Tockenes Resümee eines Co's

  • Hallo Dagmar,

    übers Ziel hinausgeschossen ?
    Oder ein neuer Kontaktversuch mit dem Hinweis, es gibt mich noch ?
    Frag ja nur mal so .... :oops:

    Erinnert mich so ein wenig daran, was hier in den letzten Tagen bei fish und crevette geschrieben wurde.
    Dem anderen zeigen zu wollen, es gibt nich nicht mehr für Dich und wenn er entsprechend reagiert und sich von Acker macht, das dann auch wieder nicht aushalten zu können ?

    Keine Ahnung, das weißt nur Du allein, also mal nachgucken, da im Innersten ... :wink:
    Du wußtest doch, das er dort lesen kann... muß ja nicht alles bewußt abgelaufen sein ...

    Manchmal mag man doch noch nicht so ganz loslassen, inwieweit das normal ist und ab wann CO, weiß ich nicht.
    Könnte aber auch Angst mit Machtverlust mit drin stecken, oder ?

    Sind nur mal so meine Gedanken dazu...

    Liebe Grüße
    Lilly

  • Nee Lilly,
    in allen den Jahren hat es ihn nicht interessiert (nicht mal dann, wenn ich seine Hilfe gerne gehabt hätte), ich war der Meinung, er kennt nicht mal die www adresse. Nee Lilly, mein innerstes sagt etwas ganz, ganz anderes ! Kontaktversuch? Nee Lilly, dann würde ich seine täglichen Anrufe beantworten - das aber mache ich nicht sondern lasse das Bimmeln ins Leere gehen - weil es nicht wichtig ist ob oder was er zu sagen hat.

    Weißt Du Lilly, Macht hatte ich nie - ich habe mich nett dominieren lassen "Du machst das, Du machst das ect. Das einzige was ich habe ist Angst vor seiner Wut und vor seinen unsachlichen Aussagen!

    Nur dumm, dass ich mich rechtfertige, weil das ja schon wieder meine Aussagen in Frage stellt. Ich habe gerade ernsthaft überlegt, ob ich den ersten Teil lösche .... aber denke mal, ich lasse ihn stehen.

    Lieben Gruß von Dagmar

  • Hallo Dagmar,

    mir kam der gleiche Gedanke wie Lilly. Zumal ich damals ähnlich agiert habe. Ich schrieb in einem Forum, von dem ich wusste, dass er dort liest. So habe ich Dinge geschrieben, die ihm zeigen sollten, dass ich ihn nicht mehr brauche, dass er für mich gestorben ist. Ich war also in Gedanken immer noch bei ihm. Hab mir schnell etwas Neues gesucht und in den höchsten Tönen davon geschwärmt. Schön doof, kann ich im nachhinein nur sagen. Ich wollts ihm zeigen - und habe dabei übersehen, dass ich mich dadurch selbst weiter im Karussell gehalten habe.

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • Wäre auch ein logischer Schluss. Aber so oft bat ich ihn um Infos über Bastelanleitungen für eben diese Seite, da wusste er nicht mal wie er hinkommt.

    Es wäre für mich da wirklich einfacher, die Telefonanrufe zu beantworten, die jede Nacht erfolgen, glaubt mir. Nicht loslassen weil etwas nicht verarbeitet ist - dass ist ein paar Stiefel - ein anderes wäre für mich Kontakt zu ihm haben zu wollen (letzteres ist nicht der Fall, deshalb auch keine Anrufreaktionen von mir).

    Davon einmal abgesehen finde ich es recht zweifelhaft einen Dritten einzuschalten um mir ein Ultimatum zu stellen, entweder ich würde mich nun heute nacht bei ihm melden oder er würde mir morgen einiges vors Haus werfen.

    Gut, soll er, wenn ihm das eben gut tut! Mir tun Telefonate mit ihm nicht gut - dann lege ich eben eine Nachtschicht ein um das "mir vor die Tür geschmissene" zu ver- und entsorgen.

    Nicht loslassen - da habt Ihr recht - kann ich damit, wie die Situation endet, auf welchem Level das Ende steht, das werde ich vielleicht nie verarbeiten, weil ich so etwas bisher nicht kannte.

