• Hallo Lämmchen,
    ja ich werd wieder mehr hier schreiben, das mit dem eigenen Thread überleg ich mir noch, aber vielleicht wär es gar net dumm :) Ich brauch wahrscheinlich noch etwas Zeit, aber du bist mir so vertraut als würde ich dich kennen, von Anfang an :D Ich werd alle meine Kraft jetzt zusammen nehmen und sehen dass das hier zu Ende kommt, auch wenn ich innerlich noch net so weit bin!

    Ich wünsch Dir eine gute Nacht liebe Grüße SMILE

  • Liebe Smile,

    Zitat

    auch wenn ich innerlich noch net so weit bin!


    Das ist ein Fehler von uns COs, den kenne ich auch sehr gut. Alles gleich und sofort erledigen wollen. Alles muß planbar sein und auch gut geplant werden.

    Ich lerne jetzt, das ich nicht alles planen kann, vieles muß/ darf ich auf mich zukommen lassen.
    Jeder braucht seine Zeit, die sollte er sich auch lassen, denn nur wenn ich hinter einer Entscheidung stehen kann, kann ich auch den Schritt gehen, der nötig ist.
    Bin zwar auch räumlich noch nicht getrennt, aber ich konnte mich gedanklich so weit von meinem Mann entfernen, das ich wieder an mich denken kann.
    So nach und nach verliert der Gedanke, an eine räumliche Trennung auch seinen Schrecken.
    Ich vertraue darauf, das ich spüren werde, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, den kann kein anderer für mich festlegen.

    Zitat

    aber du bist mir so vertraut als würde ich dich kennen, von Anfang an


    liegt vielleicht daran, das wir soviele Ähnlichkeiten haben :wink: ich weiß noch, wie ich dich damals begrüßt habe.
    Es ähnelt sich so vieles, das alleine schafft schon eine Verbundenheit.

    lg und viel Mut
    Lämmchen

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Hallo Lämmchen,

    ob der Zeitpunkt für mich gekommen ist, spielt hier keine Rolle mehr. Er will fort und ich muß das eh hinnehmen. Ich steh nur wieder da und kann net loslassen. Ich kann mich dafür selbst net leiden, aber ich häng so vielen Gedanken und Hirngespinsten hinterher. Ich hab immer gehofft wir schaffen das. Ich hab es mir gewünscht, aber ich kanns net erzwingen. Solang er kein Stück versucht an seinem Verhalten etwas zu verändern, macht das eh keinen Sinn, das weiss ich schon. Ich bin total traurig aber auch sehr wütend, das ich hier gerade demonstriert bekomme, wie wenig ich ihm wert bin. Da komm ich überhaupt net damit klar.
    Ich hab so das Gefühl als würde zur Zeit überhaupt nix mehr auf meine Schultern passen, ich hab Angst das alles nicht aushalten zu können. Ich muss loslassen, das ist mir bewußt, hoffentlich krieg ich das auch auf die Reihe.
    Liebe grüße SMILE

  • Hallo Smile,

    Zitat

    und kann net loslassen.


    das ist auch schwer, dieses loslassen, da kann einem die Vernunft viel erzählen, aber es muß auch im Bauch ankommen, und das dauert.
    Ist ja bei mir auch noch nicht ganz angekommen, aber ich glaube fest daran, das wir es irgendwann schaffen werden.

    lg Lämmchen

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Hallo Lämmchen,
    ich hoffe du nimmst es mir net übel, dass ich immer wieder in deinem Thread schreibe.
    Für einen eigenen hab ich noch keinen Mut.
    Ich sitze hier wie im April und weiss er sucht ne Wohnung und will uns hinter sich lassen.
    Ich hätte im Mai net so drängeln sollen, damit er wieder kommt, er war wirklich in dieser Beziehung obenauf. Ich wollte doch nur das Alles wieder klappt, aber wahrscheinlich ist auch zuviel passiert und der Respekt voreinander fehlt dann auch ab und zu. Jetzt sitze ich wieder da und habe Angst, was wird, kann net loslassen, bin total leer.
    Hab ganz viel gelesen diese Tage hier, hilft beim nachdenken.
    Warum muß das Leben so hart sein?
    Trauriger Smile

  • Hallo Smile,

    Mut um in einem eigenen Thread zu schreiben? Ich kanns nicht so recht nachvollziehen. Weder greift einer aus dem Bildschirm nach dir noch wirst du untergehen mit deinem Thread. Allerdings benutzt du hier Lämmchens Thread unter dem Vorwand, so ängstlich zu sein. Für mich hat das etwas von Mitleid erregen wollen und dich in der Rolle des armen Hascherls halten.

