ein großer sprung für mich, ein kleiner für die menschheit.

  • angefangen haben wir alle mal, du wirst das schon hinkriegen. jede reise beginnt mit einem schritt.

    dro

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

  • Hallo,

    ich hab mal ne Frage, hast du noch Alkohol bei dir in der Wohnung?

    Bedenke bitte das es sehr wichtig ist ein alkoholfreies Umfeld zu haben.

    Liebe Grüsse
    Elocin

  • Hi Pappnase,

    hmmmm, was hast Du denn noch so mit Deinen Vorräten vor? Ihnen beim Überschreiten des MHD zuschauen, oder lieber Gästen anbieten und Dir ein "Hah, das tut jetzt aber gut" anhören? Ich frag ja nur mal so.

    Im Ernst: 4 Tage sind jetzt rum, Dein Leben dauert aber noch ein Weilchen länger und sicher wird es auch Tage geben, an denen Du Dir denkst "Schei## die Wand an, was is das alles eine Ka###" oder so ähnlich. Da sind die paar Meter zur Bäckerei vielleicht diejenigen, die Dich vor dem Griff zur Flasche bewahren. Schuhe und Jacke anziehen, den Schlüssel einpacken, das sind alles wertvolle Momente, in denen man noch einmal nachdenken kann.

    Übrigens: Flaschen können nicht hören, daher ist es ihnen egal, was Du ihnen sagst :wink: . It's all in your head!

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Hallo,

    Zitat

    Elocin hast ja recht

    es ist schön wenn Frauen recht bekommen, besonders wenn sie auch Recht haben. :wink:

    Zitat

    habe mir allerdings vorgenommen nicht den prediger zu spielen und mit einer fahne vor dem rathaus zu stehen und sprüche zu klopfen oder so, wenn mich jemand fragt bekommt er ne antwort an sonsten lasse ich das bei denen so wie es ist. hoffe ihr versteht wie ich das meine.

    ich denke das machst du schon richtig so, denn du weißt ja es bringt nichts solange sie es nicht wirklich wollen.

    Du musst bei dir bleiben, und das ist das wichtigste.

    Du schreibst deine Frau unterstützt dich, geht sie auch in eine Angehörigengruppe?

    Liebe Grüsse
    Elocin

  • Hi Pappnase,

    hast ein prima Frauchen :wink: !

    Im Ernst: Wenn Du wirklich dauerhaft ohne Alkohol leben möchtest, dann macht es auch keinen Sinn, selbigen im Haus zu horten. Und auch wenn Du Deiner Frau gerne mal ein Glas gönnen magst: Wenn sie kein Alkoholproblem hat, dann ist es für sie auch kein Verzicht, dieses Glas eben nicht zu bekommen. Das macht den Unterschied zwischen ‚normal’ und ‚alkoholkrank’ aus :wink: .

    btw:

    Zitat

    ihr solltet immer daran denken das ich weder zu einer entgiftung oder ähnichen musste, keine zitterigen hände oder ähniches

    Das ist eigentlich völlig egal, weil der Mechanismus immer der gleiche ist: Kontrollverlust! Ob das jetzt alle vier Wochen passiert, jeden Samstag oder sogar täglich, der Hase liegt genau da im Pfeffer, wo man die Fähigkeit verliert, sein Trinkverhalten im Rahmen zu halten. Das sollte Dich freuen, weil Du eben schon so 'früh' einen anderen Weg einschlägst, aber Dir auch ins Bewustsein rufen, dass sich der Alkoholkonsum wirklich zu einer dramatischen Erkrankung ausweiten kann.

    Also: Tapfer bleiben und konsequent den Weg beschreiten!

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Moin Pappnase,

    dein 5 Punkte Plan,ist schon eine gute Sache,nur ergänzend hierzu,solltest Du,in einem Punkt etwas anders mit deiner Krankheit umgehen.

