Beiträge von Hartmut

    Und zum Hinterfragen warum mich das jetzt so anpiekst .

    Warum weiß ich nicht. Es gibt wohl sowas wie ein CO-Kollektiv. Viele sprechen von der Individualität, springen jedoch auch an, wenn es sie selbst nicht betrifft. Kann aber auch sein, dass derjenige ein Leben lang das Gefühl vermittelt bekommen hat, er ist an allem schuld .

    Es bleibt halt immer eine spannende Sache, mit der eigenen Wahrnehmung und worin diese begründet sein mag

    Wahrnehmungsstörungen sind übrigens auch nicht unüblich bei Suchterkrankungen. Jahrelang antrainiert und schwups bleibt es einem.

    z. B. mit Sinn erfassendem Lesen :wink:

    ich fühle mich in die Schule zurückversetzt. Frau Lehrerin, ich strenge mich an. :mrgreen: Kleiner Scherz.

    Co' s benutzen Kinder als Schutzschild?????

    Also das ist eine heftige Aussage.

    Sollte auch so rüberkommen. Das war so gewollt. Das sanfte Umschreiben ist ja nicht meins. Kennst mich ja auch schon eine Weile.

    Wenn jahrelang die notwendigen Maßnahmen für den Schutz der Kinder ausbleiben, um mehr seine eigenen Interessen nachzugehen, wie würdest du es dann formulieren? Ist das CO krank? Oder doch nicht?

    Beispiel aus meiner Fraktion. Wenn ich damals etwas im besoffen Zustand angestellt hatte, war es zwar krankheitsbedingt, aber freisprechen konnte ich mich nicht davon. Wie ist es da bei CO, wenn Kinder betroffen sind?

    Schutzschild

    - ich denke, damit ist gemeint, dass Kinder als "Grund/ Ausrede" genutzt werden, um den Alkoholiker nicht zu verlassen

    so war es gemeint.

    Ist mir aufgefallen. Habe es aber als Tippfehler erkannt. Hier gibts oft Tipp- und Rechtschreibfehler, ich denke, man muss nicht drauf rumreiten, für mich war das sehr klar, dass du das Gegenteil meintest.

    Endlich mal eine jemand der mich blind versteht :mrgreen: Nein, kann ruhig darauf hingewiesen werden. Bin da nicht so empfindlich. Bin ja auch nicht so empfindlich bei meiner Ausdrucksweise.

    Vielleicht hab ich es ja auch nicht richtig verstanden

    versuche es anders.

    Der Co nimmt das Kind als Schutzschild, den Alkoholiker nicht verlassen zu können. Der User ratet dem Co gerade wegen der Kinder, den Alkoholiker sofort verlassen zu müssen. In beiden sind es wieder einmal die Kinder, die es ausbaden müssen. Die werden ja nicht gefragt, sie werden da nur benutzt

    Und das ist mir eben dann zu pauschal. Ich muss mir auch mal erlauben können, hinter die Kulissen zu schauen. Bei mir war es auch anders . Bin ja auch EKA . Zählen diese Erfahrungen nicht? Die kann ich nicht wegdiskutieren.

    !! Ich bin nicht selbst an der Flasche hängen geblieben aber ich habe trotz jahrelanger Therapie so viele psychische Spätfolgen und Wunden!

    Ich habe keine Wunden mehr, da ich mein anschließendes Saufen nicht an einem kranken Fehlverhalten der Eltern festgemacht hatt. Ich hatte gesoffen, aus freien Stücken.

    Zudem ich auch keine jahrelange Therapie unter dem Deckmäntelchen. "Es muss alles haargenau aufgearbeitet werden" . gemacht habe. Never Ending Storys sind nicht mein Ding. Das auch aus Erfahrung heraus. Meine Therapie war keine Therapie.

    Kein Kind verdient es in einer suchtbelasteten Familie aufzuwachsen. Das sage ich nicht schnell aber 100 Prozent pauschal!

    Das ist richtig und nicht pauschal. Aber die Welt ist eben anders. Deswegen sind wir ja hier.

    Willkommen bei uns.

    ich habe mich hier im Forum und auch an anderen Stellen schon recht umfassend informiert. Letztendlich ist aber jeder individuell in der Persönlichkeit und seiner Geschichte und muss es selbst für sich hinbekommen.