    Hast du dir schon einmal die Grundbausteine für Co´s durchgelesen?
    https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…bhaenigkeit.php Guck hier einfach mal. Und vielleicht magst du doch einen eigenen Thread eröffnen und uns mitteilen, wie wir dir hier helfen können.

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • Hallo Smile,

    ich kann Ette da nur recht geben!

    Du bist doch sicher hier, weil Du Dir Hilfe für Dich erhoffst, oder?

    Wo soll aber diese Hilfe herkommen, wenn Du Dich nur auf diesen Thread beschränkst?

    Es beisst Dich keiner hier.... also frisch ans Werk und einen eigenen Thread eröffnet!

    Erzähle uns, wie wir Dir helfen können und die Reaktionen werden um ein vielfaches höher werden!

    Lieben Gruß
    Speedy

    lieben Gruß

    Speedy

    Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt

  • Hallo Ette, Hallo Speedy,

    danke für das Kopfwaschen.... :)
    Vielleicht ist nicht der fehlend Mut, sondern ich habe im Frühjahr oft mit Lämmchen geschrieben, was mir sehr gut getan hat. habe auf diese Weise versucht mich wieder bei ihr zu melden.

    Bin zur Zeit eh bissel neben der Kappe, also Sorry!
    Liebe Grüße Smile

  • Hallo ihr drei, :lol:

    Smile, natürlich kannst du bei mir schreiben. und dich zu jeder Zeit hier im Thread melden. Aber die anderen haben recht.
    In einem eigenen Thread bekommst du sehr viel mehr Rückmeldungen, und auch andere Sichtweisen. Das kann dir nur helfen, dir bewußt zu werden, wie du deinen Weg weitergehen willst.

    Zitat

    Warum muß das Leben so hart sein?


    Diese Frage kann dir keiner beantworten. Aber es liegt an uns selbst, das weiß ich mittlerweile, etwas daran zu ändern.
    Das ist nicht immer der große Knall, nein vielfach gehts, mit vielen kleinen Schritten.
    Versuch alleine etwas für dich zu tun, geh mal raus, mach dich unabhängiger von ihm.
    Bei den ersten Malen ist das noch eine große Überwindung, aber irgendwann freust du dich auf solche Momente, denn da lernst du dich wieder neu kennen. Da kann man richtig fühlen, was einem gut tut.
    Ein Treffen mit Freunden, eine Wochenendreise, einfach alles was dich aus dieser Enge mit deinem Alki rausholen kann.
    Wir haben uns doch lange genug, nur um ihre Bedürfnisse gekümmert.
    Jetzt dürfen wir mal unsere suchen, und ich bin mir sicher, das auch du da einiges findest.
    Liebe Smile, kann dich nur ermuntern hier viel zu schreiben, denn auch dabei kannst du für dich neue Perspektiven entdecken, ist mir gerade gestern passiert.
    Manchmal liegt etwas so nahe, und man übersieht es.


    Habe gerade zufällig festgestellt, das ich bei meinem 2000 sten Post angekommen bin, und damit zurück, in meinen ersten Thread den ich hier eröffnet habe.
    Der Kreis hat sich noch lange nicht geschlossen, aber eines weiß ich ganz sicher. Ohne dieses Forum hätte es alle meine Schritte, in dieser Form nicht gegeben.
    Hier habe ich gelernt, mein eigenes Tempo haben zu dürfen. Ich muß nicht alles gleich, sofort und perfekt erledigen.
    Diesen Anspruch hatte ich immer an mich, er kommt auch immer mal wieder durch, aber ich werde dann auch gebremst.
    Stolpern kann ich überall, auf jedem Weg, das habe ich gestern schmerzhaft erfahren. Mir tun heute alle Knochen weh. Wichtig ist das aufstehen und weitergehen.
    Der Weg ist noch lang, aber mit dem richtigen Ziel vor Augen, kann man ihn gehen.


