8er-Bahn von Kopf bis Herz

  • Hi Karotte,

    die Frage hab ich auch schon gestellt. Hier dreht man sich nur im Kreis. Es geht hier um die Hoffnung, dass er irgendwann erkennt, dass sie die richtige ist und er trocken geworden ist.

    Nun kann das bis ans Lebensende gehen, wenn er nicht trocken werden will, dann ist es halt so, wenn er nicht mehr mit ihr zusammen sein will, dann muss sie lernen das zu akzeptieren.

    Hoffnung ist ja schoen und gut, kann aber auch schon sehr belastend sein, gerade wenn jemand gar nicht loslassen will und Liebe als Grund vorschiebt. Also so wie ich das verstanden habe, wird sie solange hoffen, solange er eben noch auf diesen Erdball ist. Solange bis es keine Chance mehr gibt, auch wenn sie noch so klein ist???

    Ich zumindestens sehe hier nur, dass sich wie wild jemand im Kreis dreht und es hier eigentlich nur darum geht, die Hoffnung am Leben zu erhalten.

    Hat das was mit SHG zu tun, ich denke nein, Kaffeekraenzchen gibt es auch in anderen Foren genaus wie ein Eimer Mitleid. Hier sollte aber aktiv an seiner Co-Abhaengigkeit gearbeitet werden und nicht schwimmend im Selbstmitleid gebadet werden und wie Xena die Kaempferin der Kampf gegen den Alkoholismus aufrecht erhalten werden. Hier geht es um Selbstverantwortung und das Akzeptieren von Grenzen, will man das nicht, dann ist die Fahnenstange fuer eine SHG erreicht, dass ist aber meine Meinung und natuerlich nicht generell anzuwenden.

    So und jetzt wer mag, kann mich steinigen und einfach weiterhoffen.

    Bis dann,

    Jenny

  • Hallo alle zusammen, die die weiterhin schreiben und die die... auch weiterhin schreiben? :)

    Danke für die Klärung, Lilly, ich hatte mir das schon nicht so vorgestellt, dass Du von Bar zu Bar rennst und Alkis abschleppst, um ihnen ins Gewissen zu reden. Würde mir selber nicht in den Sinn kommen und Dir logischerweise auch nicht. Ich dachte eben eher daran, wenn jemand sich schadet oder anderen Schaden zufügt allgemein, ob man da einfach zuschaut weil's ja seine Sache ist oder ob man was sagt. Hat nix mit Missionieren zu tun. N bisschen was mit Zivilcourage manchmal vielleicht. Aber lassen wir das. Hatte die Diskussion mit nem Kollegen grad kürzlich und er vertritt auch die "Ich-mische-mich-nicht-ein"-Fraktion. Ich hab ihn dann gefragt, ob er das nur bei Menschen so macht oder allgemein und ob er dann also auch nicht die Feuerwehr ruft, wenn er ein Haus brennen sieht. - er hat dann ziemlich kleinlaut gedruckst, dass der in der Tat auch schon mal zugeschaut hat, wie ein Bauernhof niedergebrannt ist und nicht auf die Idee gekommen ist, die Feuerwehr zu alarmieren...

    Und Danke Jenny, dass Du für mich Karottes Frage beantwortet hast. Ich kämpf zwar nicht mehr gegen seinen Alkoholismus. Und Mitleid such ich hier auch keins und auch kein Kaffekränzchen, von daher bringen mir die anderen Foren, die sowas bieten, auch nix. Und es geht mir hier nicht darum, die Hoffnung am Leben zu halten - da bin ich hier definitiv an der falschen Adresse! Aber bloss weil die Antwort nicht die vollen 100 Punkte bringt wirft keiner virtuelle Steine.

    Liebe Karotte, ich muss leider gleich los, kann nicht ausführlich werden, es muss also für's erste Jennys Butter reichen für die Fische (?!). Aber so ganz blöd in Kurzform. Was ich erwarte: dass wir unser falsches Verhalten korrigieren. Dann soll/kann/darf es weitergehen wie es sich eben entwickelt, keine Garantie, bloss eine Chance. Und die Dinge zwischen uns seh ich einfach nicht als definitiv vorüber an.

    Liebe Grüsse,

    c.

  • Würdest Du Dir aber nicht eine bessere Chance zum Leben geben, liebe Crevette, wenn Du es einfach mal als vorüber einstufst.

    Sollte sich etwas markantes ändern, so könntest Du es ja neu betrachten, oder? Aber einfach sagen aus jetziger Sicht - aus heutigem Stand - ist es vorbei.

    Menschen und Einstellungen können sich ändern. Wer weiß, wenn er sich irgendwann mal ändert, wie sehr Du Dich vielleicht geändert haben könntest. Aber das dürfte erst gehen´(schätze ich) wenn Du Dich frei machst von Erinnerungen der Vergangenheit und auch den Schmerzen.

    Die Folge wäre nämlich dann im hier und jetzt und heute zu leben, wo er (meiner Meinung nach) einfach nicht mehr zu Deinem Leben gehört. Ich will Dir nicht weh tun, aber jeder von Euch lebt sein Leben, und vielleicht gibst Du Dir gar nicht die Chance loszulassen, weil weh tuende Erinnerungen ihn und die Zuneigung lebendig halten....

    Ach Crevette, auch wenn ich Dich verstehe, so finde ich dass Du Dich weit unter Wert verkaufst wenn Du ihm weiterhin die "Vorverkaufs-Option" einräumst ;)

    Hast Du nicht nötig meine Liebe!!!!

    Davon mal abgesehen bist Du so eine viel zu leichte Beute ;) Naa, macht das Loslassen nicht einfacher??? Wenn er mal wieder etwas von Dir möchte, dann soll er doch bitte kämpfen - an allen Fronten und nicht einfach in den altbekannten Hafen zurückfahren dürfen, wo er seinen Anlegeplatz hat, oder?

