Elara - Befreiung – ich lasse dich los, um mich nicht zu verlieren.

  • Hallo Elara,

    es ist gut, dass du dich hier gemeldet hast. Allein Worte für das zu finden, was du gestern erleben musstest, ist schon schwer genug.

    Was du erlebt hast, ist eine der grausamsten Konsequenzen, zu denen Sucht und Depression führen können. Niemand sollte so etwas mit ansehen müssen, und doch hat es dich mitten im eigenen Leben getroffen.

    Du hast nicht versagt und du trägst keine Schuld. Du hast auf ihn eingeredet, versucht ihn aufzuhalten und anschließend sofort Hilfe geholt. Mehr konntest du in diesem Moment nicht tun.

    Dass sich trotzdem Schuldgefühle melden, kann ich nach so einem Erlebnis verstehen. Aber ein Gefühl von Schuld bedeutet nicht, dass man Schuld trägt.

    Du musst jetzt auch noch nicht wissen, wie du damit umgehen sollst. Dafür ist das alles viel zu frisch. Gut ist, dass deine Kinder bei dir sind und du gerade nicht alleine damit bleibst.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Liebe Elara,

    ich weiß nicht, ob es Dir hilft, aber mir als trockener Alkoholikerin (mit inzwischen gut eingestellter Depression) ist dazu eingefallen:

    Ein Alkoholiker betreibt sowieso Selbstmord auf Raten, wenn er seine Sucht nicht stoppt. Denn dann wird das Elend für ihn und seine Angehörigen von Jahr zu Jahr größer - bis zum sprichwörtlichen Totsaufen. Wärst Du geblieben, wärt Ihr beide daran zugrunde gegangen.

    Jetzt hat er das Ganze abgekürzt - aber selbstmörderisch war sein Verhalten schon vorher. (In diesem Fall benutze ich bewusst nicht das neutralere Wort Suizid, auch wenn ich von dem Recht darauf überzeugt bin - nur bitte nicht so.)

    Ein furchtbares Ende, aber ein Ende - ich hoffe, Du kannst das irgendwann ohne Schuldgefühl, nur mit Mitgefühl für ihn und Dich, so annehmen.

    Ich schreib sowas sonst nicht, aber jetzt würde ich Dich gern drücken. Alles Gute!

  • Liebe Elara,

    Kaum einer kann nachempfinden, was in dir jezt vorgeht. Höchstens erahnen.

    Der Suizid eines Menschen, in deinem Fall sogar nahestehenden Menschen, ist ein schreckliches Erlebnis.

    ln deinem Fall, eine Ankündigung per Videoschalte, ist schwer zu verkraften.

    Mach dir bitte keine Vorwürfe. Du kannst niemanden, der ernsthaft aus dem Leben scheiden will, ständig überwachen und ihn von seinem Vorhaben abbringen. Das geht nicht.

    Ich hoffe, du kannst das Erlebte nach und nach verarbeiten. Du hast Familie und/ oder gute Freunde, die dich auffangen können. Auch eine Selbsthilfegruppe zur Trauerbewältigung wär eine gute Hilfe.

    Schreib hier im Forum deine Gedanken und Gefühle auf, die dich bedrücken. Das ist oft eine große Hilfe.

    Ich wünsche dir alles Gute.

  • Hallo Elara,

    ich lese mit Fassungslosigkeit, was passiert ist. Mein herzliches Beileid, du hast mein tiefstes Mitgefühl.

    Was er gemacht hat ist unglaublich. Du solltest das sehen, das ist klar, es ist unfassbar, was er da noch schlussendlich mit dir gemacht hat. Das ist traumatisierend.

    Dass du keine Schuld hast hast du schon 100 Mal gehört sicherlich, ich schreib es dir auch nochmal. Und dass du dir Hilfe suchen kannst, hol dir alles, was du brauchst, du musst das nicht alleine durchstehen. Diese Gefühle und Gedanken, die kommen.

    Du kannst hier jederzeit schreiben, jammern, brüllen, alles was da kommt ist wichtig und richtig. Es gibt Seelsorger, Therapeuten, mir fällt gerade garnicht alles ein, du darfst dich an alle wenden.

    Herzensgrüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Liebe Elara,

    das muss ganz schlimm für dich gewesen sein, seinen Suizid Live miterleben zu müssen. Es macht mich traurig, aber auch wütend, dass er dir das angetan hat.

    Ich kann dein Gefühlschaos verstehen. Nur Schuldgefühle brauchst du dir nicht einzureden!

    Gut, dass deine Kinder dir zur Seite stehen.

    Fühl dich gedrückt.

    LG Kyra

    Mein Weg in die Freiheit, Unabhängigkeit und Selbstbestimmtheit begann am 26.11.2025 und endet mit mir.

