Ich erinnere mich auch noch gut an die Leere in der ersten Zeit. Für mich hat etwas gefehlt, der Alkohol hat so viel Zeit und Energie gebraucht, da war dann erst mal eine ziemliche Lücke.
Und ich muss sagen, dass ich diese Lücke am Anfang auch beängstigend fand. So nach dem Motto „wie komme ich nur ohne meinen bisherigen Halt aus?“. Der Alkohol hat mir ja alles mögliche suggeriert: Gemütlichkeit, Sicherheit, Geborgenheit, Sorgen vergessen, etc Anfangs hat mich das irritiert und ich hatte immer das Gefühl, dass ich diese Leere jetzt ausfüllen „muss“. Dass das ganz wichtig ist, vor allem am Anfang des Trockenwerdens.
Habe dann alles mögliche ausprobiert, war auch meist ziemlich euphorisch.
Irgendwann, das hat aber eine ganze Weile gedauert, hatte ich mich an diese Leere gewöhnt, sie war das neue „normal“. Und nach und nach ist sie dann verschwunden, denn mein Leben hat sich in kleinen Schritten verändert und ich habe keine Leere mehr gespürt.Aber das war nicht leicht, vor allem am Anfang. Und Trockenwerden ist definitiv kein Sprint, sondern ein Marathon. Und es lohnt sich zu 100% 👍
Danke Dir sue05 , dass Du das teilst!
Ja, es ist beängstigend und ich hoffe einfach, dass sich nach und nach ein Gefühl der Normalität einstellt...
Da ich u.a. eine Angststörung habe und extrem auf Routinen angewiesen bin, fällt es mir nicht so leicht, neue Dinge auszuprobieren. (Also wenn das mit anderen Menschen und neuen Orten zusammen hängt...)
Aber ich habe immerhin wieder mit Tai Chi angefangen, das hilft schon sehr...
Auch wieder eine Lernaufgabe: ich war bisher in meinem Leben eher eine Sprinterin... jetzt darf ich Marathonläufern werden ![]()
Und muss mich nochmal neu mit meinen Ängsten auseinander setzen... insofern habe ich gerade eigentlich eine riesige Chance vor mir
, so versuche ich es zumindest zu sehen...
Viele Grüße
Morgaine