    Dass mich aber jeder - egal welcher - Kontakt über zwei Tage lähmte, das wissen sogar kleine Dummerchen wie ich. Und sogar die, erkennen irgendwann dann einmal dass jeder Kontakt krankheitsförderlich wäre und stellen ihn ab.

    Ähem, ich habe noch nicht mal geschrieben dass er für mich gestorben ist und wie toll es mir geht. Hätte ich nämlich gewusst dass er dort liest hätte ich nicht so ehrlich von meinen vielen Baustellen gesprochen, die noch renoviert werden müssen. Mich brüskiert viel eher dass er lesen durfte dass ich es noch nicht verarbeitet habe.

    Mein Ego ist nicht so ausgerichtet, dass ich behaupte ich hätte das verarbeitet. Ich habe noch nie ein Geheimnis daraus gemacht dass mir das alles weh tat und das ich das Ende so nicht einfach wegstecke. Hätte ich vom Mitleser gewußt, so wären andere Inhalte darin gestanden und nicht die In-Frage-Stellung von mir selber.

    Lieben Gruß von Dagmar

  • Liebe Dagmar,

    wenn jeder jetzt Deine Baustellen kennt, dann weißt Du ja wie Du Dich Dir gegenüber genaut dort zu verhalten hast. Vielleicht werden durch Deine Öffentlichkeitsarbeiten die Baustellen schneller geschlossen.

    LG kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Hallo, liebes Kaltblut,
    eigentlich waren es mehr die Baustellen innerhalb des Hauses (Flur nicht fertig, Möbel nicht da, Mülltonne nicht käuflich zu erwerben, Schränke fehlen oder kriege ich nicht zusammen - und nur die Baustelle der Co des nicht verstehern können und des unsauberen Endes - die ich angesprochen hatte. Denn mich haben mehr die fehlenden Dinge im Haus belastet als sein "Fehlen". Mehr meine defekten Radlager am Auto als die defekte ehemalige Beziehung.

    Aber genau das habe ich auch gedacht, ich mache keine Hehl daraus, dass ich es noch nicht verarbeitet habe, mein Freundeskreis weiß das. Es gibt also kein Lügen, kein verzieren oder beschönigen.

    Auch muss ich sagen, bis letzte Woche hatte ich noch Angst vor diesen wutvollen Attacken, mir alles mögliche auf den Hof zu werfen. Mittlerweile kann ich nur sagen "mach es" ich entsorge dann. Die Erpressung "wenn sie nicht heute anruft" durch einen dritten übermittelt, ist dieses mal fruchtlos geblieben.

    Wie es im Ernstfall wirklich ist vermag ich nicht zu sagen. Aber die Anrufe nehme ich nicht mehr entgegen und ich vertrete die Meinung, daß ich mit ihm keinerlei Berührung mehr haben möchte - nach innen und außen.

    Wie gesagt: die Eskalation hat dahin gehend ein gutes weil der Karren sich immer mehr in den Dreck fährt und es nicht möglich ist darüber die Friedenspfeife zu rauchen und wieder in alte Mechanismen zu geraten.

    Ich denke, es kommt alles so, wie es soll.

    Lieben Gruß von Dagmar

  • wes das Herz voll ist, des geht der Mund über. stammt dieser spruch nicht sogar aus der bibel? ist es nicht eigentlich ein urbedürfnis, sich anderen mitzuteilen? das kund zu tun, wo wir uns schlecht und ungerecht behandelt fühlen? es heißt ja auch, jemandem sein herz ausschütten.

    blieb früher alles auf einen überschaubaren kreis von mitmenschen beschränkt, so ergeben sich heute durch das internet ganz andere ausmaße. ist natürlich nicht so optimal gelaufen, aber ist nun mal passiert und ich kann dich in meiner funktion als terrorkrümel nur zu gut verstehen

    ich frage dich, liebe dagmar. wo wärst du heute, ohne diese unbändige wut auf deinen expartner? wärst du noch bei ihm oder hättest du ihn auch ohne wut verlassen können, so ganz still und leise?

    von mir kann ich nur sagen, hätte mein mann nicht wieder mal wider besseres wissen einen kalten entzug gemacht und ich wäre wieder mal mit dem problem krampfanfall konfrontiert worden, er würde jetzt hier ganz bequem in seinem bett liegen, die schnapsflasche neben sich. mich hat meine wut weitergebracht.

    liebe grüße - eva

  • Lieber Terrorkrümel, da hst Du nur zu Recht.

