Beiträge von Hartmut

    Servus Peter

    Hi! Bin hin- und hergerissen. Aber ok, bitte sende mir noch einmal den Link zur Bewerbungsseite

    Irgendwie scheint da ein Missverständnis zu sein.

    Du hast dich ja schon beworben, du warst schon auf der Seite , da braucht es den Link nicht mehr. Es geht nur darum, was du geschrieben hast. Wenn es dir hier nicht zusagt, ist das völlig in Ordnung. Dann bleib einfach dort, wo du bist, und alles ist gut.

    Wir sind hier eine selbstständige SHG und haben mit anderen nichts zu tun. Wir vermischen auch keine Gruppen miteinander.

    Das nur zur Klärung.

    Habe den Gedanken aber sofort abgeblockt und an der nächsten roten Ampel einen halben Liter Wasser getrunken,was ich jetzt immer dabei habe,danach war der Gedanke schnell wieder weg.

    Super reagiert.

    Kann mir jemand bitte nochmal den unterschied zwischen suchthirn und suchtstimme erklären?

    Das Suchthirn ist der körperlich umgebaute Teil im Kopf, der nach Alkohol verlangt. Die Suchtstimme ist der innere Dialog – dieses ‚Soll ich jetzt wieder saufen oder nicht?. Also wie beim Laptop. Die Hardware will Stoff, die Software liefert die Begründungen..;)

    Hallo Maestro DL,

    Ich habe dich freigeschaltet und in den passenden Bereich verschoben. Hier kannst du deinen Austausch fortsetzen – bitte einfach in diesem Thread weiterschreiben. In den ersten vier Wochen bitten wir dich jedoch, nicht im Bereich „Vorstellungsgespräch“ zu schreiben.

    Ich wünsche dir einen hilfreichen und konstruktiven Austausch.

    Drei Jahre sind nicht „mal eben so“. Dahinter steckt in der Regel eine gewisse Stabilität. Zumindest habe ich bei dir dieses Gefühl.

    Was deine Trockenheit betrifft, wirkt das auf mich stimmig. Du bist trocken geblieben. Alles andere ist zweitrangig. Solange du damit zufrieden bist, halte fest, was du erreicht hast.

    Gratulation

    Was war das denn für ein 3 Monats- Jubiläum??

    Da wollte das Suchtgedächtnis halt auch mal wieder mitfeiern. „Sei doch nicht so streng.“ Klar meldet es sich, in der nassen Zeit hat es bei jedem freudigen Anlass zuverlässig seinen Alkohol bekommen. Wie soll es denn sonst reagieren?;)

    Wenn jedoch die Tage überwiegen, an denen es dir gut geht, dann stimmt die Richtung. Nicht perfekt, aber richtig. Mund abwischen, aufstehen, Trocken -Krönchen richten, weitergehen.

    Und mal ehrlich. Stell dir vor, du hättest gar keine Suchtgedanken, keinen Druck, nichts. Was würde dein Kopf dann erzählen? „War doch gar nicht so schlimm.“ „Vielleicht war ich gar kein richtiger Alkoholiker.“ Genau diese Nummer laufen bei anderen ab

    .
    Und das Wichtigste. Glückwunsch zu drei Monaten ohne Alkohol.

    Ich wollte keine Abstimmung sondern die Erfahrungen.

    Habe ich das also falsch interpretiert?

    Ich hatte keine Therapie, aber auch keine Vorbelastungen, die mit Sucht und mit anderen psychischen Problemen zusammenhingen.

    Schau mal, hier ist ein Thread, vielleicht findest du dort etwas.

    Cadda
    15. August 2024 um 07:20

    uiiiiiiiiiii.

    Fair enough, ignorieren wir also den Inhalt. Interessant nur:

    Paradebeispiel für „intellektuell geschniegelt, inhaltlich leer“.;) Für rhetorische Nebelkerzen, Überhöhungen und Meta-Debatten ist das hier nicht der richtige Ort. Einfach sachlich bleiben dann können wir uns auch sinnvoll austauschen, und ich bitte dich, das in deinen Thread zu machen .