    Zu Deiner frage der Veränderung: Ich denke dass es vorrangig ist, irgend etwas zu ändern damit man nicht wieder in alte Muster fällt - was konkret ist vielleicht gar nicht so relevant.

    Ist das so? Ich bezweifle das, gerade, wenn ich immer wieder rückfällig werde, dann ist doch der Schlüssel etwas anders zu machen.

    Dies immer wieder viel beschworen Individualität ist in meinen Augen nur der Versuch, sich nicht an die Sucht anpassen zu wollen.

    In den 6 abstinenten Jahren hatte ich meine Erkrankung aus den Augen verloren

    Wie kann ich etwas aus den Augen verlieren, wenn ich weiß, dass ich unheilbar krank bin? Verstehe ich nicht. Meinst Du hast Dich damit nicht mehr beschäftigt hast und bist in das alte Verhaltensmuster gefallen bist?

    Was denn nun?

    Was denkst du? Du willst ja nichts ändern. Dann ist ja alles gut. Oder?

    Ich ginge da ganz pragmatisch ran. Ich hatte mich hier angemeldet, weil ich mit meinem Latein am Ende war. Meine ganzen Anstrengungen nicht mehr geholfen hatten. Sonst kommt ja auch üblicherweise keiner hier her an. Einfach die ganze Post mit dem abgeglichen, was ich dachte und setzte das um, was ich als abwegig erachtet hatte.

    Der Grundbaustein eines Alkoholikers, dass er nur sich selbst helfen kann, ist unverrückbar. Ich kann begleitend sein, aber erst, wenn er sich dafür entschieden hat. Das ist nun mal Fakt.

    Ich kann hier niemanden raten, was er zu tun hat. Ich trage ja nicht die Verantwortung. Den Schuh muss sich der Hilfesuchende selber anziehen .

    Wenn Gefahr im Verzug ist, dann gehören Kinder geschützt, egal aus welcher Krankheit heraus sich diese Gefahr ergibt.

    Genau auf das wollte ich heraus.

    Auch erfolgt die Wesensveränderung ja nur schleichend, oder wie bei meinem Vater nur wenn harter Alk ins Spiel kommt. Dazwischen gibt es trügerische gute Phasen, Hoffnung keimt auf, alles ist doch nicht so schlimm. In diesen Phasen leben die Kinder auf, hängen an dem Elternteil, der Absturz ist dann nur tiefer.....

    Da kommt gerade viel hoch.....meine Kindheit, meine Kinder.....

    Ich kannte keine Wesensveränderung an dem saufenden Elternteil, da ich nichts anderes gekannt hatte. Im erwachsenen Alter, als der Elternteil trocken wurde, war er genauso, außer den üblichen alkoholbedingten Ausfallerscheinungen.

    Es ist ja nicht so, dass sich alle Alkoholiker zu Tyrannen verwandeln. Viele sind schon von Natur aus so geprägt.

    Da kommt gerade viel hoch.....meine Kindheit, meine Kinder.....

    Aber gut dass man da mal wieder ran geht. Auch wenn es schmerzt. Es hilft auch beim Heilen.

    Da sind wir unterschiedlich

    . Wenn mich in dieser Richtung aus der Vergangenheit noch etwas schmerzt, dann gehe ich da nicht mehr dran. Mache mich doch nicht zum Spielall der Vergangenheit. Es darf dann auch schon mal schmerzen, dafür ist der Mensch ausgelegt. Zeigt nur, mache es mal anders.

    Und genau da ist dann doch der Unterschied oder der Knackpunkt weshalb so oft zur Trennung geraten wird.

    Nein, wenn jemand in der Familie aufwächst, mit einer Behinderung, ein anderer eventuell mit Spastik oder ähnliches, rate ich auch nicht, wenn mehrere Kinder da, sind das "die Behinderten" wegmüssen. Mal sehr krass ausgedrückt.

    Trennung ist für mich immer ratsam, wenn ein CO hier aufschlägt und die minderjährigen Kinder aus Eigensinn nicht einbezieht.

    Da geht es meist auch nicht darum, sich von seinem Alkoholiker zu trennen, das ist in den meisten Fällen eh gedanklich schon passiert. Es geht darum, auf Kosten der Kinder, seine eigenen Felle wegschwimmen zu sehen. Deswegen der unaufhörliche Versuch, den Alkoholiker trocken zu legen.

