Hallo Nova,
jetzt hab ich echt Gänsehaut. Einfach danke...
Aurora
Hallo Nova,
jetzt hab ich echt Gänsehaut. Einfach danke...
Aurora
Hallo Zabou,
ich kann mich meinen Vorschreiberinnen auch nur anschließen.
Mein Exmann wurde im Laufe der Jahre immer mehr zu einer Person, die ich nicht mehr erkannte. Und irgendwann konnte ich ihn nicht mehr ertragen, so verändert war er.
Liebe Grüße
Hallo Hasenmutti,
willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.
Ein abhängigen Kind zu haben ist, glaube ich, eine der schwersten Dinge für eine Mutter. Ich kann mir deinen Schmerz nicht annähernd vorstellen.
Denn im Grunde genommen kann man sich von einem Abhängigen nur distanzieren, solange er keine Einsicht und den starken Wunsch hat, was zu ändern. Das ist schon schwer genug wenn es sich um den Partner handelt, mehr noch wenn es die Eltern betrifft. Aber beim eigenen Kind...
Wenn jemand von den Moderatoren online ist, bekommst du den Link für den Austausch.
Liebe Grüße
Hallo locke,
. Ich wollte mir gern Ratschläge holen hier im Forum und etwas Trost für schwere Abschnitte ,
Ratschläge, wie du mit deinem alkoholkranken Partner am besten umgehen kannst, wirst du hier nicht bekommen. Genauso wenig wie Trost in schlimmen Phasen. Denn dafür ist eine Selbsthilfegruppe nicht gedacht. Selbsthilfe bedeutet dass du erkennen kannst, wie es dir wieder besser gehen kann. Wie dein Leben glücklich sein kann. Es geht dabei um DICH.
Nicht darum Wege zu finden, wie du einen suchtkranken Menschen ruhig stellen kannst, damit es dir nicht schlecht geht. Denn das ist unmöglich. Und wenn du hier Trost bekommen möchtest, der dich noch länger in dieser suchtkranken Beziehung festhält, dann wirst du ihn hier nicht bekommen können.
Ich stehe aber nicht mit im Mietvertrag und jedesmal wenn er voll ist ,schmeißt er mich raus, beleidigt mich und sperrt mich aus.
. Umso länger wir zusammen sind um so mehr verliert er seine Hemmschwelle.
Was da passiert ist Gewalt. Schlicht und ergreifend. Es ist psychische Gewalt, die dir passiert. Das ist Fakt! Und das passiert im Zusammenleben mit einem suchtkranken Menschen immer wieder. Es hat was mit der Krankheit zu tun, Alkohol setzt die Hemmschwelle herab und dann passieren solche schlimmen Dinge.
Ich muss auch lernen nicht so viel zu kritisieren, wenn er im Rausch ist.
Das ist doch eine starke Einschränkung und ein Tanz auf dem Vulkan. Ein betrunkener Mensch wird aber, wenn er auch charakterlich so drauf ist, immer wieder was finden um dich klein zu machen. Selbst wenn du nur hustest, mal grob gesagt. Alles kann was auslösen.
Ich schreib das nicht um dich zu kränken oder zurechtzuweisen oder sonstwas. Ich schreib das aus eigener Erfahrung in über 20 Jahren Ehe mit einem Alkoholiker. Und aus 17 Jahren Erfahrung hier in der Selbsthilfegruppe, in der ich seit Mai 2007, seit der Trennung von meinem ersten Mann, bin und einer realen Gruppe, die ich einige Jahre besucht habe.
ich weiß klingt scheiße, aber ich bin noch nicht ganz bereit die Konsequenzen zu ziehen, vielleicht eines Tages, ich mach mir selbst genug Vorwürfe.
Es klingt nicht scheiße sondern eher danach, was ich als Coabhängige selbst erlebt habe. Und ganz viele von uns Cos hier auch. Es ist die Hoffnung, dass durch unsere Liebe, Fürsorge und Verständnis alles gut wird. Der Abhängige dadurch trocken wird und alles wird gut. Aber leider ist das eine Wunschvorstellung. Denn unsere Liebe, Fürsorge und Verständnis bewirkt eher, dass der Alkoholiker in Frieden weitersaufen kann.