    Beim Lesen wirkt es für mich eher wie der Wunsch nach Bestätigung, dass es auch ohne Therapie schon passt und du alles im Griff hast. Gleichzeitig brodelt im Hintergrund genug, Trennung, Umbruch, Gefühlschaos. Du schreibst selbst, dass du „durch die Hölle gehst“. :whistling:

    In solchen Phasen ist viel Selbstberuhigung im Spiel. Das hat für mich etwas von der gleichen Beschönigung, die früher beim Saufen geholfen hat, Dinge auszuhalten. Genau deshalb wäre ich vorsichtig mit „Ich brauche nichts weiter“.

    Nicht aus Misstrauen, sondern weil mir dieses Einreden damals auch nicht geholfen hat.

    Für mich heißt trocken sein. Verantwortung zurückholen. Nichts mehr ersäufen, nichts mehr betäuben. Was hochkommt, gehört mir – und ich entscheide, was ich damit mache. Dafür brauche ich keine Absolution von außen.

    Und Therapie ist keine Forumsabstimmung. Wenn man an dem Punkt ist, gehört das in fachliche Hände . Findest du nicht ?

    Ich weiß auch, dass es andere Tage geben kann, an denen ich mehr gegen das Verlangen ankämpfen muss, aber mit jedem alkoholfreien Tag wächst das positive Gefühl und ich fühle mich zurzeit richtig gut und dieses gute starke stolze Abstinenzgefühl wünsche ich Euch auch allen von

    Mal ein Tipp für alle, die gerade am Anfang stehen.

    Natürlich gibt es schwere und leichtere Tage, aber morgens, wenn ich aufstehe, zählt nur dieser eine Tag, den ich trocken leben darf. Das empfehle ich jedem, der startet:, weniger Kopfkino, weniger „was alles passieren könnte“, sondern an den Grundbausteine festhalten.

    Ein Tag nach dem anderen, bis Routine zu Stabilität wird. ;)

    Dafür wünsche ich gutes Gelingen.

    Medizinisch bin ich Alkoholiker weil der Alkohol eine Bedeutung für gewisse Situationen ist/war, die Nichttrinker ja nicht zum Alkohol greifen lassen. Der Grad der Abhängigkeit und das Verlangen, das sehe ich tatsächlich als sehr schleierhaft. Ich habe nie des Trinken Willens getrunken, sondern nur in Situationen mit seelischer Angespanntheit und Traurigkeit.

    Das Medizinische interessiert mich dabei nur am Rand. Entscheidend ist für mich etwas anderes

    Sieht sich der Alkoholiker selbst als solchen oder nicht. Tut er das nicht, säuft er früher oder später wieder. Das ist keine willkürliche Prognose, sondern gelebte Erfahrung. Einen „Grad“ der Abhängigkeit halte ich für irrelevant.

    Das ist oft nichts anderes als eine nasse Diagnose aus Zeiten, in denen noch gesoffen wurde. Für ein trockenes Leben hat das keine Bedeutung. Im Gegenteil: Häufig dient es nur dazu, sich einzureden, es sei ja „nicht so schlimm gewesen“. Und genau das öffnet der Sucht wieder die Tür.

    Entweder jemand ist süchtig oder nicht. Das ist die Grundvoraussetzung. Und wenn nicht aus freiem Willen getrunken wird, dann ist es eben die Sucht, die treibt. Darüber sollte man sich klar sein.

    Alles andere – Depressionen, deren Folgen, Beziehungsgeschichten und andere schwierige Themen , gehört ausschließlich in qualifizierte Hände. Das ist ein anderes Feld. Das ist auch nicht mein Thema, weil ich anders ticke und handle.

    Ich unterbaue nicht alles psychologisch und suche keine Begründungsschleifen. Ich opfere mich weder in Beziehungen noch für andere auf, egal für wen. Der Gedanke daran zeigt mir, dass es dann eher um Anerkennung oder um etwas geht, das ich mir selbst nicht geben kann. Das ist nicht mein Weg.

    Ich verstehe, dass es vielen anders geht, und ich verurteile das nicht. Ich bewerte es nur für mich. Deshalb, klär das mit deinem Therapeuten. Der weiß, was zu tun ist.;)


    Hier geht es um herauszufinden, wie du nicht mehr zum Glas greifst. Und solange du Gründe fürs Saufen findest, bist du nicht stabil. Denn die Sucht liefert dir diese Gründe zuverlässig selbst.