    Ohne Wut hätte ich nicht einmal erkennen können, dass etwas schief läuft - geschweige denn zu gehen. Unabhängig ob Alk oder nicht - die Beziehung tat mir nicht gut! Ja, hätte ich ihn verlassen können - still und leise - ganz sicher nicht, denn dieses still und leise setzt ja voraus, dass beide Seiten still und leise sind, nun und das bieten wir wohl beide nicht.

    Von der Warte hatte ich es nicht gesehen, ich war nur einfach stocksauer, dass er nun plötzlich nachliest was in meinem Leben ist, während es ihn alle die Jahr zuvor nicht interessiert hatte was mit Katzen oder mir läuft.

    Ich bin enttäuscht und sauer, dass hier eine Schuldverlagerung versucht wird um der Außenwelt ein anderes Bild zu verpassen. Nur sehr, sehr langsam kommt bei mir an, was mir das Umfeld schon seit Jahren signalisiert hat: "warum bist Du noch bei dem". Vom Friseur bis hin zu den Nachbarn hatte das niemand verstanden und mich oftmals mit Seitenblick befragt.

    Ncoh viel zu tief bin ich drin im "Schuld geben lassen" und darin in der Öffentlichkeit schlecht da zu stheen. Noch viel zu sehr ist das als Kind eingeprägte "was sollen die Nachbarn dazu sagen" in mir drin.

    Hi, und wenn ich mir so überlege, dann ist gleich und gleich noch lange nicht gleich ;) Er macht ja nichts anderes als ich - nur mit dem Unterschied, dass mein Medium ein anderes ist.

    Und das ich nicht versuche über andere einen Kontakt zu erpressen.....

    Lieben Gruß von Dagmar

  • eigentlich bin ich ja schon weg, aber da ist mir gerade ein bild vor augen gekommen, das ich noch unbedingt loswerden muss.

    ich stelle mir vor, ich bin eine kugel an einem langen faden. idealerweise bewege ich mich kaum, schwinge nur unmerklich hin und her, ruhe in mir selbst. doch dann bekomme ich druck. werde in eine richtung gedrängt. anfangs ist es noch leicht, mich aus der senkrechten zu bewegen. doch je höher es hinauf geht, desto schwerer werde ich für den, der mich drängt. und so kann ich mich befreien, er lässt mich fallen. nun trudel ich umher. schlage aus in richtung wut, treffe auf der anderen seite das selbstmitleid, berühre hass um gleich wieder die unerfüllte liebe zu treffen. es dauert, aber die ausschläge werden immer schwächer und irgendwann ruhe ich wieder in mir.

    also wenn ich jetzt nicht gehe, schimpft mein zahnarzt mit mir, keine zeit zum nochmal durchlesen - terrorkrümel

  • Ja, lieber Terrorkrümel, ich sehe das ähnlich: wie bei einem Mobile mit allen den Eigenschaften von Co und Alkoholiker - mit allen Gefühlen wie Wut, Enttäuschung - Umfeld ect.

    Sobald sich etwas änderst, so bewegt sich das Mobile. Wird dann wieder ruhig, bewegt sich aber wieder nach dem nächsten Zwischenfall.

    Somit habe ich auch die Überlegung, ob es wirklich gut ist sich mit einem gemeinsamen Freund zu treffen. Selbst wenn ich sage, ich will nicht, dass wir über ihn reden. So wird er unbedarft und ohne bösen Willen ihm erzählen dass wir uns trafen oder wie es hier aussieht. Also schwingt das Mobile wieder. Das sind ein paar der Punkte, die ich mir derzeit überlege.

