Beiträge von Aurora

    Hallo,

    was für eine tolle Überraschung Elfriede :D , dass du hier warst. Ich freue mich riesig!

    Ja, es geht zum Glück bergauf. Ich hatte ja sehr schlimme Angst- und Panikattacken im letzten Jahr, seit dem Sommer. Lebensqualität gegen Null :( . Ich nehme nun seit Dezember wieder ein Antidepressivum und es geht mir viel besser. Einige Lebenssituationen haben sich nun auch entschärft. Auch das tut gut.

    Die Enkel dürfen wir nun wieder sehen. Immerhin. Aber dieses gute Verhältnis, was ich all die Jahre zu und mit meinem ExSchwieso hatte ist dahin. Ich kenne ihn nun schon seit er ca 14 Jahre alt war, das sind 25 Jahre. Er war ja ein Klassenkamerad meiner Tochter, seit sie 16 war waren sie auch als Pärchen zusammen. Dann verheiratet, Kind 1 und Kind 2, was ja totgeboren wurde und bei dessen Geburt auch meine Tochter verstarb. Das ist im März unglaubliche 9 Jahre her :cry: , fühlt sich aber immernoch an als wäre es gerade passiert... :cry: .

    Auch nach ihrem Tod war das Verhältnis sehr innig. Bis die neue Partnerin auftauchte... Sie hat was gegen mich, ich denke, sie kann nicht damit umgehen, dass die Mutter ihrer verstorbenen Vorgängerin noch immer präsent ist. Das ist sehr, sehr wahrscheinlich.

    Okay, ist halt so. Aber da musste ich nun noch mal los lassen, diesen ExSchwieso, der wie ein Sohn für mich war.

    Mir geht es inzwischen immer besser, ich komme immer besser damit klar und habe wieder Lebenslust. Nun muss nur noch Corona einen Abgang machen, da lasse ich gerne los :mrgreen: ...

    Ich drück dir die Daumen, dass du endlich den perfekten Arbeitgeber findest und ich nehme deinen Drücker sehr gerne an und drück dich zurück.

    Aurora

    Hey Nala,

    Zitat

    Letzte Woche war etwas anstrengend mit 3 Vorstellungsgesprächen, aber ich hab gestern die Zusage für einen der Jobs bekommen!

    :D Suuupi !

    Es geht ganz vielen Leuten so, dass sie zuerst mal alles innerlich für sich sortieren müssen und erst dann was bei raus kommt. Lass dir Zeit! Trockenwerden ist ein Prozess und der dauert und ist auch anstrengend.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Liebe Wolkenschaf,

    das ist wirklich eine schwierige Situation und es ist schwer, dazu was zu sagen.

    Also als Außenstehende und eine, die das schon alles hinter sich hat, sage ich, er ist erwachsen, er will saufen, du kannst nichts daran ändern und es wird wahrscheinlich kein wirklich entspanntes und schönes Weihnachten. Ich weiß das ja, ich habe alles ähnlich erlebt. Und habe eben auch so manches ausgehalten aus Rücksicht, aus Angst vor Eskalation, aus falsch verstandener Verantwortung, aus Angst vor Veränderung und dass was Schlimmes passiert und ich Schuld wäre. Ich hatte mich damals entschieden es so zu machen, ich wusste es nicht besser und musste dann mit den Konsequenzen, also meiner Enttäuschung, Wut und Schmerz, fertig werden.

    Ich verstehe sehr gut, in welcher Zwickmühle du bist. Es ist sehr schwer, raus zu gehen aus solchen Beziehungen. Es hängt vielleicht noch immer etwas Hoffnung daran, dass es sich doch zum Guten wendet.

    Ich spekuliere mal ein wenig...

    Wenn du dich entscheidest bei ihm zu sein über Weihnachten dann sei gewiss, dass es nicht leicht werden wird. Höchstwahrscheinlich. Es wird wahrscheinlich psychisch sehr anstrengend sein und enttäuschend. Auch für euren Sohn. Er ist ja alt genug um zu sehen, was passiert. Dein Sohn ist 9 und in dem Alter kann man ihm nichts vormachen mehr. Du hast trotzdem das Recht, dich für ein Zusammensein zu entscheiden.

