Beiträge von Hartmut

    Hallo Crissi

    ich würde mir nur Gedanken darüber machen, wenn ich im Wachzustand schon des Öfteren dachte, wieder trinken zu können. Mal einen Schluck nehmen oder ähnliches.

    Ansonsten kommen solche Träume bei mir in die Kiste. „Gut, dass es sie gibt.“ Es erinnert mich immer wieder daran, lebenslang alkoholkrank zu sein.

    Was ich wissen möchte:Was sagt Ihr dazu,dass er nun täglich mehrere Flaschen alkoholfreies Bier trinkt?

    Wie hab ich das zu bewerten?

    Ich schreibe es mal so. Du hast das gar nicht zu bewerten. Es ist seins. Er säuft Bier fertig.

    Eine Frage habe ich aber noch. Was willst du eigentlich mit dieser Frage für dich bezwecken? Antworten bekommen, die Hoffnung machen? Wenn ja, Hoffnung für ihn oder für dich?


    Wie schonmal erwähnt war er letztes Jahr 5 Monate abstinent.

    War er das? Warst du rund um die Uhr dabei? Hat er da auch alkoholfreies Bier, was auch bis 0,5 Prozent Alkohol enthalten kann, getrunken? Selbst das Wissen darüber kannst du in die Tonne hauen. Ist auch nur ein Faden, an dem sich ein CO festhält.

    Hallo Zoe

    Weil ich dank euch eine andere Sicht auf die ganze Misere habe.

    Hast du wirklich? Nach 2 Tagen schon? So schnell? Ich zweifle mal das an.

    Wie krank ist das, wenn man wie auf Zehenspitzen durch´s Leben geht, um ja den anderen nicht zu provozieren, wenn man permanent versucht, die Stimmung zu erahnen, in der der andere sich befindet, um das eigene Handeln dann so anzupassen, dass Eskalationen vermieden bzw. abgemildert werden.


    Ich will das nicht mehr.

    Anscheinend willst du das doch. Sonst würdest dir nicht eine ganze Seite Gedanken machen, wie du ihm entgegenwirkst, wenn er mal wieder durchdreht.

    Wenn ich deine letzte Post lese, lese ich nur Rechtfertigungen bei ihm zu bleiben. Ich sehe da nichts Substantielles für dich, dass sich da irgendwas ändern könnte. Noch eine Chance geben? Die Letzte? Oder doch nur die Vorletzte, weil die nächsten Schläge, die auf dich einprasseln, nicht ganz so schlimm weh tun wie die Schläge zuvor?

    Zudem er ja nach deiner Post doch schon angedroht hat, dich raus zu prügeln.

    Es ist wurscht, was du einem Säufer im halb nüchternen Zustand sagst. Es ist wurscht, wenn du einem Säufer die Konsequenzen aufzeigt, welch Vorhaben du hast, sie jedoch nicht umsetzt. Es ist scheißegal, beim nächsten Rausch ist das reine Makulatur und das Hamsterrad dreht sich wieder von vorne.

    Ich sehe nur eine Chance. Raus aus der Schusszone.

    ich denke, ich habe auch etwas Probleme mit Depressionen, zumindest gibt es dafür Symptome. Wie ich gelesen habe, geht das ja auch oft mit Alkoholismus Hand in Hand und das eine führt zum anderen.

    Ist das so? Es geht Hand in Hand? Was war zuerst da, das Huhn oder das Ei?

    Ich schaue mir sowas immer getrennt, unabhängig voneinander an. Ich verknüpfe nichts mehr, was mit dem saufen zu tun hat. Natürlich hat da auch der Alkohol immer als Lösungsmittel herhalten müssen.

    Wenn es mir mal schlecht ging, schrie die Sucht aus mir. „Hau dir die Birne voll, das hilft“. Nur schrie sie das auch bei allen anderen Emotionen, Gelegenheiten und Situation geschrien.

    Gut finde ich, dass du es angehst.

    Ein Rückfall ist weit entfernt.

    Ist das so? Ich hoffe es für dich. Jedoch steckst du, nach meinen Erfahrungen, zumindest gedanklich schon tief drinnen. Pass auf dich auf.

    Der Deckmantel reflektieren oder mit kontrollierten Sauf- Gedanken spielen, lese ich immer wieder mal, aber es überzeugt mich nicht. Sind zu viel auf der Strecke geblieben.

    Ab dem Tag, an dem mir klar wurde, dass, es nur einen Weg geben kann. Ab dem Tag habe ich aufgehört, mit der Sucht zu spielen oder sie gedanklich herauszufordern. Ich habe aufgehört, dagegen anzukämpfen.