    Servus Angler,

    Inwieweit Alkohol bei dir eine Reaktion auf die Beziehung war, kann ich nicht beurteilen. Für mich greift diese Erklärung aber zu kurz.

    Wenn jemand Alkoholiker ist, säuft er auch ohne Beziehungskonflikte. Dann treibt die Sucht. Sonst wäre die Frage berechtigt, ob wirklich eine Abhängigkeit vorliegt oder „nur“ situatives Trinken.

    Wichtig ist auch, was du konkret mit einem abstinenten Leben meinst. Ab wann war es abstinent, wie lange und unter welchen Umständen? War das wirklich nüchternes Leben oder nur eine Phase ohne Alkohol?

    Für mich klingt es so, als wärst du dir nicht mehr sicher, Alkoholiker zu sein. Gibt es da Zweifel?

    Übrigens, ich hatte mehrere Beziehungen, und immer wieder tauchte „die Frau des Lebens“ auf.;) Dass sich dein Leid jetzt an der Trennung festmacht, ist nachvollziehbar.. Aber das regelt sich selten durch Analyse, sondern durch Zeit, Abstand .

    Auch dann, wenn man es im Moment nicht sehen kann.

    Ich weis ich klinge immer ziemlich hart, ich habe aber genug in meiner Ehe gesehen, erfahren, gehofft, geschimpft, war sauer und angefressen, hab Schäden beseitigt und vieles mehr Ich sehe das mitlerweile sportlich und relativ, es gibt Dinge, die passieren wollen, du kannst sowieso nicht regulierend eingreifen, nur im Nachgang aufräumen.

    Ich komme mal direkt zu dir, damit andere Threads nicht verwässern. Ich lese dich ja schon eine Weile und was bei dir ankommt, ist nicht Härte, sondern Verbitterung. Enttäuschung. Eine enorme Wut.

    Dein Lebensmodell passt nicht mehr, deine Frau funktioniert nicht mehr so, wie du es dir wünschst, und die Sucht hat dir das ganze System zerschossen. Das tut weh, das verstehe ich.

    Im Moment wirkt es aber so, als würdest du durchs Forum laufen und allen Alkoholikerinnen und Alkoholikern denselben Stempel aufdrücken. Als wolltest du die ganze Welt vor ihnen warnen und sie bestrafen. Das zeigt vor allem eins: Du bist noch nicht ganz bei dir.

    Egal, wie du es für dich machst – das ist deine Sache. Aber Alkoholismus ist eine Krankheit, und dagegen bist du machtlos. Dein Auftreten hier, gegenüber Menschen, die selbst mit sich kämpfen – ob Co oder Alkoholiker – zeigt einiges. Wenn ich nur deinen Thread lese, bekomme ich den Eindruck, dass du deine Frau eher wie ein Objekt behandelst, wie etwas, das funktionieren muss.

    Wenn ich mich irre, entschuldige ich mich.;)

    Vielleicht findest du trotzdem etwas, das du für dich mitnehmen kannst. Das hat nichts mit Moderation zu tun. Ich reagiere nur allergisch , vielleicht auch übersensibel , wenn jemand seinen Partner aufgrund der eigenen Lebensphilosophie wie ein defektes Gerät behandelt. Sie hat nicht dein Leben zerstört.

    Ein Alkoholiker wird nicht von heute auf morgen zum Alkoholiker. Es gibt immer einen Vorlauf, immer Signale, immer Momente der Erkenntnis. Da hättest du längst handeln können.

    Klingt das hart für dich?

    Wo hört die Sorge um die Kinder auf und beginnt die co-Abhängigkeit…?

    Es ist völlig egal, ob man das nun „Co-Abhängigkeit“ nennt oder nicht. Wenn das Kindeswohl gefährdet ist, dann ist es gefährdet. Dann geht es darum, dass es das nicht mehr ist.

    Ob jemand formal als Co gilt, welche Begriffe man benutzt oder welche Verhaltensliste gerade passt, ist zweitrangig. Dieses Beschönigen, Abschwächen, Rechtfertigen, Wegsehen dient nur um von sich weg zu gehen anstatt bei sich zu schauen .