    Wenn du dich entscheidest bei deiner Schwester zu sein kann es sehr gut sein, dass du in Gedanken bei ihm hängst. Dich schuldig fühlst. Angst hast. Dass er dich mit bösen oder weinerlichen Nachrichten bombardiert um dir Schuldgefühle einzureden. Auch das wird sehr unangenehm sein. Solche Gefühle auszuhalten ist ziemlich schwer. Du wirst das Fest nicht wirklich genießen können.

    Welches ist das größere Übel?

    Egal, wie du dich entscheidest, das kann dir niemand abnehmen, du musst halt mit den Konsequenzen leben. Entscheidungen für "nach Weihnachten" treffen. Vielleicht brauchst du ein letztes Zusammensein um dir sicher zu werden, dass eine Trennung unumgänglich ist. Alles darf sein, es ist dein Leben.

    Zitat

    Ich weiß nicht was ich tun soll, aber ich möchte nicht die nächsten Wochen mit einem Besoffenen jeden Abend verbringen!

    Im Grunde steckt hier schon eine Antwort drin...

    Liebe Grüße
    Aurora

    Liebe Jscky,

    das ist alles sehr, sehr viel aber es ist super, dass du dir auch schon Hilfe holst.
    Du hängst ja noch viel zu sehr an seinen Dingen. Kontrollierst seinen Rucksack nach Tabletten, beobachtest sein Verhalten und fühlst dich verantwortlich für sein Befinden. Das brauchst du alles nicht zu tun!

    Er will das ja alles nicht, zeigt es sehr deutlich. Und du fühlst dich dann schlecht und nicht wertgeschätzt und so. Du beziehst das alles auf dich aber es ist seins. Das einzige, was du für dich tun kannst ist, auf dich zu schauen, noch mehr als du es schon tust. Lass ihn einfach links liegen, so gut es geht. Denn dass du da raus kannst scheint erst mal sehr, sehr schwierig in dieser Zeit gerade.

    Okay, er ist zu allen freundlich außer zu dir und das tut verdammt weh und ist abwertend. Das will er auch damit erreichen. Aber du bist kein schlechter Mensch, du bist genau so viel wert wie die anderen Leute. Dass er sich so verhält liegt an ihm und NICHT an dir!

    Ich mache auch eine Psychotherapie und weiß, wie schwierig es sein kann, einen Platz zu bekommen. Dass die Kasse erst mal nur die probatorischen Sitzungen zahlt ist immer so, es ist normal. Erst danach kann der Therapeut einen Antrag für dich stellen, dass du eine Therapie machen kannst. Das kann leider etwas dauern, das ist auch zu nicht Corona-Zeiten so gewesen. Ich musste damals, als ich meine Thgerapie anfangen wollte, auch 1000 Dinge vorher machen, bei mir war es auch so, dass der Therapeut zu der Zeit noch keine Zulassung bei der Krankenkasse hatte und nur privat Patienten annehmen durfte. Mit Ausnahmen ging das für Kassenpatienten wie mich trotzdem, mit bestimmten Umwegen war das möglich, dieser Weg war auch sehr langwierig und umständlich. Für mich hat es sich aber sehr gelohnt das zu machen. Also bleib am Ball.

    Es gibt auch, wenn es dir ganz schlecht geht und du reden möchtest, die Möglichkeit, die Telefonseelsorge anzurufen. Die Nummer findest du im Internet.

    Ansonsten schreib weiter hier, auch wenn nicht immer gleich jemand antwortet, wenn du es aufschreibst ist es aus dir raus und das kann schon eine Erleichterung sein.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Jscky,

    wir lassen das jetzt mal hier so stehen, wie es ist. Schreib jetzt einfach hier weiter.

    Es ist deshalb auch wichtig, in einem Thema zu bleiben, weil es einfacher für uns andere ist, die wir dir antworten möchten. Es ist einfacher, wenn da alles steht.

    Ich hoffe, es geht dir wieder etwas besser.

    Es ist sehr belastend, wie du lebst, immer noch mit ihm zusammen unter einem Dach. Er hat dich klein gemacht und Macht ausgeübt. Er hat dich gewissermaßen entwürdigt. Das ist ganz schlimm!

    Es ist wichtig, dass du da einen Ausweg findest. Du schreibst, er hätte die Scheidung eingereicht aber du weißt nicht, ob da noch was läuft. Hast du schon mal überlegt, selbst aktiv zu werden? Wenn du nicht mehr mit ihm leben möchtest kannst du ja auch die Scheidung einreichen. Es ist zur Zeit schwierig, wegen dieser Corona-Pandemie, irgendwo Termine zu bekommen. Aber es gibt grundsätzlich auch Anlaufstellen, wo dir geholfen werden kann. Pro familia zum Beispiel. Oder Caritas. Dort kannst du dich beraten lassen. Vielleicht geht das zur Zeit auch online.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo,

    da bin ich mal wieder.