    Denn ich denke um wirklich Ruhe reinzubekommen und um den Abstand zu wahren - für beide Seiten übrigens - ist jegliche Berührung ungut; und sei das auch nur durch Erzählungen.

    Nun gut, geht er in meine Homepages und erfährt über mich, das kann ich nicht ändern, aber das ist dann einfach sein Problem. Denn genau da möchte ich eine Fremdbestimmung nicht zulassen. Aber an vielen anderen Punkten kann ich selber etwas verhindern.

    Das ist ja diese dumme Geschichte: nur wenn man mit sicher selber im Reinen ist und sich abgrenzt ist kein Fremdeinfluss mehr da, der Power verbrät. Das aber ist - für mich - nicht möglich wenn ich Kontakt habe oder halte. Definitiv mindestens zwei Tage hänge ich immer wieder dann an dem Thema rum, das ist schädlich, beraubt mich meiner Kraft und dient dem ehemaligen Paar auch kaum.

    Lieben Gruß von Dagmar

  • Langsam, zugegeben sehr langsam, kehrt Ruhe in Heim und Seele ein. Die Kräfte scheinen ebenfalls, wenn auch hier sehr langsam, zurück zu kehren.

    Ich beginne, auch recht langsam, mir dessen bewußt zu werden was ich benötige. Gestern habe ich mir schöne neue helle Küchenmöbel aus Buche bestellt, bisher nur vier Teile (die wichtigsten), die ich dann ergänzen kann wenn alles mal steht und ich meinen tatsächlichen Bedarf kenne.

    Ganz nebenbei ist ein Kleiderschrank mitgegangen, da alle Kleidung auch nur bedarfsmässig hängt. Geliefert wird dann alles in zwei Wochen, was nochmals heftig wird, weil da in allen Räumen auf- und umgebaut werden muss. Couchen, Bett, Küchenmöbel, Kleiderschrank....

    Ich beginne mir wieder Nahrung zusammenzustellen, die gesund ist wie Salat - weg also von der ruckzuck Seitenwürstchen- oder Pizza-Mentalität.

    Im Garten habe ich mich heute etwas dem Unkraut gewidmet und dabei festgestellt, dass hier in der Gegen wild jede Menge Fuchsschwanz wächst. Ist mir allerdings erst auf Nachfrage klar geworden, als ich diesen schon gerupft hatte.

    Meine Papier sind langsam wieder auf dem laufenden, Reklamationen wegen fehlendem Antennenkabel bei der Stereoanlage ect. gehen auch voran. Jetzt beginnen die "ich bin umgezogen"-Briefe.

    Es kehrt nun also mehr Ruhe ein, die wichtigsten Dinge sind zumindest mal bestellt, damit demnächst das Häuschen ein Wohlfühl-Häuschen ist.

    Lieben Gruß von Dagmar

  • Das freut mich Dagmar - Du klingst ruhig und mhmhm - fast zufrieden? Ich wünsch Dir noch mehr, als Du Dir selbst, nämlich dass Du Dir regelrecht Deine ganz persönliche Wohlfühl-OASE schaffst aus Deinem -häuschen...

    Geniesse das Jetzt!

    LG Skybird

    Lebendige Grüsse
    skybird

  • Ruhiger, ja und langsam geht es in eine zufriedenere Richtung. Ich denke, Glück ist eine andere Sache, das wird noch dauern - aber das ist wohl auch gut so.

    Ich stelle nämlich fest, je mehr ich zur Ruhe komme und neutraler nachdenken kann, was ich so alles ausgeblendet habe im ersten aller-Welts-Schmerz. Mal nur Lapalien, mal die Hammerversionen: sie alle standen nicht mehr neutral im Raum als Punkte, die ich nicht in einer Beziehung haben möchte, sondern ich habe sie unter den Tisch gekehrt. Warum eigentlich dieser Verdrängungsmechanismus in Zeiten der Trennung, während diese während den aktiven Zeiten (soll ich sagen, in der Zeit, in der ich mir der Beziehung "sicher" meinte sein zu können?) diese mich doch soviel Unverständnis gekostet hatten?