Zwischendurch wird gedroht und Schuld zugeschoben, wenn es nicht so funktioniert mit uns Cos. Und ja, wir funktionieren dann wie gewohnt.
Ein Strudel den nur der Abhängige anhalten kann durch den dringenden inneren Beschluss, die Sucht zu stoppen. Oder den Beschluss von uns Cos, endlich unser Leben wieder selbstbestimmt in die Hand zu nehmen, zu erkennen, dass wir rein garnix bewirken können außer unser eigenes Glück.
Lieber Gruß Aurora
Hallo koda,
was du schreibst berührt mich sehr. Ich bin immer wieder erstaunt, dass mein Weg anderen Menschen Mut machen kann.
Aurora
Liebe Siri,
ich freu mich, dass dir mein Bild von damals gefällt. Und für dich Sinn macht es zu probieren. Drumherum laufen dauert manchmal länger aber reinfallen tut weh.
Liebe Grüße Aurora
Alles anzeigenHey hallo,
ich danke euch für die vielen guten Worte
liebe Stern, Speedy und Cadda.
Speedy53 , lang ist's her. Und du warst eine der ersten, die mich begrüßt hat. Damals warst, du, glaub ich, noch Moderatorin.
Ja, ich bin noch immer hier und ich bin gerne hier. Mir hat das Forum so viel gebracht, dass ich noch immer viel zurückgeben möchte. Vor allem für die Angehörigen. Oft dreht sich alles um den Alkoholiker und als Angehörige(r) fühlt man sich alleine, ungesehen und ungehört. Mir ging es jedenfalls so und ich war glücklich, hier endlich Gleichgesinnte gefunden zu haben. Das hat mir sehr geholfen.
Ja, wir haben eine Menge zusammen erlebt, hier im Forum. Und einmal ja sogar live bei Doro. Das war ja was
. Da war meine "Erbse" gerade geboren, jetzt wird sie nächsten Monat schon 13...
Cadda , deshalb versuche ich ja ab und an mein Fädchen mal hoch zu holen. Um zu zeigen, dass es auch ein gutes Leben nach dem Leben mit einem Abhängigen gibt. Bei uns hat es nun ja nicht hingehauen, wir sind nicht mehr zusammen gekommen und mein Exmann ist inzwischen ja auch tot, hat sich regelrecht totgesoffen... Ich hab halt nie bei ihm gemerkt, dass er es mit dem Trockensein ernst meinte. Damals, nach der Trennung, als er dann nicht mehr trank. Außerdem war er eben auch nüchtern ein Armleuchter... und irgendwann hat er dann gemeint, wieder mal zu probieren...
Ich hab mich weiter entwickelt, aus dem Co-Verhalten raus. So gut es machbar war und ist, meine Persönlichkeit ist aber eher die eines Menschen mit viel Empathie, Hilfsbereitschaft, Harmoniebedürfnis und endloser Geduld. So in etwa. Viele der Co-Eigenschaften sind grundsätzlich sehr schöne Eigenschaften, finde ich. Aber nur so lange sie im Normalbereich sind und nicht in Verhaltensstörungen ausarten.
Ich mach jetzt mal weiter Urlaub.
Aurora
Hallo,
koda hat diesem Beitrag ein Herz geschenkt und ich habe mal gelesen, was seit meinem Beitrag auf Seite 64 so passiert ist.
Ruhe ist im Hause Aurora ja eher ein Fremdwort, das Leben meint es in der Hinsicht eher stürmisch mit mir.
Aber Dante konnte nun endlich seine Reha antreten, er hatte im August letzten Jahres ein Burnout. Beruflich und familiär war einfach zu viel gewesen all die Jahre.
Er hat ja mich in meinen depressiven Episoden und Angst- und Panikattacken immer mitgetragen. Hat ja dieses ganze Exschwiegersohn Theater auch mitgemacht. Hat mich gehalten, getröstet, unterstützt. Mut gemacht. Er war nach außen immer der starke Bär... Das hat natürlich bei ihm Spuren hinterlassen.