    Corona herrscht noch immer, ätzend. Langsam geht es mir nur noch auf'm Senkel.

    Inzwischen gab es mit meinem ExSchwiegersohn und seiner Frau einen Eklat, also die finden, ich hätte mich fehl verhalten weil ich zwei Fragen gestellt habe, die ich berechtigt und normal fand.

    Er hat mich dermaßen beschimpft, ich fasse es nicht. Ich bin menschlich tief enttäuscht von diesem Menschen und werde den Kontakt so weit eben möglich einschränken. Meine Enkelin fehlt mir. Aber wegen Corona haben wir den Kontakt mit ihr erst mal auf's Eis gelegt bzw weiß ich ja nicht, ob Herr ExSchwieso den genehmigen würde. Aber da bin ich gewappnet! DAS lasse ich mir nicht nehmen.

    Ich habe wegen all der Dinge, die passiert sind und die jetzt noch dazu kommen und gekommen sind und über die ich hier nicht so offen reden möchte, eine Angst- und Zwangsstörung entwickelt. Klasse. Auch die Depression spielt da mit.

    Inzwischen geht es aber aufwärts und ich sehe Licht am Horizont. Puh, gut so, Angstattacken und Panik sind irre Energiefresser und Lebenslustzerstörer...

    Aber ich bin endlich wieder optimistisch und fühle mich besser. Ich hoffe, es bleibt jetzt mal lange so.

    Aurora

    Hallo Lagertha,

    ja, ich kenne das auch!

    Ich habe auch lange mit meinem Exmann mit getrunken. Ich komme auch aus einer Familie, in der gerne und viel gepichelt wurde und ich fand das "normal". Dass er trank und ich eben auch. Aber irgendwann wurde es mir unheimlich und ich merkte auch, dass er anders trank als ich. Mir war dann schon klar, dass er ein ziemliches Problem hatte. Ab da habe ich bewusst mitgetrunken, und zwar deshalb, damit er weniger hatte...

    Fatal! Iregndwann, als er so richtig fett in der Sucht steckte habe ich mit getrunken, um ihm irgendwo gleich zu sein. Und auch um mich weg zu beamen von dem Elend. Und ich war ziemlich nahe daran, selbst abhängig zu sein. Als ich mich dann getrennt hatte und alleine wohnte hatte ich von einem auf den anderen Tag kein Verlangen mehr, mich zu betrinken oder überhaupt Alkohol zu trinken. Inzwischen bin ich mit einem trockenen Alkoholiker verheiratet und seit mehr als 12 Jahren "trocken"...

    Bei mir hat auch die Scham eine große Rolle gespielt. Und Vertrauensbruch, es kam mir vor, als würde ich ihn bloß stellen. Ganz komisch. Als ich das erste Mal meinem damaligen Chef gegenüber geäußert hatte dass ich nicht wüsste, ob mein Mann und ich in den Urlaub fahren könnten, da er die ganze Woche durchgesoffen hatte, war mir ganz schwummerig, schwindelig und ich hatte Herzklopfen. So viel Scham war da. Scham - wofür eigentlich? Ich kann gar nicht mal genau sagen, wofür ich mich geschämt hatte... Wofür schämst du dich?

    Du kannst auch den geschlossenen Bereich hier in Anspruch nehmen, wenn du nicht erkannt werden möchtest. Und auch er nicht erkannt werden soll. Das kostet einen Beitrag aber dafür kann da nicht die ganze Welt mit lesen sondern nur die Mitglieder, die halt ihren Obolus bezahlt haben.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Liebe Jacky,

    auch ich habe meinen ersten Mann sehr geliebt! Ich habe ihn ja geheiratet und zwei Kinder mit ihm bekommen und dachte, ich möchte gerne mit ihm alt werden. Lange habe ich auch noch den sensiblen Mann hinter der Alkoholfassade gesehen. Und immer wieder war da die Hoffnung, wir könnten es gemeinsam schaffen...