    Während ich quasi nicht los lassen konnte (was ich auch immer noch lernen muss) sind doch genau die Dinge weiter gegangen, die mich innnerhalb der Beziehung wahnsinnig gemacht hatten. Warum nur erlaubt der vermeintliche Schmerz eine solche Verdrängung?

    Ich selber erledige negative Dinge oder komplizierte Dinge zumeist recht schnell, weil die lange Bank diese Dinge nicht einfacher macht. Genau der Gegenzug meines Ex-Partners. Ich aber habe das geschickt in eine Ecke gestellt, so als quasi "war ja nicht so schlimm" und komplett vergessen, welche Folgen das zuweilen hatte.

    Wenn ich dann so überlege, wie wenig ich damit klar kam, dass er vor jedem Problem davon lief. Und dass dieses immer noch der Fall ist - erst aus dem Elternhaus dahin wo wir beide wohnten, nun, wo das Umfeld droht alles zu erkennen, wieder eine räumliche Flucht. Alles Dinge, die meiner Meinung nach das Leben schwerer machen und einen imensen Schwanz mit sich bringen, aber auch alles Dinge, die ich damals nicht einmal sehen konnte. Geahnt schon irgendwie, sogar für mich in Worte gefasst, aber doch wieder als "nicht mein Ding" weg gestellt.

    Derzeit gehen die Überlegungen, da kein Kontakt ist und er mich derzeit nicht kontaktiert, recht neutral vor sich - eigentlich in Momenten wo es mir gut geht und der Gedanke kommt "gut, dass nicht" Hoppla, jetzt kommt genau das, was ich zuvor weggeschoben habe wieder ans Tageslicht. Das, was ich zuvor nicht sehen wollte, hätte ich doch Konsequenzen ziehen müssen, baut sich langsam vor mir auf. Wie eine Wand, gegen die ich renne - pardon rannte in der Zeit der Beziehung.

    Komisch, nun sehe ich den Berg vor mir, der in Beziehungszeiten lauter kleine Bergchen waren, die aufgrund der geringen Höhe dann einfach von mir "vergessen" wurden. Gerade so als wäre ich ein Freund der Mathematik scheint es so, als habe ich lauter Teilmengen gemacht, diese dividiert statt multipliziert um sie dann irgendwie auf nahezu o,4 zu bekommen um sie dann abzurunden. Schöne Mogelei gegenüber mir selber....

    Erschreckend....

    Lieben Gruß von Dagmar

  • Für "ihn" Plunder, ich freue mich dass diese Dinge nun wieder da sind. (Er forderte die Schlüssel vor Mietende ab und ich konnte weder alles abholen, noch entrümpeln).

    Nun habe ich meine verbliebenen zwei Katzentoiletten abholen können - super, Red hat nämlich bereits sein Winterquartier bezogen ;) Es gefällt ihm so im Gewölbekeller, den ich derzeit bei den warmen Temperaturen zum austrocknen offen habe, dass er bereits darin liegt :)

    Mein guter, steinalter Frotteemorgenmantel, den ich vermisst habe und einiges an Küchenkräutern, die zwar gelitten haben, bei meiner guten Pflege aber hoffentlich wieder bald "hallo" sagen werden.

    Das alte, gemeinsame, Heim löste nahezu keine Gefühle aus - nicht einmal negative. Einfach nur schnell weg hier, es erschlägt und erdrückt Dich sogar wenn Du nur kurz etwas abholst. Auto bepackt und aus dem dunklen, noch schattigen Ort wo um mich herum nur Beton ist raus ins Grüne, in mein Heim, wo nun die Sonne aufgeht, meine Katzen durch die Gegend tigern und der Brunnen gleich mal Wasser für die verdursteten Blumen gab.

    Nachbar Alois hat gestern meine Müllmarke gefunden (die werden nach Leerung abgerissen und somit entwertet) und mir gleich ans Auto gesteckt, damit ich sie nochmals verwenden kann :) Super, der Mann.