    Das muss letztlich jeder für sich selbst herausfinden. Am Ende ist es doch völlig egal, wie man es „etikettiert“. Wenn sich jemand hier anmeldet, dann zeigt er eben dieses Verhalten, sonst wäre er nicht hier. Entscheidend ist, ob das eigene Handeln zwanghaft ist oder nicht.

    Das eigene Rechtsempfinden stimmt nicht immer mit dem überein, was in den Paragrafen steht. Deshalb mein Hinweis wegen der Bilder vom Auto und Ähnlichem. Zwischen persönlichen Eindruck, Vermutung und gesicherter Feststellung liegen eben rechtlich Welten.

    Den letzten Alkohol habe ich vor einer Woche getrunken.

    Wir warten immer ab, bis die körperliche Entgiftung abgeschlossen ist, was meist nach 4–7 Tagen der Fall ist. Bevor es richtig mit dem Austausch losgeht.

    Wieviel Tage hast du nun ? Hast du das selbst gemacht oder über einen Arzt? Das plötzliche Absetzen von Alkohol nach jahrelangem Konsum kann zu massiven Problemen führen.

    Hallo MaestroDL, willkommen bei uns.


    Hier tauschen sich bekennende Alkoholiker aus, die eine lebenslange Abstinenz anstreben und ihre Abhängigkeit ernst nehmen. Deshalb ist es zum Einstieg wichtig zu verstehen, wie du dich selbst einordnest. Betrachtest du dich selbst als Alkoholiker?

    Du erwähnst, dass dich deine Freundin im Entzug unterstützt, was heißt das genau? Und wann hast du zuletzt Alkohol getrunken? Lebenslange Abstinenz ist das auch dein Wunsch, unabhängig davon, ob es gelingt, die Beziehung zu retten?

    Ich möchte meine Liebe des Lebens nicht zurückhaben, sondern Sie langsam wieder zurückgewinnen. Mich interessieren die Chancen und wie ich es am Besten in dieser Zeit angehen kann.

    Wir haben hier keine Glaskugel herumliegen, um irgendetwas vorherzusagen. Wegen jemand anderem mit dem Saufen aufzuhören ist möglich, aber wenn das der einzige Grund ist, fängst du ja wieder an, sobald die Person weg ist..

    Letztlich kommt es eben auf dich selbst an, nicht auf andere.

    Eigentlich sollte ich zufrieden mit der Entwicklung sein aber ich kann dem momentan so nichts abgewinnen

    Was du gerade erlebst, ist völlig normal. Nur, dass es sich eben nicht gerade prall anfühlt. Zumindest kenne ich das von mir. Mit dem Saufen aufzuhören, geht schnell aber der Kopf braucht länger, um die alten Verknüpfungen zu kappen. Das ist ein biologischer Umbauprozess.

    Alkohol hat früher viel überdeckt und runtergedrückt. Jetzt kommt das wieder hoch. Das fühlt sich nicht gut an, aber es heißt nicht, dass du falsch läufst. Das ist einfach die Umstellung. Es wird stabiler, wenn ich nicht gegen das Gefühl kämpfe, sondern es als Teil des Prozesses akzeptiere.

    Der Kopf sortiert nach und nach um und genau das sollte Ruhe reinbringen. Falls sich zwischendurch der Gedanke einschleicht, dass Saufen das alles wieder einfacher machen würde, gehört das leider auch dazu, denn da knüpft die Sucht schon mal gern an.

    Ich kann nur von mir sagen. In meiner Anfangsphase war es eher kontraproduktiv. Je mehr Hilfe ich im Außen gesucht habe, noch ein Buch, noch eine SHG, noch eine Beratung hier, noch eine Information dort , desto weiter habe ich mich innerlich von mir selbst entfernt.

    Am Ende läuft es immer auf zwei Wege hinaus. Entweder jemand bleibt trocken, oder er fängt wieder an zu saufen. Und die Erkenntnis, dass Saufen in der Vergangenheit nichts gebracht hat, die ist bei dir ja längst da. Oder? Also weiter machen .