Beiträge von Hartmut

    Halo Veru,

    Bitte seid mir nicht böse, dass ich nicht immer jeden Ratschlag befolge, bzw. auch immer darüber nachdenken muss.

    Du musst gar nichts. Wir sind hier ja alle mehr oder weniger schon Jahre trocken. Du kannst auch wieder trinken, denn so wie es gerade aussieht, sage ich schon mal Prost. Nur mal da und da etwas rauspicken was angenehm ist und weiter machen wie zuvor.

    Dieses Rumgeeier kann aus meinen Erfahrungen mit der Zeit nicht gut gehen. Nach dem Verheimlichen das Du und zu viel säufst, kommt jetzt das verheimlichen, dass Du nichts trinkst und nur weil Du erkrankt bist? Wenn Deine Freundin allergisch gegen Nüsse ist und es Dir sagst, backst Du ihr dann einen Nusskuchen?

    Veru, wenn Du alkoholkrank bist gehört die Offenheit dazu. Gerade zu Hause, dein Schutz und Rückzugsraum. Und dieser sollte natürlich auch alkoholfrei sein. Du weichst nicht dem Gespräch, sondern Dir selbst aus. Was soll sie denn sagen, wenn Du des offenlegst? Dich herausschmeißen? Dich verachten oder was denkst Du was sie dann macht?

    Ich wünsche Dir etwas mehr Weitsicht für Dein Tun und ein frohes Weihnachtsfest.

    Am Samstag dann leider der Rückfall.

    Da stand kein Datum dabei. ;) OK, dann ist die Entgiftung vorbei. Deine Bewerbung habe ich erhalten und werde dich auch demnächst für den offenen Bereich freischalten. Ich verschieb auch deine Vorstellungsthread dahin, damit du dich mit anderen austauschen kannst.

    Wäre das so weit ok für dich?

    Hallo Veru

    willkommen hier im Forum

    einige Informationen hast du schon bekommen. Nun ist es nicht so prall sich still und heimlich aus der Sucht stehlen zu wollen. Da gehört zum eigenen Schutz, ein offenes Gespräch mit deinem Arzt dazu, mit dem du die körperliche Entgiftung besprichst. Alles andere ist verkehrt.

    Das wäre auch dein nächster Schritt. Samstag war dein letzter Tag, also ist es ratsam direkt mal beim Arzt durch Klingeln zu lassen.

    Medikamente zur Selbsteinname, zudem Eigendiagnosen ist das unvernünftigste, was man sich selbst antun kann. Oder waren diese Medikamente speziell für dich und für die Entgiftung verordnet?

    Trotz alledem ist auch richtig und gut, dass hier der Finger gehoben und gewarnt wird.

    Um das geht es hier.

    Hier schlagen immer wieder Alkoholiker auf, die am Anfang stehen und sich, verständlicherweise, den einfachsten Weg heraussuchen. Und es wird auch viel aus dem www heraus gelesen. Die Rückfallquote spricht jedoch eine eindeutige Sprache. Ein riskanter Weg und schon die Flasche am Hals. Dass es dann tödlich enden kann, wird von vielen gar nicht richtig erfasst.

    Ich wurde mit den "harten Worten oder den ruppigen Ton" wie Peter es beschrieben hat, trocken. Ich habe es jedoch ganz anders empfunden. Deswegen bin ich auch nicht so vermessen für andere zu sprechen, wie sie etwas empfinden könnten. Kann jeder für sich selbst heraussuchen.

    Da hat bei mir auch einen Grund. Dieses "weiche oder verständnisvolle" (nicht despektierlich gemeint) hat mich Jahre in der Sucht gehalten.

    Das Forum ist für jeden eine Goldgrube, was Erfahrungen betrifft. Ich muss es nur für mich nutzen können. Das mit allen Facetten, wie es auch real zu finden ist. Die einen lieben es den Alkoholiker zu beraten, geben Ratschläge und anderen sprechen aus den Erfahrungen. Das letzte ist mir persönlich lieber. Ob nun hart oder weich, am Ende steht der Alkoholiker alleine da.

    Natürlich gibt es auch sehr viele Wege, jedoch ist der Weg, zumindest bis zu Festigung oder einer gewissen Stabilität, der Weg der Risikominimierung am sichersten. Ist auch spannend "Neues"für sich zu entdecken. Nur weil ich heute nach 15 Jahren in Urlaub gehe oder mich auch da und da mit trinkenden Menschen (bis zu einem gewissen maß) umgeben kann, hätte es mir zu meinen Anfängen, das Genick gebrochen.

    Ich habe mich hier angemeldet und beschreibe meinen Weg aus der Alkoholsucht.

    Das ist doch gut so! Und ich würde es begrüßen es weiter so zu tun. Bleibe aktiv.


    Ich bin auch in einer WhatsApp Gruppe aus der Entzugsklinik, die sehen das ähnlich.

    Es werden sich immer welche finden die meinen Weg ähnlich sehen. Ich muss sie nur suchen. Ich lernte jedoch mehr aus der Kontroverse, nicht von dem Schulterklopfen.

    Schönen 4. Advent noch.

    Hallo Edgar,

    danke für die Erklärung.

    Mit ganz eigenartigen Gefühlen, durch das bewusst werden, dass ich dann nie mehr wieder Alkohol trinken darf.

