Tockenes Resümee eines Co's

  • liebe dagmar,

    du liest dich klar strukturiert und hast ganz tolle intensive gedankengänge....
    danke dir, fürs teilhaben lassen, du hast mit deinem herzen gesprochen...hmmm.... klasse !

    DER weg lohnt sich immer...liebe dagmar...

    bleib auf deinem weg !

    lg
    fuego

  • Hallo Ihr Lieben,

    ich sprach in einem anderen Beitrag das Thema "gut aussehen" an, Worte, die meine Freundin an mich richtete.

    Dabei ging es nicht um Aussehen als Aussehen in Form von Superfrau oder so sondern dass ich, Teenagerspätlese, mollig, zwar so aussehe wie sonst und doch verändert.

    Gut in Form von entspannt, relaxt, mit dem Leben in Einklang. Ich hoffe auch, dass das so bleibt. Ich spüre auch eine von mir abgefallene Last, dass ich dem Nachbarn nicht mehr öffne. Begriffen hat er nicht als ich ihm sagte "ich will alleine sein und das hole ich mir indem ich meine Tür nicht öffne oder das Telefon nicht abnehme".

    Gesagte Wort am Sonntag, bereits am Dienstag zwei Telefonanrufe. Ich merke einfach, wie sehr mich das genervt hat, nunmehr verliert es an Bedeutung weil ich gesagt habe meine Türe bleibt zu. Das ist natürlich im Gehirn nicht angekommen, aber Hauptsache in mir :)

    Gestern war ich früh - in meiner Privatzeit - am Arbeitsplatz um einige Fotos zu machen. Ich hoffe, dass es dort keine Rationalisierungen gibt, die mich als Neueinstellung treffen, ich fühle mich dort sau wohl. Von den Kollegen kommt Vertrauen und Offenheit und wenn ich mir überlege erst mal grad zwei Monate dort zu sein, ist es schon toll, was mir entgegengebracht wird.

    Ein bischen muss ich auf mich aufpassen. Ich würde gerne in einem Laden in meiner direkten Nähe einkaufen, allerdings neben dem Arbeitsplatz meines Ex, der ja nicht ganz gewaltfrei ist. Nunmehr weiß ich dass an seinem Arbeitsplatz 30 Kündigungen ausgesprochen wurden und Kurzarbeit herrscht. Mit der Erkenntis, dass sein täglicher Arbeitsweg 80 km einfach sind, ist die Frage ob da tatsächlich noch eine Gefahr auf mich wartet.

    Aber das ist so ein feiner Grad, wo ich ganz arg aufpassen muss um zwischen "Sicherheit" und "endlich nicht mehr fremdgesteuert" reagieren zu können.

    Derzeit mache ich einen längeren Weg zu einem anderen Laden der Kette weil ich einfach denke, ich muss nichts provuzieren. Früher oder später muss sich das ändern, aber das spüren wann ist "zu früh" oder "zu spät" ist noch nicht da.

    Lieben Gruß von Dagmar

  • Wie sich doch alte Erlebnisse einbrennen: an meinem letzten Arbeitsplatz hatte ich drei Wochen Urlaub. Als ich zurück kam war meine Chefin nicht mehr meine Chefin, einiges an Personal gekündigt und ich hatte eine (unberechtigte!) Abmahnung.

    Nunmehr hatte ich gestern einen Tag frei um zum Zahnarzt, 120 km entfernt, zu fahren. Seit gestern hatte ich ein unwohles Gefühl, ob sich wohl etwas abgespielt hat - was einmal war - könnte ja wieder sein. Als gebranntes Kind habe ich noch keinen Abstand vor diesem Erlebniss.

    Zumindest viel Arbeit müsste auf meinem Schreibtisch liegen, das schien mir sicher.....

    Schön aber, wenn das Leben sich zeigen darf, wie es sein kann:
    Es lag keine "Arbeit" im schlimmen Sinne da.
    Es lag eine nette Info da, wo jemand mit mir mitdachte, damit wir unsere gemeinsame Arbeit gut hinkriegen und eine liebe, lustige Mail meines Chefs. Einfach nur eine spassige Sache weil wir mal Witze gemacht haben über Menschen, die Angst haben älter als 40 zu sein.