    Aber der Alkohol, die Sucht, war stärker. Und nach und nach zeigte sie mir auch ein anderes Bild von meinem ersten Mann. So, wie er eben auch gewesen war. Egozentrisch, ein Narziss, nur bedacht auf sich selbst. Er war der liebe, sensible Mann aber auch der Mann, der mich immer klein gemacht hat, der immer die Oberhand hatte behalten wollen, der mich nie auf Augenhöhe mit ihm hat kommen lassen. Der mich zutiefst in der Seele verletzt hat, so dass ich heute noch mit den Verletzungen leben muss.

    Zitat

    Nun bleibt mir nur noch zu gehen, denn ich kann nicht mehr zusehen wie er seine Gesundheit so aufs Spiel setzt und mich noch schlimmer behandelt, als wie es mit der Alkoholsucht alleine war.

    Ja, so ist das irgendwann und es ist gut, dass du das jetzt erkennen kannst. Und nun kommt die nächste Phase. Die Trauer. Trauer um all das, was du dachtest mit ihm haben zu können. Trauer um das Stück Liebe, das in dir war. Trauer tut weh, niemand weiß das besser als ich. Und ich weiß auch, dass man da durch muss. Der Weg geht nur durch den Schmerz. Aber am Ende liegt Freiheit. Das Wissen, dass du es geschafft hast, dass du den Mut hattest zu LEBEN!

    Deine Kinder haben sehr viele schlimme Dinge sehen müssen. Dinge, die Kinder nicht sehen sollten, die verstörend sind. Das ist sehr schlimm und ich hoffe, sie können trotz allem ein zufriedenes Leben haben.

    Es ist gut, dass du eine so liebevolle Freundin in der Freundin deiner Mutter hast. Das ist viel wert.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Liebe Jacky,

    ich kann dich sehr gut verstehen!

    Es ist oft so, dass Frauen in Familien eine Rolle als Verantwortliche aufgedrückt bekommen, die sie eigentlich gar nicht möchten. Es geht mir genau so und daher weiß ich, wie schwierig das sein kann. Ich habe mehr als 20 Jahre meine erste Ehe gemanagt, sag ich mal. Die Familie zusammen gehalten und alles gemacht. Feste ausgestattet, gesorgt für alle, ich war immer für alle da. Ich habe meine Eltern begleitet bis mein Vater starb, letztes Jahr im August, jetzt begleite ich noch meine Mutter. Meine Brüder sind da wenig hilfreich. Die Familie setzt einfach voraus, dass ich das mache... Ich weiß aber auch, dass es mir leider oft gefällt, gebraucht zu werden. Es lässt mich wichtig und geliebt fühlen. Und das ist das Schlimme an solchen Situationen. Denn du machst dich fertig und alle anderen nutzen dich aus!

    Ich schaffe es immer besser, da los zu lassen aber ich weiß auch, wie schwer das ist.

    Ich kann auch gut verstehen, dass es noch immer komisch ist, dass dein Sohn ausgezogen ist. Das war damals bei mir auch so, als meine Tochter ausgezogen ist. Als mein Sohn nach Magdeburg ging um dort zu studieren. Das ganz Schlimme ist, dass meine Tochter vor 8 Jahren verstorben ist und darum weiß ich nur zu gut, wie weh alles tut. Unendlich weh...

    Es hat mir aber auch gezeigt, wie schnell das Leben vorbei sein kann und dass es gut ist, es zu nutzen. Zu leben, dass es dir gut geht damit. Dein Mann tut dir nicht gut, er macht dich klein, verletzt dich andauernd. Nicht am Körper aber an der Seele. Das hast du nicht verdient, kein Mensch verdient solche Behandlung.

    Du bist eine starke Frau, ich meine das ernst, denn du setzt dich mit deinem Leben auseinander und suchst Wege. Weil du ja merkst, dass es dir nicht wirklich gut tut. Das alles geht nicht von jetzt auf gleich. Aber wenn du offen bist werden sich Wege aufzeigen. Für dich und auch für deine Tiere, an denen du so hängst. Es ist super, dass du einen Job gefunden hast, herzlichen Glückwunsch dazu :D . Ich habe auch mal in einem Bistro gearbeitet, das mit den Kaffeemaschinen schaffst du! Ich hab's ja auch geschafft. Mein Tipp ist, mach kleine Schritte, schau hin. Und such dir weiter alle Hilfe, die du bekommen kannst. Wir hier sind gerne weiter für dich da.

    Liebe Grüße
    Aurora