    Lieben Gruß von Dagmar

  • Liebe Dagmar (und alle anderen)

    das ist süss, dass Du mir so gut zuredest

    Zitat von dagmar007

    Ach Crevette, auch wenn ich Dich verstehe, so finde ich dass Du Dich weit unter Wert verkaufst wenn Du ihm weiterhin die "Vorverkaufs-Option" einräumst ;)

    Hast Du nicht nötig meine Liebe!!!!

    und ich weiss auch, dass ich's nicht nötig hab und die "Vorverkaufs-Option" ein massiv viel zu guter Deal ist für ihn, dass er es nicht "verdient" - aber genau das ist doch der verfluchte Haken an der Sache: ich liebe ihn, ich will den allerbesten Deal für ihn, ich möchte, dass er es "verdient" (und ja, ich schmeiss es ihm auch nach wenn er es nicht verdient hat :()... Genau das ist ja das Problem!

    Und ja:

    Zitat von dagmar007

    Würdest Du Dir aber nicht eine bessere Chance zum Leben geben, liebe Crevette, wenn Du es einfach mal als vorüber einstufst.

    das ist mir schon klar, dass es mir besser ginge, wenn ich das könnte, aber ich weiss nicht, wie ich das machen soll: es als vorüber einstufen. Wie denn wenn es für mich nicht vorüber ist? Wenn ich nicht so fühle?

    Du schreibst, dass ich mich freimachen soll von Erinnerungen und so

    Zitat von dagmar007

    im hier und jetzt und heute zu leben, wo er (meiner Meinung nach) einfach nicht mehr zu Deinem Leben gehört.

    - aber er gehört doch dauernd zu meinem Leben auch im hier und jetzt und heute! Nicht nur weil mich dauernd alles mögliche an ihn erinnert, sondern auch weil er derjenige ist, dem ich es erzählen möchte, wenn mir etwas spannendes in den Sinn kommt oder etwas witziges passiert oder etwas mühsames passiert oder ich etwas sehe, das ich schön finde. Weil er derjenige ist, den ich gerne bei mir oder zumindest am anderen Ende der Telefonleitung hätte. Weil er eben der ist, mit dem ich mein Leben gern teilen möchte. Und daran ändert leider die Tatsache, dass er das nicht möchte NICHTS. :( Die Tatsache macht nur, dass ich darunter leide, ansatt darüber glücklich sein zu können. :(

    Leichte Beute. In der Tat. Aber was soll ich denn dagegen machen??? Ich halt mich ja dran, keinen Kontakt zu ihm zu haben. Ich lenk mich ja ab. Ich leb mein Leben und mach's mir schön - aber er fehlt mir trotzdem. Und ja, klar würd ich das auch wollen:

    Zitat von Dagmar007

    Wenn er mal wieder etwas von Dir möchte, dann soll er doch bitte kämpfen - an allen Fronten und nicht einfach in den altbekannten Hafen zurückfahren dürfen, wo er seinen Anlegeplatz hat, oder?

    - aber den Anlegeplatz hat er nun mal, den kann ich doch nicht einfach künstlich trockenlegen! Oder wie soll ich's anstellen? Fix einen anderen Kutter anlegen lasse? :roll: Geht nicht. :(

    Jetzt hab ich wieder nur gesagt "es geht nicht" - und jetzt wird es wieder heissen, dass das bloss eine Ausrede ist, aber ich probier's wirklich und es macht mir so höllisch weh und es macht mich so müde und es dauert schon so lange und ich krieg's nicht hin. "Es geht nicht" ist keine Ausrede, ich krieg das Gefühl wirklich nicht weg. :(

    Und mit wem würd ich jetzt gerne drüber reden wie's mir geht und was ich fühle und was Ihr mir geschrieben habt und und und? Genau. Mit ihm. :( Verd...!!! :(

    Ich mag echt nicht mehr. :(

    Liebe Grüsse,

    c.

  • Ich stelle für mich immer mehr fest das wirklich das meiste in uns selber liegt und der Fokus nach Innen gibt mir sehr viel mehr Ruhe und Gelassenheit. CrevettE, was machste denn so den ganzen Tag? Haste was nur für Dich? LG Karotte...hab mir übrigens grad Lilly beim Abschleppen vorgestellt...war Lustig, wär ne schöne Performance... :D , Jenny, och an Dich schöne Grüße!

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • 8) manchmal ist es gut, einen kurzen Blick in die Vergangenheit zu machen, bevor man eine Entscheidung trifft und "weitergeht"....

    Ich hab` Deinen allerersten Beitrag gelesen, hier steht er noch einmal, für Dich, zum Anschauen, er ist vom 31. 5. 2008.

    Hast Du wirklich keinen anderen Lebenssinn und keine andere Lebensaufgabe, als für "ihn zu hoffen"? Noch immer, ein halbes Jahr nach Deinem allerersten Beitrag? Wieso glaubst Du eigentlich, dass es das Beste für ihn wäre? Hat er schon jemals seinen Tiefpunkt erreichen dürfen???
    S.Käferchen schrieb:

    Zitat

    Du willst ihm sein Recht auf eine eigenständige Entscheidung nicht zugestehen.


    Deine Antwort:

    Zitat

    Ja, S.Käferchen, stimmt genau! Weil's hier nicht drum geht, dass sich einer ein Auto kauft, dessen Farbe mir nicht passt sondern um sein Leben!

    Ja, liebe Crevette, es geht um SEIN Leben und um SEINE Entscheidungen. Richtig! Also lass ihm sein Leben und seine Entscheidungen und lass` ihn endlich los.