    Schön, die Erfahrung gehabt haben zu dürfen. Vielleicht gibt es noch mehrere davon, damit diese - unberechtigte - Angst wieder bearbeitet werden kann und schwindet. Ich werde mal meine Psychotherapeutin darauf ansprechen ob es da ausser guten Erfahrungen noch andere Wege gibt.

    Es ist so - egal ob Partnerschaft oder restliches Leben: das was uns schockt, das brennt sich ein. Mal mehr, mal weniger.

    Lieben Gruß von Dagmar

  • Jetzt geht die "Arbeit" erst richtig los.

    Gibt es angenehme Menschen in meinem Leben, dann muss ich lernen diesen nur einen Randbereich einzuräumen um mir keinesfalls Fixierungen zu erlauben. Immer schön in meine Mitte kommen, ächz ist das schwer. Ich habe mir heute sogar schweren Herzens eine kleine Feier entgehen lassen um genau zu sagen "stop" um mich nicht zu verfangen. Es geht mir gut in gewissen Kreisen und deshalb dürfen diese nicht mein Zentrum sein.

    Noch nicht - sollte ich mal in der Lage sein, richtig gefestigt zu sein, warum nicht. Aber derzeit geht alles in die richtige Richtung aber wackelig.

    Zum positiven kommt das negative: ich muss lernen, Menschen, die mir nicht gut tun wirklich aus meinem Leben komplett auszuschließen und nicht aus Mitleid wieder "kurzzeitig" hereinzuholen um dann von diesen "überrannt" zu werden.

    Dieses konsequente ist viel, viel schwerer als ich dachte. Gerade auch sich selber positives nicht zu erlauben in den Bedenken sich in Gefahr zu begeben. Aber ich weiß, dass das sein musste. Ich spüre diese Fixierung auf bestimmte Menschen, die ich nicht will und die für niemanden gut ist, also Sicherheitsabstand.

    Statt also liebe Menschen zu genießen war ich wie geplant einkaufen, was ich nicht gerne tue, habe mir aber zwei Rosensträuße genehmigt und neue (günstige Bezüge) für die Balkonmöbel. Die kommen in den nächsten Tagen (und wenn es nur stundenweise ist) raus - ebenfalls die Auflagen der Holywoodschaukel. Ein Grillkorb ist nun ebenfalls mein eigen. Ich bin froh, das erledigt zu haben, obwohl diese Entscheidung schon in mir nagt....

    Lieben Gruß von Dagmar

  • Und sie geht weiter, diese Arbeit, da die Co-Abhängigkeit ja alles Bereiche des Lebens betreffen kann. Sei es die Hilfestellung, die ich anbieten möchte oder aber Gefühle, die ich von außen verspüre und es gewohnt bin mich als Anlass für solche zu nehmen.

    Meinem Arbeitgeber ist ein größerer Kundenauftrag auf Eis gelegt worden, 3 Arbeitsplätze dürfte das betreffen - rein kalkulatorisch. Mir also gleich das Gesicht runtergefallen, betriebswirtschaftliche Überlegungen um zu versuchen an anderer Stelle dieses Manko reinzuholen. Soweit so gut und o.k., aber genau nur bis hier. Hier bin ich mit meinem Ansatz zufrieden, weil er sinnvoll und wirtschaftlich notwendig ist, aber ich kann nicht die Verantwortung für solche Ein- oder Ausnahmen tragen (was auch niemand verlangt!). Also ein Punkt, der Achtsamkeit verlangt!

    Eine weitere Eigenschaft sehr sehr feinfühlig auf die Stimmungen von mir nahe stehenden Menschen zu reagieren. Ist also jemand angespannter als sonst und es kommen belastende Punkte, so neige ich dazu meine Existenz, meine Arbeit oder meine Person in Frage zu stellen.... Blödsinn, so wichtig bin ich nämlich nicht :) Aber auch hier gilt es für mich "innehalten" beruhigen und wieder Bodenkontakt bekommen.