    Gerade nach so einer langen Zeit sich wieder dem Projekt kontrolliertes Trinken zu widmen ist mehr als ein Alarmzeichen.

    Selten so perfekt aneinander vorbei geredet!

    Der Zusatz kommt bei mir in die Rubrik. Verschone mich mit Fakten, ich habe eine Meinung. :mrgreen:

    Der Co muss seine eigene Machtlosigkeit verstehen. Da bin ich noch dacor. Aber aus seiner Co Rolle, aus seiner Erkrankung heraus.

    Was der Alkoholiker macht, wie er sich in diese Rolle verhält, was sein Problem ist, muss der Co nicht verstehen. Der Alkoholiker ist, in diesem Fall, nur sein Suchtstoff. Nicht mehr und nicht weniger. CO Erkrankung ist eigenständig. Der Co wird nicht alleine durch eine Trennung des Alkoholikers geheilt. Er ist nur auf dem Weg dahin. Es bleibt die Erkrankung.

    Wenn ich die pauschalierende Aussagen Glauben schenken kann. „Ich treffe immer die gleichen Typen, warum verliebe ich mich immer nur in Alkoholiker" ist das zumindest ein Anzeichen dafür, sich nur einen neuen Suchtstoff zuzuwenden.

    achelias , hast du dir mal über dein CO Verhalten Gedanken gemacht? Es ist schon recht auffällig .

    Genau das muss jeder Angehörige verstehen, ob er will oder nicht.

    Nein, muss er nicht. Das ist Unfug. So bleibt er immer in den der CO Rolle stecken.

    Der CO muss verstehen, dass er selbst derjenige ist, der erkrankt ist. Hat nichts mit dem Alkoholismus des Partners zu tun. Das ständige Verstehen wollen des Gegenübers in der Co Beziehung sind nur Schutzbehauptungen um nicht handeln zu müssen, wollen oder können. Egal welches Leid er sich selbst oder den Kindern antut. Denn das macht er mit dem Verstehen wollen. Er verschwendet wertvolle Zeit


    Schuster bleib bei deinen Leisten fällt mir dazu ein.

    Aber es interessiert mich.

    Dann mal in kurzen Worten.

    Kontrollverlust ist ein Hauptmerkmal der Alkoholkrankheit. Das unabhängig, welchen Zeitraum zwischen dem Saufen besteht. Einmal angefangen, dann kann der Alkoholiker bis zu einem bestimmten Punkt, nicht mehr aufhören. Der eine braucht einen gewissen Level, der andere säuft sich ins Koma, ein anderer braucht seinen Spiegel. Der Alkoholiker hat in dieser Situation/ Fase seine Selbstbestimmung verloren.

    Nun, wie sieht es bei CO Abhängige aus? Nach meinen Erfahrungen hier im Forum habe ich das Bild davon.

    Der CO will auch nicht kontrollieren, tut es aber doch. Er will nicht die Alkoholkrankheit bis im Detail verstehen, sondern ein Schlupfloch finden. Er kann seine eigene Machtlosigkeit gegenüber dem Alkoholiker nicht akzeptieren, obwohl er es weiß. Er hat in dieser Situation seine Selbstbestimmung verloren.

    l. Ich würde aber Lügen, wenn ich behaupten würde, ich habe nie den Gedanken an Alkohol.

    Es würde mich eher wundern, wenn es Alkoholiker gibt, die es nicht haben. In der Anfangszeit war es eher belastend für mich und musste mit den üblichen Notfalltechniken dagegenhalten. Heute nach über 15 Jahren bin ich froh, wenn sie ab und zu mal auftauchen. Das erinnert mich immer daran, das zu bleiben, was ich bin. Ein Alkoholiker.

    Aber wir wissen ja alle, wohin das führt.

    Wenn das alle wissen, warum gibt es dann Rückfälle ;) Ich weiß zwar wie du es meinst, aber ich bin da ein Egoist. Es geht da nur um mich. Was macht es mit mir, wo führt es mich hin!

    Oder sind das schon Saufgedanken?

    Alle Gedanken an Alkohol sind bei Alkoholiker Saufgedanken, heißt aber nicht, dass es Saufdruck ist. Saufdruck ist für mich ganz einfach. Ich habe den unwiderstehlichen Drang, jetzt saufen zu müssen. Mir Gedanken mache, woher bekomme ich den Stoff, wie setze ich es um.