    2002 habe ich mich nach 17 Jahren (davon 9 Jahre Ehe) von meinem Mann scheiden lassen. Ich dachte all die Zeit, dass meine Liebe ihn ändern würde. Pustekuchen! Ich habe ihn heute das allererste Mal nach der Scheidung umarmt, für mindestens 5 Minuten, weil er und unser gemeinsamer Sohn nach vier Monaten heil aus Amerika zurückgekommen sind. Ich sagte ihm das auch heute, dass ich meine Co bearbeite, .... dass ich 17 Jahre hoffte.... und er meinte: Aber....ich habe Dich doch geliebt, das weißt Du doch! Und ich sagte: Jou....auf Deine Art und Weise hast Du mich geliebt, aber es hat mir nicht gut getan. :wink:

    Weil ich gerade Deine Antwort an Dagmar gelesen habe: Mit Deiner "sogenannten" Liebe nimmst Du ihm die Luft zum Atmen....ich würde mich an seiner Stelle sowas von eingeent, unfrei, .... fühlen, wenn ich permanent, ausschließlich im Blickwinkel einer Person, sprich Dir, stehen würde. Also: Ich finde das äußerst egoistisch und ich finde, dass Du ihm das schönste Geschenk (und auch Dir selbst) machen würdest, wenn Du tatsächlich Plan B (also Leben ohne ihn) leben würdest.

    Viele liebe Grüße,
    Ingrid

  • Hallo Karotte!

    So witzig, da schau ich nochmal schnell rein und in dem Moment flattert n post von Dir rein! :)

    Ich wollte grad loschreiben, dass ich auch meine, dass das meiste in uns selber liegt - und jetzt bin ich grad stutzig geworden und frag mich, wie Du das meinst und ob wir dasselbe meinen. Auch mit dem Fokus nach Innen bin ich nicht sicher, ob ich weiss, was Du meinst...

    Was ich den ganzen Tag mache und ob ich was nur für mich habe?

    Ja, hab ich, ganz viel nur für mich. Und da sind wir auch schon wieder da, wo ich eben bei meiner Antwort an Dagmar war: ich hab alles mögliche nur für mich und würde es gerne (mit)teilen können weil es mir dann nochmalsoviel Freude machen würde! :(

    Aber Du hast was anderes gemeint, stimmt's? Ob ich was mache nur für mich und mein Wohlergehen und mir zu Liebe und zu meinem Vergnügen und so.

    Also da wär mal der Job, den ich mache. Absolut nicht der, für den ich ausgebildet bin, nix "karrieremässiges", bringt nett Geld aber ich könnte einen viel besseren Job haben - aber ich mach ihn, weil er mir absolut passt und Spass macht und mir das mehr Wert ist, als der fette Gehaltsscheck jeden Monat.

    Und dann hab ich nur für mich so Sachen, die ich furchtbar gerne mache: Lesen, Lesen, Lesen - ich würde eingehen wie ein Blümchen ohne Wasser wenn ich nix zu Lesen hätte! :) Nichtstun. Auch ganz wichtig. Einfach Zeit haben, die mit irgendwas gefüllt werden kann oder mit gar nichts. Luxus pur und ich geniesse das sehr. Schreiben. (Sorry, Ihr bekommt das kilometerlang ab... :oops: ) Mich unterhalten mit Freunden. Aber das ist jetzt vielleicht schon nicht mehr "nur für mich", oder?

    Der Fokus nach Innen... weisst Du, der bringt mir nicht Ruhe und Gelassenheit, der lässt mich sehen, wie traurig ich bin. Ich hatte das mal geschrieben, dass ich vor unserer Trennung in meinem Innersten glücklich war, egal was "aussen rum" passierte. Und dass das jetzt umgekehrt ist, das egal was aussen rum ist und wie gut ich's grad hab und wie lustig und wie fröhlich ich bin - im Innersten ist kein Glücklichsein mehr da. Und das festzustellen tut jedes Mal scheusslich weh. - und ich will nicht, dass das so bleibt. So geh ich sonst kaputt. :(

    Was meinst Du also wenn Du sagst, dass das meiste in uns selber liegt? Der Grund zur Traurigkeit? Oder die Ressourcen, wieder glücklich zu sein? Beides? Und was nützt mir das?

    So, ich wende mich wieder meiner Lieblingsbeschäftigung zu: kuschelig im Bett was lesen... mmmh... Genuss pur! Ganz für mich. - und trotzdem bin ich traurig, weil es so ist, wie's ist.

    Gute Nacht,

    c.

  • Zitat

    Ja, hab ich, ganz viel nur für mich. Und da sind wir auch schon wieder da, wo ich eben bei meiner Antwort an Dagmar war: ich hab alles mögliche nur für mich und würde es gerne (mit)teilen können weil es mir dann nochmalsoviel Freude machen würde!

    wie wär`s mit einer Freundin oder einem Tagebuch? Alles ist absolut besser, als der Fokus "Ich möchte es ihm mitteilen, mit ihm teilen".

    Viele liebe Grüße,
    Ingrid

  • Naja, ich meine halt schon eher die Ressourcen zur Verbesserung, zur Einheit mit allem und zu den Lösungen, zur Einfachheit... die es oft ist...
    Ich kann es allerdings nicht nachvollziehen wie es ist innen so glücklich zu sein... das gabs bei mir nie so..deshalb, ich gehe warscheinlich von einem anderen Standpunkt aus als Du... Du willst was haben was mal war, ich möchte es anders wie es mal war...
    Ich versuche, aber das hatte ich glaub auch schon mal geschrieben, mich manchmal, gerade wenn schlimme Gefühle auftauchen, einfach zu betrachten als wäre ich noch eine andere Person, also von außen nach Innen...Selbstbeobachtung...auch die Gefühle anzuschauen aber möglichst nicht zu beurteilen..sie sind dann oft viel weniger Schlimm...echt ma... krasse Sache... Und für Dich als Lesemaus:
    Dein Körper sagt dir, wer du werden kannst. Focusing - Wege der inneren Achtsamkeit supertolles Buch...oder in klein: Das einmaleins der Achtsamkeit von Jessica Wilker

    Auf der anderen Seite kann ich mir gut vorstellen das es schon auch etwas so ist wie von Amai beschrieben...Ihn erdrücken mit deinen Vorstellungen. Ich mußte für mich wirklich erst Erfahren das er sein eigenes Leben lebt, seinen eigenen Weg geht...und dies annehmen bevor ich innerlich den Fokus mehr auf mich richten konnte und auf mein Leben. Oft sucht man sich ja gerade Personen mit Problemen um sich von seinen eigenen Abzulenken...manchmal ganz unbewußt... nur mal so...als Denkanstoß..

