Beiträge von Morgaine

    Ich erinnere mich auch noch gut an die Leere in der ersten Zeit. Für mich hat etwas gefehlt, der Alkohol hat so viel Zeit und Energie gebraucht, da war dann erst mal eine ziemliche Lücke.

    Und ich muss sagen, dass ich diese Lücke am Anfang auch beängstigend fand. So nach dem Motto „wie komme ich nur ohne meinen bisherigen Halt aus?“. Der Alkohol hat mir ja alles mögliche suggeriert: Gemütlichkeit, Sicherheit, Geborgenheit, Sorgen vergessen, etc Anfangs hat mich das irritiert und ich hatte immer das Gefühl, dass ich diese Leere jetzt ausfüllen „muss“. Dass das ganz wichtig ist, vor allem am Anfang des Trockenwerdens.

    Habe dann alles mögliche ausprobiert, war auch meist ziemlich euphorisch.
    Irgendwann, das hat aber eine ganze Weile gedauert, hatte ich mich an diese Leere gewöhnt, sie war das neue „normal“. Und nach und nach ist sie dann verschwunden, denn mein Leben hat sich in kleinen Schritten verändert und ich habe keine Leere mehr gespürt.

    Aber das war nicht leicht, vor allem am Anfang. Und Trockenwerden ist definitiv kein Sprint, sondern ein Marathon. Und es lohnt sich zu 100% 👍

    Danke Dir sue05 , dass Du das teilst!
    Ja, es ist beängstigend und ich hoffe einfach, dass sich nach und nach ein Gefühl der Normalität einstellt...
    Da ich u.a. eine Angststörung habe und extrem auf Routinen angewiesen bin, fällt es mir nicht so leicht, neue Dinge auszuprobieren. (Also wenn das mit anderen Menschen und neuen Orten zusammen hängt...)
    Aber ich habe immerhin wieder mit Tai Chi angefangen, das hilft schon sehr...
    Auch wieder eine Lernaufgabe: ich war bisher in meinem Leben eher eine Sprinterin... jetzt darf ich Marathonläufern werden ;)
    Und muss mich nochmal neu mit meinen Ängsten auseinander setzen... insofern habe ich gerade eigentlich eine riesige Chance vor mir :), so versuche ich es zumindest zu sehen...

    Viele Grüße
    Morgaine

    Danke Dir Hartmut ,
    da kann ich total mitgehen.
    Besonders der letzte Satz ist so auf den Punkt! Im Moment höre ich bei jedem etwas intensiveren Gefühl die Suchtstimme, die Alkohol möchte. Und da ich das nicht zulasse, fängt sie dann an, die Sucht, mir zu erzählen, dass ich doch wahrscheinlich gar nciht süchtig bin und nur ein kleines bisschen übertrieben habe.
    Ich übe, diese Gedanken ziehen zu lassen und mich auf keine Diskussion einzulassen.
    Es ist gut zu merken, dass sowohl der Suchtdruck als auch diese Gedanken nach einer Weile wieder abklingen. Ich werde also nicht ständig belabert, aber in Wellen, sozusagen. Ich hoffe trotzdem, dass das irgendwann weniger häufig auftritt.

    Danke auch, dass Du schreibst, dass Leere, Angst und Schmerz hier einen Platz haben dürfen. Das ist gut.

    Ich habe im Moment den Eindruck, dass ich akzeptieren muss, dass es für viele Zustände und Gefühle keine Lösung gibt. Das ist für mich eine harte Erkenntnis, aber definitiv besser, als wenn ich Alkohol noch als Lösung sehen würde ;)

    Viele Grüße
    Morgaine

    Ein neues Leben aufbauen hört sich für mich so beschwerlich an.Das Leben anders leben klingt doch entspannter.

    Die Lücken,die der Alkohol hinterlässt sind da,und nicht einfach zuzustellen, wie bei einem Umzug.

    Hallo Bolle ,
    danke für Deine Antwort!