    Der KFZ-Doktor hat mein Vehikel gestern auch wieder auf Fordermann gemacht - beide hinteren Radlager defekt, zu einem humanen(humansten, denkbaren) Preis und somit bin ich wieder im Besitz eines Autos und nicht eines Autos, welches sich fährt wie ein Traktor und auch ähnliche Geräusche macht .... ganz zu schweigen vom Fahrgefühl :) Ich habe ihn noch gestern, als Freunde da waren auf einen gemütlichen Kaffee eingeladen und wir sind dann ins "Du Nachbar" übergegangen.

    Wieder ein Part erledigt :)

    Wie muss das erst sein, wenn ich wieder Kräfte habe - wie muss ich mich dann erst fühlen. Alleine das, was die Menschen hier ausströmen ist so ganz anders. Genauso weitflächig wie die Gegend hier so offen sind die Leute - im anderen Ort, so eng wie der war, so eng waren auch die Menschen gestrickt. Der alte Ort übrigens war schon seit Bestehen ein Ort, den niemand wollte. Dieser Ort wurde von Mätresse zu Mätresse weitergeschenkt. Niemand wollte den Ort ... und genau so fühlte ich mich dort .... ein Ort, den niemand wollte..... Ein Ort, der nichts geben konnte .... Baulichkeiten, die erdrückend waren....

    Mich hätte die Geschichte des alten Hauses interessiert und irgendwann einmal werde ich versuchen sie zu erfahren. Dieses Haus hat mich so bedrückt, dass ich das Gefühl habe, in diesem ist - woher auch immer - eine schlechte Kraft. Oder die Wasserader die im Keller verläuft ich weiß es nicht, aber noch nie habe ich (von Anfang an) bei diesem alten Haus so viel Kraftraubendes verspürt.

    Schön, dass ich nun woanders angekommen bin.

    LIeben Gruß von Dagmar

    Mit diesen Gefühlen und diesem Wissen bin ich nur glücklich gegangen zu sein, da kann ich noch nicht einmal (derzeit) Wut oder Enttäuschung verspüren auf das, was ich hinter mir gelassen habe.

  • Zitat von dagmar007


    Schön, dass ich nun woanders angekommen bin.

    Liebe Dagmar,

    Du klingt so... weiss nicht... so "angekommen"... so "zu Hause"... irgendwie "geborgen" fast schon - einfach schön! :)

    Das wollt ich nur kurz sagen. Und eine gute Nacht wünschen. Und Dir einfach wieder einmal auch Danke sagen. Danke!

    Liebe Grüsse,

    c.

  • Mir geht es recht gut, auch wenn ich wie auf Kohlen sitze, dass endlich in den nächsten Wochen die Möbel kommen. Ein Wohnzimmer ohne richtige Sitzmöglichkeit ist einfach nicht so prickelnd.

    Tulpen- und Narzissenknollen sind gekauft, nachher hole ich Erde um mal alles für das blühende Frühjahr vorzubereiten. Die ersten zaghafte Versuche in einer noch unvollständigen Küche wurden in Form von Pizza (Gewürze ect. fehlen noch großteils) mir Erfolg absolviert :)

    Nächtliche Telefonanrufe gegen 1.30 Uhr und dann wieder 2.00 Uhr konnte ich ohne Schlafverlust durch drehen auf die andere Seite in die Schublade "armer Wüterich" legen.

    Etwas mehr genervt hat mich dass er in meiner Katzencommunity Beschimpfungen wie "Mietnomadin" gegen mich vom Stapel ließ. Nun gut, sein Problem, wenn er solche Wut in sich verspürt.

    Ist komisch, diese Geschichte von den Dingen, die noch im Haus sind weil er mir ja die Schlüssel abverlangte.
    Erst drohte er mir einen Container auf meine Kosten zu schicken - dann wollte er mit dem Anhänger vor die Türe schütten - dann sollte ich es abholen.
    ...kurze Ruhepause....
    Nun kommt wieder die Drohung mir alles vor die Türe zu schütten. Fotos meiner Hinterlassenschaften wären gemacht.

    Nur gut, dass meine Umzugshelfer integer sind und dass wir gemeinsam in diesem Haus wohnten. Er also von Anfang bis Ende der Mieter des Hauses war und ich nur Untermieter..