    GuteNacht von Karotte, die sich nun auch endlich mit Buch ins Bett kuschelt...

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Liebe Crevette,
    ich würde Dich gerne gerade schütteln ;) zwar liebevoll aber ganz, ganz heftig!!!

    DU WILLST ihn nicht loslassen, DU willst ihn noch zu einem lebendigen Teil Deines JETZT-LEBENS machen, aber er will das doch gerade jetzt nicht!!!!

    Mensch Mädel ;) Du entschuldigst ;-))) Du hältst gerade Dein eigenes Unglück und Deinen Wunschgedanken in Händen und tobst in Dir wenn Du diesen schweren Betonklotz entsorgen sollst. Du hast Dich selber mit einer Kannonenkugel am Bein gefesstelt und willst die ums "verrecken" behalten.

    Weißt Du Crevette, wenn ich Dich lese und versuche zu antworten. Da habe ich immer die Situation vor mir, dass Du auf einer Brücke stehst unter runterspringen möchtest (einfach weil Du Dich immer gedanklich um Deinen Mann drehst) Ich mag so was nicht miterleben, genau so komme ich mir aber vor.... Dennoch ist es wichtig, dass Du Dich austobst und schreibst.

    Aber Crevette, Du konntest ihn nicht halten mit Deinem sicheren Hafenankerplatz. Wenn Du wirklich sagst, Du willst ihn partout zurück, dann dürfte das Dir nur gelingen, wenn Du eine neue, für ihn unbekannte, Crevette bist. Wenn er Dich neu kennenlernen muss und dadurch ein neuer Reiz in sein Leben kommt.

    Aber ganz sicher nicht bei einem Dauer-Ankerplatz, der bereits seit zig Jahren sein eigen ist....

    Mädchen! Wenn Du ihn wirklich zurück willst (auch wenn ich das nur bedingt verstehen kann) dann kämpfe wirklich, aber bleib nicht im alten Fahrwasser! Dann kämpfe indem Du seine Fesseln abstreifst ....

    Ach Mensch Crevette!!!!!

    Lieben Gruß von Dagmar

  • Hallo zusammen

    und Danke für's Schreiben. Ihr seht das schon richtig, bloss muss ich noch rüberbringen, worum es mir hier geht.

    Ja, Karotte, wir zwei starten von entgegengesetzten Positionen:

    Zitat von Karotte

    Du willst was haben was mal war, ich möchte es anders wie es mal war...

    genau. Weil bei mir das "wie es mal war" dieses innere Glücklichsein war, ich kann's immer noch nicht beschreiben, das allgemeine Gefühl "es ist gut" auch wenn's mal stürmisch zu und her geht, aber im Grunde genommen ist alles gut. Und das will ich wiederhaben. Weil das das Allerbeste ist. Das ist vielleicht das, was man "mit sich und der Welt im Reinen sein" nennt? Ich wünsch Dir sehr, dass Du das auch kennenlernst, Karotte; und dass Du es dann nicht wieder verlierst, weil das vielleicht schlimmer ist, als es nie gehabt zu haben. :cry:

    Und dieses Gefühl ist weg seit mein Mann und ich getrennt sind. Nicht seit er trinkt, nicht seit wir Streit hatten, sondern seit er weg ist - folglich will ich ihn zurückhaben. Nicht weil ich 100% sicher bin, dass mit ihm dieses Gefühl wiederkommt - denn das Gefühl gibt ja nicht er mir, ich hatte es ja auch schon vor ihm, ich hatte es schon immer, das ist "meins" (nur ich, nur für mich, das bin ich, versteht Ihr, wie ich meine?). Aber da es weg ist, seit er weg ist, also seit meine Situation die jetzige ist, will ich sehen, ob das Gefühl zurückkommt, wenn die Situation wieder ändert.

    Aber (grosses ABER!) ich weiss auch, dass Du recht hast, Dagmar, zurückbekommen kann ich ihn nicht, indem ich einfach weitermache wie bisher:

    Zitat von dagmar007

    Aber Crevette, Du konntest ihn nicht halten mit Deinem sicheren Hafenankerplatz. Wenn Du wirklich sagst, Du willst ihn partout zurück, dann dürfte das Dir nur gelingen, wenn Du eine neue, für ihn unbekannte, Crevette bist. Wenn er Dich neu kennenlernen muss und dadurch ein neuer Reiz in sein Leben kommt.
    Aber ganz sicher nicht bei einem Dauer-Ankerplatz, der bereits seit zig Jahren sein eigen ist....

    Und nicht nur, weil der Dauerankerplatz langweilig wurde und seinen Reiz verloren hat, sondern weil er "erdückend" war. Auch da habt Ihr Recht. Weil ich für ihn "erdrückend" war. (Wobei das auch nicht nur an mir und ihm als Persönlichkeiten lag, sondern daran, dass der Alkohol uns "Rollen" aufzwang, die durch dieses "Erdrücken/Erdrücktwerden" gekenntzeichnet wurden. Aber das nur nebenbei.)

    Und DARAN muss ich was ändern.

    Zitat von dagmar007

    Wenn Du ihn wirklich zurück willst (auch wenn ich das nur bedingt verstehen kann) dann kämpfe wirklich, aber bleib nicht im alten Fahrwasser! Dann kämpfe indem Du seine Fesseln abstreifst ....

    - wie meinst Du "seine Fesseln"? Die Fesseln, die mich an ihn binden oder die, die ich ihm anlegen will? Wahrscheinlich beide gleichzeitig, nicht wahr? :) Er frei, ich frei - und dann eventuell (hoffentlich hoffentlich hoffentlich!!!) gibt es eine Möglichkeit zur Chance.