    Da hast Du Recht, die Lücke lässt sich nicht einfach zustellen... ich kann tagsüber ganz gut mit Leerlauf umgehen und das Nichtstun genießen... abends wird es schlimm, weil es nicht nur um eine äußere Leere sondern die innere Leere geht. Deshalb sprach ich davon, mir ein neues Leben aufbauen zu müssen. Für mich ist es tatsächlich Schwerstarbeit, die Abende zu überstehen, das war auch schon vor dem Alkohol so. Ich habe schon lange keinen Fernseher mehr, weil mich Fernsehen extrem runterzieht... andere Beschäftigungen versuche ich gerade bzw gehe früh ins Bett...aber das fühlt sich alles noch nicht organisch und stimmig an. Ich werde mich mit meiner inneren Leere beschäftigen müssen...

    Und hoffentlich wirklich mal an den Punkt kommen, an dem ich das Leben "einfach" anders leben kann...

    Viele Grüße
    Morgaine

    Deine Worte bewegen mich, Hartmut !

    Weil es so klingt, als sei das so einfach auszuhalten, was sich alles zeigt, wenn man nüchtern bleibt. Als wäre das ein Spaziergang.
    Und ich habe mich nach dem ersten Lesen gefragt, was ich da falsch mache.
    Nach dem zweiten Lesen dachte ich: ich mache gar nichts falsch, jeder ist anders und jeder hat einen anderen Rucksack dabei.
    Mein Rucksack hat sehr viel mit Schmerz und Angst und Leere zu tun, die letztlich auch eine Einsamkeit ist.
    Nein, ich rechtfertige damit das Trinken nicht - ich sage nur, dass ich in erster Linie getrunken habe, um genau das zu betäuben.
    Du schreibst: "Und wenn da am Anfang mal Leere aufgetaucht ist, musste ich die nicht sofort wieder mit irgendwas zustopfen oder gleich zum nächsten Problem erklären." Dazu beglückwünsche ich Dich! Wie geschrieben, versuche auch ich nicht, die nächste Ablenkung zu finden, was aber nicht heißt, dass der Umgang mit den emotionalen Zuständen einfach ist.
    Ich dachte, das hier wäre ein Ort, wo wir auch über die Schwierigkeiten des trocken seins und bleibens schreiben?

    Die nasse und die trockene Version von mir - das klingt sehr Scherenschnitt-artig und ich für mich möchte das so nicht trennen. Ich bin kein anderer Mensch, nur weil ich mit dem Trinken aufgehört habe. Aber ich muss neue coping-Strategien finden und einen reiferen Umgang mit meinen Gefühlen. (Wenn ich jetzt erwähne, dass mir das auch schwer fällt, weil ich eine kPTBS habe, dann klingt das wahrscheinlich so, als spiele ich die Trauma-Karte... Fakt ist aber, dass Menschen mit dem im Hintergrund ein eingeschränktes Stresstoleranzfenster und weniger Kapazität für intensive Gefühle haben...)

    Warum schreibe ich das alles? Weil es eben nicht einfach ist. Ich stelle mich nicht an, ich bitte auch nicht um Mitleid, ich möchte eigentlich nur beschreiben, was ich schwierig finde :)

    Interessante Idee das mit dem Tauschgeschäft... darauf wäre ich nicht gekommen. Mir war von Anfang an klar, dass trocken bleiben harte Arbeit ist. Davor scheue ich nicht zurück. Und doch habe ich Empathie für jeden (und auch mich selbst), der/die sich ein neues, trockenes Leben aufbauen muss...

    Herzliche Grüße
    Morgaine

    Hartmut   Lebenskuenstler   Thalia1913   Alex_aufdemweg   Bono59   Zwieback und _Eternal_ :

    Hui, vielen lieben Dank für Eure Beiträge! Ich habe sie sehr aufmerksam gelesen und werde mir einiges zu Herzen nehmen.

    Ja, trocken bleiben ist gerade absolute Priorität und ich kann gut nachvollziehen, dass es keinen Sinn macht, sich zu lange mit den realen oder eingebildeten Gründen aufzuhalten. Was ich bei mir jedoch festgestellt habe, ist durchaus hilfreich: in dem Moment, in dem ich erkenne, dass ich mich wieder nach Alkohol als KOMPENSATION sehne, kommt sofort das Nein! - weil es für mich ein Wert an sich ist, nicht zu kompensieren sondern zu erkennen, was eigentlich gerade in mir abläuft.
    Nota bene: ich kann nicht ausschließen an den Punkt zu kommen, dass ich feststelle, jetzt möchte ich trinken - ohne irgendeinen besonderen Grund. Für diesen Punkt bin ich durch Eure Worte vorgewarnt und dafür danke ich Euch!


