Beiträge von Steevie

    Da habe ich beim Lesen noch was übersehen!

    übererregtes Nervensystem hin - da ist Wasser trinken und Entspannen hilfreich. Kennst Du gute Entspannungsübungen?

    Ich trinke viel Wasser am Tag, also so 3-5 Liter. Ich brauche das auch sehr und das war irgendwie auch schon immer so.
    Ich will schon länger mal mit Meditieren anfangen. Das Versuch ich jetzt doch mal ab und zu in meinen Tag/Woche mit einzubauen.

    Irgendeinen Grund wird es haben. Hast Du Deinen Blutdruck im Blick? Hast Du zuviel Kaffee getrunken? Ist viel im Privatleben los?

    Ich habe tatsächlich die Tage davor und gestern mehr Kaffee und Energy-Drinks getrunken! Mein Blutdruck messe ich nicht so oft, aber wenn ist er immer eher niedriger.
    Und Privatleben..,bis auf das was ich immer wieder hier ansprech, eigentlich nichts besonderes.

    wäre es denn ein Problem, Dein zu Hause alkoholfrei zu gestalten?

    Kurz zusammengefasst:
    -Mein Partner trinkt jeden Tag Alkohol
    -Ich wohne immer noch teilweise mit den Eltern von meinem Partner in einem Haushalt (Benutzung von Küche etc.), wo auch Alkohol vorhanden ist (wegen Neubau/Umbau unserer Wohnung darüber)
    -keine Fahrpraxis und eigenes Auto, um (vorübergehend) in eine andere Unterkunft unterzukommen (was sowieso gleich Trennung bedeuten würde)

    Wenn einer von Euch mal ins Krankenhaus muss, muss das ja auch gehen.

    :? ahhhh! Krankenhaus!!!
    Bin selbst eine ganz schöne Angsthäsin was das angeht ^^

    Aber du hast recht Rennschnecke !
    Das sind dann wahrscheinlich auch noch teilweise Züge von der emotionalen Abhängigkeit .

    Damit rettest Du Dich von Tag zu Tag. Zufriedene Abstinenz auf Dauer, fühlt sich anders an.

    Das stimmt! Ich will ja eben zufrieden Abstinent sein!!


    Wenn ich das von Dir so lese, spüre ich einen sehr großen Widerstand von mir..
    Ich weiß zwar dass es so nicht (dauerhaft) bleiben kann, aber ich möchte einfach nicht an Trennung denken.
    Ich hätte gerne eine andere Lösung, aber mir fällt nichts ein, was davon brauchbar ist für das Problem.

    Danke Nayouk ,

    Mir war noch gar nicht richtig klar, dass Suchtdruck sich verschieden anfühlen kann!
    Bis jetzt dachte ich eher, es ist nur das Gefühl JETZT unbedingt was trinken zu müssen ,also eher wie in der Trinkzeit, wo es im Kopf und überall „gekribbelt“ hat.

    Aber genau so wichtig ist die Frage nach den Triggern, was versetzt mich in diesen psychosomatischen Zustand.
    Es gibt die klassischen Trigger, aber auch andere Mechanismen.

    Dadurch, dass mich bis jetzt nicht viel getriggert hat, habe ich mich nicht so stark damit auseinandergesetzt…
    Ganz am Anfang war es das Alkoholregal im Supermarkt.
    Dass mein Zuhause nicht Alkoholfrei ist, ist ja kein Geheimnis, aber das ist kein trigger für mich gewesen bis jetzt.

    Nach gestern muss ich mir aber wirklich Gedanken machen, wenn ich nochmal mich so fühle und es sogar stärker ist, dann ist der Alkohol viel zu greifbar!!

    In nächster Zeit muss ich besonders darauf achten was meine trigger sind und die für mich richtige Strategie finden!

    (Ehrlich gesagt, habe ich jetzt schon schwitzige Hände und mein Herz klopft schnell. :?)

    Ich weiß nicht genau was los ist, aber heute bin ich extrem nervös gewesen!
    Das erinnert mich stark ans Trinken! Gerade immer wenn es mir so ging, habe ich noch mehr getrunken…

    In letzter Zeit kommen auch immer wieder Gedanken über die Trinkzeit, die Erinnerung an Abstürze, verkaterte Tage danach , und solche Sachen.
    Eigentlich ja voll der Trink-Abtörner!..Aber irgendwas triggert mich bei der Sache. Mir ist auch aufgefallen, dass gerade Gefühle was auslösen und mich ans Trinken erinnert.