    Aber das ist ein anderes Thema. Hier ist EKA

    Nun gibt es auch Haushalte, wo der Alkoholiker noch funktioniert. Kinder nicht belastet dadurch sind, weil sie es nicht anders von Geburt an aus kennen und in einem relativen "normalen" Haushalt aufwachsen. Ohne Gewalt oder Übergriffe. Nur mit gewissen Peinlichkeiten.

    Für mich geht es immer um Verantwortung.

    Der sie tragen kann. Kann das ein CO? Kann das ein Alkoholiker? Der Co denkt, er kann das, der Alkoholiker denkt, er ist keiner, also kann er es auch.

    Ich hatte keine Verantwortung als Kind für den saufenden Elternteil übernommen oder hatte das Gefühl es tun zu müssen. Ich komme auch aus einer Zeit und Erziehung heraus, wo es kein tagelanges betüdeln gab. Vergleich mit den heutigen, viel verbreiteten Helikopter Eltern. Mir ist heute vieles zu über psychologisiert.

    Schwierig ist es, wenn beide Elternteile saufen, dann ist es die verdammte Pflicht, die Kindern sofort herauszuholen.

    Hier schlagen eigentlich auch nur EKA auf, die ein leidvolles Leben hinter sich haben. Deswegen ist es auch berechtigt, seine Erfahrung direkt und ungeschönt herauszuhauen. Ich finde es gut. Ich sehe ja auch an der Reaktion vieler, wenn mal etwas direkt abverlangt wird, inwieweit er sich mit Händen oder Füßen wehrt oder es in Betracht zieht.

    Guten Morgen Hartmut, in diesem Fall finde ich es tatsächlich ungünstig, dass du genau dieses Zitat von mir gewählt hast.

    Stimmt. Hast Recht. Kann ich nachvollziehen, aber gerade aus diesem Satz sind mir die Fragen aufgekommen. Ginge mir nicht explizit um das 5-jährige behinderte Kind, was ich eh nicht beurteilen kann, da mir da die Qualifikation dazu fehlt. Ich kann auch nicht durch wenige Post raus erkennen ob und wie ein Kind in Gefahr ist. Deswegen habe ich es auch abgetrennt.

    Qualifikation habe ich "nur" als EKA und Alkoholiker. Davon und von mir aus kann ich nur erzählen.

    Für mich machte es kein Unterschied aus "kindlicher" Sichtweise, ob jemand Erwachsenes besoffen, rumrennend oder eine andere Wesens-veränderte Erkrankung hatte. Ich wollte nur, dass es aufhört. Für beide .

    Und bei den meisten Krankheiten die du aufgezählt hast, würde auch niemand auf die Idee kommen, ein Kind durch den erkrankten betreuen zu lassen.

    Siehst du, da vermischen sich die Erfahrungen. Ich habe niemanden betreut. Ich habe es nur erlebt.

    Der Krebskranke weiß, dass er krank ist, er will gesund werden, und tut daher alles was dafür nötig ist: sucht nach Hilfe, kämpft und nimmt jede Chance auf Heilung an.

    Da ging es mir nicht drum. Das predige ich schon seit 16 Jahren hier im Forum :mrgreen:

    Ich schrieb die Frage aus der Sicht der EKA. Aus der Sicht des Kindes.

    Wie empfindet es das Kind. Den Unterschied, ob jemand alkoholkrank oder eine andere Wesens-veränderte Erkrankung hat, sieht das Kind ja nicht. Die Forderung, Kinder vor dem alkoholkranke Elternteil zu retten, ist ja schnell in den Raum geworfen.

    Hallo zusammen,

    Ich mache mal diesen Thread auf, weil nicht nur bei den CO zur Trennung geraten wird, sondern auch als Druckmittel die Kinder dazu genommen werden. Rettet die Kinder aus einem alkoholfreien Haus, ist mir zu schnell und zu pauschal.

    Ich habe ja diese typische alkoholisierte Familienkrankheit von der Pike auf mit erlebt. Von einem alkoholkranken Elternteil über den dazugehörigen CO. Ich bin dann in diese Fußstapfen getreten. Die Familie bestand jedoch nicht nur aus mir. Zwei Geschwister haben es anders weggesteckt und haben heute einen normalen Umgang mit Alkohol.