    Dieses wird in den Anfängen meist nicht gesehen,wie auch,die meisten von uns,erlebten Ihr Leben bisher nur im Rausch geistiger Getränke!!

    Zitat

    man versucht ja krankheiten immer so schnell wie möglich zu heilen, leider braucht man bei dieser sch***** krankheit eigendlich das ganze leben lang so ne art salbe sonst besteht die gefahr das sie wieder ausbricht. na ja zu der erkenntniss bin ich zumindest schon mal gekommen.


    Als ich begann mein Leben wieder vollendst in meine Hände zu nehmen,bereit war,wieder die Verantwortung zu übernehmen für alles was ich tue,nicht mehr fremdbestimmt handele,unter dem Einfluss geistiger Getränken,nehme ich meine Krankheit als Geschenk an!!

    Ich trage sie ein Leben lang in mir,daß ist richtig,doch lässt sie mich immer sehen,daß es sich einfach für mich auszahlt,in allen Lebenssituationen nüchtern durch's Leben zu gehen,zu lang war die Zeit wo ich mich im Dunstkreis aufhielt,heute lebe ich mehr denje,ich sehe meine Krankheit als ein Geschenk an,heute wo ich sie zum Stillstand habe bringen können!!

    Ich verfluche sie nicht,sondern nehme sie an,als das was sie ist,eine Krankheit!

    Gruß Andi

  • hallo pappnase

    ich kann mich da dem andi nur anschließen, irgendwie ist diese blöde krankheit tatsächlich ein geschenk so verrückt sich das auch anhört.

    ich finde auch das die menschen die sich aus der sucht befreien konnten ein viel intensieveres leben führen, sie haben es nicht nötig sich mit anderen in konkurenz zu begeben weil sie für sich wissen was sie wert sind, ihre gefühle verstehen und auch damit umgehen können. mit diesen ganzen kleinkarrierten zwängen hat man nichts mehr zu tun weil man einfach verstanden hat das es im leben wichtigers gibt.

    schon komisch, aber ohne meine krankheit würde ich mir immer noch über irgend welchen belanglosen unsinn den kopf zerbrechen statt zu leben.

    doro

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

  • Hallo Pappnase,

    Zitat

    ps:
    @ andi
    bei dir war es bestimmt viel härter als bei mir wa?

    Das kann sein,aber es wurde besser,weil ich mich für das Leben entschieden habe,und nicht für das dahinvegetieren!

    Gruß Andi

  • hallo pappnase


    was mich bischen irritiert ist willenskraft und nein sagen wenn mir was angeboten wird. ich hab als alki keinen willen mehr gehabt wenns um den stoff ging, und deshalb hab ich nen riesen bogen um gelegenheiten gemacht bei denen man mir hätte was anbieten können. ich brauchte erst mal einfach nur einen riesen abstand.

    doro

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

  • hallo nicht pappnase!

    Zitat

    die diagnose wie "abhängig" ich vom alkohol war

    den fand ich gut. wie jetzt? entweder oder. entweder man ist abhängig oder nicht. ein dazwischen oder ne skalierung dabei gibt es nicht.

    *******************************

    Zitat

    ich trauer nicht um die sauftouren, doch wenn ich an schweinshaxe mit sauerkraut denke fällt mir im moment leider kein besseres getränk dafür ein.

    genau das macht unsere sucht und damit verbundenem suchtgedächnis aus. das einem erstmal der alk in kopf kommt. genau dies gilt es neu zu besetzen und irgendwann wenn man länger trocken ist, denkt man bei dem gericht halt an ein anderes getränk.

    Zitat


    hast ja schon recht...... aber erfrischend nach einen ansträngenden tag (renovierung/garten usw) war es leider für mich.

    auch hier spielt uns das suchtgedächnis einen streich. genau dafür haben wir den alk ja eingesetzt. als euphotisirende oder entspannende wirkung. auch hier gilt es dies neu zu besetzen.