    Heute aufjedenfall war ich so angespannt und nervös, ich war voll unkonzentriert und konnte kaum einem Gespräch folgen.
    Hab dann auch etwas gegessen, aber das hat nicht so viel geholfen. Ich wusste ganz genau,dass ich nichts trinken werde und habe nur gehofft, dass das Gefühl bald wieder weg geht.

    Habe dann nochmal gegessen und danach super viel Süßigkeiten. Ich war danach richtig platt und habe dann eine Stunde geschlafen.
    Jetzt fühle ich mich besser. Das eklige Gefühl ist nicht mehr da.

    Meiner Meinung nach nicht die beste Strategie heute , aber jetzt passt es ja wieder.
    Trotzdem muss ich doch noch sehr wachsam sein, und mir ein paarSachen überlegen, was mir in solchen Fällen hilft!

    Liebe Grüße an euch alle!

    Schon vor ca. 9 Jahren habe ich gemerkt, dass mein Alkoholkonsum riskant und nicht normal ist. Ich habe da schon jeden Tag getrunken…die Konterhalbe musste natürlich immer sein…
    Aber weil ich eben gemerkt habe, dass es Zuviel ist, habe ich schon damals meinen Konsum ‚getrackt‘.
    Ich habe in meinem Notizbuch jeden Monat eine Grafik mir gemacht mit einer Skala von 1-5 und ein „+“ , wenn es mehr als 5 Bier waren.
    Meistens musste ich 4 und aufwärts anwählen. Eigentlich war das ziemlich sinnlos, zum weniger trinken hat es auf jeden Fall nicht geholfen. Ich wusste nur dadurch, dass ich jeden Tag Zuviel Trinke(was ich vorher ja schon wusste)!
    Vor ca. 6 Jahren, die Spitze der Sauferei, habe ich das schon garnicht mehr aufgeschrieben…, war mir eh schon egal und ich wusste ja dass ich jeden Tag trinke und das sehr viel.


    Vor 4 Jahren hatte ich einen Wendepunkt. Ich habe begriffen, dass ich süchtig bin und wenn ICH jetzt nichts tue, gehtmein Leben den Bach runter…Ich habe auch wiederangefangen meinen Konsum aufzuzeichnen. Aber diesmal nicht wieviel ich trinke , sondern ob ich was getrunken habe an diesem Tag.
    Das war ein tolles Erfolgsgefühl, als ich dann irgendwann zwei Tage hintereinander einkreisen konnte!

    Als es dann über 20 Tage in Folge waren, und immer wieder dann 14 Tage, dann mal 5, dann wieder gute 20 Tage, war ich davon überzeugt, ich habe es überwunden und ich kann nun ganz „normal“ wieder Alkohol trinken.
    Wegen diesem ‚tollen‘ Erfolg dass ich es schaffe nicht täglich zu trinken, und einer großen Portion Selbstüberschätzung, habe ich nicht mehr aufschreiben wollen, wann ich getrunken habe, … Es sollte ja keine große Bedeutung haben , es war ja nun ‚kein Problem‘ für mich mehr…


    So lief das dann 2-3 Monate , in denen der Alkohol wieder regelmäßiger wurde. Ohne dass ich es wirklich nachvollziehen konnte. Und dann…ehe ich mich umschauen konnte, habe ich wieder täglich getrunken,
    einziger Unterschied: keine 5-6(oder mehr) Bier, sondern süßer Sekt und davon 1-2 Flaschen inklusive mal Bier zusätzlich oder was sonst noch so im Angebot da war.
    Bravo… Ich war wieder da, wo ich nicht hinwollte.


    Dann habe ich wieder jeden Tag eingekreist, an denen ich alkoholfrei war.
    Es ist erschreckend, wie schwer es war, wieder nur mehrere Tage nichts zu trinken. Und trotzdem war ich überzeugt, ich könnte wieder zurück zum „kontrollierten Trinken“.