    Kontakte überhaupt,
    ein Thema, welches nun erst zu Wertigkeit kommt. Ich hatte alle die Monate genug zu tun mich in Sicherheit zu bringen und mein Leben aufzubauen. War evtl. nach außen hin ziemlich abgekehrt. Es könnte jedoch sein, dass ich mein Gefühl der Abkehr auf andere projeziert habe.

    Aufgefallen dadurch dass jemand seit längerer Zeit mir bekannt ist und als angenehm aufgefallen ist. Ich jedoch das Gefühl hatte, er wäre unsicher mir gegenüber. Deutlicher und netter kann man(n)/frau Fürsorge bzw. Interesse aber nicht zeigen, als es hier der Fall ist. Wenn ich nachträglich versuche mich zu reflektieren, dann frage ich mich, ob dieses Verhalten nicht schon das letzte halbe Jahr sehr auf Entgegenkommen gerichtet war nur ich es nicht sehen konnte. Es gab vom ersten Tag an Hilfsangebote, die ich nie angenommen habe. Das kann nämlich auch wirken wie Distanzierung von mir aus. Ich war der Meinung, ich muss meine Dinge alleine schaffen, der andere kann das Gefühl haben, ich will alleine gelassen werden.

    Augenkontakt auf gleicher Höhe und körperliche Distanz, überwiegend im Bereich der Herren der Schöpfung. Ich habe im letzten halben Jahr Menschen kennengelernt, die meinem Herz schon etwas "näher" gerückt sind. Wenn ich mich beobachte und zurückdenke, so bin ich erst jetzt in der Lage diesem Menschen "richtig" gegenüber zu stehen, also in greifbarer Nähe. Zuvor hielt ich immer einen körperlichen Abstand ein, der ein zufälliges Berühren unmöglich gemacht hätte. Es scheint so zu sein, da auch die Gegenseite anders und sehr spontan reagiert, dass ich zuvor selber Barieren aufgebaut habe, körperlicherweise. Wie ich mich kenne, sind das verschränkte Arme ect. Aufgefallen ist es mir nicht, dass ich mich so verhalten habe. Es hätte aber meinem damaligen, ängstlichen, Gefühl entsprochen. Somit würde sich auch die Spontanität der Mitmenschen erklären, die nun noch offener wird.

    Ich selber muss also nicht nur stark auf Reize von außen regieren, auch fälschlich, sondern auch noch überdeutlich körperlich selber reagieren um somit dem anderen (unbewußt und auch falsche) Signale senden. Diese könnten Unsicherheit und Angst oder Zwiespältigkeit entsprechen.

    So ganz genau habe ich das Puzzle noch nicht zusammen setzen können. Auffällig ist jedoch, dass ich immer wieder versuche Dinge in Zweifel zu stellen, die mir gesagt werden bzw. meine mich verhört zu haben oder Theorien aufzustellen, die so unnötig sind wie ein Kropf. Daran heißt es zu arbeiten.

    Mittlerweile hat mein Mut gereicht dort einzukaufen, wo der Exlover arbeitet(e). Davor hatte ich große Angst und habe auch Umwege in Kauf genommen. Am Freitag wollte ich sehen ob ich es schaffe (ich hätte mir auch erlaubt weiterzufahren, aber ich wollte den Ansatz wagen).

    Es geht mir jedoch nicht ausgesprochen gut während dieser Tage dieser Erkenntnisse. Das jedoch scheint bei mir nicht unüblich zu sein, das kenne ich ja aus den letzten Monaten. Jeder Veränderung oder Besserund oder Erkenntnis gehen unklare Gefühle voraus, die mich etwas aus der Bahn werfen.

    Lieben Gruß von Dagmar

  • Umwälzungen sind schwer, tun weh und ich würde gerne darauf verzichten. Vor allen Dingen dann, wenn es Dinge betrifft, die mir schwer fallen. Aber mit jeder "Erledigung" scheint neues Glück in mein Leben treten zu dürfen.