    Anhängend mal zwei Aussagen aus einem anderen Thread.

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    Und wenn sich niemand für die Interessen einsetzt, dann wird der Sohn das komplette Elend also schutzlos ertragen müssen. Bis er stirbt oder bis die Mutter stirbt. Schlimmstenfalls elendig verreckt, währen ihr Sohn alleine und hilflos daneben steht.

    Wäre es für dich was anderes, wenn es sich um eine andere Krankheit handeln würde? Zum Beispiel jemand, der an Alzheimer oder an ähnliches bekommen hat, was auch durch Wesensveränderungen gekennzeichnet ist? Wenn Familienangehörige zu Hause ans Bett gefesselt sind? Die gefüttert werden müssen bis zum Tod? Wie sieht es bei Spastik aus? Alles Erkrankungen, wie auch beim Alkoholiker.

    Jetzt meine Frage. Wo ziehe ich als Elternteil die Grenzen für das Kind? Was ich damit sagen will, dass nicht mein EKA Erlebnis mit einem anderen gleichzusetzen ist.

    Ich lese auch ansonsten sehr aufmerksam mit hier und muss sagen es ist schon sehr divers hier, von Kopfschütteln bis zustimmendem Nicken ist alles dabe

    so soll es auch sein. Ich kann dir nur sagen, je tiefer du dich mit dieser Materie beschäftigst wird sich manches Kopfschütteln mit der Zeit zu einem Nicken entwickeln und umgekehrt.

    Spielen wir jetzt "Wissenschaft rockt" ? :mrgreen: Kleiner Scherz.

    Zu letzterem habe ich mich nicht geäußert.

    Macht es nicht besser. Beides ist ein rückwirkend gerichtetes Ergründen, wer oder warum. Ich gehe von mir aus, wenn ich schreibe, ich brauche niemanden, der Schuld an meinem Alkoholismus hatte. Würde mich, weil es da nie die richtige Antwort gibt, in einer "Endlosschleife" halten.

    Das grobe Ganze reicht mir da. Lässt mir mehr Spielraum für das Heute.

    Aber ich will nun nicht den Thread ganz zerschießen. Obwohl ich da das Gefühl habe, dass es da um etwas Ähnliches geht.

    Hartmut

    Da habe ich dich wohl mißverstanden, ich dachte du bist an Literatur interessiert.

    Hatte ich überlesen. Doch bin ich schon, aber dafür habe ich mich nicht in einem Selbsthilfeforum angemeldet, um mich über Literatur zu unterhalten.

    Das letzte Buch in dieser Richtung war von Rolf Degen.

    Lexikon der Psycho-Irrtümer.- Warum der Mensch sich nicht therapieren, erziehen und beeinflussen lässt.

    Zusätzlich dazu hatte ich hier eben eine Frage, von der ich dachte, dass die langjäigen Expert:innen hier im Forum sie mir beantworten können -

    Hatte sie dein EX nicht beantworten können?

    Ich habe zu viel getrunken, weil ich in einem alkohollastigen Umfeld aufgewachsen bin,

    Es gibt zwar Begleitumstände, die den Weg in den Alkoholismus begünstigen, aber nicht jeder wird aus so einer Familie oder diesem Umfeld heraus süchtig. Deswegen haue ich für mich solche Erklärungen in die Tonne. Mir war immer bewusst, dass ich durch das übermäßige Saufen süchtig werden kann.

    Gerade, weil ich in einem alkohllastigen Umfeld mich bewegte. Ich sah ja, was um mich herum passierte. Ich war zwar ein Säufer, aber doch nicht blind. Und das Hirn säuft sich ja auch nicht gleich am Anfang weg.

    Nö, ich habe aufgehört, irgendwelche Schuldigen zu finden. Ich überschätzte meinen Fähigkeiten, was der einzige Grund ist, Alkoholiker geworden zu sein.

    ch bin immer noch auf der Suche nach wissenschaftlichen Publikationen oder Fachliteratur zum Konzept der Co-Abhängigkeit.

    Das dachte ich mir. Kannte ich auch von mir am Anfang.