    Und das will ich ja genau! Und darum tummle ich mich hier rum und versuche dahinterzukommen, wie ich das anstellen muss. Und vor allem wie ich es anstellen kann, das zu ändern, was geändert werden muss ohne mich so zu verbiegen, dass ich da ende, wo glaube ich viele hier im Forum gestartet sind...

    Bitte versteht das nicht falsch! Ich will mich hier nicht als was besseres darstellen oder so. Ich glaube nur, dass Karotte nicht die einzige ist, die von ganz was anderem ausgeht als ich in ihrem Weg hier. Viele starten hier im Forum nach einer langen Zeit des "Sich-Verbiegens-um-des-Partners-Willen" und davon wollen sie weg - zu Recht! Sie starten ohne Selbstvertrauen und nachdem sie sich Dinge haben gefallen lassen, die man sich nicht gefallen lassen dürfte. Und machen sich auf den Weg weg davon.

    Und ich bin hier gelandet, als mich die Situation der Trennung plötzlich dazu brachte, Gefahr zu laufen, mich verbiegen zu wollen. Ich plötzlich Gefahr lief, mir Dinge gefallen zu lassen, die ich mir nie und nimmer hätte gefallen lassen vorher. - und weil das plötzlich so war, bin ich verzweifelt auf dem Weg ZURÜCK weil das vorher eben NICHT so war!

    Ok, Ihr werdet mich jetzt - zu Recht - fragen, ob ich denn allen Ernstes meine, dass der Weg ZURÜCK dahin führt oder ob es nicht eben doch auch der Weg WEITER ist, der dahin führt, wo ich wieder "ich selbst" bin. Und ich sag nochmals, dass ich weiss, dass das Zurück nicht die garantierte Lösung ist, aber dass es die ist, die ich (wie Dagmar so schön sagt :)) "ums Verrecken" gerne ausprobieren will. Weil es meine Lösung wäre.

    Versteht Ihr, wie ich meine warum ich hier bin? Irgendwie nicht nur, weil ich aufhören will, Co zu sein, sondern vor allem weil ich es nicht noch mehr werden will. Weil ich seit der Trennung viel schlimmer Co bin, als ich es vorher je war. :cry: - macht das Sinn? Versteht Ihr, wie ich es meine?

    Und bitte schmeisst mir jetzt nicht einfach den Standart-Vorwurf an den Kopf: Du lügst uns (und Dir selber) da was vor, das ist alles nicht so, wie Du behauptest, Du willst nur nichts ändern müssen und wer will findet Wege etc... Glaubt mir, so ist es nicht. Und ich glaub ich hab in diesen über 80 Seiten schon viel zu viel versucht, Euch zu erklären, wie's mit mir ist und dabei immer und immer wieder meinen Mann und meine Situation in dem Fokus genommen statt mich selber - und das ist ja nicht der Witz an der Sache, oder?

    Ok, ich muss jetzt Staubsaugen. Ganz für mich alleine. Und Amai, der Tip mit Freundin und Tagebuch ist süss - aber ganz ehrlich, sind Freundinnen und Tagebücher für Dich ebenwertiger Ersatz für denjenigen, mit dem Du Dein Leben teilen möchtest? Ich hoffe es nicht. Für mich auf jeden Fall nicht. :( Aber trotz allem: Liebe Dagmar, Du hast absolut recht mit dem Betonklotz und der Kanonenkugel, bitte stell Dir das nicht sowas vor wie mit der Brücke! Ich steh maximal auf einem 1m Gartenmäuerchen und auf der Seite, auf der ich runterspringe liegt ein Riiiesenhaufen trockene Blätter, die einladend kuschelig wirken! ;) Wirklich! Es geht mir scheusslich, wirklich scheusslich, aber Du musst keine Angst haben, dass ich mir wehmache. Ich schreibe und tobe dafür umso mehr!

    Nochmals vielen Dank und liebe Grüsse,

    c.

  • 8) wer war eigentlich vor 17 Jahren für Dein "Glücklichsein" zuständig? Du selbst oder wieder ein Mann? Hattest Du vor ihm eine Beziehung und wenn ja, warum endete sie???

    Ehrlichkeit, gnadenlose, schonungslose Ehrlichkeit sich selbst gegenüber .... lese ich immer wieder bei den Alkoholikern, hier im Forum, die trocken werden wollen ... ich finde, das könnten wir Co`s gleich in unsere Liste mit aufnehmen, zum Bearbeiten.

    In meinen Augen hast Du Schei**angst vor einer Veränderung, ... Deiner Veränderung. Und deshalb wünscht Du Dir, dass er sich ändert, damit alles so ist, wie Du es Dir vorstellst????? Wie egoistisch kann man eigentlich noch sein?

    Zitat

    Und Amai, der Tip mit Freundin und Tagebuch ist süss - aber ganz ehrlich, sind Freundinnen und Tagebücher für Dich ebenwertiger Ersatz für denjenigen, mit dem Du Dein Leben teilen möchtest? Ich hoffe es nicht. Für mich auf jeden Fall nicht.

    Ganz ehrlich? Ich hab` das für Dich geschrieben, nicht für mich. In meiner "Welt" gibt`s das nicht, dass ich mich derart auf einen Menschen fixiere, dass ich zu einer "emotionalen Stalkerin" werde. Das würde ich selbst nicht wollen, deshalb tue ich das niemanden an.

    Viele liebe Grüße,
    Ingrid

  • Zitat

    Weil bei mir das "wie es mal war" dieses innere Glücklichsein war, ich kann's immer noch nicht beschreiben, das allgemeine Gefühl "es ist gut" auch wenn's mal stürmisch zu und her geht, aber im Grunde genommen ist alles gut. Und das will ich wiederhaben. Weil das das Allerbeste ist. Das ist vielleicht das, was man "mit sich und der Welt im Reinen sein" nennt? Ich wünsch Dir sehr, dass Du das auch kennenlernst, Karotte; und dass Du es dann nicht wieder verlierst, weil das vielleicht schlimmer ist, als es nie gehabt zu haben.