    In den letzten 3 Jahren wurde das Trinken/Nicht-Trinken dann sehr zum Thema! Meine andauernden und vergebliche Versuche dem Alkohol zu entsagen, gepaart von Streitereien mit meinem Partner über seinen und meinen Konsum; Trinkpausen, Rückfälle, körperliche Entzüge, psychische Belastungen
    und nie den ECHTEN WILLEN , den Alkohol komplett zu streichen.

    Dann letztes Silvester habe ich es mir dann wieder ‚gegönnt‘ …
    Einige Sektflaschen, Bier und Hochprozentiges.
    Die Stimmung super, Essen super, alle gut drauf…
    Nach Mitternacht ist es aber passiert, : meine Stimmungslage ist total gekippt, ich habe gesagte Dinge falsch aufgefasst, ..Eifersuchtsparanoia vom Feinsten!! Streit, usw….
    das war dann nochmal ein Wendepunkt für mich.
    Ich wusste dass Alkohol meine Realität auf eine echt übelste Art verzerrt und meine Gefühls-Gedankenwelt dann auch nicht mehr zu kontrollieren ist!

    Mir war klar, dass ich nicht normal Trinken kann und nie mehr werde!
    Dann begann wieder eine Phase, in der ich die Trinkmengen reduziert habe, mehrere Tage nüchtern war, öfter Trinkpausen hatte und mich dann hier im Forum angemeldet habe.
    Aber die Anmeldung kam eigentlich daher, dass ich mich über Co-Abhängigkeit informiert habe und nicht weil ich geplant habe, mein Leben nun Abstinent zu sein , Komplett..

    Ich war sehr motiviert! Es waren ja immerhin schon wieder mehrere Tage trocken.
    Und so kam der Rückfall! Oder war es doch wieder nur eine Trinkpause!?
    Und es war wieder da: , schon wieder(!) dieses miese Gefühl von Scham, Schwäche, Nutzlosigkeit, Unfähigkeit usw.

    …Und das war es!
    Es gibt keine Umwege, keine Abkürzungen und keine Hintertüren !
    Ganz oder Garnicht!
    Das erste Mal konnte ich verstehen, warum Alkoholiker (mich eingeschlossen ) nicht mehr trinken können ( und nicht mehr wollen) ! Nichtmal einen Schluck!

    Also bin ich wieder zum Forum zurückgekehrt.
    Und zeichne seitdem jeden Abend einen Kreis um den Tag im Kalender.

    [Das wollte ich jetzt einfach mal mit euch teilen…]


    Ich meine damit, wie wichtig es ist, einen ganz echten, ehrlichen Willen zu haben sein Leben komplett abstinent zu sein und keine Ausnahmen zu machen.

    wenn man gedanklich schon die nächsten zwanzig Jahre bewältigen will, obwohl man noch nicht einmal den heutigen Tag hinter sich gebracht hat.

    Ich bin nun ungefähr (erst) drei Monate trocken und ich denke, dass es wichtig ist, nicht die ganze Zeit zu denken,
    es bewältigen zu müssen.
    Es ist ja etwas positives was man für sich selbst tut und das kann man genießen.
    Wenn ich den Tag nur ‚hinter mich bringe‘, wäre er genauso vergeudet wie ein Tag an dem ich saufen würde.
    Aber wahrscheinlich ist das für jeden unterschiedlich leicht/schwer.

    Ich weiß nicht, welche Krankheiten noch kommen, welche Aufgaben vor mir liegen, welche Entscheidungen ich treffen muss oder was mir das Leben sonst noch vor die Füße wirft.

    Damit beschäftige ich mich, wenn es da ist. Und am besten Trocken .


    Jeder Tag , den ich nüchtern bin, ist ein Geschenk!


    Hallo zusammen!
    Mir geht es sehr sehr gut!
    Die letzten Wochen waren eigentlich sehr angenehm! Nicht anstrengend oder dass ich das Gefühl hatte unter Zwang aufzuhören oder dass es sich nach kämpfen angefühlt hätte.
    Es gab auch mal kleine Streiterein aber nicht so wie sonst. Es waren eher banale Dinge. Ich kann auch voll gut und ganz anders in solchen Situationen umgehen, betrunken war es immer , dass jede Kleinigkeit mich gestresst hat und ich gestresst und zickig war usw… mittlerweile fühle ich mich richtig klar in meinen Gedanken und Gefühlen. Ein echt tolles Gefühl!
    Ehrlich gesagt muss ich jetzt erstmal nachzählen wie viele Tage Abstinent ich nun bin… 98 Tage…!
    Wow…!