Nun bin ich seit knapp 2 Wochen Strohwitwe mit Enkelinanhang
.
Ich komme dadurch auch etwas zur Ruhe in mir selbst und es kommen viele Gefühle hoch. Die Enkelin ist viel unterwegs und bei ihrem Freund oder ihrer Freundin und ich habe plötzlich Zeit. Das kannte ich jetzt garnicht mehr.
Nun kommen Trauer und Erschöpfung wieder hoch. Und auch Ängste. Immer so schubweise. Na gut, dann lass ich die mal raus, heule rum und dann geht das wieder.
Das Zusammenleben mit der Enkelin klappt gut. Trotzdem denke ich manchmal, ich bin doch Oma, ich hab 2 Kinder durch alles begleitet bis sie erwachsen waren. Und nun setze ich mich nochmal mit Pubertätsproblemen auseinander. Habe Verantwortung für Dinge, die Elternsache sind.
Nicht falsch verstehen, ich liebe meine Enkelin über alles, sie ist ziemlich unproblematisch und ich würde es jederzeit wieder so machen. Aber die Zeiten sind nochmal anders als mit meinen Kindern damals. Die Eltern der anderen Knder sind teilweise helikoptermäßig unterwegs. Dadurch ergeben sich auch für die Enkelin nochmal andere Probleme.
Auch die Lehrer, diese Schulzeit jetzt, ist nochmal anders als damals. Es ist ja normal. Mein Sohn wird jetzt am 28ten 39 Jahre alt, meine Tochter wäre Mitte Juni 42. Da liegen Welten dazwischen. Die Teenies sind ganz anders drauf. Als ich damals in den 70gern, mit Schlaghose, "Bravo" und " Dr. Sommer".
Als meine Kinder in den 90gern, da ging es los mit Computern und so.
Heute regiert " TikTok" die Teeniewelt..., Smart- oder I-Phone. Völlig andere Ansichten und Erwartungen an das Leben, völlig andere Herausforderungen.
Und icke olle Frau jetzt da mittenmang. Da muss man sich erstmal zurechtfinden. Und dann kommt halt diese Trauer, wie sehr mir meine Tochter fehlt.
Aber jut, ich wäre nicht ich wenn ich da nun nicht auch noch mit fertig werden würde.
Aurora
Hallo Januschka,
wow, da geht es ja richtig ab bei dir! Echt klasse ![]()
Liebe Grüße Aurora
Hallo Januschka,
wenn du heute noch rausgeht, nimm einfach in Gedanken Leute aus dem Forum mit.
Ich habe sowas damals auch in Situationen gemacht, vor denen ich Bammel hatte. Das war irgendwie echt super.
Ich drück dich
Aurora
Hallo Momo,
ich zähle mich zu den Langzeiterfahrenen in punkto Co.
Ich habe mich im Juni 2007 nach 26 Jahren von meinem ersten Mann getrennt, seit Anfang Mai 2007 bin ich hier im Forum.
Ich habe es selbst erlebt wie es ist und durch diese lange Zeit, die ich schon hier bin, auch viele Lebensgeschichten gelesen und Cos begleitet. Aus meiner eigenen Erfahrung heraus. 12 Jahre lang war ich auch Moderatorin das heißt, ich habe auch wirklich jede Zeile im Co-Bereich gelesen.
Und ich war einige Jahre bei den Guttemplern und habe dort die Vorgruppe für die Cos geleitet und moderiert.
Ich habe eine Therapie gemacht, reflektiere mich, habe meine Persönlichkeit erkannt und weiß, wie schnell ich wieder in Co-Verhalten reinkommen kann. Wenn ich nicht aufpassen.
Dadurch dass ich mich schon so viele Jahre mit mir selbst und hier im Forum mit dem Thema Coabhängigkeit auseinandersetze habe ich erkannt, wie ähnlich alles immer wieder abläuft, welche Argumente ( die ich auch von mir noch kenne) immer wieder vorgebracht werden, warum zum Beispiel eine Trennung nicht möglich ist usw.