    Und dieses Gefühl ist weg seit mein Mann und ich getrennt sind. Nicht seit er trinkt, nicht seit wir Streit hatten, sondern seit er weg ist - folglich will ich ihn zurückhaben. Nicht weil ich 100% sicher bin, dass mit ihm dieses Gefühl wiederkommt - denn das Gefühl gibt ja nicht er mir, ich hatte es ja auch schon vor ihm, ich hatte es schon immer, das ist "meins" (nur ich, nur für mich, das bin ich, versteht Ihr, wie ich meine?). Aber da es weg ist, seit er weg ist, also seit meine Situation die jetzige ist, will ich sehen, ob das Gefühl zurückkommt, wenn die Situation wieder ändert.

    Crevette, merkst Du denn gar nicht, WIE erdrückend das für einen Partner sein muß ?? Er oder was auch immer soll Dir zurückgeben, was Du mal hattest. Das der Schlüssel allein in Dir dazu liegt, scheint Du wirklich nicht zu begreifen, gelle ?
    DU BIST FÜR DICH VERANTWORTLICH, und nicht irgendein Mensch oder irgendeine längst in der Vergangenheit ruhende Situation.
    Solange Du das nicht begreifst, drehst Du Dich auch noch weitere 80 Seiten im Kreis, denn so: NO GO !

    Du fühlst Dich unverstanden, das höre ich immer wieder raus. Ich denke, Du weißt gar nicht, wie sehr Dich hier einige verstehen... oder denkst Du tatsächlich, wir alle haben noch nie geliebt ?
    Du scheinst aber die alleinige Lizenz zur wirklichen Liebe zu besitzen, gelle ? :wink: Dat Du Dich da ma nich irrst... :wink:

    Nur haben einige begriffen, das alles irgendwann keinen Sinn mehr macht, sie wieder glücklich werden wollen und verdammt noch mal ihr eigenes Leben dafür in die Hand zu nehmen haben !

    Und Liebe....JO.... so einmalig, nur mit diesem einen Menschen möglich, Mensch crevette, dann wäre die Menschheit längst ausgestorben.... :lol:

    LG
    Lilly
    die crevette wünscht, das sie irgendwann doch noch mal ihr Wolkenkuckucksheim verlässt und sich traut, die Augen WIRKLICH zu öffnen.

  • So, liebes Herzilein,
    dann drehen wir beide nochmals zusammen eine Runde ;)

    Nicht, dass ich es so toll finde den Drehwurm zu bekommen, aber ich denke schon zu wissen, was das Gefühl ist, welches Du zurück bekommen willst. Dass das Gefühl innerhalb der Partnerschaft und mit diesem Partner schön war und Du genau das zurück willst.

    Aber Crevette es geht so nicht. Und natürlich wurde auch ich nach der Trennung noch viel mehr Co als ich je war. Erstens aufgrund der Tatsache, ihn nicht verlieren zu wollen (somit fesselte ich und erdrückte und brachte ihn noch weiter weg, wohl zu meinem Glück) und zum zweiten weil ich wie Du das alte Gefühl des alten Glücks zurück wollte. Ich erinnerte mich an die vor langer Zeit dagewesene Verliebtheit, nicht aber an die letzten Monate und Jahre. Ich wollte den Anfangszustand zurück. Das damals gemeinte Glück spüren.
    Alle die Punkte verstehe ich Crevette! Ich denke auch die anderen.

    Es geht vielleicht, aber dann ganz sicher über einen anderen Weg, als unserer Tanz hier gerade.

    Seine Fesseln, liebe Crevette, das ist für mich bildlich gesehen die Kanonenkugel die DU DIR an Dein Bein bindest, während ich Dich auf der Brücke stehen stehe. Du schleppst ihn als Balast und Gefahr mit Dir herum.

    Butter bei die Fische:
    Du willst ihn zurück?
    Du willst ihn trocken?
    Du willst das sein neues Sternchen ihr Licht verliert und Du wieder glänzt?

    Ich würde ihn dem Fall versuchen mich zu finden ohne noch Bindungen an ihn verzweifelt zu halten. Ich würde so leben, als wäre jeder Tag mein letzter, aber ganz bewußt ohne ihm; jeder Tag ohne ihm wäre DEIN Tag, ein guter Tag, auch wenn es Dir nicht so erscheint. Nur dann, wenn er merken sollte daß es Dir gut geht, Du Dich in Dir wohlfühlst - ohne ihm wohlgemerkt - kann das ein Anlaß zum nachdenken sein!!!!! So würde ich es sehen.....

    Du willst ihn trocken? Nun gut, dazu muss er sich selber aufraffen, das könnte durch obigen Punkt ins Wanken kommen. Aber das muss er auf seinem windigen Segelschiff herausfinden, am Besten bevor er kenntert. Aber ich denke, den Punkt hast Du begriffen.

    Nun, es tut weh, aber er ist gegangen. Zum zurückkehren mag es eine Portion Gründe geben, irgendwann .... Bis dahin bist Du (auch wieder meiner Meinung nach) gefordert glücklich zu sein auch ohne ihm, sonst würdest Du bei einer eventuellen, trockenen Rückkehr wieder den Karren in den Sand setzen, oder?

    Warum sich nicht die Hoffnung erlauben, dass alles irgendwann einmal gut werden sollte. o.k. da kann ich Dir den Rücken stärken und sagen soweit o.k.

    So, aber die Zeit bis dahin ist er eben nicht Dein Glück an Deiner Seite - da bist Du jetzt selber dafür verantwortlich. Auch dafür, dass Du Dir selber das Unglück holst wenn Du heute, hier und jetzt ständig an das früher denkst! Es ist nicht früher, wir können die Uhr nicht zurückstellen und früher hat man die Wäsche mit der Hand gewaschen, oder?