    lg Lämmchen

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Hi Lämmchen,
    ich hol Dich einfach mal nach oben. Vielleicht magst Du ja auch hier ein kurzes Resumee lassen über die letzten 4 Wochen.
    :wink:
    Liebe Grüsse
    Skybird

    Lebendige Grüsse
    skybird

  • Hallo ir beiden,

    Zitat

    aber das find ich nun wieder ziemlich CO...

    kann aber auch ne Chance sein, zum zusätzlichen reflektieren, liebe Karotte, oder für mich auch ne Chance, mich im offenen Bereich mehr einzubringen.
    Eine zusätzliche Öffnung.

    lg Lämmchen

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Oh, dann bin ich auch ne CO :shock:

    Denn ich denke auch öfters ans liebe Lämmchen, wat sie wohl so macht, wie sie so vorankommt :D Son Kurz-Resumme der letzen Wochen würde mich auch interessieren, oder is dat jetz nur weibliche Neugier ? :lol:

    Nee, im ernst, Lämmchen, hast schon recht, ich vermiss Dich im offenen Bereich jedenfalls. Und Du hast auch recht mit dem anderen, jeder "darf" in seiner Geschwindigkeit gehen, hauptsache er geht überhaupt und kann das Ausharren in unguten bzw. krankmachenden Beziehungen beenden.
    Und richtig, so eine Reflektion, in seinem alten Thread nochmal zu lesen, die Fortschritte zu heute zu sehen, kann auch voranbringen.
    Und es kann auch Mut machen, zu sehen, das und das habe ich bis heute geschafft, jetzt mach ich einen weiteren mutigen Sprung. Weil ich es kann, ich habe mir alles bis hier hin erarbeitet, dann schaff ich auch noch viel mehr, was ich mir früher nicht zutraute.

    Und Du hast schon viel geschafft, liebes Lämmchen, ich wünsche Dir weiterhin viel Kraft und Mut.

    LG
    Lilly

  • Naja, aber wenn man immer wieder die anderen Hochholt etc...? Klar is das manchmal für diejenigen ne Hilfe...das is meistens so bei Co´s...die tun ja selten was "schlechtes" in dem Sinne...sondern bemühen sich ja was gutes zu tun, anderen zu helfen, zu pushen und zu unterstützen... ich finde das für mich inzwischen ziemlich schwierig...und versuche lieber bei mir zu bleiben. Aber vielleicht hat Birdy ja auch mehr Enrrgy für sowas... wie ich... aber ich denke es is schon mal ein Punkt zur Hinterfragung...ob die Cogeschichte nicht auch hier im Forum durch gewisse Aktivitäten umgewälzt wird...? Nur so ne Frage mal in den Raum gestellt...

    Liebe Grüße
    an Euch

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Hallo ihr lieben,

    dann will ich mal versuchen zu beschreiben, was sich getan, oder nicht getan hat.

    Zitat

    Denn ich denke auch öfters ans liebe Lämmchen, wat sie wohl so macht, wie sie so vorankommt


    das ist aber lieb von dir, Lilly, freut mich. :lol:

    Ich versuche mehr und mehr, mich über scheinbar kleine Dinge, die ich für mich verändern kann zu freuen.

    Habe einen ersten Beratungstermin bei einer Anwältin gehabt, um mich ein wenig schlau zu machen, was so alles auf mich zukommen kann.
    Das war für mich ein großer Schritt,
    aber ich fühle mich jetzt besser gewappnet, bei dem was auf mich zukommen kann.

    Ein wichtiger Punkt, an dem ich immer noch sehr arbeiten muß, ist das Thema: Vertrauen in mich und mein Tun zu haben.
    Da sitzen andere Sätze viel tiefer, die dann immer wieder hochkommen, und mich bremsen.
    Mache mich immer noch zuviel von anderen abhängig.
    Habe mich immer an anderen orientiert, um nicht aufzufallen, nicht aus der Reihe zu tanzen, und das alles nur, um nicht wieder Ablehnung spüren und ertragen zu müssen.
    Aber auch hier tut sich was, ich habe nicht mehr so häufig das Gefühl, andere schützen zu müssen.
    Gehe offener mit der Sucht meines Mannes um, habe es sogar geschafft, relativ offen mit meiner Mutter darüber zu reden.
    Dadurch hat sich auch mein Verhältnis zu ihr, deutlich entspannt, und ich bin dankbar dafür.

