinkzeit, Bis zur ersten echten Mahlzeit).
    Wenn der Alk von meiner Nase weg muss, müssten wir uns wirklich (räumlich) trennen, wie ja auch schon öfter geraten wurde.

    Dass er ein Problem hat, weiß er und gibt es auch hin und wieder sogar zu.
    Wir haben seit meinem offiziellen ‚outing‘ , immer wieder mal darüber gesprochen.. eigentlich spricht er es immer wieder selbst an, dass er davon wegkommen möchte. (Ich nehme seinen Wunsch auch ernst, aber das Vorhaben nehme ich erst ernst, wenn er es auch umsetzt!)

    Aber ich habe mich auch schon gefragt, ob es eine Möglichkeit gibt, wo ich sein Trinken nicht unmittelbar mitbekomme, ohne das er sich ‚eingeschränkt’ fühlt.
    .. und ja ich sollte mir wieder nicht so viele Gedanken über ihn machen, sondern für mich schauen! ☺️
    Vielleicht schlage ich vor, dass der Bierkasten immer in der Garage stehen bleibt, wo ich nicht immer vorbei laufe.

    Habe die letzten Tage immer noch Albträume gehabt von Alkohol zu trinken. Ich spüre die Flüssigkeit deutlich in meinem Mund, habe schon ein schlechtes Gewissen dabei, spucke es aus und weiß dass es ein Rückfall war!
    Wenn ich aufwache, bin ich mir im ersten Moment garnicht sicher, ob es ein Traum war oder nicht…! Schrecklich !

    Es sind jetzt 31 Tage nüchtern! Ich glaube so lange war ich das noch NIE durchgehend , seitdem ich 15Jahre(?) alt war…

    Saufdruck habe ich nicht wirklich. In Situationen, wo ich ablehnen musste , habe ich mich bis jetzt noch nicht befunden..

    Ich lese zurzeit viel im Forum hier…dabei lese ich Beiträge, bei denen manche nach 8 Monaten, manche nach 2 Jahren und manche sogar nach 5 Jahren Abstinenz wieder rückfällig geworden sind :huh:. Es ist bewundernswert dass sie es trotzdem nochmal geschafft haben trocken zu werden…
    Aber es macht mir irgendwie echt Angst, dass es einfach so wieder passieren kann!

    Ich selbst habe ja schon öfter gedacht, nach Trinkpausen , jetzt kann ich wieder mal was trinken…Das kann ich kontrollieren…ich brauch ja nicht mehr täglich Alkohol, andere trinken ja auch einmal die Woche am Wochenende usw…
    Ja..und das hat mich 2-3Jahre rumeieren lassen… Und jedes Mal war es so verdammt schwer wieder davon „loszukommen“(richtig trocken wurde ich ja nicht) , aber die ersten Tage/1-2 Wochen war es immer so verdammt schwer!
    Ich glaube, wenn ich rückfällig werden würde, würde ich das ohne ärztliche Hilfe nicht nochmal schaffen.

    Ich habe die letzten Tage auch immer wieder so ängstliche Gedanken, was wenn ich doch einen Schluck trinke und das alles wieder zur normalen Gewohnheit wird?!
    Das ist eigentlich völlig absurd!! (Aber wahrscheinlich einfach sehr präsent durch die Albträume und weil 1 Monat einfach noch zu kurz ist…)
    Gerade dieses Mal nehme ich meine Alkoholsucht wirklich ernst! Ich will nicht nur eine Trinkpause machen! Ich mache mir auch nicht mehr vor, ich könne irgendwann wieder!


    Auch durch das Forum verstehe ich erst, dass es eine Krankheit ist, die nur durch Abstinenz eingedämmt werden kann.
    Ich verstehe auch, dass jeder Alkoholiker andere Schmerz-Grenzen zum Weitertrinken hat und andere Motivationen zum Trocken bleiben hat.

