Hallo Hanseat,
Ich war zu meinem Geburtstag etwas dumm, denn ich habe aus Gewohnheit zugesagt, eine Runde Wein für die Kollegen zu schmeißen.
Aus Gewohnheit oder vielmehr die Angst nicht mehr als Alkoholiker dazuzugehören? Hin gehen, sich zeigen, obwohl es gerade am Anfang gefährlich für die eigene Abstinenz bedeuten kann? Diese Fragen hätte ich mir zumindest gestellt.
Für mich war von vornherein klar, daß ich keinen Tropfen Wein anrühre, auch nicht zur Tarnung. Hätte man mich gefragt, so hätte ich einfach gesagt, ich mach mal Pause mit dem Alk, mal gucken, wie lange ich durchhalte. Dabei ist mein Ziel natürlich die dauerhafte Nüchternheit. Mit gefällt das Wort "Nüchternheit", es klingt nicht ganz so bedrohlich und freudlos wie "Abstinenz".
Mir wäre es zu anstrengend jedes Mal eine Ausrede zu suchen oder neue Wortschöpfungen zu kreieren, weil jemand mich wegen meiner Krankheit verurteilen könnte. Das heißt ja auch im Umkehrschluss das ich mich gar nicht als Alkoholiker sehen würde. Oder zumindest die Ernsthaftigkeit selbst infrage stelle.
Natürlich muss ich es nicht jedem sagen aber auf Nachfragen ist es kurz und bündig einfacher, bei der Wahrheit bleiben und gut ist. Und abgesehen davon, dass es gerade am Anfang nicht so pralle ist, auf solche Festivitäten zu gehen und nur eine Handbreit am Glas weg zun stehen..
Für mich war von vornherein klar, daß ich keinen Tropfen Wein anrühre,
Wie oft hast du es in deiner rückwirkende "Säufer Karriere" schon vorgenommen nichts zu trinken? Warum sollte es nun anderes sein? Was hat sich denn, außer das du erkannt hast Alkoholiker zu sein, verändert?
Kennst du den Weg, den wir hier vermitteln wollen, schon? Vielleicht hilft es dir ein Stück weiter.
Schaue dir mal diesen Link an.
Artikel
Viele Menschen, die alkoholabhängig sind, wünschen sich, nicht mehr trinken zu müssen. Dieser Wunsch schwankt emotional – mal ist er stärker, mal schwächer und hängt oft von den Umständen ab, unter denen der Betroffene seiner Sucht nachgeht.
Das Forenteam
17. Mai 2021 um 16:40