    Durch meine Teilnahme an der realen SHG hab ich einige wertvolle Kontakte knüpfen können, unter anderem habe ich durch unsere Leiterin einen berenteten Kollegen wieder getroffen, der auf lange Jahre Trockenheit zurückblicken kann.
    Habe dadurch Ansprechpartner, die im Notfall für mich da sein wollen. Das sind ganz neue Erfahrungen, die es aber nur geben konnte, weil ich offen war, und nicht mehr das Gefühl hatte, ich muß die "heile Welt" vorspielen.

    Ich orientiere mich immer mehr von zuhause weg, wobei das Wort zuhause eigentlich schon gar nicht mehr passt.
    Denn zuhause, da fühl ich mich wohl, und das tue ich hier nicht, zumindest dann nicht, wenn mein Mann auch zuhause ist.
    Habe meine Frauengruppe wieder aufleben lassen, und geh regelmäßig hin. War Ende Oktober zu einem super tollen Konzert in Frankfurt, das war ein alter Traum von mir, diesen Sänger mal live erleben zu können, und den hab ich mir erfüllt. Im September habe ich Freunde in Berlin besucht, und war das erste Mal im Leben in der Oper. Da habe ich das erstemal wieder spüren können, was es heißt zu leben, ich habe nicht einen Gedanken an meinen Mann gehabt, was er wohl macht, oder so. Hatte ich alles vernachlässigt, etwas für mich zu tun.

    Mein Mann trinkt nach wie vor, und irgendwie kann ich an ihm meine Veränderungen ablesen, wenn ich mal selbst nicht glaube, das sich bei mir etwas getan hat. Diese Momente sind natürlich auch immer wieder mal da.
    Sein Einfallsreichtum, mich wieder "in die Spur bringen zu können", nimmt teilweise groteske Züge an.
    Ich lebe quasi in einer WG mit ihm, habe meine eigenen Bereiche im Haus,
    und geb ihm die Verantwortung für sein Leben zurück. Klappt noch nicht immer, aber immer öfter. :wink:
    Aber mein Ziel ist weiterhin, die räumliche Trennung. Warum ich diesen Schritt noch nicht gehen kann, weiß ich für mich noch nicht. Auch hier hoffe ich, das ich spüre, wann der richtige Zeitpunkt da ist.
    Das ist mir in letzter Zeit oft passiert, hab mich vorher immer "verrückt" gemacht, wegen schneller Lösungen.
    Alles sollte gleich und sofort passieren, aber das kann es nicht.
    Ich muß auch mit mir Geduld haben, ich mag diese Wort nicht besonders, aber es ist so wichtig.

    Durch das bewußt werden meiner CO Abhängigkeit, bin ich an Punkte gelangt, die ich eigentlich für längst abgeschlossen gehalten hatte.
    Das geht zurück bis in meine Kindheit, und zeigt mir ganz klar, das da die Wurzeln liegen.
    Dieses erkennen, tut sehr weh. Ich kann und darf aber diesen Schmerz zulassen. Danach wird dann wieder einiges klarer, und es gibt Platz für neues.

    Wichtig ist für mich, das ich das was sich im Kopf abspielt, auch verinnerliche. Denn es kommen immer wieder die "kleinen Teufelchen", die mir sagen wollen, was ich darf und was nicht.

    Mein Sohn ist inzwischen auch ausgezogen, in der ersten Zeit hat es natürlich sehr weh getan, und ich habe lange gebraucht um ihn loszulassen. Meine Tochter ist ja schon lange ausgezogen, und macht mich im Februar zur Oma. Am Wochenende hatte sie vorzeitige Wehen, lag im Krankenhaus, aber jetzt ist wieder alles in Ordnung.

    Der Auszug der Kinder, ist für viele ein umdenken und ein Neubeginn ihrer Partnerschaft.
    Umdenken ist es für mich auch, aber wie mein Neubeginn aussieht weiß ich noch nicht. Ich bin auf dem Weg dahin, es für mich herauszufinden.