    Ich habe gestern von mir aus den Nachbarn aufgesucht, der sehr fordernd auftritt um quasi einer Freundschaft Nachdruck zu verleihen. Ohne ihn auf sein irrigiges Verhalten aufmerksam zu machen konnte ich ihm sagen dass er mich einengt und ich mich so nicht wohl fühle.

    Zwar hat sich deshalb nichts geändert, er nutzt eher dieses wieder sprechen können dahingehend dass er in meine Gespräche mit anderen lieben Menschen platzt, aber für mich war wichtig das gesagt zu haben was gesagt wurde.

    So als wäre es die Belohnung für meinen Mut gestern und den den ich mir heute genommen habe habe ich ein langes Gespräch im Sonnenuntergang führen dürfen, welches einfach nur mein Herz und meine Seele streichelte. Einfach nur wunderschön mit einer Seele, die ähnlich fühlt, Gespräche führen zu dürfen, die langsam - von Gespräch zu Gespräch - tiefer, enger und vertrauter werden.

    Ich kenne sie noch die Facetten: anbaggern, imponieren, sich ins Beste LIcht rücken. Jetzt darf ich gerade etwas ganz anderes kennenlernen: Herz und Seele zu öffnen und geöffnet zu bekommen. Fürsorge zu bekommen, die nichts mit partnerschaftlicher Verpflichtung zu tun hat. Menschen kennen zu lernen, die ganz ähnlich ticken, vielleicht ebenso "kompliziert/vorsichtig" sind wie man/frau selber, die es aber sehr wohl schaffen den Weg aufeinander zu zu gehen.

    Immer und immer wieder denke ich: alles das wäre und würde nicht passieren, wären nicht die Grausamkeiten und Narben der letzten Jahre entstanden. Gerade so, als würden jetzt bei mir heilende Pflanzen die Gesundung des ganzen Organismus beeinflussen, obwohl doch nur ein Teil des Körpers krank war.

    Gerade so, als würde der ganze Körper nun gestärkt werden, während die chronischen Krankheiten sich auf dem Weg der Besserung befinden.

    Wohin alles führt, ob es so positiv bleibt oder nicht kann wohl niemand sagen, kann nur ich selber versuchen zu beeinflussen; auch dadurch, dass ich mit der Auswahl derer, die meine Seele berüheren dürfen, vorsichtig bin. Aber es ist ein unermessliches Gefühl das spüren zu dürfen.

    Lieben Gruß von Dagmar

  • Ein gebranntes Kind spürt mehr, liebe Dagmar. Viel Freude noch beim weiteren auf-spüren und fühlen....LG Karotte :wink:

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Guten Morgen, liebe Karotte,
    da hast Du ganz sicher recht mit dem "mehr spüren" das macht es meines Erachtens aber auch schwerer.

    Viel mehr Chancen gespürte Gefühle zu zerreden, in Frage zu stellen, an sich und den eigenen Wahrnehmungen zu zweifeln um dadurch dann wieder "abzustürzen". So schön alles auch ist, ganz einfach eben auch nicht. Immer wieder kommt der Punkt wo ich mir sage "Erdung" verlier Dich nicht.

    Ja, liebe Karotte, es scheint so zu sein, dass sich da gerade eine ganze Portion entwickelt. Während ich früher genervt war, wenn jemand sich in Gespräche mit einem Menschen einmischt den ich mag, ist es mir nun wurscht. Soll sich doch einmischen wer will, wenn wir wollen, dann bauen wir unseren Kontakt aus, wir können nicht immer belauert werden.