    (In Bezug auf meinen Partner , verstehe ich, dass auch wenn wir beide Alkoholiker sind , er weitertrinkt, obwohl ich eben aufgehört habe. Meine Erwartungen senke ich mittlerweile, wenn es um seinen Konsum geht.
    Und weil die Liebe einfach zu stark ist, habe ich für mich entschieden, die Beziehung nicht zu beenden aufgrund des Alkohols.)

    Soweit, Sogut…

    Hallo Hartmut

    Und ja… ich glaube auch, dass er immer noch die ‚Hoffnung‘ hat, es ist nur eine Phase. Er denkt schon:“Ich trinke schonmal wieder was mit ihm, ich darf dann nur nicht zu viel trinken etc…“
    Er glaubt eben auch, er könne seinen eigenenKonsum „unter Kontrolle halten“. Andererseits will er auch davon wegkommen, kann aber nicht erkennen, dass das kompletter Verzicht bedeutet (für ihn wäre es Verzicht).

    Welche Möglichkeiten hast du? Entweder er hört ebenfalls auf zu saufen, oder du musst damit leben, dass dieses Risiko jeden einzelnen Tag neben dir sitzt, oder Trennung.

    Ich gebe zu, ich lebe gerade von Tag zu Tag.
    Diese Möglichkeiten sind mir bewusst.. ich bin aber nicht in der Lage eine Entscheidung zu treffen.

    Die Hoffnung ist einfach bei mir noch da, er würde erkennen, dass die Sauferei scheisse ist und in unserem Leben keinen Platz mehr hat!
    Genauso ist der Alkohol eben jeden Tag noch anwesend…Es wäre so viel leichter für mich,wenn das endlich weg wäre! Ich will mich / und auf Dauer KANN ich mich dem täglichen Risiko NICHT aussetzten! Ich merke jetzt schon wie anstrengend das ist.
    Trennung…wäre eine allerletzte Option. Darüber will ich eigentlich gar nicht nachdenken!
    Leider,…wenn sich an der momentanen Situation nichts ändert (er trinkt weiter, ich bin abstinent), wird es früher oder später auf Trennung (beiderseits) rauslaufen. Das haben die letzten Streitereien ja schon gezeigt. :cry:

    In welche Richtung es geht, wird sich erst noch zeigen…
    Aber ganz sich nicht auf Kosten meiner Abstinenz!

    es war überall Alkohol und das alles soll dann auf einmal weg sein, für manche ist das unvorstellbar und bedeutet einen Verlust von Lebensqualität.

    So ist das auch tatsächlich bei uns! Für meinen Partner ist das wie ein Verlust. Er verbindet einfach noch viel zu viel positives mit Alkohol, oder er bildet es sich gerne ein. Eigentlich spürt er die negativen Auswirkungen schon längst.

    Bei deinem Mann kommt so langsam die Erkenntnis

    Ja, die Wahrheit ist anscheinend nicht so einfach für ihn anzunehmen.
    Ich kämpfe ja nun schon aktiv seit ca.2 bis 3 Jahren mit dem Alkohol, also mit dem Abstinent sein wollen. Und natürlich habe ich immer Trinkphasen gehabt…okay… aber ich dachte , er hat es soweit schon verstanden.
    Aber seine Worte waren gestern, dass ich ja von jetzt auf gleich aufhöre Alkohol zu trinken und er damit erstmal zurechtkommen muss.
    Und ja.. ich verstehe es auch irgendwie. Ich hätte viel früher offener sein müssen…


    Aber soviel erstmal dazu!


    Heute bin ich von einem Alptraum aufgewacht. Träumte, dass ich großes Verlangen hatte und ganz kurz davor war was zu trinken. Dann wollte ich im Forum im SOS-Thread schreiben, bin dann aufgewacht.
    Den ganzen Tag hatte ich dann so ein schlechtes Gefühl, fast schon Angst, dass wirklich dieses Verlangen kommt…Ich war auch total unruhig und unzufrieden.
    In der letzten Woche kam auch schonmal ein Gefühl von Unruhe und jede Kleinigkeit hat mich gestresst. Habe es aber immer rechtzeitig bemerkt und mich beruhigen können.

