Und was zeigt Euch das, Liesel , Violet und pfiffig ?
Es wird sich nichts ändern, wenn Ihr nichts ändert!
Ein Säufer ist krank. Alkoholkrank. Er kann sich helfen lassen, wie jeder andere Kranke auch.
Aber er tut es nicht, verweigert jegliche Hilfe. Die Krankheit wird immer schlimmer.
Und am Ende seid Ihr auch noch angeblich schuld an seinem Konsum, wie Du schreibst, Viola. Das
entspricht nicht der Tatsache, niemand ist schuld daran, wenn der Partner säuft.
Daran ist die Sucht schuld. Und diese Krankheit kann nur der Alkoholiker selbst stoppen.
Sonst niemand.
Und das Erschreckende daran ist, finde ich als trockene Alkoholikerin, dass der Mensch
sich sehr zu seinem Nachteil verändert. Diese Krankheit kommt nur zum Stillstand, wenn
man aufhört zu trinken. Und das ist möglich. Aber aus einem selbst heraus.
Ich bin kein aggressiver Mensch, aber unter Alkoholeinfluss erkannte ich mich manchmal
selbst nicht wieder.
Und je länger die Sucht dauert, desto schwerwiegender werden alle Verhaltensweisen und
Wesenszüge verändert. Alkohol ist ein Nervengift.
Und der körperliche Verfall kommt noch erschwerend hinzu.
Wie lange wollt Ihr Euch diesem Dunstkreis, bildlich ausgesprochen, noch aussetzen?