  • Liebe Elara,

    seit gestern denk ich drauf rum, was ich dir schreiben kann, aber mir fehlen die richtigen Worte, um das auszudrücken, was ich sagen möchte. Ich find es nicht okay, absolut unfair, es ist einfach nicht richtig, wie er dich da "mitgenommen" hat. Ich wünsch dir viel Kraft, das zu verarbeiten, pass gut auf dich auf!

    Freiheit begann für mich dort, wo die Ausreden endeten.

    Abstinent seit 2022

  • Bin auch geschockt und sprachlos darüber, dass er Dir das angetan hat. Was für eine beispiellose Aggressivität. Möchte Dir aber auch verbal beistehen: Ich wünsche Dir von Herzen viel Kraft das durchzustehen und zu verarbeiten.

  • Meiner Meinung nach war das jedenfalls ein absolut aggressiver Akt Dir gegenüber und der Versuch, Dir maximale Schuldgefühle zu hinterlassen. Er wollte Dir eindeutig dauerhaft schaden, so lese ich das.

    Das Einzige, was ich nicht verstehe, ist, das Du die Verbindung nicht einfach gekappt hast.
    Nun sind alle Hin-und-her-Überlegungen und Zweifel jedenfalls vorbei und Du kannst mit der Bewältigung beginnen.

    Wenn Du jemals Zweifel hast, ob Du genug getan hast, lies Dir Dein Thema noch mal durch.
    Ich habs gestern getan. So wie Du geschrieben hattest, hat er ja nur gejammert und Allen Anderen, und vor allem Dir, die Schuld an seinem verkac..ten Leben gegeben.

    Jetzt hat er seinem Leben ein Ende gemacht, und so wie er es gemacht hat, dazu, um Dir noch mal richtig einen reinzureiben.
    Jedenfalls hat er Dich nicht angerufen, um sich retten zu lassen, sondern um es Dich spüren zu lassen.

    Ich finde, Du hattest bereits viel zu viel für ihn getan.
    Du hast Dich bemüht und er war erwachsen und selbst verantwortlich.

    Im Übrigen sehe ich es so, wenn Du Dir nun Vorwürfe machst, hat er noch nachträglich gewonnen, denn genau das wollte er.

    Ich wünsche Dir alles Gute und herzliches Beileid. Wobei ich an Deiner Stelle Wut für angebrachter halten würde.

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
    Sei sparsam mit dem Düngen:mrgreen:

    Einmal editiert, zuletzt von Lebenskuenstler (9. August 2026 um 13:14)

  • Herzliches Beileid.

    Trotz all der Trauer und Gefühle mach nichts unüberlegtes, ihr sein nicht geschieden worden, du bist als Ehefrau Erbe, und wenn es keine leiblichen Kinder gibt, dann zu mindestens 75% .

    50% als Ehefrau, weitere 25% Zugewinn.

    Das ist natürlich keine recht sichere Beratung, es dient lediglich zu Orientierung.

  • copilot

    Ich gehe davon aus, dass Elara jetzt sicher noch keinen Kopf für deine Zahlen hat. Ich finde deinen Beitrag gelinde gesagt takt- und vollkommen Empathielos.

    LG Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Ja da magst du Recht haben, Taktgefühl ist anders.

    Sie wird es vermutlich erst in 2 Wochen lesen, weil sie momentan wichtigeres zu tun hat, als sich im Forum rumzutreiben.

    Die Trauer wird vergehen, aber genau so wie auch die 6 Wochenfrist.

    Um mich herum sind schon viele Menschen gestorben, und viele laufen dann planlos umher, dann ist es immer gut einen nützlichen Rat zu bekommen / zu geben.

    Manches verliert man einfach aus den Augen vor lauter anderer Ablenkung.

  • Sie benötigt für den Bestatter außerdem 4 wichtige Dinge der Verstorbenen.

    Personalausweis, Rentenversicherungsnummer, Krankenversichertenkarte/ Nummer, Geburtsurkunde .

    Auch das ist Taktlos, aber es sind Fakten.

  • Co-Pilot Unabhängig davon, ob Geldthemen bei manchen im Vordergrund stehen oder nicht – solche Hinweise sind in genau diesem Moment völlig fehlplatziert.

    Wenn jemand gerade ein traumatisches Ereignis erlebt hat und sichtbar neben sich steht, käme ich nicht im Entferntesten auf die Idee, mit Erbquoten, Zugewinn oder Prozentrechnung anzufangen. Und ich bin hier sicher nicht der Empathischste, wenn es um das Ansprechen von Süchten geht.

    Ich gehe außerdem davon aus, dass jeder erwachsene Mensch selbst weiß – oder später herausfinden wird –, dass nach dem Tod eines Ehepartners Erbangelegenheiten zu klären sind. Dafür muss man niemandem wenige Stunden später ungefragt die Zahlen aufdrücken.