    Mein Partner versteht mich nun auch besser! Er merkt glaub ich, wie gut es mir wirklich geht und unserer Beziehung auch!

    Das mein Partner (noch) Alkohol trinkt , ist natürlich immer noch nicht schön zu reden!
    Aber ich gebe dem Thema nicht mehr so viel Raum!

    …


    das mit den Zitaten funktioniert gerade nicht… aber

    R/no : Ja, er macht seinen Ausnüchterungsschlaf nach dem Essen! Welche Tageszeit ist relativ, er arbeitet den Tag, dann essen, dann schlafen. (Ich bin froh dass es zurzeit nicht so extrem ist, weil er seinen Konsum etwas einschränkt) ;
    der Hausbau geht nun endlich auch wieder voran

    Abstinenzler : ich finde auch , dass eine Krankheit etwas ist, wobei man sich selbst nicht schlecht macht! Aber dazu muss er erstmal verstehen, dass es eine Krankheit ist…Ich habe aber den Eindruck dass er etwas sensibilisierter mittlerweile dazu ist.

    Rennschnecke : Nett , dass du nachfragst. Danke!


    Ich will wieder immer mal hier reinschauen!.. Ich muss nur anscheinend noch das richtige Maß finden…

    Liebe Grüße an alle!

    Hast du mal einfach den Satz gesagt: Ich bin trockener Alkoholiker ich darf oder ich trinke keinen Alkohol weil ich damit nicht umgehen kann. Es mich kaputt macht. Hast du das schon mal gesagt? Frage mich warum das Thema immer noch nicht endgültig besprochen ist.

    Habe ich! Mehr als einmal!
    Mit dem Wort Alkoholikerin kommt er nicht klar. Er meint, dass man sich selbst ja nicht schlecht/runtermachen muss…
    Habe ihm aber gesagt, dass es für mich leichter ist, mich als Alkoholikerin zu ‚outen‘ , weil ich süchtig bin und das Wort es eben beschreibt.
    Ich habe ihm dass aber wirklich schon einpaarmal erklärt, warum ich mich für die Abstinenz entschieden habe und das wirklich ernst meine und es für mich auch garnicht anders geht.

    Dann ist man doch verkatert und entzügig oder net?

    Ja , … was soll ich sagen…
    Eigentlich schon. Ist bei ihm aber immer ziemlich schnell rum… hat mich schon in der Zeit verwundert, in der wir noch zusammen getrunken hatten, wie schnell er wieder munter ist! (Im Vergleich zu mir!)

    Heißt das, er macht Dich immer noch durch sein rücksichtsloses Verhalten mitten in der Nacht wach und Du bekommst öfter nicht genug Schlaf? Auch das gefährdet Deine Abstinenz, s. HALT-Regel.

    schlaf bekomme ich genug! Aber eher weil ich mich seinen Schlafenszeiten angepasst habe die letzten 2 Wochen ungefähr.
    Mal sehen, wie es wird wenn ich wieder meinen normalen Schlafenszeiten nachgehe. Nach dem Essen mittags/nachmittags trinkt er nichts mehr und schläft dann eben bis er ausgenüchtert ist (mehr oder weniger) .
    Auf jeden Fall sagte ich ihm , dass mir mein Schlaf sehr wichtig ist, und er bitte mich nicht provokativ wecken soll.

    Vieleicht ist er neidisch. Weil er lange nicht clean ist. Oder ist ist halt für ihn einfach viel besser: Jmd. der mitsäuft statt Spiegel vorhalten usw

    so wird es sein.

    Hallo Teddy

    Nicht zu heftige Worte! 😊

    Ich verstehe nur nicht, warum der Eindruck da ist, er wertet mich ab.
    Übersehe ich hier etwas?

    (Ja, klein ist diese Verlustangst wirklich nicht…wenn ich mich mit dem Thema beschäftige, steht da auch immer was über emotionale Abhängigkeit…Ich muss auch für mich erstmal sehen, wieviel davon in der Beziehung zu meinem Partner Abhängigkeit oder wahre Bindung ist.) Anderes Thema; gehört glaub ich nicht ins Suchtforum!(?)