    Ich bin mir sehr bewusst, dass kein Grund der Welt es für mich rechtfertigen kann oder gar akzeptabel machen kann, je wieder auch nur einen Schluck zu trinken. Ich persönlich empfinde es als Bereicherung jetzt zu spüren, was ich früher weggetrunken habe und mir jetzt diese Gefühle und Zustände anzusehen und mich nicht mit neuen Tätigkeiten abzulenken. Ich glaube daran, dass unsere Gefühle gesehen werden wollen. Das glaube ich schon lange und ich bin im Nachhinein entsetzt wie lange ich mit großer Nonchalance jeden Abend darüber hinweggegangen bin. Ich habe komplett gegen meine Werte gehandelt, indem ich mich betäubt habe. Das will auch erstmal verdaut werden.

    Was mir Sorge bereitet ist, dass es jetzt Gefühle der Leere in mir gibt, die ich bisher mit nichts lindern konnte. Das ist schwer auszuhalten und kein Hobby, keine Beschäftigung hilft. Ich nehme an, ich muss das einfach akzeptieren und annehmen und hoffen, dass das irgendwann leichter wird...

    Auf jeden Fall ist es gut, hier zu lesen und zu schreiben! Danke Euch nochmal!

    Nasses Denken. Dieses Konzept ist mir neu und ich begreife langsam, was es bedeutet. Danke für Eure klaren Ansagen zum Traum vom Sonnenuntergang etc... vielleicht habe ich zu oft die edit-Werbung gesehen, ich weiß es nicht... aber mir wird immer mehr bewusst, welche Assoziationen, Bilder und Gefühle ich mit Alkohol verbinde und dass das nicht gesund ist.
    Meine Gedanken kann und will ich mir nicht verbieten. Ich kann sie nur ziehen lassen und nicht weiter darauf eingehen, wenn ich bemerke, in welche Richtung das geht.

    Zwei Gedanken würde ich gerne noch zur Diskussion stellen:

    1. Ich habe mehrfach hier gelesen, dass es egal ist, warum ich getrunken habe und dass es keinen Sinn macht, sich damit aufzuhalten (so habe ich es jedenfalls verstanden). Ich stelle fest, mir hilft es, in Trigger-Situationen zu erkennen, was ich gerade jetzt mit Alkohol bezwecken wollen würde. Und dann kann ich mich dem eigentlichen Bedürfnis oder Gefühl widmen, dass unter dem Suchtdruck liegt...
    2. Meine Entscheidung zur Abstinenz steht felsenfest. Aber ich möchte Alkohol nicht verteufeln und möchte nicht-Süchtigen ihr Glas Wein gönnen können. Zwar sehe ich nach meinen Erfahrungen mit und Recherchen über Alkohol diesen sehr viel kritischer und bedenklicher als zuvor, aber ich fände es schön wenn ich in der Lage wäre, zB abends mit Freunden ins Restaurant zu gehen und es ok zu finden, wenn dann jemand (in unbedenklichen Mengen) etwas trinkt. Oder anders formuliert: ich möchte in mir so gefestigt sein, dass ich nicht darauf angewiesen bin, nur noch mit komplett abstinenten Menschen auch mal auszugehen. Das wäre jedenfalls meine Hoffnung, dass ich das kann...

    Hartmut : ich bin total beeindruckt von Deinen Texten und besonders den letzten vom Dienstag finde ich sehr hilfreich und erhellend. Dass es frustrierend sein kann, dass man manchmal in die Tischkante beißt, schreibst Du. Es ist gut, diese ehrliche Schilderung zu lesen... ich bin auch sehr gerne feiern gegangen... davon muss ich mich verabschieden sowie von meinem Traum, einmal an den Gardasee zu fahren (war ich noch nie, Sehnsuchtsort von mir) und dort bei Sonnenuntergang ein Glas Wein zu trinken... ich merke, es wird nicht einfach, das neue Leben einzurichten, aber es ist auch eine Verheißung: immer klar und bewusst und präsent im Hier und Jetzt sein zu können, das ist schon was...