    Gerade deine eigene Erklärung macht es für mich nicht stimmiger. Wenn ich selbst feststelle „Taktgefühl ist anders“, wäre das für mich genau der Moment, den vermeintlich hilfreichen Rat einfach stecken zu lassen. Nicht alles, was irgendwann wichtig werden könnte, muss genau jetzt ausgesprochen werden.

    Für mich steht in so einer Situation zuerst der Mensch im Vordergrund. Vielleicht sehe ich das zu eng.

    Co-Pilot, halte doch einfach mal die Füße still. Das ist nicht das erste Mal, dass du in einer Situation etwas von dir gibst, bei dem ich mich frage, ob wirklich alles, was einem gerade durch den Kopf geht, auch sofort geschrieben werden muss.

    Bleib bei dir, deine Probleme, deine Co-Abhängigkeit.

    Gruß Hartmut

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    Trocken seit 2007

  • bist als Ehefrau Erbe, und wenn es keine leiblichen Kinder gibt, dann zu mindestens 75% .

    50% als Ehefrau,

    Zwischenbemerkung, Oft werden auch Schulden vererbt! Deswegen aufpassen. Man kann das Erbe auch innerhalb von 6 Wochen ausschlagen. Sehr wichtig damit zum emotionalen Gau nicht auch noch ein finanzieller dazukommt.

  • @all , Ich bitte darum, die Diskussion über Erbrecht, Fristen oder sonstige rechtliche Vorgehensweisen hier zu beenden. Danke.

    Das hier ist ein Suchtforum und dieser Thread sollte bei seinem eigentlichen Thema bleiben. Rechtliche Fragen gehören, wenn sie anstehen, in qualifizierte Hände und nicht hierher.

    Damit ist das Thema an dieser Stelle beendet.

    Gruß Hartmut

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    Trocken seit 2007

  • Liebe Elara !

    Ich habe mir deinen Faden gerade von Anfang an und komplett durchgelesen…

    Erst einmal wünsche ich dir alles an Kraft auf der Welt, die man sich vorstellen kann für dich!!!

    Nach allem was du durchgemacht hast so ein Erlebnis mitzumachen, ist unvorstellbar! Das hast du nicht verdient!!!
    Und ich kann Lebenskuenstler nur zitieren:

    Wenn Du jemals Zweifel hast, ob Du genug getan hast, lies Dir Dein Thema noch mal durch.



    Ich hoffe sehr , dass du Unterstützung von allen Seiten bekommst, die du brauchst
    und die Liebe bekommst, die du verdienst…auch wenn sie von dir selbst ist! <3:!:

    Alles alles gute für dich!

  • Liebe Elara,

    ich bin fassungslos. Für sich selbst so einen Weg zu wählen ist eine Sache, aber jemand anderen so mit reinzuziehen eine ganz andere.

    Es tut mir so unglaublich leid für dich. Ich wünsche dir, dass du alle Hilfe annehmen kannst, die dir angeboten wird. Bitte bleib bei dir und lass dich nicht für den Rest deines Lebens dadurch zeichnen. Du darfst trauern und dich zurückziehen und auch wütend sein. Alle deine Gefühle sind richtig und dürfen ausgelebt werden. Und wenn die Zeit gekommen ist, wünsche ich dir, dass du wieder Glück und Liebe finden kannst. Du hast es verdient.

    Ich wünsche dir alles Gute.

    ☀️

  • Liebe Elara, ich lese so selten im Offenen, dass ich es gerade erst mitbekommen habe.

    Mir fehlen die Worte - es ist so unglaublich brutal, was der Alkohol angerichtet hat; für deinen Mann, der keinen anderen Ausweg sah, und auch für dich, die du jetzt mit diesem Erlebnis weiter leben musst.
    Ich wünsche dir, dass du aufgefangen wirst und dass du einen Weg findest, damit deinen Frieden zu machen. Da gibt es ganz bestimmt auch professionelle Hilfe, scheue dich nicht, die jetzt in Anspruch zu nehmen. Dann kannst du diesen Schock vermutlich irgendwann besser verarbeiten.

    Mein Beileid, ich denke an dich und du hast keinerlei Schuld an dem, was passiert ist. LG viola

    Wertschätzen - nicht werten.

  • Liebe Elara,

    ich bewundere deine Kraft und Stärke. Du hast uns einen beindruckenden Faden hinterlassen. Leider blieb dir ein "Happy End" verwehrt.

    Die Umstände des Freitodes von deinem Mann finde ich bedenklich - eine Bewertung oder Verurteilung steht mit aber nicht zu. Er hat den Kampf gegen seine Dämonen aufgegeben.

    Möge das Universum seiner Seele gnädig sein.

    Vielleicht keimt in dir irgendwann einmal der tröstliche Gedanke, daß du mit deiner Geschichte einige Alkoholiker erreichen konntest - mich zumindest hat sie zu tiefts berührt und auch ordentlich wachgerüttelt.

    LG

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