    Zitat


    leider war meine freizeit in den letzte 2 tagen mega knapp und morgen habe ich mal 3 stunden luft so das ich mich mal darauf konzentrieren kann.
    wenig schlaf, viel vor der arbeit zu erledigen und so weiter, also eine ganz normale woche halt.
    aber das ist gut für mich, dann komme ich nicht auf schlechte gedanken.

    aber irgendwann vielleicht doch liebe nicht pappnase. denn du hast ihn eingesetzt zum entspannen. wo ist bei der vollen woche deine entspannungseinhiet. zeit für dich. sport, selle baumeln lassen, entspannungsbad, spaziergang sauerstoff tanken ect..... die volle woche ist früher mit alk belohnt worden. jetzt gilt es sein belohnungssystem neu zu justieren und für sich zu gucken was einem gut tut.

    schönes wochenende wünsch ich dir.


    lieben gruß panther

    Kompromisse bedeuten ein Rückfall riskieren
    (vor dem trink - Rückfall geht ein Verhaltensrückfall vorraus)
    nicht Trinkende seid 04.03.07

  • Moin Papp...

    Willkommen auch von mir hier in dem Forum!

    @Papp..

    Zitat

    die diagnose wie "abhängig" ich vom alkohol war

    wie Panther schon schreibt.
    Es gibt nichts dazwischen, kein bisschen, kein etwas oder es war bei mir anders usw. Es gibt auch kein rausschleichen aus der Sucht

    Es gibt ein Ja und ein Nein ! Was du davon bist , kannst du dir nur selbst beantworten und kein Therapeut der Welt , wird dir da was anderes sagen!

    Ich habe für mich erkannt das ich Alkoholiker bin und seit es so ist, kann ich damit zufrieden trocken werden und leben!

    Denn gerade diese positive Dinge die du erlebst, werden bei längerer Trockenheit noch ausgeprägter!

    Klasse das du schon den 13 Tag hast! :wink:

    Gruß M2109

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Zitat

    ich denke auch hin und wieder, wie es wäre, etwas zu trinken. Vielleicht sind wir noch nicht tief genug unten gewesen, um das was hier gesagt wird, 100%ig zu begreifen.

    am anfang einfach das gesagte annehmen und machen.

    das verständnis kommt später. für manches brauch es jahre. was meinst wie ich manchmal blöd aus der wäsche gucke, weil ich dachte jetzt hab ichs und ich erkennen muß wie verdreht doch meine gedanken noch sind. drum bin ich froh wenn se hier zurechtgerückt werden. nu mein verständnis mit klarem kopf auch wachsen kann.

    gut mutes. man muß nicht ganz tief unten sein um es zu schaffen.

    Kompromisse bedeuten ein Rückfall riskieren
    (vor dem trink - Rückfall geht ein Verhaltensrückfall vorraus)
    nicht Trinkende seid 04.03.07

  • Hallo Pappnase!

    Zitat von Pappnase


    ihr ratschlag gegenüber meiner wenigkeit:
    da es mir ja jetzt (abstinenz) sehr gut geht sollte ich weiter trocken bleiben, falls ich nicht auf das genußmittel verzichten kann (warum auch immer) sollte ich meine "gewohnheit" mit sorgfalt im auge behalten und bevor ich wein bierchen trinke mir ein max ziel setzen was auch vertretbar ist. (also nicht besoffen sondern 1 oder 2 glas) zu besonderen anlässen.

    Ich lese wohl nicht richtig. :shock: Wie denkst Du über diese Äußerung?

    Viele Grüße
    Eric

  • Hallo P.,

    du bist deshalb durcheinander, weil dir in der Beratung das gesagt wurde, was du eigentlich hören willst.

    Wenn du meinst, dass du nicht abhängig bist und kontrolliert trinken kannst dann mache es einfach!

    Ich bin mir sicher, dass ein Mensch, der nicht abhängig ist, nichts kontrollieren muss, er würde gar nicht auf die Idee kommen.