    Etwas suchen, was zu mir und meiner Denke passt, ist viel einfacher, als mich selbst zu hinterfragen. Tut ja auch manchmal weh. Aber nur bis ich hier aufschlug und mir bewusst wurde, dass Erfahrungsaustausch und die Selbsterkenntnis der Schritt aus der Sucht ist.

    Deswegen fanden eine Heerschar von Büchern den Platz im Reißwolf. Literatur ist zwar eine gute Ergänzung, aber hilft eben nur, wenn ich erkannt habe, dass ich, der Süchtige bin und andere Süchtigen durch ein aktives Begleiten manchmal nur Sterbehilfe leiste.

    Ich weiß, wovon ich spreche, nicht aus einem Buch, sondern aus dem Leben geschrieben .

    Auch aus der Sicht des Alkoholikers haben mich dieses ganze "Überbetütteln" in der Sucht festgehalten. Niemand außer ich selbst hätte mich retten können. Keine Mutter, kein Vater, kein Kind oder der Partner. Niemand.

    Aber bevor sich jetzt der CO sich Gedanken macht, warum bei ihm alles anders ist. Sollte er sich mal Gedanken machen, dass aktive Hilfe auch mal eben mehr schaden kann als es nutzt.

    Ein guter Einstieg in diese Thematik ist:


    Roland Voigtel: "Sucht". Psychosozialverlag

    Mein Buch hieß. Der Schein trügt. ;)

    Ich bewundere immer wieder User, die hier Hilfe suchen und schon die Weisheit mitbringen und den Weg aus ihre Dilemmas

    wissen. Da sind natürlich 18 Jahre Forenerfahrung mit dem Thema nichts dagegen. Oder? Mal eine nett gemeinte Provokation. Denn niemand will dem anderen etwas Böses hier.

    Der Weg aus der Sucht ist nicht das Emporsteigen in den Himmel, es ist ein Weg aus den eigen leidvoll erfahrenen Tiefgründe. Dann wünsche ich dir mal einen hilfreichen Austausch, der zu dir passt und die Weitsicht es für dich umzusetzen.

    Die Trennung vom Alkohol ist leicht, sie ist in ein paar Tagen Entgiftung in einer Klinik geschafft. Was dann kommt, ist der schwierige Part: Die Beziehung zum Alkohol muss durch Beziehungen zu echten lebendigen Menschen ersetzt werden. Selbsthilfegruppen sind wichtig, weil man dort lernen kann, Beziehungen zu Menschen zu führen.

    Wovon sprichst du gerade? Bist du selbst auch Alkoholiker gewesen oder woher kommen solche Erkenntnisse?

    Ich finde es furchtbar, wie hier mitunter so vehement von Ex/Alkoholiker:innen darauf bestanden wird, man möge sie als Angehörige doch bitteschön genauso behandeln als wären sie ein Suchtmittel, sie fallen lassen und sich nicht mehr gedanklich mit ihnen befassen.

    Ja das ist furchtbar für jemand, der tief in der CO Abhängigkeit steckt, aber für über 90 % der Fälle der CO, die hier ankommen, unvermeidbar den Menschen den er liebt erstmal fallen zu lassen.

    Innerlich klappt das nicht!

    Ansätze? Wenig bis keine mehr, ist alles durch was mir in den Sinn kam!

    Nicht nur als Alkoholiker, sondern auch bei Co Abhängigkeit gibt es einen Tiefpunkt, der den Weg in ein eigenes normales Leben ermöglicht. Wenn ich deinen ganzen Thread lese, bist du eventuell noch nicht dort. In der Alkoholiker Sprache heißt das, noch ein paar Runden drehen.

    Meist steht das eigene Ego dagegen zu erkennen, dass ich nur mich selbst retten kann. Der eigene Erhaltungstrieb es nicht fassen kann, dass sich da gerade jemand zu Tod säuft. Man kommt dann in ein Selbsthilfeforum rein, weil man mit seinem Latein am Ende ist und hofft, dass es da einen Ausweg gibt. Und bekommt das an den Kopf geworfen, was eigentlich man schon selbst erkannt hat, aber nicht hören möchte. Weil der Tiefpunkt noch nicht erreicht war

    Übrigens, ich sprach gerade von meinen eigenen Erfahrungen. ;)