    Wo ich früher mit Eifer die Eifersucht suchte und fand ist das nun weg. Musst Dir vorstellen, gestern tolle Gespräche, und schon platzt mein Belagerer in diese Gespräche und muss versuchen sich in den Fordergrund zu spielen. Eigentor! Unabhängig dessen, dass wir nicht unbedingt seiner Meinung waren haben wir ihn trollen lassen und unser Gespräch dann später weiter geführt :)

    Wir - ein Wort, in welches ich schon lange, lange niemanden eingebunden habe der nicht schon langjährig in meinen Freundeskreis gehört. Eigentümlich: dieses wir. Gestern befremdlich, als mir fürsorglich gesagt wurde "bauen wir halt ein Tor wenn Dein Ex vorbei kommt". Süß, auch wenn damals keine Tore geschützt hätten, so dürfte die Gefahr jetzt gebannt sein. Aber diese Umsicht und Fürsorge ist schön.

    Aber es ist alles noch zu neu und flüchtig Bekannte beginnen nun eben sich auf etwas persönlicher Ebene zu treffen und auszutauschen, da sind noch alle Entwicklungen (in jede Richtung) möglich.

    Es erstaunt mich sehr, wie die Basis dieser Gespräche ist im Gegensatz dazu, wie die Basis von Gesprächen noch vor Jahren war. Natürlich bin auch ich älter und anders geworden. Aber die Menschen, die ich zuvor anzog, die erzählten wo man gut essen kann, welche Aktivitäten man doch machen könne oder sie gerne machen und und und. Hier sind wir nun bei dem was man/frau für sich oder das Leben möchte, welchen Standard man/frau wirklich braucht, möchte oder nicht oder wie die Einstellung zur Familie/PFlege/Tod ect ist.

    Ich stellte mir die Frage ob ich früher solche Menschen übersehen wollte/habe - sie nicht kennenlernen wollte (denn es gab sie auch schon) oder einfach nicht die Geduld hatte eine Entwicklung abzuwarten und in der Zwischenzeit von einem "Blender" abgeschleppt wurde. Oder wirkte ich früher nicht so, dass diese Gespräche angesagt waren? Ich weiß es nicht .... im Freundeskreis gab es schon immer den Tiefgang, selten aber bei Menschen, die ich neu und nicht auf partnerschaftlicher Ebene kennenlernte.

    Lieben Gruß von Dagmar

  • Dagmar, das ist doch schön... mir geht das teilweise sehr ähnlich wie Dir. Und mit den Begegenungen habe ich festgestellt das es oft was Wellenartiges hat im Leben..in manchen Zeiten ist Mensch sehr alleine und dann kommen da plötzlich wieder viele Kontakte. Und vielleicht alle paar Jahre auch ganz besondere Kontakte....
    Es ist nicht so wichtig warum..eh keine gute Frage. Eher ist es doch wichtig das es ist und vielleicht die Frage, wenn es Dich sehr wurmt, wofür es gut ist.
    Das Geheimnis ist glaube ich das anzunehmen was passiert, Geduld zu haben, abwarten zu können, das was da ist zu begrüßen und zu beobachten... Aber das ist auch das schwere...also mir fällt es sehr schwer. Und manchmal wenn ich mich erstmal gesträubt habe...geht es später doch gut und besser... sicher hat das auch mit Gesprächen zu tun die ich dann suche. Doch manchmal denke ich auch..Du hättest Dich nicht so schlecht dabei fühlen brauchen..hättest einfach Vertrauen haben können...und trotzdem das Gespärhc suchen...
    Aber das ist wohl einfach manchmal die Erinnerung an zuviel Fremdbestimmung.... Ich möchte ICH sein...immer...und mich nicht von Anderen bestimmen lassen, oder das diese Entscheidungen für mich treffen. Genauso möchte ich anderen Ihren Weg lassen...
    Dagmar, weitermachen, Passt scho..oder, was meinst?
    Sei ganz Lieb gegrüßt Du tolle Frau!

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Hallo Dagmar,

    schön Dich und Deine Veränderungen immer wieder zu lesen.

    Bei dem was sich früher in meinem Kopf abspielte, war ich nicht in der Lage Feinheiten zu beachten, zu hören und auszuwerten. Da folgten gewaltige Ausschläge und dann ein wegsacken und es kam keine Ruhe ins Getrieb, ein ausgeglichenes Dahinplätchern war die Ausnahme. Heute ist das was anders und es sieht ganz gut aus, daß das auch so bleibt.

