Und genau da ist dann doch der Unterschied oder der Knackpunkt weshalb so oft zur Trennung geraten wird.
Nein, wenn jemand in der Familie aufwächst, mit einer Behinderung, ein anderer eventuell mit Spastik oder ähnliches, rate ich auch nicht, wenn mehrere Kinder da, sind das "die Behinderten" wegmüssen. Mal sehr krass ausgedrückt.
Trennung ist für mich immer ratsam, wenn ein CO hier aufschlägt und die minderjährigen Kinder aus Eigensinn nicht einbezieht.
Da geht es meist auch nicht darum, sich von seinem Alkoholiker zu trennen, das ist in den meisten Fällen eh gedanklich schon passiert. Es geht darum, auf Kosten der Kinder, seine eigenen Felle wegschwimmen zu sehen. Deswegen der unaufhörliche Versuch, den Alkoholiker trocken zu legen.
Aber das ist ein anderes Thema. Hier ist EKA
Nun gibt es auch Haushalte, wo der Alkoholiker noch funktioniert. Kinder nicht belastet dadurch sind, weil sie es nicht anders von Geburt an aus kennen und in einem relativen "normalen" Haushalt aufwachsen. Ohne Gewalt oder Übergriffe. Nur mit gewissen Peinlichkeiten.
Für mich geht es immer um Verantwortung.
Der sie tragen kann. Kann das ein CO? Kann das ein Alkoholiker? Der Co denkt, er kann das, der Alkoholiker denkt, er ist keiner, also kann er es auch.
Ich hatte keine Verantwortung als Kind für den saufenden Elternteil übernommen oder hatte das Gefühl es tun zu müssen. Ich komme auch aus einer Zeit und Erziehung heraus, wo es kein tagelanges betüdeln gab. Vergleich mit den heutigen, viel verbreiteten Helikopter Eltern. Mir ist heute vieles zu über psychologisiert.
Schwierig ist es, wenn beide Elternteile saufen, dann ist es die verdammte Pflicht, die Kindern sofort herauszuholen.
Hier schlagen eigentlich auch nur EKA auf, die ein leidvolles Leben hinter sich haben. Deswegen ist es auch berechtigt, seine Erfahrung direkt und ungeschönt herauszuhauen. Ich finde es gut. Ich sehe ja auch an der Reaktion vieler, wenn mal etwas direkt abverlangt wird, inwieweit er sich mit Händen oder Füßen wehrt oder es in Betracht zieht.