    Naja das mit dem Weihnachtsmarkt war eher ne Ausnahme. Ich war immer die, (seit dem ich aufgehört hab), die über Alkohol und Sucht und Abstinenz usw. Geredet hat. Habe ich aber auch sein lassen, weil das mein Ding ist und ich keine Unterstützung erwarte (wie auch?!)und mittlerweile weiß dass ich selbst für mich verantwortlich bin.
    Er vermeidet es sonst schon über sowas zu reden. Er sagt auch eben ab und zu dass er es gut und richtig findet, dass ich nichts trinke. (Er kann sich nur einfach in seinem Zustand ein Leben komplett ohne Alkohol nicht vorstellen, weil er Spaß und Freude wahrscheinlich zusehr gleichsetzt mit Trinken.)

    Aber ja, es ist traurig, dass ich mich immer wieder wiederholen muss, und er es eigentlich nicht hören will

    Meine Prioritäten sind klar! Ich trinke nichts mehr und wenn er sich jemand anderes suchen würde, weil ich eben nicht mit ihm trinke, dann weiß ich ja um seine Prioritäten.
    Das ändert nichts an meinen!
    Aber irgendwie verstehe ich auch schon, dass das länger braucht, bis er es wirklich glaubt und versteht. Wir haben schließlich viele Jahre zusammen täglich getrunken…

    Mir ist es wichtig, dass ich meine Beziehung auch abseits vom Alkohol betrachte.
    Und ja , es ist noch holprig.. lange ist es ja nicht her, seit dem ich den Weg eingeschlagen bin.

    alleine auf den Weihnachtsmarkt zu gehen, weil er meine ‚vorwurfsvollen Blicke‘ nicht erträgt! Und wir dann zusammen gehen können , wenn er nichts trinkt.
    Erst war ich schockiert..

    In dem Moment war es ehrlich gesagt so, dass ich kurz gedacht habe: okay, dann trinke ich eben mit, dann ist er zufrieden.

    Gleich darauf war ich von mir selbst so schockiert!!!
    Genau das ist immer wieder das Muster gewesen, warum ich nicht dauerhaft abstinent bleiben konnte! Thema Streitvermeidung!…

    Hallo Abstinenzler Ja, wir haben auch Zeiten am Tag, wenn er nüchtern ist. Morgens immer und wenn wir in der Nacht zusammen wach sind. Leider viel zu wenig Zeit, denn da ist mein Partner immer am entspanntesten. Untertags merke ich zunehmend, dass ich mich alleine mit anderen Dingen beschäftige. Ab ungefähr 4 Bier ist mein Partner ziemlich gestresst, sensibel und erschöpft. Da lass ich ihn lieber und ich gehe aus der Schussbahn.

    Träume habe ich auch immer mal wieder von Alkohol, dass ich trinke und ich im Traum ganz genau weiß: „das ist jetzt ein Rückfall, ich muss jetzt im Forum schreiben.“
    Ab und an denke ich auch in Situationen: jetzt hätte ich Alkohol getrunken!
    Aber ich habe ja zu allen Situationen Alkohol getrunken.Also ist es eigentlich ganz gut, wenn der Gedanke nur so selten kommt, denke ich.
    Es ist ein kurzer Gedankenblitz, der gleich wieder weg ist. Ich weiß dann aber ganz genau, dass ich das Gefühl und die Hilflosigkeit im Suff nie mehr haben will.

    Hallo zusammen!

    Ich hatte mir immer mal wieder Texte gedacht, die ich gerne schreiben würde , die aber immer wieder verworfen…manchmal erschien es mir auch nichtmehr relevant.
    teilweise bin ich auch etwas unsicher wieviel ich hier so offen schreiben möchte…
    Ich war auch mehr als eine Woche nicht mehr online, weil ich mit so viel Input manchmal irgendwie nicht umgehen kann..
    Jetzt habe ich erstmal einiges zum Lesen gehabt! Danke Hartmut für deine Beiträge in ‚xx Jahre trocken‘..vieles davon geht mir selbst durch den Kopf und ist sehr bereichernd für mich.


