ich und viele fragen

  • Hi Lori,

    Zitat von Lori


    Vielleicht fällt es den männlichen Alkoholikern leichter sich zu outen als den Frauen.Das alte denken in mir,Männer dürfen mal über den Durst trinken,Frauen nicht.

    Was Du hier ansprichst ist die gesellschaftliche Anerkennung von Alkoholkonsum. Die exisitert aber nur bis zu einem gewissen Grad des Konsums und das gilt meiner Meinung nach für beide Geschlechter. Ich denke aber auch, ob Männlein oder Weiblein total besoffen in der Ecke liegt, ist völlig egal !

    Du hast das Problem, Dich zu outen, weil niemand mitbekommen hat, dass Du säufst ???? Du willst dich nur dort outen, wo Du vertrauen hast ?

    Hhmm, erstens sollte man dem Menschen, der einem da so im Mund rumwurschtelt schon besser vertrauen und zweitens geht es einfach um Deine Gesundheit ! Es geht hier nicht darum, dass Du dem Milchmann an der Ecke erzählst, dass Du alkohokrank bist, sondern es geht um jemanden, der Dir unwissentlich Deiner Krankheit alkhaltige Medis verschreibt ! Ist das nicht ein enormer Unterschied ?

    Ich renne auch nicht mit einem großen Schild um den Hals durch die Gegend, auf dem draufsteht" Ich bin Alkoholikerin", aber wichtige Leute müssen es schon wissen.

    So, dass wollte ich dazu noch loswerden. Entscheiden mußt Du eh selber. Jetzt interessiert mich aber noch: Wie gehts Dir denn heute ?

    Liebe Grüße
    Biene

  • Hallo Lori,

    Zitat

    Ich bin damals auch nicht aufgefallen als ich getrunken habe,da ich viel zu Hause war,

    DAS habe ich auch gedacht. Als ich dann begann, meinen Mitmenschen (Arzt, Bekannte, Kollegen) meine wahre Befindlichkeit mitzuteilen, habe ich sehr schnell registriert, dass fast alle "es" zumindest geahnt hatten.

    Wer meine Fahne nicht gerochen hat, hat aber auf jeden Fall die Veränderungen wahrgenommen, die in mir und mit mir vorgegangen sind.

    Mach Dir da nur keine illusionen.

    Alle waren froh, dass ich mich endlich offenbarte und fanden es ausnahmslos in Ordnung bis prima!!!

    LG kommal

    unterwegs...

  • Hallo Biene,

    Es geht mir sehr gut,trotz Mundspülung,ich habe keinen Saufdruck oder so,
    nichts.Vielleicht ist das auch alles so,weil ich im Moment sehr sehr verliebt bin.

    Wenn es mir dabei doch so geht,ohne Saufdruck,muß ich mich nicht outen.
    Wenn es mir schlecht ginge würde ich natürlich gleich zum Arzt gehen,ganz sicher.

    Mag sein das der Punkt mal kommt wo ich offener damit umgehe und wenn nicht und es mir dabei gut geht sehe ich keinen Grund zum outen wo ich nicht möchte.

    Ob es Sturheit ist oder doch die Angst,ich weiß es nicht.

  • Ich brauche ganz schnell Hilfe,weiß nicht weiter.

    Ich habe jemanden kennen gelerntvor einer Woche,habe ihm noch nicht gesagt,daß ich Alkoholikerin bin,wollte nicht mit der Türe ins Haus fallen.

    Nun haben wir telefoniert und er sagte er kommt vorbei mit einer Flasche Rotwein.Ich sagte ich trinke keinen Alkohol,ich hätte mal sehr schlechte Erfahrung damit gemacht.
    Er sagte,aber so zum quatschen trinkt er mal gern ein Glas und ob ich einen Korkenzieher zu Hause hätte.
    Ich habe große Angst,was mache ich jetzt?
    Ich kenne Ihn doch erst so kurz und will Ihn nicht gleich so schocken und weg jagen.
    Bitte helft mir.

  • Ich wollte es nicht am Telefon sagen und dachte auch nicht das es so plötzlich kommt.
    Werde ich es schaffen Ihn trinken zu sehen?Mir gehts nicht gut gerade.
    Ich zittere.

  • Ehrlich gesagt Lori, verstehen kann ich das auch nicht. Ich selber trinke kaum Alkohol und mir imponieren Menschen, die sagen ich will keinen oder bei mir gibt es keinen. Mir ist auch schon passiert, dass mich jemand in einer Kneipe einladen wollte, aber nicht auf Cola, welches ich wollte.
    Herzlichen Dank ! Wer mir nur Alk ausgibt, wessen Kinde der ist weiß sogar ein blindes Huhn wie ich - nämlich zumindest ein Intolerantes !

    Ehrlichkeit von Anfang an - verkraftet der andere die Tatsache nicht (und ehrlich gesagt, wer schon auf den Wein besteht, den finde ich komisch!!!) dann hätte es eh nicht gepasst. Oh Mensch, Frauchen, Du machst einen Eiertanz wie mein Ex, der wieder um mich wirbt. Er versucht die Äußerlichkeiten zu ändern um nicht an den Knackpunkt der Sache zu kommen.