    Wenn Du Hoffnung haben willst, und sie Dir hilft durchzuhalten o.k. Wenn Du aber diese Hoffnung über das normale Maß zu Deinem Lebensinhalt machst, und so wirkt es auf mich, dann würde ich Dich gerne mit Dir "Schlitten fahren"

    Mensch Crevette, Du mauerst! Du hast es begriffen und quälst Dich beständig selber! Oder bringen wir Dich innerhalb des Threads dazu. Auch das wäre möglich, weil ja der Suchtfaktor der Anfangsbeitrag zu Deiner 8-er-Bahn war.

    Menschenskind, Du kannst ohne ihn leben, Du hörst Dich einigermaßen zufrieden an. Wenn es Dir jetzt noch möglich wäre diese Hoffnung nicht auf das hier und jetzt und das kleine Rumpelstilzchen zu münzen, dann könnte es vielleicht - irgendwann, wenn sie nicht gestorben sind - ein glückliches Ende nehmen.... Nicht für diese Hoffnung zu leben und nicht die Donnervögel im TV als Grundlage nehmen dafür was Herzeleid ist.

    Vielleicht bist Du dem Thema schon näher als wir es unterstellen, weil ich zumindest ja immer weiterlese und den Anfang kenne.

    Also, liebe Crevette, ich lasse mich gerne aufklären ;)

    Lieben Gruß von Dagmar


    Ich denke es geht einfach darum, dass DU die Vergangenheit und das vergangene Glück partout festhalten und zurückgewinnen möchtest.

  • So wie ich das verstehe hat dieses Gefühl was Du wiederhaben willst eigentlich nix mit Ihm zu tun...und das was Du von Ihm willst bekommst Du nicht...weil Er sein Leben lebt...und Du? Du treibst Dich mit dem Stempel Co herrum und denkst auch so...auf Ihn fixiert...
    Schmeiß den Stempel weg und nimm DEIN Leben in die Hand liebe Crevette...geh nicht vor und nicht zurück. Bleib einfach mal stehn und horche in Dich hinein. Spürst Du deinen Atemrythmus? Weißt Du wo jedes einzelne Körperteil von Dir ist und wie es Ihm geht? Nimmst Du DEINE Gefühle war und kannst Sie von deinen Gedanken unterscheiden? Spürst Du Dich? Geh in den Wald und umarme ein paar Bäume...am besten Du singst dazu Töne...die Dir gefallen...und DAAAHHAAANNN machste einfach wieder los... Sei Dankbar das Du Dich hast und Lebst und deine Entscheidung deine ist. Nur Du allein bestimmst dein Leben... (bis zu einer gewissen Grenze)...
    Tschüssi

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Hallo zusammen!

    Soll ich echt nochmal Antwort auf alles geben und nochmal schreiben, was ich schon geschrieben habe? Ganz simpel:

    Vor den 17 Jahren mit ihm und während der 17 Jahre mit ihm und auch nach den 17 Jahren mit ihm war bin und wird nur jemand für mein Glücklichsein zuständig sein: ICH. (Naja, massgeblich dran beteiligt der liebe Gott :) aber die Diskussion reiss ich jetzt nicht an!)

    Dass ich jetzt unglücklich bin liegt in der Tat ganz banal daran, dass ich nicht kriege, was ich will.

    Jetzt gibt's 2 Lösungen für dieses Problem: entweder ich krieg was ich will und gut ist oder ich find mich damit ab, dass ich's nicht krieg und dann ist auch gut.

    Ich will mich nicht damit abfinden, dass ich nicht krieg was ich will. Richtig! Und zwar nicht nur aus blossem Egoismus, sondern weil ich glaube, dass ich nichts schlimmes will, sondern im Gegenteil was gutes auch für meinen Mann. (Oder wünscht man einem Alkoholkranken lieber nicht, dass er gesund werden soll??? Weil die Sucht besser ist???)

    Und wieso sollte ich meinen, dass ich die "alleinige Lizenz zur wirklichen Liebe" besitze? Das hab ich nicht gemeint. Ich kann bloss nicht auf eine grosse Erfahrung mit diversen reellen und virtuellen Partnern zurückblicken und aus der Perspektive raus andere beurteilen. Ich bin wohl einfach so eines dieser Tierchen, die sich einen Partenr für's Leben aussuchen und dabei bleiben. :( Weiss nicht, ob das bei Crevetten so ist... bei Schwänen ist's so und bei Pinguinen, oder? Und nur weil mein Mann kein Pinguin ist macht das doch aus mir nicht auch einen Papageien! (Oder sind die auch monogam? :roll: Jetzt wird's doch kompliziert...) Und nur weil es mir besser gehen würde, wenn ich KEIN bescheuert monogamer Pinguin wäre macht das doch auch noch nicht einen fröhlich polygamen "der-Nächste-bitte!"-Papageien aus mir!!!

    Und wenn ich nur dann wieder glücklich bin wenn ich nicht mehr ich selber bin... dann ist das auch keine nette Perspektive, oder? Oder meint Ihr, es isr besser glücklich zu sein, aber nicht sich selbst? Geht das überhaupt? Für mich nicht.

    Und in die Richtung geht auch die Sch...angst vor einer Veränderung - ja, wenn's keine Veränderung zum Besseren ist! Einfach Veränderung um der Veränderung Willen? Nein Danke. Und eben auch NICHT NUR die Veränderung zurück zum "Anfangszustand" unserer Beziehung! Weil zurück zu dem geht nicht mehr. Es ginge nur "zurück" zu etwas Neuem - von dem ich natürlich hoffe, dass es sogar noch besser wäre. Die Veränderung, die ich jetzt will ist die zurück zu meinem "Anfangszustand", eben diesem inneren Glücklichsein, das NICHT von meinem Mann "gemacht" wurde. Das vorher da war, das immer da war, ohne Mann. Ohne Frau. Ohne Hund, Katze, Maus. - Nur mit MIR.

    Hunde, Katzen, Mäuse, Pinguine, Papageien - kein Wunder, dass sich da so eine kleine Crevette dreht und dreht und sie nicht mehr weiss, wo ihr der Kopf steht.