    LG Kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Ja, ne Mensch wird sehr sensibel... das habe ich auch festgestellt. Das hat sicher mit der geschulten Wahrnehmung zu tun... Wenns dann noch mit dem entsprechendem Handeln klappt is es ein voller Erfolg!
    :wink:

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Ach liebes Kaltblut,
    ich selber finde es manchmal gar nicht so schön, innerhalb der Situation ;) Wobei ich aber schon selber weiß, dass genau diese "eigentümlichen" Gefühle den nächsten Schritt einleiten.

    Denn eines ist auch Fakt: meine Situation ist gut, glücklich und schön - aber nicht einfach. Ich spüre so viel, das neu ist und was ich schwer einordnen kann.

    Wie Karotte schon sagt, man/frau ist sehr sensibel, spürt also mehr als man/frau/ich eigentlich will. Das beginnt am Arbeitsplatz und geht im privaten Bereich weiter. Dieses mehr fühlen verursacht halt auch mehr Wallung innerhalb von mir und somit immer mehr "Erdungen".

    Das mit dem "Handeln", liebe Karotte ist nun eben genau der Lernweg. Eben genau das weiter leben und stabilisieren was ich schon seit Monaten versuche.

    Die Änderungen der letzten Zeit müss(t)en sich also stabilisieren. Das beginnt am Arbeitsplatz, wo alle Arbeitsverträge erstmals 6 Monate sind, dann wieder 6 und dann unbefristet.

    Das geht weiter mit dem Nachbarn, der gerade wieder in den Hof einfährt (dritter Tag in Folge - meine Türe bleibt aber zu :)

    Und es wird sich zeigen innerhalb der Kontakte, die derzeit auf Stabilisierung/Intensivierung zusteuern.

    Na ja, Ihr Lieben, dann lassen wir das Leben mal rauschen und versuchen gut in den Kurven zu liegen :)

    Lieben Gruß von Dagmar

  • Genau, liebe Dagmar, nur den Mut nicht verlieren! Frauen sind sowieso wie Wasser...mal ganz schnell...mal langsam, immer fließend, die Form suchend...immer in Bewegung. Und nehmen das drumrum mehr mit und ein...Männer sind da bissle gradliniger, Zielorientiert...so von Grund auf (jeder hat ja auch beide Anteile in sich)... Das wird schon alles.
    (Männer sind eher wie Feuer)...
    Laßt uns vertrauen haben, vorallen in uns Selbst. :wink:

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Geniales Wetter, seit 7.00 Uhr bin ich aktiv und versuche handwerklich etwas auf die Reihe zu bringen, mit mässigem Erfolg ;)

    Ich hatte Angst vor dem Frühjahr und der sonnigen Zeit dass mich hier die Gedanken in die vergangene Partnerschaft ziehen. Dem ist nicht so, schon mal Glück gehabt. Ich verspüre gerade so ein Jonglieren zwischen Vergangenheit - vor der Suchtbeziehung - und dem jetzt. Nicht so ganz einfach. Ich habe früher einige Bands gemangt. Wenn ich deren Stücke höre dann kommt natürlich viel hoch an eigenem Erleben, Erlebnissen und so manchen Fragen für heute und morgen.

    Ich stelle fest, dass ich ganz ganz vorsichtig sein mit der Dosierung vieler Dinge/Kontakte. Immer wieder brauche ich ganz klare "Stopp"-Punkte wo es einfach Zeit wird ein Thema nicht per Gedanken zu stark zu bearbeiten.

    Bezieht sich oft auch auf das "was war früher (vor der Suchtbeziehung) wie und was ist jetzt anders" oder was wünsche ich mir an Entwicklung für mich.

    Lieben Gruß von Dagmar

  • Zuweilen ist ein Lernpfad auch ein Trampelpfand, ich persönlich empfinde es gerade so. Wohl beginne ich nun zu lernen, was mir gut tut, wieviel davon unschädlich ist und wann ich mich wieder erden muss und auch positiven Eindrücken entziehen muss.