    Gerade die letzten 2 Wochen waren wieder mal ein Beispiel für hoch und tief. Achterbahn eben.
    Wenn ich mich gut fühle, kommen häufig auch wieder die Löcher, die noch nicht mal etwas mit meinem Mann zu tun haben müssen.
    Dabei verliere ich mich so sehr aus den Augen, das ich sogar wieder anfange an meinem erreichten zu zweifeln.

    Im Moment geht es mir gut, auch wenn nicht alles gut ist. Morgen werde ich für ein paar Tagezu einer Freundin fahren.


    lg Lämmchen :wink:

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Hallo ihr lieben,

    Ich habe mir heute und gestern mal so meine Gedanken gemacht zum Thema:
    wie ich mich vom Druck und Kampf befreien und gelassener werden kann.

    War eine Hausaufgabe meiner Therapeutin von der Suchtberatung.

    Zuerst einmal ist mir aufgefallen, wann ich unter Druck gerate, und die "Faust im Nacken" spüre, die mir sagt : du mußt

    Das beginnt damit, wenn ich wieder mal längerfristige Pläne mache, und mir dazu noch Termine setze.
    Dann liegt meine Konzentration nicht bei mir, und nicht im Heute. Ich verliere mich aus den Augen, und gerate ins schwimmen.
    Das alles mache ich mir selbst, ohne Beteiligung von außen. Dann kommt meist auch noch der Leistungsgedanke dazu.

    Ein gutes Beispiel dafür, ist meine Zeit hier im Forum. Als ich mich hier angemeldet habe, habe ich mir ein Zeitlimit gesetzt, wannn ich" mit allem durch sein wollte".
    Diese Zeit würde ja in gut 4 Wochen ablaufen, das war die ganze Zeit scheinbar in meinem Hinterkopf.
    Die Zeit verrinnt, und du hast nichts geschafft. Jetzt mach aber mal, und leg einen Gang zu. Was sollen die denn denken, ein Jahr hier und noch nichts geschafft. Die Faust im Nacken eben, und nicht nur da.

    Ich kann aber nicht einfach nur machen, ich will verstehen, warum ich etwas mache. Will es verinnerlichen, für mich annehmen und verstehen.

    Wie kann ich erwarten, das ich in einem knappen Jahr alles gelernt, verinnerlicht, und auch noch praktisch umgesetzt habe.

    Das eigene Tempo finden, schreibt sich so leicht. Aber wie schwer ist es umzusetzen, wenn ich in Gedanken immer schon vorrauseile.
    Das führt dazu, das ich das erreichte nicht mehr sehe, und mich nicht mehr darüber freuen kann.
    Solch eine Vorgehensweise kann ( mich ) auf die Dauer nur unzufrieden machen.

    In dieser Situation hab ich vorgestern abend, diesen Spruch gelesen, und daran möchte ich mich orientieren.
    Lasse ihn euch mal sinngemäß hier:
    Ich muß meine Zukunft nicht nach einer leidvollen Vergangenheit beurteilen, oder mich von ihr einengen lassen.
    Für das Heute habe ich Wege zum heilen gefunden, auf denen ich immer sicherer gehen kann, wenn ich mir die Zeit dazu gebe

    Ich will wieder dahin zurück, wo ich in der Weihnachtszeit war. Da ist es mir gelungen Bei mir zu sein, und jetzt kann spüren, wie es sich anfühlt, wenn man es nicht mehr ist.

    Heute habe ich wieder versucht damit anzufangen. Habe einen langen Spaziergang gemacht, und danach noch gemalt.
    Was ich nie für möglich gehalten hätte, dabei gelingt es mir, die Zeit einfach zu vergessen.

    Morgen früh gehe ich mit einem guten Freund frühstücken, darauf freue ich mich schon. :lol:

    lg Lämmchen

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Liebes Lämmchen,
    dieser Leistungsdruck kommt mir sehr bekannt vor.
    Ich bin jetzt seit zwei Monaten hier im Forum.
    Als ich meinen Thread eröffnete und die ersten Antworten kamen, dachte ich:
    so, jetzt schnell alles umsetzen, was dir hier geraten wird, denn sie machen sich schließlich die Mühe, MIR zu antworten, also los jetzt...