    Hier konnte ich für mich nur spüren schlimm wenn er in sich selber so viel Wut verspürt dass schon wieder Drohungen los geschossen werden. Ist das vielleicht die Unzufriedenheit dass ich losgelassen habe? Ist das vielleicht die Wut eines Narzissten, der tatsächlich nicht mehr kontaktiert wird?

    Was auch immer es ist - mir schadet es jetzt weniger als ihm selber konnte ich feststellen.

    Lieben Gruß von Dagmar

  • :D *freu*....yeah....Du schenkst ihm keine Energie mehr und er versucht alle Tricks, die er drauf hat, dass Du auf ihn reagierst ..... und das machst Du nicht mehr. Das freut mich soooooooooo sehr für Dich. Super!!!!

    Viele liebe Grüße
    Ingrid :D

  • Es ist auch ein gutes Gefühl - zwar wie gesagt, noch nicht ganz so wie ich es gerne hätte, aber der Weg ist das Ziel.

    Ich spüre es so, wie meine Kraft sinnlos verpufft in aller Wut. Meine Kraft, die viel besser beim Unkrautzupfen untergebracht ist. Meine Kraft, mit der ich doch so viel schönes machen kann und kreatives.

    Klar, ich mache mir schon meine Gedanken und freuen tu ich mich nicht über solche Beleidigungen. Dennoch: seine Kraft und seine Zeit, die er aufwenden muss um sich eine anonyme E-Mail-Adresse zu beschaffen, sich in meinem Forum anzumelden um dann den Eintrag 6 Stunden später doch gelöscht vorzufinden.
    Hier denke ich mal, er behindert sich selber in seinem Weg und lebt nicht in seinem Leben und seiner neuen Beziehung sondern in unserer ehemaligen, alten Beziehung, wenn auch nur durch Wut und Hass. Wobei ich denke, Wut und Hass sind sich ziemlich ähnlich: sie binden und sie kosten Kraft.

    Lieben Gruß von dagmar

  • er spürt, dass er immer weniger macht über dich hat, will es aber nicht zulassen. da wird sich aber seine neue beziehung auch nicht gerade darüber freuen, wenn er all seine energien immer noch auf dich gerichtet hat.

    hauptsache, du schützt dich und passt gut auf dich auf - eva

  • Hallo Ihr Lieben,
    ich würde mal in Frage stellen, ob seine neue Freundin das überhaupt blickt, da er ihr es kaum sagen wird. Bei einer Wochenendsbeziehung kann man/frau viel vertuschen (so begann es ja auch bei uns). Davon mal abgesehen wird er es so treiben wie bei mir "die böse Ex", hatte ich aber nicht tiefer nachgehackt weil mich das damals echt nicht interessierte.

    Ich denke, ich versuche mich, so gut wie möglich zu schützen indem ich mich mit Dingen auseinandersetze, die mich erfreuen.

    Eigentlich sollte ich GuV-Aufstellungen machen - statt dessen genieße ich die morgigen Sonnenstunden hier und kümmere mich um Frühjahrs- und Herbstbepflanzung. Blumen, die mich im Frühjahr erfreuen und Chrisanthemen, die mich jetzt freuen.

    Gerade in diesen Wutzeiten ist für mich wichtig zu sehen was ich jetzt gewonnen habe. Und wenn es nur das freie Wohnen im Grünen sein sollte, dann ist schon das Lebensqualität. Die gesundheitlichen Aspekte sind ebenfalls sehr weitreichend!

    Ich kann zwar nicht für mich selber sicherstellen, immer die Kraft zu haben, diese Angriffe an mir abperlen zu lassen, aber ich kann es versuchen. Und jede 24 Stunden ohne Stress sind schöne 24 Stunden. Letztens lag ich im Bett, kurz vor dem Einschlafen, konnte nur danke sagen für 24 gute Stunden und dachte "huups, ähnlich einem Alkoholiker, der auch für die nächsten 24 Stunden und sich selber bitten dürfte".

    Lieben Gruß von Dagmar

Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!