Ich denke schon, dass ich mich als erfahren sehen kann. Auch wenn ich selbst noch immer achtsam unterwegs bin weil die alten Muster immer mal wieder hervorkommen.
Mein Fädchen im offenen Bereich heißt " Liebe und Hass"
Aurora
Hallo NiLiHaMi,
Ich schließe mich meinen VorschreiberInnen voll an!
Ich hoffe diese Selbstverantwortung ist okay. Oder sollte ich wieder anrufen in der Klinik?
Ja, die Verantwortung für ihr Leben liegt bei ihr, sie ist erwachsen. Und Nein, tu es nicht.
So, wie du jetzt unterwegs bist machst du das beste für deine Kinder und dich.
Liebe Grüße Aurora
Liebe Januschka,
ich finde das, was Whitewolf schreibt, super. Ich wollte es dir ähnlich schreiben. Mach einfach langsam, meine Therapeutin hat damals gesagt, "lieber kleine Schritte machen als einen riesen Sprung, ein großer Sprung kann einen auch umwerfen". Mir hilft dieser Gedanke bei ganz vielen Dingen auch heute noch.
Liebe Grüße Aurora
Hallo monnek,
Ich versuche mich abzulenken. Mal klappt es gut und mal klappt es gar nicht.
Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Eine Trennung tut immer weh. Zum Glück könnt ihr viele Dinge klären, das ist bestimmt eine Erleichterung.
Liebe Grüße Aurora
Hallo Januschka,
Scham, Angst und das große Bedauern nicht schon eher einen Schlussstrich gezogen zu haben kenne ich auch.
Ich war 26 Jahre lang in einer Ehe, in der mein Exmann immer mehr in die Sucht rutschte, habe seine Übergriffe und die seiner Urfamilie ertragen, hingenommen.
Ich habe, nachdem ich mich endlich trennen konnte, Rotz und Wasser geheult. Warum ich das so unglaublich lange mitgemacht und mit mir habe machen lassen. Ich konnte dann irgendwann akzeptieren, dass es so war wie es gewesen war und daran gab es nichts mehr zu ändern. Aber ich konnte ja dann mein Heute bestimmen und die Weichen für ein gutes Morgen stellen.
Erkennen, dass ich sowas nie wieder mit mir machen lassen wollte, dass ich immer handlungsfähig für mich sein darf. Und das Recht auf ein ruhiges Leben habe.
Und das trifft ja auf dich auch zu.
Bitte schäme dich nicht dafür, wie du gehandelt hast. Du hast es ja immer so gemacht, wie es sich in dem Moment richtig angefühlt hat. Du hast es jetzt geschafft da auszusteigen und DAS ist es, was zählt. Du stellst jetzt die Weichen neu. Das ist sooo toll. Niemand verurteilt dich hier.
Tun muss man tun, das ist ein geflügelten Wort hier in unserem Forum. Und es trifft es haargenau. Und du tust
.
Sei auch ein wenig stolz darauf dass du es endlich geschafft hast.
Liebe Grüße Aurora
Hallo,
ich finde einfach den Begriff " Trocken" irgendwie unpassend für die Coabhängigkeit. Ich glaube, das ist es, was mich irgendwie an der ganzen Thematik stört.
" Nass" und " trocken" sind für mich Bezeichnungen, die ich mit Alkoholabhängigkeit in Verbindung bringe und die für mich dort einen Sinn ergeben. Genauso wie " clean" für mich was mit anderen Drogen als Alkohol zu tun hat.
Es ist klar, was in unserem Thema hier mit den Bezeichnungen gemeint ist. Aber ich kann sie nicht für mich anwenden weil ich was ganz anderes damit verbinde.
Es gibt im Verhalten von Cos und Alkoholikern viele Parallelen. Aber meiner Meinung nach ist es nicht 1 zu 1 gleich. Muss es das denn auch sein? Ich bin mir bewusst, dass ich mich viele, viele Jahre zwanghaft verhalten habe. Aus Gründen, die in meiner Persönlichkeit und Prägung liegen.