    So, klasse, da kriege ich mich nun besser auf die Reihe. Womit ich überhaupt nicht umgehen kann ist die Nähe, wenn ich auf andere zugehen soll, darf, kann. Ab welchem Moment ist etwas "zuviel" und vermittelt einen falschen Eindruck? Speziell bei Menschen, denen es nicht unähnlich geht wie mir, die einfach "vorsichtig" sind ist das verdammt schwer....

    Auf der einen Seite das tun, was ich für richtig halte und mich nicht nach dem anderen zu richten und auf der anderen Seite ein Level beibehalten, welches die Zeit berücksichtigt, die für eine Entwicklung notwendig ist. Ehrlich gesagt, ich finde da meine Balance (noch) nicht. Ob es da auf der einen Seite gut ist sich einfach ganz zurück zu ziehen und einfach mal das Leben spielen zu lassen oder sich vortasten ....

    Keine Ahnung....

    Lieben Gruß von Dagmar

  • Na, was ist denn heute wieder los? Welcher Planet schickt denn da irgendwelche komischen Strahlen ab?

    Es sieht so aus, als wäre mein Folgearbeitsvertrag geschrieben - nur habe ich ihn noch nicht erhalten, hätte ja noch zwei Monate Zeit, schön aber, dass er wohl geschrieben ist (sagte mir die zuständige Sachbearbeiterin und wunderte sich, dass ich diesen noch nicht bekommen habe).

    Dann aber war der Tag nicht mehr mein Freund:
    Einkaufen in den nächstliegenden Shop einer Kette - Hilfe das Auto des Ex an dessen Arbeitsplatz. Einkauf in schnellstmöglicher Zeit abgewickelt und etwas unwohl nach Hause (ein Aufeinandertreffen muss nun wirklich nicht sein). Toll, habe ich solche imense "Kräfte" dass der mein Unwohlgefühl spürte und gleich mal im Anschluss an meinem Haus verbei tuckern muss.....

    Nun, eigentlich hatte ich nun schon genügend Begegnungen der ungewollten Art. Es sollten jedoch noch eine (unnötige) und eine komplett überflüssige (Der Nachbar dem ich sagte er enge mich ein läutet zwar nun nicht mehr, steht aber vor der Türe mit "klopf, klopf jemand zu Hause?" Sehr ideenreich - aber wie gesagt "einengen" heisst einengen und somit "nix klopf klopf - keiner am Türöffner". Vermutlich um mir klar zu machen dass er kein Specht ist hat er dann zwei Minuten später nochmals versucht anzurufen.

    Aber toll war diese Abfolge innerhalb von nichtmal zwei Stunden nicht. Gut, ich bin froh, dass es mir gelang den Einkauf abzuwickeln (wenn auch nicht in Bestverfassung). Aber es bedeutet zukünftig lieber wieder den weiteren Weg in Kauf nehmen.

    So, dann sind wir also in der nächsten Runde des wiederkehrenden Kreislaufes. Zwar mit leicht geänderten Vorzeichen (da mein Verhalten nun doch etwas bodenständiger ist), aber schön ist das alles dennoch nicht (ausser der nun fundierten Hoffnung auf einen verlängerten Arbeitsvertrag, der schon herrlich wäre, denn ich fühle mich dort sehr wohl).

    Nun ja, dann also auf ein Neues....

    Lieben Gruß von Dagmar

  • Hallo Ihr Lieben,
    so richtig gut geht es mir derzeit nicht. Ginge es darum Bäume auszureißen, dann würde ich mit der Bosai-Fraktion Vorlieb nehmen.

    Wie Ihr vielleicht wißt habe ich "nur" einen befristeten Arbeitsvertrag bis 30.6. und muß mich nun auf dem Arbeitsamt arbeitssuchend melden. Zwar hat meine Kollegin wohl schon den Vertrag geschrieben, ich selber habe ihn nicht und mein Chef hat mich auch nicht darauf angesprochen. Auch in unserer Branche ist die Wirtschaftskrise spürbar und vor rund 2 Monaten ist ein Auftrag beendet worden, der rund 3 Arbeitsplätze finanzierte.