    Ich hoffe, dass es besser wird, wenn ich wieder mehr trainieren kann! (Durch die Erkältung musste ich das ziemlich einschränken…)
    Ich denke ich werde mir auch eine Art Notfallkoffer zusammenstellen…bis jetzt habe ich mich immer auf ‚auspowern‘ verlassen. Da müssen auf jeden Fall mehr Alternativen her!

    Gibt es in Eurer Partnerschaft denn noch Gemeinsamkeiten jetzt wo Du nicht mehr trinkst?

    Hallo Bibitor 66
    Ich würde am liebsten mit einem klaren: JA, natürlich antworten. Aber da bin ich etwas zögerlich… Es gibt noch Gemeinsamkeiten. Aber der ganze Umstand überschattet dies im Moment.

    Eigentlich wollten wir in den nächsten 1-2 Jahren mit Familienplanung anfangen.
    Das kann ich mir so überhaupt nicht mehr vorstellen…wäre ja auch im nassen Zustand unmöglich gewesen! Wie konnte ich mir das nur einbilden.
    (Andere sagen, dass es ihn vielleicht ‚aufweckt‘, wenn er ein Kind hätte. ) Aber ich finde das eher unverantwortlich und unwahrscheinlich!

    Der Nüchterne wird ruhiger, klarer, stabiler. Der Trinkende wird unruhiger, gereizter, verzerrter. Die Klarheit des einen hält dem anderen den Spiegel vor. Und das wird verteidigt, sein Revier ist der Alkohol, dein Revier ist die Nüchternheit.

    Danke Hartmut ! Das trifft wohl den Nagel auf den Kopf!
    Und es geht wirklich gerade nur noch um Verteidigung.

    oder über kurz oder lang wieder mitsaufen.

    Das war bisher mein „Ausweg“!
    Ich habe wieder mitgesoffen und die Laune war wiederhergestellt.

    Das werde ich nicht tun! Das kann ich mir selbst nicht antun!
    Und das ist bestimmt keine gesunde Beziehung: zu saufen um den angeblichen Frieden zu wahren und dann doch wieder zu streiten weil man besoffen ist.

    In letzter Zeit habe ich mir auch wirklich schon verschiedene Szenarien vorgestellt, für den Fall das es Ernst wird.

    Ich merke, dass ich es erst wieder lernen muss, aber
    Meine Gesundheit stelle ich an erster Stelle! Und wenn das bedeutet, dass sich Wege trennen müssen
    (auch nach 13 Jahren;() Und das würde auch eine schwierige Entscheidung werden! Es war nicht immer so, auch wenn das sich so liest.
    Es ärgert mich, nein es macht mich total wütend und macht mich so traurig, dass der Alkohol/die Sucht soweit ging/geht und alles in die Brüche geht!

    Nur eins ist sicher: Ich trinke nicht!

    Längere und schlimmere Entzüge und Kater. Mehr Polizei und Krankenhaus. Immer weniger Kraft.

    Muss es soweit kommen??!

    (…)

    Ich habe mich von der Erkältung sogut wie erholt.
    Mir geht es auch sonst gut! Kein Saufdruck oder irgendeine Art Wunsch Alkohol zu trinken!

    Aber je besser ICH mich fühle, desto schlimmer wird das Beziehungsleben.
    Gerade die letzten Tage: Streit, wieder alles gut, Streit, wieder alles gut, Streit…

    Und das nichtmal wegen Trinken/Nicht trinken oder sonstiges was das Thema betrifft.
    Dafür steht im Raum: ich hätte mich verändert, ich wäre immer schlecht drauf, wir würden uns voneinander distanzieren…Es fühlt sich für ihn an, als wenn ich eine Zu-lange-Kumpeline währe, die ihm jetzt auf den Sack geht!
    ..während der Auseinandersetzung würde ich anscheinend sofort laut werden, zickig reagieren und so weiter und so fort…
    (Und genau diese Sachen stelle ich bei IHM fest!!!)