Und ich bin mir bewusst, dass ich inzwischen genug Selbstreflexion habe um in Zukunft ganz gut geschützt zu sein.
Aurora
I
Hallo MrKuchen,
Es ist natürlich nicht einfach wenn ALLE trinken egal ob Familie oder Freunde jeder schaut mich doof an wenn ich ablehne bzw. fühle mich als Ausenseiter.
Um erfolgreich trocken zu werden und zu bleiben gehören viele Veränderungen dazu.
Unter anderem ist es wichtig, zumindest den engen Kreis wie Familie, enge Freunde einzuweihen. Dass du auf dem Weg zu einer zufriedenen Abstinenz bist, dass du Alkoholiker bist, dass das eine Suchterkrankung ist die nur gestoppt werden kann, wenn du keinen Tropfen mehr anrührst. Auch nicht in Kuchen, Desserts, Soßen, Pralinen, sonstwo.
Klar bist du ein Außenseiter, wenn du dich in Kreisen bewegst deren Hauptzweck darin liegt, sich gemeinsam zu besaufen. Und ganz ehrlich, das ist doch eher eine Quälerei anderen dabei zuzusehen, wie sie immer betrunkener werden. Was bringt dir das? Das ist ein Spiel mit dem Feuer. Also ist es wichtig, daß Umfeld zu ändern.
Das alles nennt sich Selbstfürsorge und ist ein ganz wichtiges Standbein für ein zufrieden trockenes Leben.
Lieber Gruß Aurora
Ob Coabhängigkeit eine Sucht ist wie Alkoholismus oder nicht, darüber wird hier schon immer mal wieder diskutiert seit ich im Forum Mitglied bin. Und das bin ich schon inzwischen seit dem 2. Mai 2007... Hab ich gerade festgestellt.
Ich weiß nicht ob das unbedingt wichtig ist zu wissen oder zu vergleichen.
Was ich von mir selbst sagen kann und auch aus meiner langjährigen Erfahrung hier im Co-Bereich sehen kann ist, dass es da auf alle Fälle ganz viele immer wieder ähnliche Abläufe gibt. Und die Gründe warum jemand coabhängig werden kann auch sehr ähnlich, oft gleich, sind.
Was Coabhängigkeit von Alkohol- bzw überhaupt Drogenabhängigkeit unterscheidet ist, dass ich Menschen nicht weglassen kann. So wie ein Alkoholiker den Stoff.
Denn eine Coabhängigkeit muss nicht zwingend mit einem Abhängigen zu tun haben. Ich habe zum Beispiel lange in einer Art Coabhängigkeit zu meinem Exschwiegersohn gehangen. Der kein Alkoholiker ist.
Darum ist es wichtig sich der Mechanismen bewusst zu sein. Die bei mir aus meiner Persönlichkeitsstruktur kommen. Aus meiner Prägung nach dem alten Frauenbild, meinen Vorbildern in meiner Urfamilie. Meiner ängstlichen und zurückhaltenden Art, wenig Selbstbewusstsein, ich bin empathisch und hilfsbereit. So mal mein Kurzprofil.
Ich werde meine Persönlichkeit nicht loswerden, will ich auch garnicht. Vieles daran ist ja gut. Ich muss mir nur immer wieder bewusst sein, dass ich dadurch jederzeit übergleiten kann in ein gewisses Extrem. Dass ich immernoch schnell bereit bin, mich eher nicht so wichtig zu nehmen wie es manchmal nötig wäre.
Ich lerne eine gewisse Balance und das ist schwer. Eine Balance zu haben ein Zipfel Co zu sein, sein zu dürfen. Denn ich liebe es meine Herzensmenschen zu verwöhnen. DAS sehe ich als Teil meines Menschseins an. Denn Menschen kümmern sich um ihre Lieben. Ein Stück weit ist es normal finde ich. Es ist auch überlebenswichtig, für Babys oder hilfebedürftige Menschen. Es gehört zum sozialen Zusammenleben dazu.
Es darf nur nicht extrem werden, so, dass ich mich aufgebe für einen anderen, mich quasi in Luft auflöse und mich dabei kaputt mache.