    Nüchtern habe ich endlich die Möglichkeit mich mit mir und allem um mich herum auseinanderzusetzen und mich weiterzuentwickeln!
    Es ist sehr angenehm, zu wissen dass ich mir selbst/meiner Wahrnehmung besser trauen kann! Ich kann auch mittlerweile gelassener mit Stress umgehen .
    Mit der Verantwortung für mich, mich für ein Leben ohne Alkohol entschieden zu haben, wächst auch mein Verantwortungsbewusstsein in anderen Bereichen.
    (…)


    Nichts desto trotz ist Alkohol um mich herum.
    Dass ich keinen Alkohol mehr trinke, und das nie mehr!…dringt sehr langsam bei meinem Partner durch…
    Und immer wieder, wenn ich’s sage, bricht augenscheinlich eine Welt für meinen Partner zusammen. 😕
    Letztens hat er schon ‚Pläne‘ zum Glühweintrinken beim Weihnachtsmarkt gemacht… Ich sagte ihm wieder deutlich, dass ich nie mehr Alkohol trinken werde!
    Er war erst enttäuscht/traurig, dann wütend und dann hat er beschlossen zum Glühweintrinken alleine auf den Weihnachtsmarkt zu gehen, weil er meine ‚vorwurfsvollen Blicke‘ nicht erträgt! Und wir dann zusammen gehen können , wenn er nichts trinkt.
    Erst war ich schockiert.. habe aber schnell gemerkt, dass das Gefühl mit meiner ‚kleinen‘ Verlustangst zutun hat.
    Eigentlich hat er ja total recht!
    Warum sollte ICH mich dem überhaupt aussetzen!?
    Und ich verstehe auch, dass er nicht ‚entspannt‘ Trinken kann wenn ich dabei bin und eine nüchterne steife langweilige Begleitung bin. (Seine Worte)
    Das Bier Zuhause ist anscheinend was anderes für ihn…
    Wir haben aber auch nochmal in Ruhe danach geredet,…ich bin bei meiner Aussage und Meinung geblieben und er hat gesagt, er wird sich damit arrangieren müssen das ich nicht mehr trinke.

    …Lirum Larum …

    Ich fühle mich auf jeden Fall gut! Und ich weiß dass ich auf dem richtigen Weg bin.
    (70 Tage, …nein ..heute 71)

    Dein Partner sagt ja öfters er ist süchtig und leidet drunter. Wenn du ihm dann immer wieder sagst wie gut es dir geht wird es ihn ev. dazu zu bringen etwas zu ändern.

    Ja, das stimmt. Mir geht es sehr gut, was er auch sieht.
    Ich merke auch, dass er nachdenklich mit seinem Konsumverhalten wird.
    Ich möchte mich aber nicht mehr auf sowas auslegen oder hoffen, er wird schon auch noch aufhören…


    Im Thread ‚xx Jahre trocken‘ habe ich ja schon geschrieben und gefragt, wann oder ob es irgendwann Alltag wird, und wann man souverän mit Triggern usw. umgehen kann.
    Habe hier nochmal das Zitat von Rennschnecke übernommen:

    Hmmh, ich finde, Steevie, das lässt sich in Deinem Fall eben besonders schlecht vergleichen. Du hast die Trigger ja nun mal täglich vor der Nase, von morgens bis abends.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass man sich jemals so daran gewöhnen kann (oder möchte), dass es einem egal ist und auch noch ungefährlich wird, genausowenig, wie Abstinenz von Süchtigen allein mit Disziplin zu erreichen ist.

    Ich gehe z. B auch nach über 2,5 Jahren noch nicht entspannt an der Alk-Ecke im Supermarkt vorbei, und das ist für mich auch gut so. Würde ich bei anderen Gefahrenstoffen ja auch nicht gern machen oder wollen.

    Auch dazu wirst Du hier Unterschiedliches lesen - das sagt aber wenig über Dein persönliches Risiko aus.


    Das ist ganz sicher ein Risiko für mich mit meinem trinkendem Partner! Wenn es so weitergeht, glaube ich auch nicht, das es sicherer irgendwann wird, egal wird es mir auch bestimmt nicht werden!

    Dennoch will ich meine Situation annehmen. Ich kann sie nicht ändern. (Aus meiner Sicht)
    Ich bin mir dessen jeden Tag bewusst. Ich setze mich einem höheren Risiko aus. Es liegt eben an mir einen Umgang damit zu finden, der für mich passt und für meine Trockenheit funktioniert.
    Bisher geht es mir Woche für Woche besser. Mir stechen die Flaschen nicht mehr sofort ins Auge. Wenn ich die Trinkerei von meinem Partner mitbekomme, denke ich, dass es seine Sache ist!…aber nicht meine!!