    Ich vermute, dass deine Suchtberaterin merkte, dass du überhaupt nicht bereit bist Hilfe anzunehmen, dass du in den Beratungen genauso den Lustigen markierst, wie hier oft und dass sie durch diesen Schutzschild aus "Heiterkeit" im moment nicht durchzubrechen vermag. Ich denke sie meint, dass du für eine stabile Abstinenz noch nicht bereit bist und sie dich deshalb aus der Behandlung entlassen hast.

    Gruß
    Scrooge

    "Was du bekämpfst, das bleibt bestehen und verstärkt sich, was du dir genau anschaust, das verschwindet."

  • Zitat von Pappnase

    versuche ausschließlich im moment die wurzel vom den problem zu finden warum es frühher so war und ich diesen schei...... nicht unter kontrolle bekommen habe.
    abstinenz ist die vollkommen richtige entscheidung von mir gewesen.
    aber das eigendliche problem warum es bei mir ab und zu *klick* gemacht hat und ich mich nicht mehr unter kontrolle bekommen habe ist noch nicht gelöst.

    Meine Meinung dazu (und es ist wirklich nur meine Meinung): Konzentriere dich erstmal 100%ig nur auf das Trockenwerden. Bei mir war es dann so, dass sie so ziemlich alle Probleme (geringes Selbstwertgefühl, depressionsartige Zustände an Katertagen, schlechten Schlaf, miese Laune, körperliche Probleme etc. etc.) in Wohlgefallen aufgelöst haben. Der Weg ist das Ziel sozusagen.

    Und der Grund, warum Du deinen Alkoholkonsum nicht unter Kontrolle hast, kann ich dir sagen: Du bist alkoholkrank.

    Viele Grüße
    Eric

  • Hallo Pappnase,

    Zitat

    aber inwiefern bin ich alokoholkrank???
    so steckt das problem???

    Warum möchtest Du all dieses hinterfragen?

    Als ich vollständig kapitulierte,mir eingestand Alkoholabhängig zu sein,kam mir solch eine Frage nicht mehr in den Sinn!

    Halbschwanger gibt es ja auch nicht :wink:

    Hierbei geht es darum,meine Krankheit auch als solche anzunehmen,sie zu stoppen,und dementsprechend mein Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen,Step by Step,habe ich wieder lernen müssen Verantwortung zu übernehmen,eigenverantwortlich zu handeln,um hinter meinen Entscheidungen auch 100% stehen zu können,jenes brauchte seine Zeit,aber ich kam für mich dahinter,daß wenn ich nicht ständig alles hinterfrage,auch etwas einmal so stehen lasse,es mir dadurch besser ging,ich bekam wieder mehr Selbstbewusstsein,mit dem Hintergrundwissen,daß es für mich völlig legitim ist,mich auch einmal zurückzuziehen.

    Ich muss heute nicht mehr überall dabei sein,nicht überall im Mittelpunkt stehen,ich muss niemanden etwas beweisen,ausser mir selbst!,alles andere resultiert daraus!

    Aus mir,ist wieder ein eigenständiger Mensch geworden,der heute in der Lage ist,ein eigenverantwortliches Leben zu führen,und nicht mehr fremdbestimmt durch's Leben gehen muss!

    Ich bin Alkoholiker,trockener Alkoholiker!

    Gruß Andi

  • Zitat

    respekt ! zu diesen geständniss, so weit bin ich wohl noch nicht.

    Mhm, diesen Satz verstehe ich nicht. Papp, wir sind hier alle Alkoholiker, wir sind hier alle alkoholkrank (mit Außnahme des Co's natürlich) und wir sind hier alle psychisch krank.

    Ich dachte, du seiest zumindest schon so weit, das dir das klar ist?

    Gruß
    Scrooge (Alkoholiker)

    "Was du bekämpfst, das bleibt bestehen und verstärkt sich, was du dir genau anschaust, das verschwindet."

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