    Schau Lori, Du scheinst trocken zu leben, warum sagst Du nicht Du willst keinen Alk im Haus haben. Ich lebe trocken, bin Co, und habe kein Problem damit das zu sagen. Ich denke persönlich, schon Deine Ängste (die Du selber durch verschweigen der Tasachen verursacht hast) zeigen wie unsicher Du bist. Leute, Leute, ihr macht einen Feixtanz, dabei hat das Umfeld vielleicht schon lange geblickt was Sache ist - im dümmsten Fall werdet Ihr noch durch das "Verschweigen" zu Opfern, besser gesagt, Ihr legt Euch auf die Schlachtbank.

    Nun gut, jeder geht mit seinen Problemen anders um, aber ich danke meinen Erzeugern dass sie mir beigebracht haben offen und tolerant zu sein.

    Lieben Gruß von Dagmar

  • Ein kleiner Nachtrag noch von mir:

    Jetzt mag ich Lori´s "Verehrer" aber doch einfach mal in Schutz nehmen: Es gehört oft "zum Guten Ton" etwas mitzubringen, wenn man sich irgendwo einlädt und oft genug ist es eine Flasche Wein. Wer kein Problem mit Alkohol hat, sieht auch kein Problem darin, an einem Samstag Abend in einem schönen Ambiente mit einer tollen Frau ein Glas Wein zu trinken !

    Das Du, Lori, damit ein Problem hast, weil Du krank bist, kann er nicht riechen. Du mußt es ihm also sagen (oder den Wein trinken und damit rückfällig werden )! Es liegt nur an Dir und das weißt Du auch !

    Tina

  • Hallo Lori,

    warum begibst Du Dich freiwillig in eine Situation, vor der Du Angst hast?

    Ich verstehe es nicht!!!

    Karsten hat schon alles geschrieben und es ist an Dir, es anzunehmen oder eben in der Gefahr, in die Du Dich begibst, umzukommen!

    6 Wochen bist Du nun bei uns.... ist denn gar nichts bei Dir angekommen?

    Jeder Mann wird, wenn er Dich denn gerne hat, Verständnis für Dich und Deine Krankheit haben.

    Aber Ehrlichkeit ist da zwingend notwendig, dann musst Du Dich auch nicht ständig neu erklären!

    Mehr fällt mir dazu nicht ein - sorry!

    Lieben Gruß
    Speedy

  • Ich zittere am ganzen Körper,kann mich nicht mehr beruhigen.
    Er wird sicher fragen was mit mir los ist,denn das sieht man,dann werde ich es Ihm sagen.

    Danke,Ihr seit da wenn man euch braucht.

  • Er wird fragen so wie ich drauf bin und mir ist was eingefallen wie ich es Ihm sagen kann.
    Wir sagten am Anfang als wir uns kennen lernten,
    wir wollen zu einander offen und ehrlich sein.
    So werde ich auch anfangen.

    Er muß gleich hier sein,
    ich melde mich morgen.

    Lori

  • schönen guten morgen,

    Ich wollte mich bei euch zurück melden nach meinem chaotischen Abend gestern.
    Leider und leichtsinniger Weise habe ich es Ihm erst gesagt als er die Flasche Wein geöffnet hat.Aber Ich habe es gesagt und bin stolz auf mich,denn Ihr habt ja recht,wenn er das nicht akzeptiert ist er nicht der richtige.
    Er war auch nicht geschockt,sondern fragte mich ob es für mich in Ordnung wäre ,wenn er ein Glas Wein trinkt.
    Ich dumme Kuh antwortete natürlich nach Reflex,dachte nicht nach und sagte,daß es mir nichts ausmacht :( .obwohl ich es ja nicht sicher wußte.
    Es machte mir nichts aus,doch nochmal würde ich das nicht ausprobieren wollen,es ist und bleibt ein sehr hohes Risiko.Das werde ich Ihm auch noch sagen.
    Ich bat Ihn die Flasche mit zu nehme ob leer oder voll,da ich sie nicht im Hause haben wollte,wegen mir und auch meiner Tochter,hätte sie die Flasche gesehen,hätte sie vermutet ich wäre Rückfällig geworden und mir sicher nicht geglaubt.
    Nun,als er gegangen ist,hat er den Rest Wein weggekippt und die leere Flasche mitgenommen.

    Mal sehen ob er sich heute noch mal meldet nach meinem Outing.

    Lori

    :D

  • Klasse Lori,
    das ist doch schon mal ein Schritt, aber wie gesagt, ich denke ein mutiger - denn ich glaube die Verführung sitzt schon im Automatismus.

    Ist er ein toller Kerl, dann hat er NULL Probleme mit dem Outing. Es würde niemandem einem Diabetiker verübeln, wenn er dies und jenes nicht essen kann. Und ich kann nur von mir persönlich ausgehen, für mich ist es dann einfach eine Tatsache und aus. Ich persönlich mag ja keinen Alkohol, somit oute ich mich ja auch. Ein Gegenüber welches das nicht akzeptiert hat für mich ein Rad ab und ist intolerant.