    Ganz lieben Dank an alle, die Ihr mir geschrieben habt und mir Mut gemacht habt!!! 💛

    Ich hoffe, ich habe keine Nachricht übersehen! Euer Feedback ist toll und so hilfreich für mich!

    Ich war am Mittwoch bei einem großen Wohlfahrtsverband zum Erstgespräch für eine Suchttherapie bzw zur Beratung, welche Optionen es gibt. Ich habe völlig offen und ehrlich meinen früheren Konsum geschildert. Und tatsächlich hat die Frau, die mir grundsätzlich schon kompetent erschien, auch einen Kurs für kontrolliertes Trinken empfohlen. Ich fand das sehr befremdlich, muss aber zugeben, dass ich für einen kurzen Moment dachte: ach, das wär ja toll. Sofort ist mein Verstand angesprungen und hat mich auf den Teppich geholt. Mir ist vollkommen klar, dass das nicht funktionieren kann und ich bin bei meiner Abstinenz-Entscheidung geblieben. Aber ich muss schon den Kopf schütteln über die Beratung.... Nunja...

    Ansonsten ist heute Tag 15 und wie oben schon geschrieben geht es mit meiner Stimmung etwas bergauf...

    sue05
    Hallo Sue,

    Du schreibst: "Es ist nicht alles eitler Sonnenschein, nur weil der Alk weg ist. Wieso auch? Es ist das Leben und da gibt es alle Facetten."

    Danke für diese klaren Worte! Natürlich ist mir klar, dass das Leben ohne Alkohol auch kein Ponyhof ist... ich bin einfach etwas überwältigt von den Stimmungen und Gefühlen, mit denen ich jetzt konfrontiert bin, da ich nüchtern bin.
    Aber es ist gut, wie es ist... Heute ist Tag 15 und es geht schon besser und ich habe wieder etwas mehr Mut.

    Immerhin habe ich diese Woche wieder mit Tai Chi begonnen und das tut mir soooo gut, ich freu mich riesig...
    Also, die Veränderungen fangen schon an :)

    Guten Morgen Morgaine,

    ich habe gestern tatsächlich in mein analoges Tagebuch geschaut (das ist ein Schreibblock) :) An Tag 12 kam dieser wunderbare Schlaf bei mir, den ich so nicht mehr kannte und der mich so endlos begeistert. Ich habe wie Tabsi erst unendlich viel zu unserer Krankheit im Internet gelesen, gehört, gesehen natürlich auch hier im Forum gelesen. Eigenlich jede freie Minute, weil ich da so langsam begriffen habe, dass es möglich ist, ein schönes Leben zu führen. Es gibt einen Ausweg! Und inzwischen ist heute Tag 250 und ich bin glücklich 😊

    Bleib dran, es lohnt sich so sehr 🍀

    Hallo Wilma,
    ja, der Schlaf wird bei mir auch langsam besser und das freut mich auch ungemein! Und ich freu mich mit Dir über Tag 250 und danke Dir! Ich bleibe dran!
    Liebe Grüße
    Morgaine

    Damals sah ich mir auf yt Videos von Frauen an, die alkoholsüchtig sind und abstinent wurden. Frauen, wie Du und ich aus allen Berufs- u. Altersschichten.

    (...)

    Ich bin nun seit über 2 Jahren ohne Therapie abstinent, besuche aber regelmäßig meine rSHG, das Forum hier, Zoom-Meetings und Wochenendseminare zum Thema Sucht unseres Selbsthilfeverbandes.

    Alles Gute auf Deinem Weg. 🍀

    Hallo Tabsi,
    das ist ein interessanter Hinweis, da werde ich auch mal auf YT gucken, was ich finde... ich habe das große Bedürfnis, mich mehr und mehr zu informieren und die Geschichten anderer Betroffener zu hören. Ich selber bin ja durch einen Artikel im Spiegel über alkoholkranke Frauen endlich auf den Trichter gekommen zu erkennen, dass ich süchtig bin.

    Ich habe mir außerdem das Buch von Gabor Maté "Im Reich der hungrigen Geister" besorgt und bin auf die Lektüre gespannt...

    Ohne Therapie abstinent zu sein nötigt mir Respekt ab... ich glaube, ich bin mit einer Suchttherapie erstmal ganz gut beraten. Aber das ist ja sicher individuell verschieden!

