Huhu,
kleines wöchentliches Mal-Was-Hierlassen.
Mir geht es gut. Die letzten Tage in Freiheit 
sind angebrochen, noch 19 Tage bis zur Hochzeit. Ich bin ganz schön aufgeregt. Aber ich weiß, das wird toll!
Ich habe, im Gegensatz zu meiner ersten Heirat damals, die Dinge so geplant, wie sie für mich passen. Und natürlich hat Dante auch mitgeplant, so isses ja nich...
. Damals habe ich mich planen lassen, meine Eltern, die Schwiegermutter, der Schwager und die Schwägerin haben da gemacht. Das war im Prinzip nicht so wirklich mein Fest. Damals dachte ich, es ist mir ja egal, aber ich weiß heute, das war es nicht. Das war nicht meine Feier, sondern die der anderen.
Es war ein ganz schöner Prozess der Abnabelung, den ich da machen musste. Machen wollte. Gemacht habe. Ich habe mich von meinem Exmann getrennt, da merkte ich, es ist auch noch in meinen anderen Beziehungen, vor allem in der zu meinen Eltern, viel zu ändern für mich. Für ein zufriedenes Leben für mich. Meine Eltern, vor allem meine Mutter, hatten ganz schön damit zu tun, mit mir. Und das, obwohl ich zu dem Zeitpunkt schon Ende 40 war... Späte Pubertät oder so
.
Ich habe all die Jahrzehnte gut funktioniert, auch für meine Eltern. Habe gelebt, wie sie es gut für mich dachten. Und die Ex-Schwiegermutter hat auch sehr kräftig mein Leben gelebt.
. Ich hatte immer Angst, Grenzen zu setzen, alle konnten machen, was sie wollten. Ich hatte Angst, sie vor den Kopf zu stoßen, und ich war ja auch so erzogen worden, dass ich Respekt haben müsste. Klar, Respekt ist auch in Ordnung, aber ich hatte nicht gelernt, bis dahin, dass ich auch Respekt und Achtung vor mir selbst haben darf!
Das war ein Weg, dahin zu kommen. Meine Schwiegerfamilie habe ich ja verabschiedet, damals, kurz bevor ich mich von Exmänne trennte. Da habe ich garkeinen Kontakt mehr. Ich kann und will das nicht mehr, mit denen was zu tun haben. Sie wären, glaube ich, auch noch heute in der Lage, meine Co-Knöpfe zu bedienen. Das ist mir zu gefährlich. Und außerdem haben sie mich so oft so maßlos verletzt, dass ich einfach keinen Bedarf mehr für sie habe.
Mit meinen Eltern, besonders mit meiner Mutter, habe ich schon zu tun gehabt. Mal salopp gesagt. Es gab viele Diskussionen und Verletzungen ihrerseits, weil sie sich selbst erstmal verletzt fühlte. Und sah, ihr kleines Mädchen "Aurora" wird ja auf einmal eine Frau. Na, das wurde Zeit, dass ihr das klar wurde! Meine Veränderungen waren natürlich nicht einfach für sie. Menschen mögen es garnicht, mit Veränderungen klar zu kommen, das Gewohnte aufgeben zu müssen. Aber ich habe Grenze um Grenze setzen können, habe Gespräche geführt, habe Klartext geredet. Und mein neues Leben vorgelebt.
Das war ein langer Prozess, es steht jetzt hier so, als wäre es so hopplahopp gegangen. Nein, das hat gedauert, und mir hat auch dabei meine Therapie viel geholfen. Wichtig war für mich, zu wissen, ich will aus den alten Mustern raus, um ein selbstbestimmtes zufriedenes Leben führen zu können.
Leben, lachen und lieben, das wollte ich. Und das mach ich jetzt!
Aurora