Ich sehe mich NICHT als " trockene Coabhängige ". Diese Bezeichnung find ich sehr unangebracht. Denn wäre ich das dann wäre meine Gefühlswelt sehr, sehr eingeschränkt. Und ich nicht mehr ich.
Ich bin nicht " trocken", ich bin mir meiner selbst bewusst und lebe in dem Bewusstsein, dass ich auf meine Grenzen achten muss. Abstand halte zu Menschen, die mir Energie absaugen, die meine Co-Persönlichkeit brauchen und die ich anziehe um wieder in alten Mustern zu landen . Also so richtig wie damals.
So, mehr fällt mir nicht ein
Aurora
Hallo monnek,
es ist tatsächlich so. Die Sucht hat das Oberkommando. Der Zwang dem nachzugehen ist, wie ich es aus Beschreibungen der Alkoholiker hier kenne, unheimlich groß und zwingend. Ein Nichtabhängiger, wie ich eine bin und du ja auch, kann das nicht nachvollziehen. Ich kann aber gut nachvollziehen, wie schwer und traurig sich das für dich anfühlt.
Es hat nichts mit dir oder euren Kindern zu tun. Das ist ganz wichtig, dass du dir das klarmachst. Deine Frau ist gewissermaßen fremdgesteuert.
Ich drück dich mal
Liebe Grüße Aurora
Hallo malina,
du bist hier in unserer Selbsthilfegruppe in bester Gesellschaft. Da ist nix Dummes oder " mein Problem ist ja klein gegen eures". Das sind Denkweisen, die ich selbst hatte als ich hier ankam und die ich seither hier bei uns Cos immer wieder lese.
Mein Umfeld bekommt nicht mit wie es mir geht da ich seit klein auf gelernt habe Gefühle und Probleme in mich rein zu fressen. Mein Vater war Alkoholiker und ist daran gestorben und mein Stiefvater hat uns misshandelt, körperlich und psychisch.
Morgenrot hat ja schon geschrieben, dass Alkoholismus eine Familienkrankheit ist. Deine Situation ist ein gutes Beisoiel dafür welche Auswirkungen es hat, in einer Familie mit Abhängigen aufzuwachsen. Du hast von klein auf bestimmte Verhaltensmuster gelernt und perfektioniert und lebst sie nun in deiner Beziehung weiter.
Und deine Kinder erleben das, was du als Kind erlebt hast...
So geht das immer weiter wenn niemand ausbricht aus diesem System.
Und darum finde ich das sehr gut und mutig von dir, dass du dich hier angemeldet hast um dir Hilfe zu holen. Hilfe dafür wie du es schaffen kannst da rauszukommen. Du erkennst, dass du was tun musst um ein gutes Leben haben zu können. Und du handelst.
Liebe Grüße Aurora
Hallo monnek und herzlich willkommen,
da hast du erstmal wirklich eine Menge zu verdauen. Warum es bei deiner Frau jetzt alles so schnell geht weiß sie nur selbst.
Aber ich erinnere mich noch gut daran, wie es bei meinem ersten Mann war. Da war für mich gefühlt auch ein Konsum, den ich schon zu viel fand. Das ging lange so und ich wurde immer unzufriedenen und unglücklicher. Aber ab einer bestimmten Zeit wurde es merklich schlimmer mit der Trinkerei und er war immer öfter völlig weggetreten. Und auch stark in seiner Persönlichkeit verändert.
Was ich wichtig finde ist diese Aussage:
Aufhören will sie eigentlich nicht
Wenn das so ist dann ist es wirklich besser, die Trennung durchzuziehen. Auch wenn es wehtut wie verrückt. Denn das Zusammenleben mit einer abhängig trinkenden Person tut unglaublich mehr weh. Und vor allem, da hängen ja auch eure Kinder mit drin.
Es ist super, dass du dir Hilfe im Austausch suchst. Das ist ein guter Schritt.
Und jetzt geh ich mal schlafen und wünsche dir, trotz allem, auch eine gute Nacht.
Liebe Grüße Aurora