    Ich danke auch Dir fürs Teilen!
    Liebe Grüße

    Morgaine

    Hallo Alex,

    ich danke auch Dir fürs Teilen Deiner Erfahrungen...!
    Was die Freundschaften angeht, bin ich mit einem kleinen aber sehr feinen Freundeskreis gesegnet, in dem ich die einzige war, die getrunken hat. Das ist eine große Erleichterung für mich.
    Was die Geduld angeht, habe ich oben schon geschrieben: schwiiiieeerig... aber offensichtlich wichtig und damit jetzt auch auf meiner Liste der Dinge, die ich neu lernen möchte.

    Je mehr ich von Euch lese, desto mehr wird mir klar: uff, das ist wirklich ein komplett neuer Lebensabschnitt und da wird viel Veränderung auf mich zukommen... was mir etwas Angst macht aber mich auch freut...
    Liebe Grüße
    Morgaine

    Ich kann Deine Gefühle gut nachvollziehen. Am Anfang war die Erkenntnis Alkoholikerin zu sein, für mich einerseits eine Erleichterung (denn dann konnte ich mich endlich damit richtig auseinandersetzen), andererseits habe ich mich aber auch geschämt.

    Für mich war „Alkoholiker“ grundsätzlich negativ behaftet, das waren die Personen am Rande der Gesellschaft, so war das damals kommuniziert in meinem Umfeld / Familie. Bzw. es wurde überhaupt nicht von „solchen“ Menschen gesprochen.

    In der Anfangszeit habe ich mich, wie viele hier, fast ausschließlich oder sehr viel mit dem Thema beschäftigt. Da war mein Selbstwertgefühl auch sehr am Boden und ich wusste lange nicht, wer ich eigentlich bin, so ohne Alkohol. Musste mich auch erst mal wieder neu kennenlernen.

    Bleib am Ball und hab Geduld - die Zeit wird es richten!

    Ich bin mittlerweile über 14 Jahre mit Hilfe des Forums trocken, mein Selbstwert hat sich gebessert, ich weiß, wer ich bin und sein möchte. Aber es hat Zeit gebraucht.

    Hallo Sue,
    da erkenne ich mich wieder, in dem was Du schreibst...
    Danke, dass Du das teilst. Geduld ist nicht meine Stärke, aber wenn ich Deinen Beitrag lese und die von den anderen Mitgliedern, dann merke ich schon, dass das Teil meiner neuen Aufgaben ist: Geduld kultivieren.
    Ich hatte eben gehofft, dass sich in mir alles zum Guten wendet, sobald ich aufhöre zu trinken... dass das nicht so ist, merke ich jetzt deutlich und damit muss und werde ich umgehen... und auch versuchen, der Zeit zu vertrauen :)
    Liebe Grüße
    Morgaine

    Ich bin mehr als "nur" eine Alkoholikerin, aber spätestens hier habe ich gelernt: Ohne meine Abstinenz ist alles nichts.

    Darum konzentriere dich gerade am Anfang darauf, sie wie einen Schatz zu hüten und zu festigen. Alles andere ist erstmal zweitrangig.

    Zu viel Nachdenken über Schuld und Scham kann auch anfällig für die Trostversprechen des Suchthirns machen.

    Hallo Rennschnecke,
    danke fürs Teilen und diesen Hinweis! Ja, wie weiter oben schon geschrieben, glaube ich langsam auch, ich denke und grüble zu viel... und da kommen tatsächlich schnell solche Gedanken wie: Du hast doch nur abends getrunken, kann ja alles nicht so schlimm gewesen sein... fiese Manipulationsversuche des Suchthirns...
    Ich werde meine Abstinenz hegen und pflegen und hüten.... danke Dir!
    Liebe Grüße
    Morgaine

    Das bisherige Leben auf links zu drehen braucht Zeit und Geduld.

    Hallo Bolle,
    lieben Dank dafür, das trifft bei mir insofern ins Schwarze, als dass Geduld nicht gerade meine Königsdisziplin ist... aber Du hast Recht: man dreht das Leben auf links... ich habe das die letzten Tage doch unterschätzt...

    Euer aller Feedback ist für mich unglaublich hilfreich und Mut machend!!!

    Liebe Grüße
    Morgaine