    Nun hatte ich mal eine längere Diskussion, ob man diese Gedanken auch in einer Scala, ähnlich dem Schmerzprinzip in Stufen 1–10 unterteilen kann. Was natürlich Humbug ist. Der eine empfindet den Schmerz erst ab Stufe 5 für schlimm, ein anderer geht schon bei Stufe 3 durch die Decke.

    Was ich damit sagen möchte. Jeder Gedanke an Alkohol ist es wert hinzuschauen. Viel wichtiger ist es, ihn mitzuteilen. Dafür ist so eine Selbsthilfegruppe natürlich am besten geeignet.

    Hallo Stefan

    mal in meinen Worten. Nur, weil du aufgehört hast zu saufen, macht es die Welt um dich herum nicht trockener. Die nasse Welt bleibt und war sicherlich auch zu deiner aktiven Zeit nicht anders. Deine Sicht ist eine andere geworden.

    Dass du nun Gewissensbisse hast, ist normal, gerade, weil es im Grunde genommen um deinen Vater geht. Unabhängig davon, dass ich deinem Vater unterstelle, dass er genau weiß, wie jeder seiner Söhne tickt, würde ich mal mit ihm reden, warum und wieso du gegangen bist. Es geht um deine Stabilität, deine Trockenheit .

    Aber jetzt zu der Frage, was mich hier hertreibt. Hast du Saufgedanken?

    Ich verstehe nicht, warum du dich so echauffierst.

    Und dich versteh nicht, wieso du denkst, dass ich mich echauffiere. Wie kommst du darauf?

    Ein einfaches NEIN hätte genügt!

    Hätte das wirklich für dich ausgereicht? Nun ja, wenn du das für dich behauptest, ist das in Ordnung. . Nur sind hier auch noch ein paar mehr User.

    Aber eine simple Frage darf doch erlaubt sein..

    Klar darf es das. Tut mir leid. Ich hatte aber deine Frage ernst genommen, Zeit investiert, mir die Mühe gemacht, um sie nach meinen Erfahrungen zu beantworten. Sie nicht in den Bereich Smalltalk oder Stammtisch gestellt.

    Schon gar nicht, wenn es sich explizit um Suchtdruck handelt, was der Beginn eines Rückfalls sein kann.

    M.E. gibt es daher bei den ganzen Süchten durchaus Parallelen, die beim erfolgreichen Ausstieg eine hilfreiche Stütze sein können..

    In der beratenden, allgemeinen Funktion kann ich es nachvollziehen. Da kann ich aber auch ein Buch lesen. Wir stehen hier jedoch mehr für die Selbsthilfe, die aus eigenen Erfahrungen bestehen und weniger als Berater fungieren.

    In der Selbsthilfe, wenn es um mich und speziell um meinen Suchtdruck und daraus folgende Vorgehensweise geht, reicht es eben nicht aus, eine Zigarette in den Aschenbecher zu drücken. Gerade wenn ich selbst noch keine Saufdruck erfahren habe. Das ist mit Vergleichen gemeint. Es wird aus dem Kontext heraus etwas Ähnliches gesucht, als bei sich und der Sache zu bleiben.

    Vergleichen kann man je erstmal alles mit allem, auch wenn man dann auf den Trichter kommt, dass es Humbug ist.

    Natürlich kann ich alles vergleichen, aber was bezwecke ich mit dem Vergleich, wenn der Vergleich hinkt? Was bringt mir der Vergleich bei eigenen Saufdruck? Die Erkenntnis, dass es bei Raucher entweder anders, gleich oder abweichend ist? Hilft es mir dann? Was bringt es mir?

    Ich frage mich gerade, unabhängig, dass wir hier ein Alkoholiker Forum sind, was solche Vergleiche überhaupt bringen sollen. Rauchen hat nichts mit Alkoholismus zu tun. Es entfernt mich nur von meiner eigenen Sucht. Selbst Ähnlichkeiten kann ich in die Tonne hauen.

    Ich renne ja auch nicht zum Bäcker und frage ihn, wie die Wurst schmecken würde, wenn er sie, anstatt, der Metzger macht.

    Heißt nichts anderes als bei sich bleiben, sich und seine eigene Sucht ernst nehmen.

    Wenn ich sowas wie Saufdruck noch nie erlebt habe, dann muss ich es auch nicht verstehen. Muss nur wissen, was ist zu tun, wenn mich ein Saufdruck ereilt. Ist nichts anderes als ein Wunsch wieder saufen zu wollen und keine Wissenschaft, die noch in einer Skala von 1 bis 10 unterteilt wird.

    Da gilt es beim Aufkommen dagegen halten. Fertig.