    Dadurch, das meine Gedanken nüchtern sind, kann ich mich auch mit anderen Defiziten beschäftigen, die indirekt auch mit meiner Sauferei zu tun gehabt haben. Ich suche keine Erklärung fürs ehemalige Saufen! Aber es hilft mir genauso zum Weg der stabilen Abstinenz, wie es meinem allgemeinem Wohlbefinden hilft.
    (vielleicht später mehr dazu.)

    Auch wenn mal kritische Situationen sind, melde ich mich gleich hier und sage was Sache ist.

    Damit sichere ich meine Abstinenz ab.

    Ich bin noch am Anfang meiner Trockenheit und das Forum hilft mir sogar sehr, mir immer bewusst zu machen, das da was ist, wo ich nicht wegschauen darf!

    Zu sehen/ zu lesen, dass hier einige(vielleicht sogar vorwiegend) sind, die Langzeittrockene sind und immer weiter hier schreiben, zeigt mir wie wichtig es ist, das Thema für sich selbst nicht abzutun.
    Und das ja anscheinend mit erfolgreichem Ergebnis!
    (Ohne bitterem Beigeschmack)

    Ich will nicht weiter abschweifen…:oops:(schreibe vielleicht bei meinem Thread weiter.)


    Bin erstmal zufrieden mit der Erklärung, dass es wirklich bei jedem anders ist!

    Hallo Rennschnecke :)
    Ich erhoffe mir keine Antwort oder Lösung zum Trockenwerden/Bleiben im nassem Umfeld, ist ja auch nicht mein Thema hier… ;)
    Ich habe mich nur gefragt, ob und wann es bewusst wurde, dass ihr so stabil geworden seid, dass es euch leichter fiel mit dem Ganzen umzugehen.

    es ist einfach wichtig die krankheit im auge zu behalten. ich meine damit nicht das sich alles weiter nur um den alk drehen muß, dann hätte uns der alk ja letztendlich doch noch im griff

    Das ist einer der Dinge, die mich ehrlich gesagt lange davon abgehalten haben, ernsthaft lebenslang abstinent sein zu wollen.
    Ich wollte nicht, das der Alkohol mein tägliches Leben bestimmt, dass es sich jeden Tag darum dreht nichts zu trinken,
    ich wollte nicht eine von denen sein, die ihr ganzes Leben auf Alkohol verzichten muss und jeden Tag um einen Rückfall bangen muss. Ich wollte die sein, die sich ab und zu schonmal ein Glas genehmigen darf - oder zwei - …

    Natürlich denke ich heute anders darüber.

    Ob der Alkohol mein Leben bestimmt mit Filmrissen, Stimmungsschwankungen, Streitereien, keine Leistungsfähigkeit …und was sonst noch alles dazugehört …
    …oder ob ich mein Leben bestimme und entscheide dem Alkohol den Rücken zu kehren (aber so viele positive Effekte dadurch erlebe…) und ab und an in Kauf nehmen muss, mich mit dem Thema auseinander zusetzen, wenn es darauf ankommt und gleich entgegenzusteuern,…
    - dann ist das okay für mich.

    Ich meine damit, ob ich trinke oder nicht, wird Alkohol leider in meinem Leben immer eine Rolle spielen. Also kann ich gleich damit aufhören . Das ist die bessere Wahl.
    (vielleicht ein etwas plumper Gedanke, aber der hat mir geholfen.)

    Das gehört inzwischen einfach zu meiner Realität. Wie so ein lästiger Pickel, der sich ab und zu mal wieder meldet. Schön ist anders, aber ich weiß inzwischen, was ich damit mache.

    Anscheinend wird es mit längerer Trockenheit einfacher damit umzugehen, das kann ich mir auch vorstellen.
    Es ist bei jedem bestimmt unterschiedlich, aber ab wieviel Jahren Abstinent habt ihr souverän mit Triggern und Suchtdruck etc. umgehen können? Ab wann nehmen die Gedanken dazu ab? Ab wann ist es Alltag geworden?