Hallo zusammen,
bevor es weiter hochkocht,
sollten wir uns mal besinnen, warum wir hier sind. Es geht um
Erfahrungsaustausch, um keine Beratung oder Auffordern, wie das ein anderer
User nun umzusetzen hat.
Pamela, es hat aber auch einen
Grund, warum das passiert. Es werden eigene Erinnerungen wach, das eigene Leid
kommt hoch, es wird mit deiner Situation abgeglichen, projiziert und dann wird
es auch mal etwas ruppiger. Gerade wenn es von außen so aussieht, dass
„die Umsetzung“ etwas schleppend ist oder gar die Ernsthaftigkeit fehlt.
Ich kann dir die
Geschwindigkeit nicht vorgeben, wie du es zu machen hast. Ich trage nicht die
Konsequenzen. Die trägst du mit dem Umfeld selbst. Ich weiß, aber was passiert,
wenn es halbherzig umgesetzt wird. Es wird nicht besser, es verlängert das
eigene Leiden.
Ich kenne es aus dem
Alkoholiker Bereich, wenn der Entschluss aufzuhören gefasst wurde, aber nicht
schnell umgesetzt wird hat das Folgen. Wer dann als Alkoholiker weiter säuft, verreckt
schneller, setzt er es nur schleppend um und versucht sich im kontrollierten Saufen,
verreckt dann langsamer. Das Endergebnis ist dasselbe. Nur leidet er auch
länger, bis der Tod ihn holt.
Nun kenne ich es auch aus der
Sicht eines EKA. Ich hatte als Kind einiges mitbekommen, es jedoch anders einsortiert
als ein Erwachsener. Je älter ich wurde, umso besser grenzte ich mich auch ab.
Ich weiß nicht, wie es deine Tochter
sieht oder ob du darüber schon mal mit ihr gesprochen hast. Ich weiß jedoch, dass ich mit 24 schon so weit war und mich abgrenzen konnte.