    Ich, als Co, habe immer so den Eindruck, dass Ihr Euch schämt im Kampf dem Alk erlegen zu sein. Wäre es nicht eine schönere Betrachtungsweise zu sagen "Jetzt gibt es keinen Alkohol mehr, ich hatte damit ein großes Problem, aber nun lebe ich mein Leben ohne Alk."

    Um was es mir persönlich dabei geht ist dass die Zukunft ohne Alk sein kann und es da nichts zu schämen gibt. Das, was geschah, kann niemand rückgängig machen und auch ein Schämen oder verheimlichen macht es nicht ungeschehen. Aber alles, was nun passiert, ist ja Gegenwart und Zukunft und nicht eine benebelte Vergangenheit.

    Lieben Gruß von Dagmar

  • Er hat gesagt,er hat Respekt und Hochachtung die das Problem erkannt haben und auch was dagegen tun. :D
    Es gibt viele die es nicht wahr haben wollen und auch nichts dagegen unternehmen.Stimmt. :D

  • Hm Karsten, da würde ich Dich gerne etwas fragen.

    Ich selber mag Alkohol eigentlich nicht und habe auf Grund meiner Erlebnisse mit dem Ex beschlossen dass das nächste Haus von mir Alkfrei sein wird.

    Dennoch frage ich mich natürlich, ob das nicht vielleicht zu extrem ist gegenüber all jenen, die kein Problem mit dem Alk haben und einfach mal nach dem Essen gerne ein Bier trinken würden oder beim Grillen. Denn ich kann ja nicht alle verantwortlich machen weil mein Ex mir schlechte Erinnerungen beschert.

    Ich für mich will also das Haus alkrei haben, dennoch die Möglichkeit bieten beim grillen im Freien ect. doch etwas nach dem Geschmack meiner Besucher zu ermöglichen. Das würde nicht gelten, wenn auch nur eine Person von diesen meiner Meinung nach (sofern ich das überhaupt beurteilen kann) Probleme mit Alk hat.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Denn eines sehe ich schon wie Du: wenn das Suchtmittel dasteht, ist es ein Kampf ohne Ende nicht zuzugreifen. Womöglich passiert das dann doch in einem unbeobachteten Moment!

  • Mir fällt gerade auf, lieber Karsten, dass schon alleine meine Frage der deutlichste Augenmerk war wie wichtig es ist mit einer Abhängigkeit offen umzugehen.

    Sagt mir jemand, ich war mal Alkoholiker, dann bedeutet das für alle bei mir gibt es keinen Alk. Aber das kann ich nur dann einrichten wenn ich es weiß. Somit ist es vermutlich das A und O offen damit umzugehen und gefährdende Plätze zu meiden.

    Mir fiel nämlich in der Vergangenheit auf, dass mein Ex, wenn der Suchtdruck gross wurde, natürlich genau die Kreise aufsucht, wo trinken Standard ist. Somit wird das Rad langsam rund: Leute, bei denen Alk nicht an der Tagesordnung stehen könnten evtl. auch nichts im Hause haben, können somit evtl. nicht an der Erlösung teilhaben. Was natürlich auch im Umkehrschluss bedeutet, da die Kontakte sich nur auf trinkende Personen beschränken ist ein Ausstieg ohne fachmännische Hilfe nicht möglich.

    Schon eine "runde" Sache, wenn auch in ironischer Form :(

    Lieben Gruß von Dagmar

  • Hallo Lori!

    Wie genau hast Du dich denn ihm gegenüber ausgedrückt?

    Zitat von Lori

    Er hat gesagt,er hat Respekt und Hochachtung die das Problem erkannt haben und auch was dagegen tun. :D

    Da muss ich dir leider widersprechen. Wenn er Respekt hätte, hätte er von sich aus sofort auf sein Glas Wein verzichtet und nicht nochmal nachgefragt, ob es ok ist, dass er trotzdem trinkt. Ich habe festgestellt, dass respektvolle Menschen in meiner Gegenwart von sich aus auf Alkohol verzichten.

    Eric

  • Ich habe zuerst gesagt,daß ich mal eine sehr schlechte Erfahrung mit dem Alkohol gemacht habe und keinen mehr trinke.Dann habe ich Ihm einiges,nicht alles darüber erzählt,wäre auch viel zu langes Thema für einen Abend gewesen.
    Da er die Flasche ja schon auf hatte,wollte ich nicht das er meinetwegen nichts trinkt.
    Wäre ich in Versuchung gekommen,hätte ich das gesagt,ich sagte Ihm ja auch ich werde und darf nie wieder Alkohol trinken.

    Also für mich war es schon ein sehr großer Schritt,
    ihr habt doch auch mal geschrieben,gehe kleine Schritte,erhoffe nicht zuviel am Anfang.

    PS:

    Er hat sich gerade gemeldet,bin happy.

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