    Liebe Dagmar, ja ich hab's begriffen und ja, ich quäle mich selber, wenn ich nicht loslasse. Ich kann ohne ihn leben und ich hör mich nicht nur einigermassen zufrieden an, ich bin auch "einigermassen zufrieden" bis auf das eine eben - und ja, ich bin selber dafür verantwortlich, dass ich mir nicht selber das Unglück hole indem ich ständig an früher denke. Aber wie krieg ich das weg??? Vielleicht wirklich nicht im Forum... weil ich hier schon ganz schön im Kreis renne wenn ich mich immer und immer in diese Diskussionen stürze statt etwas einfach so stehen zu lassen... (hm... hab grad nach oben gescrollt und was gelöscht, wo ich wieder einmal etwas beantworten wollte, obwohl ich es schon x Mal gesagt hatte...hat echt keinen Wert auf alles einzugehen!)

    Meint Ihr ich sollte das mit dem Forum bleiben lassen? Ich meine das nicht als "Drohung" oder weil ich nicht mehr lesen mag, was Ihr mir schreibt. Gar nicht! Aber ich frag mich, ob ich mich vielleicht gerade wegen dem Forum auch immer wieder im Kries drehe... Oder ich muss es hinkriegen, das Forum anders zu handhaben. Weniger diskutieren. Einfach erzählen, Tagebuch eher, sowas in der Art? Bloss dazu brauch ich ja kein "Gegenüber" und zum Diskutieren eben schon. Und das schätze ich ja auch so hier.

    Argh, ich weiss nicht.

    Ist ja auch egal. Ich klink mich jetzt hier aus und geniesse es, dass ich ausnahmsweise mal einen Samstagabend zu Hause verbringe, vielleicht läuft irgendein Müll am TV (schau ich übrigens auch viel viel weniger seit wir getrennt sind... ist das nicht komisch? und ich hab grad kürzlich gelesen, dass glückliche Menschen weniger TV konsumieren als unglückliche Menschen... hmmm...) und ich schnapp mir ne Packung Chips und zerstöre das gute Werk des Staubsaugers indem ich den Boden vorm Sofa liebevoll einkrümele! :)

    Ich wünsch Euch auch einen schönen Abend und vielleicht bis später nochmal! Liebe Grüsse,

    c. aus Wolkenkuckucksheim (argh, noch n Vogel! ui, nee, Pinguine sind ja keine... :roll::D )

  • Zitat

    Aber ich frag mich, ob ich mich vielleicht gerade wegen dem Forum auch immer wieder im Kries drehe...

    Ja, klar, Kreisverkehr-Crevette :lol: - mal ne neue Variante. Das Forum sorgt für den Kreisverkehr, nicht Du! Wie beim Alkoholiker - da ist ja auch der Partner schuld, dass er / sie wieder mal nen Rückfall hat, oder?

    All das, was Du hier schreibst, hatten wir ja schon mal. Da mag ich auch garnicht mehr darauf eingehen. Das lass ich gerne so stehen.

    Zitat

    Ich will mich nicht damit abfinden, dass ich nicht krieg was ich will.

    Was mich vielmehr interessieren würde, ist, was denn Deine Thera zu diesem Satz meint? Vielleicht das nächste Mal in eine Stunde mitnehmen?
    Nur so ne Idee - kannste auch in den Kübel werfen... :wink:

    Gute Nacht und liebe Grüsse
    Skybird

    Lebendige Grüsse
    skybird

  • huhu crevette,

    entschuldige das ich mich auch mal bei dir melde, aber als du das von den tierchen geschrieben hast, von wegen schwäne suchen sich nur einen partner, musste ich echt an den schwan vom tv denken, der in ein holzbod verliebt war?!?!?!? der kam doch paarmal in den nachrichten.
    vielleicht bringt dich das ja mal zum aufwachen?

    lg loreen

  • Ich geb's auf!

    Liebe Karotte, ja, das Gefühl, das ich wiederhaben will hat mit mir was zu tun. Und ich spüre meine Gefühle und ich kann sie von meinen Gedanken unterscheiden. Danke für die Tips. Ich trau mich zu der Uhrzeit nicht in den Wald, aber ich hab Pflänzchen umgetopft heut Abend. Fast sowas wie treehugging :) aber was ist Wasser-Shiatsu? Nie gehört, muss ich mal nachgucken, tönt gut.

    Liebe skybird, wenn Du genau hinschaust siehst Du, dass ich nicht geschrieben hab, dass das Forum schuld sei am Kriesverkehr sondern meine Handhabung des Forums, mein Umgang damit. Nuance. Aber macht nix.
    Und meine Therapeutin meint, dass ich in dem Fall eben drum kämpfen muss zu bekommen, was ich will. Dass ich aber aufpassen muss, es nicht soweit kommen zu lassen, dass ich mir damit schade. Und dass ich dran denken muss, dass es auch nicht klappen könnte. Und sie hat mich gefragt, wie wir mich dann wieder aufrichten... und darauf hab ich grad so keine Anwort gehabt. Tja...

    Liebe lorren1, freut mich, Dich in meinem Thread zu lesen und ja, der berühmt verliebte Schwan kam mir auch in den Sinn, als ich das Beispiel gebracht hab. :) Hab mir auch überlegt, ob ich den Fall irgendwie als Bild für meinen Fall bringen könnte. Passt aber nicht. Macht aber auch nix, Deine Anregung war ja sicher lieb gemeint und ich hab's ja selber provoziert, indem ich mit den Schwänen angefangen hab, da bietet sich die story mit dem Boot einfach an.

    Argh - und ich hab schon wieder überall geantwortet! :roll: Ich muss mir ein Beispiel an Dir nehmen, skybird, von jetzt an definitiv mehr nach dem Motto:

    Zitat von skybird

    Da mag ich auch garnicht mehr darauf eingehen. Das lass ich gerne so stehen.

    Gute Nacht und liebe Grüsse,

    c.

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