    Dabei merke ich immer noch mehr von Tag zu Tag, wie gut es mir geht: ich kann viel besser mit Stresssituationen umgehen, ich bin gelassener, und nicht wie er mich beschreibt!
    Und das glaubt er alles wirklich!!

    Er geht mir seit ein paar Stunden total aus dem Weg, sagt nichts mehr..(erst war alles total toll, wir haben einen kleinen Ausflug gemacht und dann kurz bevor wir zuhause waren ist es wieder eskaliert.. wegen nichts… da hat er gleich wieder gesagt: wir distanzieren uns, ich hätte an allem etwas zu meckern…die ganze Autofahrt schon…) War nicht so!

    Ist es wirklich so, dass jemand eine so falsche Wahrnehmung bekommen kann??
    Oder verändere ich mich wirklich dadurch, dass ich keinen Alkohol trinke??

    Vorhin habe ich einen ganzen Wasserfall geweint, als ich mich mit der Mutter von meinem Freund unterhalten habe. (Sie hat gemerkt, dass es mir schlecht geht und hat das Gespräch angefangen)
    Sie sieht dasselbe wie ich, dass er sehr oft (sehr oft!!!) aggressiv ist, beleidigend wird und man nichts mehr sagen/tun kann, ohne eine Einfuhr zu bekommen.(Sie hat das mit ihrem Mann/Vater von meinem Freund auch schon so ähnlich mitgemacht wegen Alkohol)

    Ich weiß gerade einfach nicht weiter oder was ich sagen soll. Er ist so abweisend, dass ich eh nur was falsches sagen kann

    Hallo Abstinenzler

    Ja, so einen Test habe ich auch gemacht, als ich angefangen habe mich damit zu beschäftigen. Der war eindeutig!

    Auch viele andere Dinge, die ich im Internet gelesen habe, über die Folgen von Alkoholkonsum und was es wirklich anrichtet, hat mich echt geschockt und bedrückt!
    Auch wenn ich aus medizinischer Sicht das Ganze betrachte, verstehe ich vieles besser.

    Es wird der Moment kommen, an dem du siehst an welcher Stelle du stehst. Wenn er denn Alkoholiker ist. Ich möchte keine Schlüsse ziehen.

    Naja, 5-9 Bier täglich seit 5 Jahren … und davor auch schon 4 jahre stetig ansteigender Konsum…

    Dann wird bald von selbst eine Veränderung anstehen.

    Das denke ich auch…

    Als ich aufgehört habe fing ich schnell an das "Zusammenleben" so zu sehen wie es eigentlich ist.

    Ich liebe meinen Freund über alles, aber wenn sich nichts ändert, kann es auf Dauer nicht gut gehen. Für mich nicht und ich glaube auch , dass er als nasser Alkoholiker auch auf dauer keine Lust darauf hat, dass ich nichts trinke…und niemehr will.


    Außerdem gibt es keine andere Option. Wenn ich Gift in mich rein schütte geht es bergab langsam oder schnell. Unaufhörlich.

    So ist es für mich aufjeden Fall auch! Es gibt keine Alternative!

    Ich werde nichts trinken! Auch wenn es zum Streit kommt!

    Danke Alex_aufdemweg

    Ich habe mir auch Gedanken gemacht, bezüglich dessen wie viel ich noch aushalte oder mitmachen kann um mich nicht selbst zu zerstören (entweder rückfälligkeit oder psychische Schäden)
    Ich kann nur echt nicht sagen wo meine Grenzen sind, weil ich es einfach nicht weiß..
    Ich weiß, dass eine räumliche Trennung oder komplette Trennung von den meisten in Betracht gezogen wird.
    Ich sehe das für mich aber unmöglich.

    Leider vermute ich bei meinem Freund auch eine Leberzirrhose..
    Am liebsten würde ich wollen, dass er sich mal beim Hausarzt durchchecken lässt.
    Aber …Ich glaube nicht dass er das machen würde.