    Ich darf immer noch Saufen, ich kann es jedoch nicht mehr. So hatte ich es gehalten.

    Ich bin ja noch sozusagen "Frischling" und, ja, ich bin stolz auf mich

    Nimmt dir keiner. Halte es fest, wenn es dir hilft trocken zu bleiben.

    Servus Welsh-Dragon


    ich habe gedacht „ die sind ja Päbstlicher als der Pabst „ ( also Ihr)

    Wer ist Ihr? Wenn alle fast dasselbe sagen, würde ich mich erstmal fragen, warum es so ist. Es hat ja seinen Grund.

    Aber ich kann es mir auch vorstellen so zu denken. Es fehlen die eigene (trockene) Erfahrungen. Ein halbes Jahr nicht saufen heißt nicht, schon alles erfassen zu können, was die Krankheit so mit sich bringt. Da sind die Eindrücke aus den nassen Jahren noch sehr präsent.

    Man hat ja ein anderes Leben zuvor geführt. Aber es hat ja auch ein Grund warum es nicht in den nassen Jahren nicht gelungen ist die Krankheit zu stoppen.

    Warum soll ich nicht auf Partys gehen oder auf Urlaub 🧳 verzichten ?

    Wer sagt das denn? Nur weil ich das Neue nicht kenne, muss ich das alte verteidigen? Es geht darum sich ein neues nüchternes Leben aufzubauen. Nicht zu verzichten, sondern zu erstezen was mich rückfällig werden lassen kann. Kurz um, Risikominimierung.

    Seid nicht ganz so ungnädig mit mir

    Nun wir sind ja nicht deinetwegen hier. ;) Jeder ist für sich hier. Was du machst, ist deine Sache.

    Der eine sucht Hilfe, ein anderer den Austausch um Fallstricke zu erkennen. Ein anderer schlägt hier schon mit einem selbstgestrickten Masterplan auf und möchte das Rad neu erfinden. Alle haben jedoch das Ziel. "Nicht mehr saufen zu müssen"

    Ich hatte mich für die Hilfe annehmen entschieden. Und zwar die Hilfe, die mir längerer trockene entgegengebracht haben. Die haben ja was richtig gemacht.

    Es ist halt meine Krankheit und ich habe ja schon genug getrunken für den Rest meines Lebens.

    Bist du dir ganz sicher? Ich nach fast 15 Jahren schließe es nicht aus. Würd ich es machen, wäre ich auf dem Weg zum Rückfall.

    Hallo

    ich stehe mittlerweile sehr gespalten zum Stolz und "Heldentum" was die Alkoholkrankheit betrifft. Zudem es für mich auch kein Fehler war krank zu werden. Fehler wäre es nur, wenn ich mich bewusst zum Alkoholiker gesoffen hätte. Oder beim Erkennen der Alkoholkrankheit, nichts dagegen zu machen.

    Ich habe mit den Jahren aufgehört die Krankheit zu instrumentalisieren oder in eine Schublade zu stecken. Loslösung vom Alkohol heißt für mich, Neutralität zum Alkohol/ Krankheit. Es sterben auch stolze Helden. ;) Meist im Kampf, was gerade bei Sucht kontraproduktiv ist.

    Edgar, Glückwunsch zu deinem ersten halben Jahr.

    Kontrolliertes Trinken wie ich inzwischen gelernt habe.

    Wie kann ich das verstehen? Versuchst du dich noch im kontrollierten Trinken oder hattest du es mal probiert, ob es klappt?

    Wie viel von diesem destruktivem Verhalten ist tatsächlich auf den Alkohol zurück zu führen?

    Das findet man nur raus, wenn er das Saufen sein lässt. Der Alkoholismus übernimmt den Tagesablauf und alles andere wird untergeordnet. Wesens und Persönlichkeitsveränderungen sind ein Bestandteil der Krankheit

    Hallo Stehaufweibchen,

    willkommen hier. Bitte nur in diesem Thread weiter schreiben sonst wird es unübersichtlich. Ich habe dein andere Post hier eingefügt. Einfach im unteren Feld auf Antworten drücken.

    Du schreibst das du mehrere Entgiftungen hast und nun seit einer Woche nichts mehr trinkst. Ist das so und warst du da auch dafür in der Entgiftung?

    war in deiner Schiegermutter auch Alkohol drin?

    Wir hatten uns nur besoffen verstanden. Es sind eben alle Situationen die jeder Alkoholiker für sich selbst herausfinden muss( sollte)

    Wenn ich in der Anfangszeit meine Saufkumpanen gesehen hatte, kam auch gleich der Gedanke an die schönen Zeiten was ich mit dem Saufen verbunden habe. Mit den Jahren der Nüchternheit jedoch nicht mehr. Am Anfang übertönt das kranke Suchtgedächnis den gesunden Menschenverstand.

    Ich habe gerade Plätzchen gebacken und jedes Mal, wenn ich das für Weihnachten mache, kommen mir immer wieder Rumkugeln in den Sinn. Wir hatten auch ein Ritual an Silvester morgens Irisch Coffee zu trinken. Das kommt auch noch in und wieder. Stört mich nicht da ich weiß, woher diese Trigger kommen.