    SIE...schon wieder den Fokus auf andere, es anderen rechtmachen wollen, andere nicht enttäuschen wollen.
    Wieder ne Ausgeburt mangelndem Selbstwertgefühls.

    Das heisst nicht, dass ich Verhaltensweisen kultivieren , oder in Selbstmitleid baden will.
    Aber neue Erkenntnisse brauchen halt auch Zeit, verinnerlicht zu werden.
    Dann merke ich plötzlich:
    Hoppla,jetzt hast du dich irgendwie anders verhalten. Und zwar so, dass es dir gut dabei ging.
    Und dann machts Klick und ich bin einen Schritt weiter.
    Ich meine auch immer:
    So, jetzt hast du neue Erkenntnisse, auf gehts, pack mas mit der Umsetzung.
    Geht meistens in die Hose.

    Dieser Perfektionismus macht nur unzufrieden.

    Wenn ich mich zu sehr unter Druck sezte, meine dies und jenes zu müssen, hilft meistens ein Selbstgespräch im Sinne von:
    "Du musst gar nichts. Tief durchatmen. Was ist zu tun, was kannst du lassen? Was willst du tun? Etc"
    Wie eine innere Mama.

    So und jetzt gehe ich laufen,
    liebe Grüße und viel Spass beim Frühstücken,
    Thelma

  • Hallo ihr lieben,

    Danke Thelma, für deinen Beitrag.

    Es ist schwer, sich wieder in den Vordergrund zu stellen, nach all den Jahren, in denen man nur funktioniert hat.
    Natürlich kommen auch Ängste, was werde ich entdecken, wenn ich bei mir genau hinschaue.
    Aber es macht auch Spaß, wieder Dinge an sich zu entdecken, die man lange verloren geglaubt hat.

    lg Lämmchen

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Hallo ihr lieben,

    ich habe mir in den letzten Tagen Gedanken darüber gemacht, ob es einen Unterschied gibt zwischen: Abfinden und annehmen.

    Möchte euch meine Gedanken dazu hierlassen.

    Ja, ich bin der Meinung, das es da einen Unterschied gibt.

    Für mich klingt abfinden, irgendwie nach Zwang. ich muß mich in etwas ergeben, was ich nicht ändern kann.
    Aber mit dem abfinden ändert sich für mich noch lange nichts, ich verbleibe in meiner Rolle, auch in der Opferrolle, wenn ich mich nur abfinde.
    Dieses abfinden ist ein passiver Vorgang, und entspringt oft aus der Angst vor Veränderungen. Wenn ich mich mit etwas abfinde, hab ich aber lange noch nicht den Kampf für oder gegen etwas aufgegeben, er ist immer noch in mir.
    Das abfinden bringt mich schneller wieder zu dem Punkt, wo ich denke: Ich arme, warum ich, usw.

    Annehmen klingt viel besser. Annehmen kann man ein Geschenk, ein Kompliment, auch das kann schwer sein, und man muß es lernen.

    Mit dem annehmen kann ich aber diese Kämpfe beenden, und für mich abschließen, und loslassen.
    ich kann meine Auflehnung gegen Dinge beenden, auf die ich sowieso keinen Einfluß habe.
    Der Gelassenheitsspruch umfaßt in meinen Augen sehr viel davon.

    ich will probieren, die Dinge mit denen ich mich abgefunden habe, annehmen zu können, und damit in vielen Bereichen aktiv zu werden.
    Die Zeit die ich dazu brauche, werde ich mir nehmen, weil es ein gutes Gefühl ist, etwas zum Abschluß gebracht zu haben.

    lg Lämmchen

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • hallo lämmchen,,

    ich sehe das ganz genauso.
    abfinden und annnehmen sind 2 verschiedene dinge.
    ich für mich lerne das annehmen,es heisst für mich ich kann nichts daran ändern,es ist so wie es ist und dann gelingt mir das annehmen ganz gut.eben wirklich dieses in sich drin annehmen.
    hat allerdings lange lange gedauert,bis ich das auch so konnte,doch für mich hat es sich gelohnt.
    es ist nicht immer ein abschluss aber ein akzeptieren.

    glg kathrin

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