    Somit hält sich mein Wohlfühl-Gefühl in Grenzen und ich bin sehr am arbeiten mit mir selber in Ruhe und Frieden auf diese Situation zuzugehen.

    Heute morgen jedoch musste ich bemerken: eine Kündigung trifft mich stärker als meinen Arbeitgeber, geht es doch um meine blanke Existenz (die so und so schon unter dem Minimum ist). Dennoch: ich leiste dort etwas und sollte ich gehen müssen, so werden auch dort Nachteile entstehen.

    Ein Gedankengang, den ich mich zuvor nicht hätte getraut zu haben. Für mich war immer klar, dass jede Person ohne Verluste ersetzt werden kann. Nun habe ich wenigstens für mich die Stabilität erarbeitet meine eigene Arbeit einzuschätzen. Manches bin ich noch am Lernen und habe Probleme damit, andere Dinge aber, die haben ganz sicher vielen Kollegen das Leben erleichtert.

    Für meine Bewerbungen habe ich Druckerpatronen gekauft, die natürlich ein Loch in die Finanzen rissen. Also war meinem Gehirn klar, Blumen sind diese Woche - und die nächsten "out" geht einfach gar nicht.

    Hirn an Geldbeutel, Hirn an Geldbeutel, Querschuss vom Herz "hey Mann/Frau gönn Dir das wenn es Dir schlecht geht, spar es lieber ein, wenn es Dir gut geht, in ca. 2 Wochen sind die Pfingstrosen soweit, da musst Du Dir dann die Blumen nicht mehr kaufen, sondern hast sie im Garten. Na, und da hat der Querschläger namens Herz doch gleich 4 Sträueße - Billigkategorie - eingepackt die zu jeweils zweien hier im Haus gebunden wurden.

    Auch eine Überlegung, zu der ich früher so nicht fähig gewesen wäre....

    Lieben Gruß von Dagmar
    die jetzt die Pflanzen im Garten pflegt, um demnächst sparen zu können ;)

  • Hallo Dagmar!

    Das ist ja schade, wenn du ja arbeitslos wirst. Würde mich auch sehr runterdrücken.
    Gut, dass du trotzdem noch ein bisschen Witz findest, um nicht ganz abzudriften! Behalte ihn dir gut!!!
    Pass auf, ich schick dir mal einen Strauß von meinen Pfingstrosen. Die sind schon mal am Knospen. Aber Vorsicht! Wieder voll mit Ameisen bewandert.

    Kopf hoch, vielleicht gibt es doch ein Wunder.
    Liebe Grüße, Gotti.

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • Hallo, liebe Gotti,
    ich denke mal, sie würden schon gerne verlängern und hätten es auch vor, aber diese Finanzgeschichte drückt natürlich auch. Davon mal abgesehen soll ich einen Teil einer Kollegin erledigen. Sie wollte sich langsam aus dem Arbeitsleben zurück ziehen, aber ich denke, das ist für sie schwerer als zuvor gedacht.

    Noch sehen die Chancen auf ein Wunder schon normal aus 50:50. Weißt Du, womit ich mich tröste, liebe Gotti? Sollte es eine Arbeitslosigkeit geben, dann trifft sie mich zu den Zeiten, wo der Sommer über mir und meinem Garten steht.

    Ja, meine Pfingstrosen werde ich gleich lieb besprechen, dass sie die Ameisen nicht anziehen. Die haben aber einen anderen Weg, der ist eher in Richtung Hollywoodschaukel als denn in Richtung Pfingstrosen.

    Weißt Du Gotti, alles was sich entwickelte hatte irgendeinen Grund, den meiner jetzigen Ängste kenne ich (noch) nicht, aber auch da wird ein Sinn dahinter stecken. Und aufgeben, nun, dass kann ich später irgendwann immer noch ;)

    Lieben Gruß von Dagmar

Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!